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Eric Berg: "Das Küstengrab"

Manche Erinnerungen bleiben besser im Dunklen.
Was würden Sie am liebsten für immer vergessen?

ERIC BERG: „Das Küstengrab“

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Verlag: Limes
Genre: Kriminalroman
Klappenbroschur: 416 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-8090-2641-9
Preis: 14,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Seit Jahren zählt Eric Berg zu den erfolgreichsten deutschen Autoren. Mit Das Nebelhaus verwirklicht er einen langgehegten schriftstellerischen Traum: das Schreiben eines Kriminalromans. Vor der stimmungsvollen Kulisse der sturmumtosten Ostseeinsel Hiddensee entfaltet Eric Berg eine spannungsgeladene Geschichte, die den Leser mitten hinein führt in die Abgründe menschlichen Handelns.

Klappentext:
Eine abgelegene Insel. Eine verschworene Gemeinschaft. Eine gemeinsame Vergangenheit, die sie verbindet.
Zum ersten Mal nach 23 Jahren kehrt Lea in ihr winziges Heimatdorf auf der Insel Poel zurück. Doch der Besuch endet in einem schrecklichen Unglück. Bei einem rätselhaften Unfall kommt Leas Schwester ums Leben, Lea selbst wird schwer verletzt und leidet seither an Amnesie.
Vier Monate nach dem Unfall reist Lea gegen den ausdrücklichen Rat ihrer Ärztin erneut nach Poel. Sie will herausfinden, was sie im Mai auf die Insel führte und wie es zu dem Unfall kommen konnte. Sie selbst kann sich an diese Zeit auf Poel nicht erinnern und ist auf die Hilfe ihrer alten Freunde angewiesen – doch deren Berichte widersprechen sich. Die Jugendfreunde scheinen ein Geheimnis vor Lea zu verbergen, das weit in ihre gemeinsame Vergangenheit reicht…

Meine Eindrücke zu dem Kriminalroman:
Gleich zu Beginn wird man mit vielen Namen konfrontiert. Ich hatte Anfangs etwas Schwierigkeiten die Freunde und ihrer Beziehungen zueinander richtig zuzuordnen. Aber es dauerte nicht lange bis ich ein klares Bild zu den jeweiligen Charakteren hatte.

Im Jahr 1990 verschwindet der 18 Jährige Julius von der Ostdeutschen Insel Poel. Sein Traum war es, die Welt zu bereisen. Hat er seinen Traum verwirklicht, oder warum ist Julius plötzlich wie vom Erdboden verschluckt?

Eine Geschichte um sieben Freunde beginnt. Sie alle hatten Hoffnungen und Pläne während der DDR Zeit. Doch der Mauerfall brachte dort nicht nur Gutes mit sich und manche Träume mussten leider begraben werden.

Wir lernen die Cliquenmitglieder von damals kennen. Mike scheint es geschafft zu haben. Er ist der größte Arbeitgeber der Insel Poel geworden und schwimmt in Geld, doch ist er wiklich Glücklich? Jacqueline versuchte in Amerika ihr Glück zu machen, doch leider hat das nicht geklappt und sie ist auf die Insel Poel zurückgekehrt und hat den reichen Mike geheiratet. Pierre ist ebenso wie Mike auf der Insel geblieben und praktiziert hier als Arzt. Die verhassten Geschwister Sabina und Lea haben die Insel verlassen. Sabina ist Polizistin geworden und Lea hat geheiratet und ist mit ihrem Mann nach Buenos Aires ausgewandert, um dort als Fotografin zu arbeiten. Die Geschwister Harry und Margrethe müssen sich um ihre schwer kranke Mutter kümmern und hatten keine Chance etwas aus ihrem Leben zu machen.
Neid und Missgunst bestimmen das Leben von einigen und Sie hüten alle ein schweres Geheimnis.

23 Jahre nach dem Verschwinden von Julius kehrt seine frühere Freundin Lea auf die Insel zurück. Seit einem schweren Verkehrsunfall auf Poel vor vier Monaten bei dem ihre ältere Schwester Sabina getötet und sie selbst schwer verletzt wurde, leidet sie unter Amnesie. Sie kann sich nicht mehr an die Gründe für ihre Rückkehr nach Poel, ihren Aufenthalt dort und den Unfall erinnern.

Auf der Suche nach ihrer Erinnerung und dem Grund für den Verkehrsunfall trifft sie auf ihre Freunde von damals, die ihrem Alltagsleben auf der Insel nachgehen. Lea deckt ungeheuerliches auf. Doch bringt sie sich nicht damit selber in Gefahr?

Für die Freunde ist es eher ungewöhnlich, ihr nach vier Monaten erneut zu begegnen. Lea scheint sich verändert zu haben, doch jeder knüpft unbeirrt an die alten Zeiten an. Natürlich hat Lea viele Fragen, doch je mehr sie Erkundigungen einholt, desto größer werden die Unsicherheiten der Cliquenmitglieder, deren Aussagen sich nicht immer decken.

Was mir an diesem Krimi besonders gut gefiel war, das nicht nur eine der Personen im Mittelpunkt gestanden hat, sondern auf alle Protagonisten eingegangen wurde. Jeder für sich ist eine sehr interessante Persönlichkeit und wird auch genau so dargestellt.

So erfährt man nach und nach, was vor vielen Jahren wirklich geschah und ist schockiert über das Ende, da man dies so nicht erwartet hätte. Man macht sich seine Gedanken was damals passiert ist, wie es dazu kam und wer alles seine Finger im Spiel hatte. Zum Ende hin gab es dann noch eine unerwartete Wendung und ganz zum Schluss eine unvermutete Erklärung des Unglücks.

Fazit:
Das Buch hat mich begeistert, magisch in den Bann gezogen und völlig gefesselt.

5 Kommentare zu “Eric Berg: "Das Küstengrab"

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