Roger Smith: "Stiller Tod"

Ein temporeicher Südafrika-Thriller mit psychologischem Tiefgang

Roger Smith: „Stiller Tod“

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Verlag: Heyne Hardcore
Format: Taschenbuch
Seiten: 384
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-453-67655-8
Preis: 8,99 EUR
Bestellbar: hier

Autor:
Roger Smith, 1960 in Johannesburg geboren, ist Drehbuchautor, Regisseur und Produzent. Während der südafrikanischen Apartheitsjahre gründete er ein politisches, hautfarbenübergreifende Künstlerkollektiv. Daraus ist eine Reihe von wichtigen, international erfolgreichen Protestfilmen hervorgegangen. Smith lebt in Kapstadt.

Klappentext:
Als die kleine Sunny vor dem Haus ihrer Eltern ertrinkt, raucht ihr Vater gerade einen Joint, während ihre Mutter sich mit ihrem Liebhaber vergnügt. Nur Vernon Saul, ein Ex-Cop aus den Elendsvierteln von Kapstadt, bekommt mit, was am Strand geschieht. Doch er greift nicht ein. Denn er weiß, wie er den Tod des Mädchens für seine Zwecke nutzen kann. Für Sunnys Eltern hat der Albtraum gerade erst begonnen.

Ich habe gelesen:
Vernon Saul:
Einen Sympathieträger findet der Leser in Vernon nicht. Zynisch, hart, immer auf seinen Vorteil bedacht. Menschen bedeuten ihm nichts. Er sammelt Schicksale, um sie zu einem späteren Zeitpunkt, zu seinen Gunsten zu nutzen.
Schon als Kind schreckt er vor Blut und Totschlag nicht zurück. Jeder ist ein Feind. Vernon Saul ist ein absolut verkommener Charakter.

Nick Exley:
Die Tochter an ihrem eigenen Geburtstag ertrunken, weil ihr Vater benebelt von einem Joint nicht auf sie aufgepasst hat und seine Frau Caroline sich in der Küche mit einem anderen Mann vergnügte. Dieser nun verzweifelte, durchaus vermögende Vater ist die perfekte Zielscheibe für Vernon Saul. Er nistet sich in das leben von Nick ein. Bietet sich als Helfer an um nach und nach die Kontrolle über Exley zu erlangen.

Dawn:
Dawn hatte ebenso wie Vernon eine schreckliche Kindheit. Heute lebt sie mit ihrer Tochter Britt in ärmlichen Verhältnissen und arbeitet als Stripperin um sich und ihre Tochter zu ernähren. Vernon hat Dawn in der Hand. Ihr wurde Britt, aufgrund ihres Lebensstils, vom Jugendamt weggenommen und dank Vernon hat sie ihre Tochter zurück bekommen. Nun hat Vernon sie, wie so viele andere Menschen, in der Hand, denn ein falscher Schritt und Vernon wird dafür sorgen, dass Britt wieder von ihrer Mutter getrennt wird.

Anfangs hatte ich echt Schwierigkeiten in das Buch rein zu finden. Es war alles sehr verwirrend und die Charaktere waren mir alle so unsympathisch, dennoch hat mich der Thriller mit der Zeit in den Bann gezogen. Die Ereignisse überschlagen sich. Eine ganze Reihe von Toten säumt den Weg durch das Buch und immer ist Vernon Saul der Dreh- und Angelpunkt dieser Gewalttaten.

Die Frage ist: „Wird es Nick und Dawn gelingen sich aus den Fängen dieses sadistisch-manipulativen Scheusals zu entziehen?“
Bis zum blutigen Finale wird diese Frage im Raum stehen.

Fazit:
Auch wenn ich ein wenig Anlaufschwierigkeiten mit diesem Buch hatte…Roger Smith hat einen guten Thriller geschrieben, der es an menschlicher Abgründigkeit nicht fehlen lässt und in dem Gewalt und rücksichtslose Manipulation an der Tagesordnung sind. Nichts für schwache Nerven, aber überzeugend aufgebaut. Spannend und fesselnd bis zum Ende.

Ein Kommentar zu “Roger Smith: "Stiller Tod"

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