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Henning Mankell: Mörder ohne Gesicht

„Kurt Wallander stieß die Tür mit dem Fuß auf. Es war schlimmer, als er es sich vorgestellt hatte. Viel schlimmer. Später würde er sagen, dass es das Schlimmste war, was er je gesehen hatte. Und dabei hatte er weiß Gott schon eine Menge gesehen.“

Henning Mankell: „Mörder ohne Gesicht“

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Verlag: dtv
Format: Taschenbuch
Seiten: 336
Genre: Kriminalroman
ISBN: 978-3-423-21212-0
Preis: 9,95 €
Bestellbar: hier

Autor:
Henning Mankell geboren 1948 in Härjedalen, ist einer der angesehensten und meistgelesenen schwedischen Schriftsteller, vor allem bekannt durch seine Wallander-Krimis. Er lebt als Theaterregisseur und Autor abwechselnd in Schweden und in Maputo/Mosambik. Seine Taschenbücher erscheinen bei dtv.

Klappentext:
Ein altes Bauernpaar ist auf seinem Hof ermordet worden.
Nicht nur das Motiv der Tat liegt völlig im Dunkeln, vor allem deren furchtbare Brutalität irritiert die ermittelnden Polizisten um Kurt Wallander. Und dann hatte die alte Bäuerin, kurz bevor sie im Krankenhaus starb, den Beamten noch einen letzten, seltsamen Hinweis gegeben …

Ich habe gelesen:
Der Mord, der an dem alten alten Ehepaar in Lenarp begangen wurde, hat mich zu tiefst erschüttert. Herr Lövgren ist auf grausamste weise tot geprügelt worden und Frau Lövgren erlag ihren Verletzungen später im Krankenhaus.

Nun ist es die Aufgabe von Kurt Wallander den Mord aufzuklären, was sich aber als gar nicht so einfach erweist. Das Bauernehpaar Lövgren hatte weder Feinde, noch scheinen sie auf den ersten Blick sehr vermögend gewesen zu sein. Komisch scheint auch, das das Pferd der Lövgrens nach der Tat wohl noch gefüttert wurde. Mmmhhhh…Die letzten Worte die Frau Lövgren kurz vor ihrem Tod gesprochen hat waren: „Ausländer“.
Ok das ist ja schon mal ein Ansatz…

Obwohl Wallander ahnt, für wie viel Unruhe dies in der Bevölkerung sorgen kann, gelangt die Information wahrscheinlich durch die Indiskretion eines Polizeikollegen an die Presse. Noch am selben Abend bekommt Wallander einen anonymen Anruf. Wenn er nicht binnen drei Tagen den oder die Mörder findet, wird der Anrufer die Angelegenheit selbst in die Hand nehmen.

Sehr zwiespältige Angelegenheit. Zunächst ist es ein extrem spannender Anfang mit viel Potential, aber ich finde der Autor hätte einfach mehr rausholen können. Viele Fährten die gelegt wurden führen in enttäuschende Banalitäten. Da wäre zum Beispiel die Verfolgung der einstigen Geliebten von Herrn Lövgren und deren gemeinsamer Sohn, oder zwei Typen aus Ausländerfeindlichen Organisationen, die die Anschläge auf die Asylanten verübt haben, dann haben wir noch einen ehemaligen Freund von Wallander der einen Reiterhof besitzt und viel Ahnung von Pferden hat, doch am Ende sind die uninteressantesten Kandidaten mit dem wenigsten psychologischen Profil die Täter gewesen.

Dennoch hat das Buch viele Spannungsbögen, auch wenn diese nicht ganz so spektakulär enden und sich am Ende wirklich zu viele Zufälle ergeben…sehr viele unglaubwürdige Vorkommnisse, dafür aber interessante Personenbeschreibungen.

Fazit:
Der Krimi hat mir ganz gut gefallen, dennoch würde ich dieses Buch nicht noch einmal lesen.

Liebe Brina…vielen Dank, denn von Dir habe ich dieses Buch zum Geburtstag geschenkt bekommen und ich war sehr erfreut darüber.

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