Sebastian Fitzek: „NOAH“

Zur Geburt Christi lebten 300 Millionen Menschen auf unserem Planeten.

Heute sind es sieben Milliarden.

Wie viel ist zu viel?

Sebastian Fitzek: „NOAH“

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Verlag: Bastei Lübbe
Genre: Thriller
Taschenbuch: 558 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-404-17167-5
Preis: 9,99 EUR
Bestellbar: hier

Autor:
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Sebastian Fitzek lebt mit seiner Familie in Berlin.

Klappentext:
Er kennt seinen Namen nicht. Er hat keine Ahnung, woher er kommt. Er kann sich nicht erinnern, warum er in Berlin ist, seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah: Dieser Name ist in seinen rechten Handballen tätowiert. Für Noah wird die Suche nach seiner Identität zu einem Alptraum. Denn wie es scheint, ist er das wesentliche Schlüsselelement einer globalen Verschwörung, die bereits zehntausende Opfer gefordert hat und nun die gesamte Menschheit bedroht …

Meine Eindrücke:
Zunächst einmal muss ich sagen, dass mir das Cover richtig gut gefällt. Wie ihr oben im Bild sehen könnt haben wir eine weiße Hand auf schwarzem Hintergrund. Die Hand hebt sich leicht ab, sodass man sie ertasten kann. Nachdem ich meine abendliche Lektüre beendet hatte und das Licht ausgeschaltet habe viel mir auf: „Die Hand leuchtet im dunkeln.“ Übelst cool, aber auch gruselig, wenn man in der Nacht aufwacht und auf dem Nachttisch eine Hand leuchtet. Tolle Idee.

Ok nun zum Inhalt:
Dieses mal ein etwas anderer Fitzek. Recht dramatisch beschreibt er die Situation um die Überbevölkerung, sowie die „Lösung“ des Problems.

Sie wissen nicht, wer Sie sind.
Sie wissen nicht, was Sie in der Stadt wollen,
in der Sie sich gerade befinden.
Sie wissen nicht, warum in ihrer Schulter eine
frische Schusswunde verheilt.

Sie wissen nur:
Jemand wollte Sie töten.

Und Sie wissen auch: Er wird es wieder versuchen.
Weil Sie ein Geheimnis in sich tragen, von dem das
Schicksal der gesamten Welt abhängt.
Werden Sie sich erinnern, bevor es zu spät ist?

Hier wird die Situation von NOAH beschrieben. Er wird mit einer Schusswunde in der Schulter und hohem Fieber in einer Ihm fremden Stadt von einem Obdachlosen, der sich in einem stillgelegten U-Bahn-Schacht eingerichtet hat, wieder Gesund gepflegt. Noah kann sich an nichts erinnern. Weder kennt er seine Identität, noch andere Details seines Lebens. Die Leute nennen ihn Noah, da diese vier Buchstaben in seinen rechten Handballen tätowiert sind.

Eines Tages entdeckt Noah in einer Zeitung einen Aufruf. Hier wird ein Künstler von einem Bild gesucht – Belohnung: 1 Million Dollar. Das besagte Bild löst bei Noah eine heftige Reaktion an Erinnerungen aus. Er meldet sich unter der angegebenen Telefonnummer und muss schnell feststellen, dass es keine gute Idee war, denn auf einmal ändert sich alles. Noah wird zum gejagten.
Aber wer möchte ihn tot sehen? Und was hat das alles mit der Manila-Grippe zu tun, die derzeit um sich greift und schon einige Opfer gefordert hat?

Vom ersten Moment an erzählte Oscar ihm die absurdesten Verschwörungstheorien und behauptet stets, dass alle Menschen überwacht und jederzeit beeinflusst werden. Noah hat das immer als „Geschwafel“ eines Obdachlosen abgetan, bis zu dem Tag als die Jagd beginnt.

Das Buch hat mich sehr berührt. Die Kluft zwischen arm und reich. Neben der Jagd auf Noah beschreibt der Autor das Leben einer Familie die am Rande einer Mülldeponie im Großraum Manila lebt. Der Ehemann und Vater ist verstorben. So übernimmt der siebenjährige Sohn die Rolle des Ernährers, indem er täglich verwertbare Stoffe im Müll sucht, während die Mutter sich um den sehr schwachen Säugling kümmert, für den sie aufgrund von Mangelernährung einfach keine Milch hat. Sie führen ein Leben, in dem der Tod näher ist als der nächste Tag. Das Schicksal dieser Familie begleitet den Leser in Episoden durch den ganzen Roman und es zeigt mir mehr denn je, wie gut es mir geht.

Wenn jeder der dieses Buch gelesen hat seine eigene Lebensweise überdenkt. Wenn jeder nur ein bisschen was an seinem Lebensstil ändert, dann hat Herr Fitzek mit diesem Buch unglaublich viel erreicht.

Fazit:
Dieses Buch ist mal ein ganz anderer Fitzek, als die, die ich bisher gelesen habe. Eine packende Schnitzeljagd die mir kaum Zeit zum Luftholen gelassen hat. Das Buch unterhält nicht nur, sondern es übt auch Gesellschaftskritik und zeigt auf, wie verschwenderisch die Menschen mit ihren Ressourcen umgehen.
100%ige Weiterempfehlung!!!

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