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Richard Laymon: Der Gast

Ich bin näher, als du denkst

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Verlag: Heyne Hardcore
Format: eBook mit 490 Seiten
Erscheinungsdatum: März 2012
Genre: Roman
Preis: 8,99 € (Taschenbuch: 9,99 €)
Bestellbar: hier

Autor:
Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren und studierte in Kalifornien englische Literatur. Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete und zu einem der bestverkauften Spannungsautoren aller Zeiten wurde. 2001 gestorben, gilt Laymon heute in den USA und Großbritannien als Horror-Kultautor, der von Schriftstellerkollegen wie Stephen King und Dean Koontz hoch geschätzt wird.

Klappentext:
Eine Nacht in Los Angeles: Eher aus Zufall befreit der ängstliche Neal eine junge Frau aus der Gewalt eines Serienkillers. Zum Dank dafür schenkt sie ihm ein Armband, das magische Kräfte besitzt. Mit seiner Hilfe kann man in die Körper anderer Menschen eindringen – fühlen, was der andere fühlt, spüren, was der andere denkt. Doch was zunächst ein prickelndes Erlebnis zu sein scheint, verwandelt sich für Neal schnell in einen Alptraum.

Meine Eindrücke:
Dieses Buch ist eine Mischung aus sehr viel Erotik, Gewalt und Fantasy. Hört sich erstmal gut an.

Herr Laymon punktet mit einem Plot, der wirklich sehr ungewöhnlich und ausgefallen ist. Ein Armband, welches dir ermöglicht in den Körper eines anderen Menschen zu schlüpfen. Die Idee hat mir richtig gut gefallen.

Wie im Klappentext beschrieben, erhält Neal nachdem er der jungen Elise das Leben gerettet hat, als Dankeschön, ein magisches Armband von ihr und darf es auch gleich an ihr ausprobieren. Ein unglaubliches Erlebnis für Neal. Nach dieser verrückten Nacht macht er sich dann mit dem Auto auf den Heimweg. Während der Fahrt packt ihn aber die Neugier und er will unbedingt nochmal in den Körper von Elise.

Dort angekommen muss Neal, zu seinem Erschrecken feststellen, dass der Angreifer vom Abend, auf den Neal während seiner Rettungsaktion mehrfach geschossen hat noch lebt und sich bereits im Haus von Elise befindet, um zu Ende zu bringen, was er begonnen hat. Neal kann nichts dagegen tun, denn er ist zwar im Körper von Elise drin, hat aber keinen Einfluss auf die Gedanken und Handlungen. So muss Elise am Ende doch auf entsetzliche Art und Weise sterben.

Doch wie soll er das beweisen. Die Polizei würde glauben, dass er selbst der Mörder ist, deshalb meldet er sich auch nicht als Zeuge, sondern versucht auf eigene Faust den Täter zu schnappen.

Wird ihm das gelingen oder wird er am Ende selbst zum Gejagten?

Wenn man mit einem Armband in andere Körper hüpfen kann, ist das schon sehr mysteriös und dementsprechend auch nicht unbedingt logisch, doch was mich sehr gestört hat, dass Neal sich in jede Frau verliebt, die er trifft, und diese Frauen das nicht nur erwidern, sondern sich ihm auch sexuell aufdrängen. Das fand ich sehr übertrieben. Selbst Marta, Neals feste Freundin, nimmt die Geliebte von Neal herzlich bei sich zu Hause auf und es entwickelt sich sogar so ein Dreierding.

So rasant und spannend wie die Geschichte begonnen hat, durch das viele Liebesgedusel, hat das Buch, für mich, dann sehr an Spannung abgebaut. Das zog sich alles so hin. Es gab zwar zwischendurch noch Spannungsmomente, aber diese waren nicht durchweg vorhanden. Ein bisschen weniger Sex und dafür mehr Blut hätte mir persönlich besser gefallen.

Fazit:
Auch wenn mich dieses Buch nicht vollkommen überzeugt hat, liegt „Die Jagd“ von Richard Laymon schon parat. Ich mag seine offene, brutale, anzügliche Schreibweise und die Storys die er sich ausgedacht hat. Falls ihr Laymon begeistert seid, ist „Der Gast“ nicht unbedingt ein Lesemuss. Alle die noch kein Buch von Richard Laymon gelesen haben, es aber vorhaben, sollten nicht mit Diesem beginnen.

Ein Kommentar zu “Richard Laymon: Der Gast

  1. Guten Morgen liebe Ela,

    eine sehr schöne Rezi und eigentlich klingt die Handlung auch spannend. Bei einer Mischung aus Erotik und Gewalt gehe ich ja noch mit, nur Fantasy schreckt mich irgendwie ab.
    Liebste Grüße, deine Brina

    Gefällt 1 Person

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