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Andreas Winkelmann: Bleicher Tod

Sie dachten, der Tod wäre das Schlimmste. Sie haben sich getäuscht.

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Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 384 Seiten
erschienen: Dezember 2018
Genre: Psychothriller
Preis: 10,00 €
Bestellbar: hier

Autor:
Andreas Winkelmann, geboren 1968, entdeckte schon früh seine Leidenschaft für unheimliche Geschichten. Er war unter anderem Soldat, Sportlehrer und Taxifahrer, hielt es aber in keinem Job lange aus und blieb nur dem Schreiben treu. »Der menschliche Verstand erschafft die Hölle auf Erden, und dort kenne ich mich aus«, beschreibt er seine Faszination für das Genre des Bösen. Er lebt heute mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldesrand nahe Bremen.

Klappentext:
Ein junges Mädchen, allein, gefangen in der Dunkelheit. Sie ahnt, dass ihr Leben bald vorbei sein wird – nur um festzustellen, dass es schlimmere Dinge gibt als zu sterben … Derweil erfährt Kriminalkommissarin Nele Karminter von einer erschreckenden Studie: Einer von fünfundzwanzig Menschen hat kein Gewissen, ist ein potentieller Psychopath. Eine Erkenntnis, die sich für Nele bald in blutige Praxis verwandeln wird. Denn kurz darauf wird sie zu einem Tatort gerufen – und zu der grausam entstellten Leiche eines jungen, seltsam bleichen Mädchens …

Meine Meinung:
Vor 2 Jahren habe ich „Tief im Wald und unter der Erde“ von Andreas Winkelmann gelesen. Mir war gar nicht bewusst, dass es sich bei „Bleicher Tod“ um eine Fortsetzung handelt. Um so mehr habe ich mich gefreut von den bereits bekannten Protagonisten zu lesen.

Die junge Frau Miriam Singer ist mit dem Auto auf dem Heimweg und muss aufgrund plötzlicher Halluzinationen anhalten. Als ein fremder Mann ihr Hilfe anbietet, zögert sie zunächst, doch dann geht alles ganz schnell und sie findet sich auf der Rückbank seines Autos wieder.

Aber so einfach macht es Miriam ihrem Entführer nicht und ihr gelingt tatsächlich die Flucht. Beschreiben kann sie ihren Angreifer nicht, aber dafür die örtlichen Begebenheiten. Die Ermittlerin Anou überprüft die Angaben und fährt zu einem ehemaligen Schweinemastbetrieb. Dort entdeckt sie in einem leeren Schweinestall eine grauenhaft entstellte Leiche.

Ist das ein Zufall? Handelt es sich bei dem Entführer und dem Mörder um ein und dieselbe Person?

Das Ermittlerteam Nele Karminter und Anouschka Rossberg stehen vor einem Rätsel. Es beginnen sehr spannende Ermittlungen, die viel Grauen zum Vorschein bringen.

Neben Nele und Anou kommt auch der Privatermittler Alexander Seitz zum Einsatz. Er wurde beauftragt ein verschwundenes Mädchen zu finden.

Während des Lesens bekommt man Einblicke in die verschiedenen Perspektiven. Am Anfang lassen sich absolut keine Zusammenhänge erkennen. Doch so nach und nach wird klar, wie alles miteinander verbunden ist.

Auch mit dem Mörder haben wir schon frühzeitig Kontakt. Ein absolut gestörter Typ. Ich weiß, dass er verheiratet ist und seine Frau nicht gut behandelt, aber ansonsten bleibt mir sein Name bis zum Schluss verborgen.

Wie erkennt man eigentlich einen Psychopathen, wenn er einem auf der Straße, bei der Arbeit oder woanders begegnet?

Für die Kriminalkommissarin Nele Karminter ist das ein sehr wichtiges Thema, denn sie hat tagtäglich mit solch kranken Menschen zu tun. Sie nimmt an einem Seminar bei der Fallanalytikerin Dr. Sternberg teil, wo es genau darum geht. Einer von 25 Menschen ist laut Dr. Sternberg ein Psychopath. Doch wie findet man diesen einen Menschen? Für mich eine absolut gruselige Vorstellung, denn wenn ich die Einwohnerzahl meines Wohnortes nehme, dann befänden sich darunter 273 Psychopathen. Unvorstellbar.

Ich habe schon ein paar Bücher von Herrn Winkelmann gelesen und mag seinen Schreibstil.

Für mich bietet dieses Buch alles was ein guter Thriller braucht.

Die Spannung wird durch viele Perspektivwechsel noch interessanter. Leider waren diese Wechsel nicht gekennzeichnet und so war mir nicht immer direkt klar, wer gerade mit mir spricht, oder wo ich mich als Leser gerade befinde. Aber spätestens nach ein paar Sätzen waren diese kleinen Stolpersteine aus dem Weg geräumt und somit hat es mich nicht weiter gestört.

Fazit:
Ein gelungener Psychothriller, der mir unterhaltsame Lesestunden bereitete. Eine gut durchdachte Story mit toll dargestellten Protagonisten. Nun freue ich mich auf „Blinder Instinkt“.

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