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Andreas Winkelmann: Höllental

Die Angst treibt sie in den Tod – und ihr letzter Blick schickt einen Mann auf die Suche nach dem Mörder …

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Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 352 Seiten
erschienen: Dezember 2018
Genre: Thriller
Preis: 10,00 €
Bestellbar: hier

Autor:
Andreas Winkelmann, geboren 1968, entdeckte schon früh seine Leidenschaft für unheimliche Geschichten. Er war unter anderem Soldat, Sportlehrer und Taxifahrer, hielt es aber in keinem Job lange aus und blieb nur dem Schreiben treu. »Der menschliche Verstand erschafft die Hölle auf Erden, und dort kenne ich mich aus«, beschreibt er seine Faszination für das Genre des Bösen. Er lebt heute mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldesrand nahe Bremen.

Klappentext:
Im ersten Schnee des Winters steht eine junge Frau auf einer Eisenbrücke hoch über der Höllentalklamm. Sie ist fest entschlossen, sich in die Tiefe zu stürzen. Roman Jäger, Mitglied der Bergwacht, versucht noch sie aufzuhalten, doch vergeblich. Was ihm bleibt, ist ihr letzter Blick – ein Blick voll entsetzlicher Angst, der ihn bis in seine Träume verfolgt. Er macht sich daran, die Hintergründe dieses Selbstmords herauszufinden. Und stößt auf ein schreckliches Geheimnis, das sein Leben für immer verändern wird …

Meine Meinung:
Hinauf! Schnell läuft Laura hinauf durch die Höllentalklamm, um sich dort von der Brücke zu stürzen. Fast droht ihr Plan zu scheitern, denn im letzten Moment taucht der Bergwachtretter Roman Jäger auf der Brücke auf. Er kann die junge Frau zwar noch rechtzeitig erreichen und an einer Hand packen, doch Laura will nicht gerettet werden. Sie befreit sich aus seinem Griff und stürzt in die Tiefe.

Warum? Vor wem oder was hatte sie solche Angst?

Ihr letzter Blick verfolgt Roman in seinen Träumen und er beginnt, sich mit den Hintergründen von Lauras Selbstmord zu beschäftigen. Er lernt Lauras beste Freundin Mara kennen und erfährt mehr über Lauras Vergangenheit. Er ahnt nicht, dass er damit nicht nur sich selbst, sondern auch die Menschen in seiner Nähe in große Gefahr bringt.

Als die Eltern von Lauras Selbstmord erfahren, wollen sie nicht an einen Freitod glauben. Das passt einfach nicht zu ihr. Irgendjemand muss sie in den Tod getrieben haben. Ein Privatdetektiv soll Licht ins Dunkel bringen.

Die ehemalige Clique von Laura findet, nach der Nachricht des Selbstmordes, wieder zusammen und es ist von einem merkwürdigem Ereignis im Sommer die Rede. Allerdings erfährt man nur bröckchenweise was da vorgefallen ist, sodass man die genauen Hintergründe zum Tod erst am Ende erfährt.

In einem zweiten Erzählstrang befinden wir uns auf einmal mitten in der Wüste von Afghanistan, zusammen mit einem jungen Bundeswehrsoldaten. Er hat einen Anschlag überlebt, gerät aber danach in Gefangenschaft und wird gefoltert. Doch sein Mädchen gibt ihm Kraft und Durchhaltevermögen.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Wir begleiten Lauras Freunde, ihre Eltern und auch Roman Jäger. Sogar der geheimnisvolle Soldat meldet sich hin und wieder zu Wort, wobei mir aber nicht klar war, ob oder was er mit Laura zu tun haben soll.

Nachdem ich aber mehr von dem jungen Soldaten erfahren habe, wird klar worauf Herr Winkelmann hinaus will.

Die Spannung hält der Autor durchweg aufrecht und erzählt eine sehr fesselnde Geschichte. Auch die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet und die zeitlichen und örtlichen Sprünge haben der Geschichte noch Pfeffer verliehen. Ich mag es, wenn durch Retroperspektiven immer mehr Licht ins Dunkel gebracht wird.

Es gab tiefe Einblicke in die Psyche des Täters und ich hoffe das ich niemals einem solchen Menschen begegne.

Was die Auflösung am Ende angeht konnte mich Herr Winkelmann nicht zu 100% überzeugen. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich ganz anders als Laura gehandelt hätte.

Fazit:
Lauras sinnloser Tod, falsche Freunde, faule Beamte, blutige Todesfälle und ein Psychopath haben mir tolle Lesestunden bereitet. Ich gebe gerne eine Leseempfehlung!!!

Das Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Dankeschön!

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