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Angélique Mundt: Trauma

*Dieses Buch wurde mir von der Penguin Random House Verlagsgruppe, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Wenn sie sich erinnert, wird sie zur Mörderin.

Verlag: btb
Taschenbuch mit 325 Seiten
erschienen: April 2021
Genre: Psychothriller
Preis: 10,00 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Angélique Mundt ist Psychotherapeutin und lebt in Hamburg. Nach ihrem Studium der Psychologie arbeitete sie lange in der Psychiatrie, bevor sie sich 2005 als Psychotherapeutin mit einer eigenen Praxis selbstständig machte. Sie arbeitet ehrenamtlich im Team der DRK-Krisenintervention und leistet dort „Erste Hilfe für die Seele“. Mit diesem Titel erschien 2016 ihr erstes Sachbuch. Um belastende Ereignisse zu verarbeiten, begann Angélique Mundt, ihre Gedanken und Gefühle aufzuschreiben. Und so entstand die Idee, eine Krimiserie zu entwerfen.

Klappentext:
Leila wacht auf, und ihr Leben ist nicht mehr dasselbe. Wie ist sie an diesen Ort geraten, in dieses Bett, in diese Psychiatrie? Erinnerungen mischen sich mit Ahnungen, sie hat Angst, sie weiß nicht mehr, wer sie wirklich ist. Wann ist ihr Traum zum Alptraum geworden? Und was hat sie wirklich getan?

Dies war mein erstes Buch von Angélique Mundt und dementsprechend gespannt war ich. 

Zusammenfassung:
Die Hauptprotagonistin Leila Galayan lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in einem schönen Haus und ihr fehlt es an Nichts. Doch ihr Lebenstraum ist ein anderer. Sie möchte mit ihrem Freund und Musikproduzenten Marius nach London ziehen, um dort berühmt zu werden. 

Doch von heute auf morgen zerplatzt ihr Traum wie eine Seifenblase, denn Marius wird ermordet und Leila ist die Hauptverdächtige in diesem Fall. 

Nach einem gescheiterten Suizidversuch wacht Leila in einer geschlossenen Psychiatrie auf und innerhalb kürzester Zeit ist nichts mehr wie es war. Leila versteht nicht was passiert ist. Sie kann sich an die Tatnacht nicht erinnern. Doch niemand will ihr das glauben. Weder die Polizei, noch ihre eigene Familie. 

Hat Leila wirklich diese grausame Tat begangen, oder ist sie vielleicht nur Zeugin des Verbrechens gewesen?  

Die Psychologin Dr. Valentina Freytag will ihr helfen und überredet sie zu einer Therapie. So nach und nach kommen die Erinnerungen, doch sind sie wirklich real? Kann Leila ihren Erinnerungen trauen? 

Meine Meinung:
Das Buch ist aus Leilas‘ Perspektive geschrieben. Ihre Schuldgefühle und Ängste, mit denen sie zu kämpfen hat, konnte ich gut nachvollziehen und ich habe sehr mit ihr gelitten. Sie war mir unheimlich sympathisch, auch wenn ich mir immer wieder die Frage gestellt habe, ob sie vielleicht doch die Täterin war.  

Ziemlich schnell hatte ich einen anderen Verdacht, wer hier eventuell ein falsches Spiel spielt, doch wurde ich immer wieder auf eine falsche Fährte geführt. Das Buch war unheimlich spannend und die ständigen Wendungen erhöhten die Spannung noch zusätzlich. 

Mit sehr viel Empathie hat die Autorin ihre Charaktere gezeichnet. Sehr lebendig und facettenreich. 

Der Schreibstil ist abwechslungsreich, spannend und absolut nicht vorhersehbar. Die Story war so authentisch und anschaulich geschrieben, dass ich mich teilweise selbst wie eine Patientin in der geschlossenen Abteilung fühlte. 

Das Ende hat mich dann doch sehr überrascht, war aber absolut schlüssig und stimmig. 

Fazit:
Leila’s Geschichte hat mich sehr berührt. Gekonnt hat die Autorin eine geniale Story kreiert. Man will nur noch wissen was vor sich geht und es fiel mir echt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. 

Ein Pageturner der super authentisch war und mich ab der ersten Seite gefesselt hat.  

Ich möchte das Buch gerne weiterempfehlen. 

Ein Kommentar zu “Angélique Mundt: Trauma

  1. Von einer professionellen Psycho – Tante erwarte ich auch, dass sie zumindest ihre Hauptfigur in ihrem Erleben gut zeichnen kann. Das könnte mich tatsächlich auch sehr interessieren, da meine Figuren ja auch oft aus ihrer Innenperspektive heraus berichten, erleben und handeln. (Vielleicht ein bißchen zu sehr??)
    Auch freut es mich immer, hier nicht von der neuesten Kneipp – Kreation, sondern von Mord und Totschlag – nein, stop, das kommt jetzt völlig falsch! Aber Bücher, Litaratur interessier tmich nun mal mehr als die tollste Schminke und das gesündeste Dingsbad. Obwohl es ja seit längerem anders sein sollte und ich irgendwelche „Rückenwohl“ – Tinkturen ins Bad leere. Also, das Kneipp-Zeugs steht teilweise bei mir auch rum und ist nicht per se uninteressant, nein, nein. Aber halt: Bücher, Schreiberei…
    Je nun, also: Propaganda in eigener Sache: Mal wieder auf die Seite kommen. Petras Textzeit wartet! Die Texte sind kürzer und irgendwelche Pröbchen gibts nicht, dafür das Lesen auf der ganzen Seite umsonst! (Psychokram, womöglich psychotischen und psychedelischen Kram inklusive – die arme Psyche, der antike Lebensatem, würde sich nicht wiedererkennen! Aber das ist seit Freud ja undenkbar.
    Also zurück: eine Frau, die Krimis schreibt und bei einer Krisenintervention arbeitet? Jau, das klingt doch interessant. Die Autorin grad noch ein Stückchen mehr als ihr Stück… Schönen Gruß ans rote Kreuz, ich war mit so einem gezackten unterwegs, so blaulichtmäßig.
    Ja, aus derlei Erlebnissen sind auch meine Ideen gesprossen. Ich kann sie gut verstehen: entweder sie schreibt, oder sie braucht selbst einen Therapeuten (oder beides)!

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