Joy Fielding: Die Katze

Wer die Wahrheit sucht, begibt sich in tödliche Gefahr…

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Verlag: Goldmann 
Taschenbuch mit 480 Seiten
erschienen: März 2010
Genre: Roman
Preis: 9,95€
Bestellbar: hier

Autorin:
Joy Fielding gehört zu den unumstrittenen Spitzenautorinnen Amerikas. Seit ihrem Psychothriller »Lauf, Jane, lauf« waren alle ihre Bücher internationale Bestseller. Joy Fielding lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida.

Klappentext:
Charley Webb ist Journalistin und allein erziehende Mutter von zwei Kindern. Eines Tages erhält sie eine schockierende E-Mail: Jill Rohmer, die des kaltblütigen Mordes an drei Kindern überführt wurde und im Gefängnis auf ihre Hinrichtung wartet, bietet Charley ihre Geschichte exklusiv für ein Buchprojekt an. Zunächst zögert Charley, doch schließlich willigt sie ein. Während sie aber noch damit beschäftigt ist, erste Recherchen über Jill einzuholen, bekommt sie plötzlich entsetzliche Drohbriefe, in denen der Tod ihrer Kinder angekündigt wird. Charley ist außer sich vor Angst, denn sie ahnt, dass sie Geister rief, die ihr selbst zum mörderischen Verhängnis werden können …

Ich habe gelesen:
Anfangs hatte ich ein wenig Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu kommen, aber als Jill Rohmer ins Spiel kam, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Charley Webb ist Kolumnistin und erntet wegen ihrer oft sehr kontroversen Beiträge Lob, aber auch heftige Kritik von ihren Lesern.

Sie hat eine sehr bewegte Vergangenheit. Ihre Mutter hat die Familie verlassen um mit einer Frau nach Australien auszuwandern. 20 Jahre später taucht sie plötzlich wieder in Charley‘s Leben auf. Das Verhältnis zu ihren 3 Geschwistern ist sehr schwierig und ihr verbitterter Vater möchte gar keinen Kontakt mehr.

Doch im Mittelpunkt dieser Geschichte steht ein Buch, welches Charley schreiben soll. Die, zum Tode verurteilte, Kindsmörderin Jill Rohmer bittet sie ihre Geschichte aufzuschreiben, um die ganze Wahrheit, über den Tod der 3 Kinder, ans Licht zu bringen.

Die Treffen mit Jill setzen Charley sehr zu, denn was sie zu hören bekommt lässt sie Nachts kaum noch schlafen. Dazu kommt noch, dass sie ominöse Drohmails bekommt. Was an sich nichts Ungewöhnliches für die Kolumnistin ist, aber nun werden sogar ihre Kinder bedroht.

Die Geschichte rund um Charleys Familie und die Treffen mit Jill sind sehr fesselnd. Sie versucht zu verstehen, warum Menschen mit einer schrecklichen Kindheit zu Mördern werden, andere wiederum nicht?

So ab der Hälfte des Buches hatte ich so eine leise Ahnung wie Jill’s wahre Geschichte aussieht, aber kurz vor Ende hat mich Joy Fielding doch glatt nochmal an der Nase herum geführt. Am Ende sollte ich dann aber doch Recht behalten.

Der Schreibstil ist sehr bildhaft und die Details sorgen für mächtig Nervenkitzel. Die grausame Thematik war sehr gut umgesetzt und das Buch wirkte im Allgemeinen sehr real. Der Spannungsbogen stieg stetig an und zum Ende wurde es nochmal richtig rasant.

Fazit:
Ein gelungenes Buch von Joy Fieling, auch wenn ich den Titel nicht wirklich ansprechend finde. Insgesamt ist „Die Katze“ eine glaubwürdige Geschichte, die mich durch die spannenden Handlungen überzeugt hat

 

 

Andreas Gruber: Die Engelsmühle

Eine verfallene Mühle vor den Toren Wiens birgt ein düsteres Rätsel – und nur ein Mörder kennt die Lösung…

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Verlag: Goldmann 
Klappenbroschur mit 384 Seiten
erschienen: April 2018
Genre: Thriller
Preis: 9,99€
Bestellbar: hier

Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Klappentext:
In einer Villa am Stadtrand Wiens wird der pensionierte Arzt Abel Ostrovsky brutal gefoltert und ermordet. Vor seinem Tod konnte Ostrovsky noch ein Videoband verstecken. Auf der Suche nach diesem Film zieht der Mörder eine blutige Spur durch die Stadt. Dem Privatdetektiv Peter Hogart gelingt es, das Video zu finden, von dem er sich einen entscheidenden Hinweis auf den Täter erhofft. Doch die rätselhafte kurze Schwarz-Weiß-Sequenz, die über den Bildschirm flimmert, gibt Hogart nur noch weitere Rätsel auf. Der entscheidende Hinweis zu deren Lösung scheint in der Vergangenheit zu liegen – und in einer verlassenen Mühle vor den Toren der Stadt …

Ich habe gelesen:
Nach „Die schwarze Dame“ ist „Die Engelsmühle“ der zweite Band rund um den Versicherungsdetektiv Peter Hogart.

In seinem zweiten Fall ermittelt er in seiner Heimatstadt Wien. Das erste Mordopfer lässt auch gar nicht lange auf sich warten. Herr Ostrowsky versucht kurz vor seinem Tod telefonischen Kontakt zu Hogarts Bruder Kurt aufzunehmen, erreichte aber nur den Anrufbeantworter. Aufgrund der Dringlichkeit der Nachricht bittet Kurt seinen Bruder  der Sache auf den Grund zu gehen.

Als Hogart bei Ostrowsky ankommt, findet er aber nicht ihn, sondern nur noch den Tatort seines brutalen Mordes samt Polizeiaufgebot vor. Schnell gerät sein Bruder Kurt, aufgrund dieses ominösen Anrufes unter Tatverdacht und kommt in Untersuchungshaft, da er sein Alibi für den Tatabend nicht preisgeben möchte.

Eigentlich müsste sich der Versicherungsdetektiv um einen Brand in einer Gebietskrankenkasse kümmern. Den Fall hatte er leider schon angenommen, doch nun, da sein Bruder in Haft sitzt hat Hogart keine Wahl mehr und stürzt sich in die Ermittlungsarbeit, um Kurt zu entlasten. Dabei ist er der Polizei meist eine Nasenlänge voraus und den ermittelnden Beamten ein Dorn im Auge.

Unterstützt wird er gelegentlich von Kurts 16-jähriger Tochter. Sie begleitet ihn zu diversen Ermittlungsschauplätzen, an denen er allein eher auffällig wirken würde. Wenn dieses Duo irgendwo auftauchte gab es auch immer was zu schmunzeln.

Herr Gruber geht, wie in allen seinen Thrillern mächtig ins Detail, gerade was die Schauplätze der Morde und die Opfer angeht. Ich frage mich immer wieder, was für eine kranke Fantasie manch ein Autor hat. Wahnsinn.

Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Die Handlungen waren stimmig, auch wenn es manchmal schon ein wenig seltsam war, dass gerade Peter Hogart immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Das ist im wahren Leben leider nicht immer der Fall.

Die Reihe um Peter Hogart gefällt mir und es stellt sich mir die Frage, warum Herr Gruber nach dem zweiten Band die Reihe nicht fortgeführt hat. Peter Hogart hätte  Potential für weitere Abenteuer.

Fazit:
Ob Hogart oder Sneijder, man kann mit Gruber einfach nichts verkehrt machen. Ich bin ein großer Gruber-Fan und freue mich nun auf die Pulaski-Reihe, die schon zum Lesen bereit liegt.

Wer noch nichts von Andreas Gruber gelesen hat, sollte das unbedingt nachholen. Ein absolutes Thriller-Fan-MUSS!!!

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Randomhouse, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

 

 

 

 

Lorenz Stassen: Angstmörder

Er liebt seine Opfer

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Verlag: Heyne
Klappenbroschur mit 352 Seiten
erschienen: Oktober 2017
Genre: Thriller
Preis: 12,99€
bestellbar: hier

Autor:
Lorenz Stassen, geboren 1969, wuchs in Solingen auf und wurde zunächst Chemielaborant. Er wechselte ins Film- und Fernsehgeschäft und arbeitet seit 1997 als freischaffender Drehbuchautor, u. a. für »Alarm für Cobra 11« und »Soko Köln / Soko Stuttgart«. »Angstmörder« ist sein erster Roman. Lorenz Stassen lebt in Köln.

Klappentext:
Als der notorisch erfolglose Anwalt Nicholas Meller die junge Nina empfängt, die sich bei ihm bewirbt, wird schnell klar: Nina sieht genauso gut aus wie auf dem Bewerbungsfoto, und – sie trägt einen körperlichen Makel. Ihr rechter Arm ist zurückgebildet. Ebenso schnell wird klar: Nina ist eine starke Frau, die kein Mitleid duldet und sich durchs Leben kämpft. Beide ahnen nicht, dass ihre Schicksale schon bald durch dramatische Ereignisse verschmolzen werden. Sie geraten in den Fall um einen unheimlichen Mörder, der seine Opfer mit chirurgischer Präzision einkreist und brutal umbringt. Was niemand weiß: Der Angstmörder hat sein nächstes Opfer schon ausgewählt …

Ich habe gelesen:
Der, aus Sibirien stammende, Anwalt Nicholas Meller ist ein eher mäßig erfolgreicher Pflichtverteidiger. Hauptsächlich vertritt er osteuropäische Autoschieber oder Mandanten, die von den erfolgreichen Anwaltskanzleien abgelehnt wurden. Er ist nicht der begehrteste Anwalt und zeigt dementsprechend auch keinen großen Elan an der Arbeit.

Doch als die junge Studentin Nina bei ihm auftaucht und sich als Referendarin bewirbt, ändert sich alles schlagartig. Nina ist attraktiv, doch ihr fehlt ein Arm, was Nicholas anfangs sehr irritiert. Doch schnell werden die beiden ein eingespieltes Team und arbeiten zusammen an dem ersten Mordfall in Mellers Kariere.

Ein ehemaliger Mandant wird beschuldigt seine Ehefrau auf bestialische Art und Weise ermordet zu haben. Die Beweislast ist erdrückend. Nicholas und Nina glauben an seine Unschuld und versuchen einen Alternativtäter ausfindig zu machen.

Dank Nina ihrer guten Recherchen kommen die Beiden gut in dem Fall voran und merken leider viel zu spät, dass sie schon viel zu nah dran sind, denn der Mörder kommt ihnen auf die Spur.

Mir hat der Debütthriller von Herrn Stassen sehr gut gefallen. Ich wurde durchweg gut unterhalten. Der Schreibstil ist sehr flüssig und spannend. Ein bisschen Kritik muss ich aber trotzdem aussprechen. Der Autor hat während der gesamten Story den Spannungsbogen stetig aufgebaut und gerade bei der Auflösung am Ende hat er irgendwie mit Worten gespart. Gut gewähltes und durchdachtes Ende aber mir persönlich etwas zu abrupt.

Fazit:
Lorenz Stassen ist mit „Angstmörder“, trotz meines kleinen Kritikpunktes, ein spannender Thriller gelungen. Packend und auch bewegend wenn ich über die Opfer nachdenke und was sie erlitten haben, aber auch die Beweggründe des Mörders haben mich traurig gemacht. Das Buch erhält von mir eine Leseempfehlung.

Dieser Thriller wurde mir von der Verlagsgruppe Randomhouse, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Simon Beckett: Totenfang

HUNTER IS BACK!!!

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Verlag: rororo
Taschenbuch mit 560 Seiten
erschienen: September 2017
Genre: Thriller
Preis: 10,99€
Bestellbar: hier

Autor:
Simon Beckett ist einer der erfolgreichsten englischen Thrillerautoren. Seine Serie um den forensischen Anthropologen David Hunter wird rund um den Globus gelesen: «Die Chemie des Todes», «Kalte Asche», «Leichenblässe», «Verwesung» und «Totenfang» waren allesamt Bestseller. Sein atmosphärischer Psychothriller „Der Hof“ erreichte Platz 1 der Bestsellerliste. Simon Beckett ist verheiratet und lebt in Sheffield.

Klappentext:
Leo Villiers ist spurlos verschwunden. Der Spross der einflussreichen Familie soll eine Affäre mit einer verheirateten Frau gehabt haben – und wird verdächtigt, sie und sich selbst umgebracht zu haben. Als man an einer Flussmündung eine stark verweste Männerleiche findet, scheinen die Vermutungen bestätigt. Doch dem forensischen Anthropologen David Hunter kommen Zweifel. Denn tags darauf treibt ein einzelner Fuß im Wasser, der definitiv zu einer anderen Leiche gehört. Während seiner Nachforschungen kommt Hunter in einem abgeschiedenen Bootshaus der Familie Trask unter, die ihm mit unverhohlener Feindseligkeit begegnet. Und sie scheinen nicht die Einzigen im Ort zu sein, die etwas zu verbergen haben.

Ich habe gelesen:
Ca. 5 Jahre ist es jetzt her, seit ich das letzte Buch aus der David Hunter-Reihe gelesen habe.

Hier für Euch die richtige Reihenfolge:

„Chemie des Todes“
„Kalte Asche“
„Leichenblässe“
„Verwesung“
„Totenfang“

Trotz der langen Zeit und der vielen Büchern, die ich in der Zwischenzeit gelesen habe, war ich bereits nach den ersten Seiten wieder vollkommen in der Hunter-Welt verschwunden.

Der forensische Anthropologe David Hunter wird zu einem Fall in die Backwaters gerufen um bei einer Leichenbergung dabei zu sein. Seit über einem Monat ist Leo Villiers spurlos verschwunden. Er steht im Verdacht, Emma Darby, seine angebliche Affäre, und schließlich sich selbst umgebracht zu haben. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei der Leiche um Leo handelt, doch David Hunter zweifelt an der Identität des Toten.

Doch wo ist er hier nur gelandet?

Herr Beckett beschreibt eine raue und sehr gefährliche Landschaft und die Einwohner sind auch sehr gewöhnungsbedürftig. Hunter trifft auf sehr verschlossene Charaktere, die ihm irgendwie alle mit Kälte begegnen.

Was ist hier los?

Jeder scheint irgendetwas verbergen zu wollen. Und wie soll es auch anderes sein, die nächste Leiche lässt nicht lange auf sich warten. Wird Hunter das Rätsel lösen?

Simon Beckett knüpft mit diesem Thriller vom Niveau her an die Vorgänger an. Es war, als wäre Hunter nie weg gewesen. Toller Schreibstil, super durchdachte Handlung, ein stetig steigender Spannungsbogen und natürlich der sympathische David Hunter, der mir trotz der düsteren Stimmung des Buches gelegentlich ein Schmunzeln entlockte. Für mich hat einfach wieder alles gestimmt.

Fazit:
Simon Beckett ist ein wunderbarer Autor. Mit der lang erwarteten Fortsetzung seiner David Hunter-Reihe legt er erneut einen sehr guten Thriller vor. Ich bin restlos begeistert und freue mich auf die Fortsetzung, denn das Ende lässt darauf hoffen.

Sebastian Fitzek: Amokspiel

Heute ist ein guter Tag zum Sterben

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Verlag: Knaur TB
Taschenbuch mit 448 Seiten
erschienen: April 2007
Genre: Psychothriller
Preis: 9,99€
Bestellbar: hier

Autor:
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

Klappentext:
Dieser Tag soll ihr letzter sein. Die Kriminalpsychologin Ira Samin hat ihren Selbstmord sorgfältig vorbereitet – zu schwer lastet der Tod ihrer Tochter auf ihrem Gewissen. Doch dann wird sie in einen Radiosender gerufen, zu einem brutalen Geiseldrama: Ein Psychopath spielt ein makabres Spiel, bei dem er das Leben der Geiseln in die Hände wahllos angerufener Zuhörer legt. Und er verlangt, dass seine Verlobte zu ihm ins Studio kommt – doch die ist seit Monaten tot. Ira beginnt mit einer aussichtslosen Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören …

Ich habe gelesen:
Die Kriminalpsychologin Ira Samin steht vor einem riesen Scherbenhaufen, seit ihre Tochter Sara sich das Leben genommen hat. Sie verzweifelt an der Tatsache als Mutter und Psychologin versagt zu haben und will ihrer Tochter folgen.

Alles ist für ihren Selbstmord schon vorbereitet, doch da kommt ihr Jan May in die Quere. Er hat am frühen Morgen die Kontrolle über den Radiosender 101Punkt5 übernommen. Der mit Sprengstoff bestückte Mann droht Geiseln zu erschießen, wenn nicht jede Stunde die richtige Parole: „Ich höre 101Punkt5, und jetzt lass eine Geisel frei!“ am Telefon genannt wird. Ein psychologisches Spiel vor einem Millionenpublikum beginnt.

Ira wird als Verhandlungsführerin eingesetzt.

Die Forderung:

Man soll ihm seine Verlobte Leonie ins Studio bringen.

Das Problem:

Laut Polizeiberichten ist Leonie bereits seit 8 Monaten tot.

Ira merkt schnell, dass hier irgendetwas nicht stimmt und lässt sich auf die Forderung ein, Leonie zu finden. Doch viele Kräfte wirken auf diesen Vorgang ein und Ira weiß nicht, wem sie wirklich trauen kann.

Sie selbst muss einen seelischen Striptease hinlegen, denn auch sie ist von dem Geiseldrama persönlich betroffen, denn ihre andere Tochter befindet sich auch unter den Geiseln.

Wird Ira, in ihrem jetzigen Zustand, dem Geiseldrama ein Ende setzen können?

Wer die Bücher von Fitzek kennt der weiß, dass nichts so ist, wie es scheint. Und dieses Buch macht da keine Ausnahme. Überraschende Wendungen runden das Geschehen immer wieder ab. „Amokspiel“ ist von Anfang an fesselnd und ich wurde immer wieder aufs Neue überrascht.

Fazit:
Absolut Klasse und Begeisterung pur. Ein grandioses, lesenswertes Buch!

 

 

 

 

Andreas Gruber: Die Schwarze Dame

In den dunklen Gassen Prags fordert ein skrupelloser Killer seine Gegner zu einem teuflischen Spiel heraus…

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Verlag: Goldmann 
Klappenbroschur mit 384 Seiten
erschienen: Dezember 2017
Genre: Thriller
Preis: 9,99€
Bestellbar: hier

Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Klappentext:
Auf der Suche nach einer spurlos verschwundenen Kollegin wird der Wiener Privatermittler Peter Hogart nach Prag geschickt. Doch die Goldene Stadt zeigt sich Hogart von ihrer düstersten Seite: Mit seinen Ermittlungen sticht er in ein Wespennest und hat binnen Stunden nicht nur eine Reihe äußerst zwielichtiger Gestalten, sondern auch die gesamte Prager Kripo gegen sich aufgebracht. Nur die junge Privatdetektivin Ivona Markovic, die gerade eine Reihe bizarrer Verstümmelungsmorde untersucht, scheint auf Hogarts Seite zu stehen. Als die beiden bei einem Anschlag nur knapp dem Tod entrinnen, wird klar, dass es eine Verbindung zwischen ihren Fällen geben muss. Und dass ihnen die Zeit bis zum nächsten Mord davonläuft …

Ich habe gelesen:
Andreas Gruber zählt seit der „Maarten S. Sneijder Reihe“ zu meinen absoluten Lieblingsautoren des Thriller-Genres. Nun wollte ich auch mal eines seiner ersten Bücher lesen.

Doch zu Beginn des Buches war ich irgendwie verwirrt. Normalerweise legt Herr Gruber immer gleich richtig los, aber bis zur Hälfte des Buches passierte irgendwie nichts aufregendes. Ich finde im Vergleich zu Grubers neuen Thrillern ist Peter Hogarts erster Fall viel zu wenig „blutig“.

Der Einstieg in das Buch war so langatmig, dass ich versucht war es aus der Hand zu legen. Das konnte doch aber nicht sein. Da muss noch was kommen…also habe ich tapfer weitergelesen.

In der tschechischen Hauptstadt sollen sehr wertvolle Gemälde bei einem Brand vernichtet worden sein. Alexandra Schelling wurde beauftragt einen evtl. Versicherungsbetrug in Prag aufzudecken. Nachdem ihre Ermittlungen abgeschlossen sind verschwindet sie kurz vor ihrem Rückflug nach Wien und bleibt spurlos verschwunden.

Nachdem weder die tschechische, noch die Wiener Polizei Spuren der Vermissten findet, soll Peter Hogart seine Kollegin aufspüren, ihren letzten Spuren folgen und den Versicherungsbetrug aufdecken.

In Prag angekommen lernt Peter Hogart die Privatdetektivin Ivona Markovic kennen. Bald bemerken die beiden Detektive, dass es einige Parallelen zwischen ihren Fällen gibt. Der zu Beginn thematisierte Versicherungsbetrug gerät sehr bald in den Hintergrund und die Beiden begeben sich auf die Jagd nach einem Serienkiller…

Nun nimmt die Geschichte endlich an Fahrt auf und Abgründe tun sich auf, so dass mir die Nackenhaare zu Berge standen. Wahnsinn was er sich hier wieder ausgedacht hat.

Fazit:
„Die Schwarze Dame“ ist ein gelungenes Buch, aber nicht perfekt. Der Anfang hat sich ganz schön in die Länge gezogen, aber ich bin froh, dass ich dennoch weiter gelesen habe, denn ab der Hälfte wurde ich für mein Durchhalten belohnt. Der Spannungsbogen stieg kontinuierlich an und endete in einem temporeichen Finale.

Nun warte ich auf den zweiten Fall von Peter Hogart „Die Engelsmühle“. Dieser erscheint am 18. April im Goldmann Verlag.

 

Lisa Genova: Der Liebe eine Stimme geben

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Verlag: Bastei Lübbe
Taschenbuch mit 349 Seiten
erschienen: August 2015
Genre: Beziehungsroman
Preis: 9,99€
Bestellbar: hier

Autorin:
Nach ihrem Psychologiestudium hat Lisa Genova an der Universität Harvard in Neurowissenschaft promoviert. Ihr Debütroman, „Mein Leben ohne Gestern“, zunächst im Eigenverlag veröffentlicht, hat sich inzwischen zu einem internationalen Bestseller entwickelt, stand lange auf der New-York-Times-Bestsellerliste und wurde von Lesern und Rezensenten begeistert aufgenommen. Die Autorin schreibt bereits an ihrem zweiten Roman.

Klappentext:
Nachdem ihr autistischer Sohn Anthony im Alter von acht Jahren starb, hat sich Olivia auf die Insel Nantucket zurückgezogen. Vergeblich versucht sie, einen Sinn in Anthonys viel zu kurzem Leben zu finden. Durch Zufall begegnet sie Beth, die ebenfalls einen schmerzhaften Verlust erlitten hat und durch das Schreiben eines Romans beginnt, neuen Lebensmut zu fassen. Als Olivia Beth‘ Roman in den Händen hält, kann sie nicht fassen, was sie liest: Es ist die Geschichte eines autistischen Jungen – Anthonys Geschichte. Ihr geliebter Sohn, der sein Leben lang keine Stimme hatte, scheint durch Beth‘ Roman zu ihr zu sprechen …

Ich habe gelesen:
Die Geschichte von Genova spielt auf einer kleinen, verschlafenen Insel namens Nuntucket. Hier leben unsere zwei Hauptprotagonisten Beth und Olivia, die jede für sich mit ihren Problemen zu kämpfen haben.

Olivia versucht nach dem Tod ihres autistischen Sohnes Anthony und der Trennung von ihrem Mann ihr Leben neu zu ordnen. In diesem Handlungsstrang bekommen wir Einblicke in ein Tagebuch, welches Olivia an Anthony geschrieben hat. Das hat mich wirklich sehr bewegt. Sie entdeckt die Fotografie für sich als Heilmittel und lernt bei einem Fotoshooting Beth kennen.

Beth ist verheiratet und hat 3 Töchter. Soweit scheint alles in Ordnung zu sein, bis sie erfährt, dass ihr Mann eine Affäre hat. Nach der Trennung von Ehemann Jimmy versucht auch Beth ihr Leben neu zu gestalten. Sie möchte sich einen lang ersehnten Traum erfüllen und beginnt ein Buch zu schreiben. Inspiriert hat Sie eine Begegnung am Strand mit einem autistischen Jungen. Während Beth an ihrem Roman arbeitet lernt der Leser die Gedankenwelt des stummen, autistischen Jungen kennen, über den es in Beths Roman geht. An das Thema Autismus und die Gründe für dieses andersartige Verhalten dieser Menschen wird der Leser auf eine liebevolle Weise herangeführt.

Nachdem Olivia die Familienfotos von Beth und ihren 3 Töchtern geschossen hat bittet Beth Olivia ihr Manuskript zu lesen wenn es fertig ist und ihr ihre Meinung dazu mitzuteilen. Zu diesem Zeitpunkt hat Beth natürlich keine Ahnung, wie sehr sie mit ihrem Manuskript das Leben von Olivia verändern wird, denn seit dem Tod ihres Sohnes quält sie sich mit der Frage nach dem Sinn in Anthonys viel zu kurzem Leben?

Als Olivia Beth’s Manuskript liest, wird ihr schlagartig klar, dass Beth in ihrem Roman Anthony eine Stimme gegeben hat und seine Botschaft trifft sie mitten ins Herz.

Das Buch liest sich sehr flüssig und die wechselnde Perspektive zwischen den Hauptfiguren ist der Autorin sehr gut gelungen. Anfangs hatte ich ein wenig Probleme richtig in diese Geschichte einzutauchen, da es eigentlich nicht mein Genre ist, aber ungefähr ab der Hälfte konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.

Die Ausschnitte aus Beths Roman und der Tagebücher von Olivia haben super in die Geschichte gepasst und meiner Meinung nach das Buch noch ein wenig aufgelockert. Die beiden Handlungsstränge fügen sich am Ende wunderbar zusammen und die Autorin hat hier einen wirklich tollen Roman zu Papier gebracht.

Besonders berührend fand ich den Epilog. Absolut toll und Emotional.

Fazit:
Dieses Buch ist nicht ganz so mein Genre, aber ungefähr ab der Hälfte des Buches konnte mich die Geschichte doch sehr packen. Ich war sehr gerührt und ergriffen. Ich durfte Autismus von einer ganz anderen, positiven Seite kennen lernen.

Karen Dionne: Die Moortochter

Wenn du in der Wildnis aufwächst, weißt du nicht, was gut und böse ist – bis dir die Wahrheit die Augen öffnet.

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Verlag: Goldmann 
Klappenbroschur mit 384 Seiten
erschienen: Juli 2017
Genre: Psychothriller
Preis: 12,99€
Bestellbar: hier

Autorin:
Karen Dionne hat in jungen Jahren mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter ein alternatives Leben in einer Hütte auf der Upper Peninsula geführt. Ihre damaligen Erfahrungen in der Wildnis hat sie nun in ihren außergewöhnlichen Psychothriller „Die Moortochter“ eingebracht. Heute lebt Karen Dionne mit ihrem Mann in einem Vorort von Detroit, wo sie an ihrem nächsten Psychothriller schreibt.

Klappentext:
Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen …

Ich habe gelesen:
Zunächst muss ich sagen, dass ich, dem Klappentext nach zu urteilen, eine etwas andere Geschichte erwartet habe. Ich dachte es handelt sich hier um eine rasante Verfolgungsjagd durchs Moor, doch das war nicht wirklich der Fall. Es geht mehr um ein Leben in Gefangenschaft.

Helena erzählt ihre Geschichte.

Das Buch ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt. In dem einen Handlungsstrang geht es um Helenas Kindheit und die Zeit im Moor. Man erfährt wie sie sich im Moor gefühlt hat und was sie dort alles mit ihrem Vater erlebt hat. Das sie und ihre Mutter eigentlich gefangen gehalten wurden wusste sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Im zweiten Handlungsstrang befinden wir uns in der Gegenwart und erfahren, dass Helena verheiratet ist und zwei Töchter hat. Alles ist gut, bis zu dem Tag, als ihr Vater aus dem Gefängnis ausbricht.

Helena weiß, dass die Polizei ihren Vater niemals finden wird, denn keiner kennt das Moor so gut wie er. Er ist schließlich der „Moorkönig“, also beschließt sie selbst auf die Jagd zu gehen, um ihre Familie und sich zu schützen.

Wird es Helena gelingen ihren Vater zu finden bevor er sie findet?

Den größten Teil des Buches nimmt Helena’s Vergangenheit ein. Eine Zeit in der sie ihren Vater noch vergötterte. Die gesamte Geschichte ist unheimlich spannend und interessant. Wer aber einen richtigen Psychothriller erwartet, der liegt weit daneben. Erst im letzten Drittel haben wir ein wenig Thriller-Feeling. Hier handelt es sich eher um ein Drama. Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen.

Karen Dionne hat einen sehr flüssigen und tollen Schreibstil. Ihre Charaktere haben das Buch sehr lebendig und authentisch gemacht.

Fazit:
Nicht wirklich ein Psychothriller, aber dennoch eine sehr spannende Geschichte, die mich in ihren Bann gezogen hat. Ich gebe gerne eine Leseempfehlung!!!

Sebastian Fitzek: Flugangst 7 A

Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt.
Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen.

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Verlag: Droemer HC 
Hardcover mit 400 Seiten
erschienen: Oktober 2017
Genre: Psychothriller
Preis: 22,99€
Bestellbar: hier

Autor:
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

Klappentext:
Ein Nachtflug Buenos Aires-Berlin.
Ein labiler Passagier, der unter Gewaltphantasien leidet.
Und ein Psychiater, der diesen Patienten manipulieren soll, um an Bord eine Katastrophe herbeizuführen.
Sonst verliert er etwas sehr viel Wichtigeres als sein Leben …

Ich habe gelesen:
Der Psychiater Mats Krüger hat nach einem schweren Schicksalsschlag bei Nacht und Nebel seine Heimat Berlin verlassen und ist nach Südamerika gegangen. Seitdem hat er nur wenig Kontakt zu seiner Tochter Nele, die ihm einen schlimmen Fehler nicht verzeihen kann.

Inzwischen ist Nele hochschwanger und auf anraten ihres Arztes möchte sie ihren Vater gerne bei der Geburt dabei haben. So macht sich Mats, trotz seiner extremen Flugangst, auf den Weg von Buenos Aires nach Berlin.

Doch der Flug mündet schnell in einer Höllentour. Kurz nach dem Start erhält Mats einen Anruf und er wird von einem Fremden bedroht. Der Anrufer verlangt, dass Mats das Flugzeug zum Absturz bringen soll.

Was wird Mats tun? 600 Passagiere mit in den Tod reißen oder seiner Tochter Nele und ihrem noch ungeborenem Baby das Leben retten?

Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt!

In „Flugangst 7A“ spielt Herr Fitzek gekonnt mit den Ängsten seiner Charaktere. Wir haben Mats, der in einer emotionalen Zwickmühle steckt. Die routinierte Stewardess Kaja, die von ihrem ehemaligen Therapeuten manipuliert wird und Nele, die ohne eigenes Verschulden, in die Hände eines skrupellosen Menschen geraten ist.

Eine sehr emotionale Achterbahnfahrt die mir unheimlich an die Nieren gegangen ist. Dieses Buch hat mich sehr gut unterhalten. Spannende Momente, überraschende Wendungen, viele Cliffhanger und die rasante Schreibweise peitschten mich durch die Seiten.

Dieses Gedankenspiel, welches Herr Fitzek hier zu Papier gebracht hat ist echt erstaunlich. Zu keinem Zeitpunkt habe ich eine Lösung für die ganzen Probleme gesehen. Einfach nur brillant.

Was mir bei Fitzek seinen neuesten Büchern auch sehr gut gefällt, sind die Aufmachungen. Toll gestaltete Cover, die einem sofort ins Auge springen.

Die Anmerkungen und Danksagung am Ende eines jeden Buches sind auch immer klasse und lassen mich jedes Mal schmunzeln. Er schreibt das nicht so langweilig, sondern bringt hier pepp rein und gewährt persönliche und tiefe Einblicke.

Fazit:
Vielschichtig, überraschend und wunderbar packend erzählt. Wieder ein rundum gelungener Psychothriller der seinem Genre alle Ehre macht.

Es wurde auch ein Thema aufgegriffen, welches mich bis dato beschäftigt. Die Milch. Wie funktioniert das eigentlich mit der Milch? Rinderhaltung. Kühe und ihre Kälber. Das hat mich sehr bewegt und ich werde mich damit noch näher beschäftigen. „Flugangst 7A“  hat mich also nicht nur gut unterhalten, sondern auch wieder zum Nachdenken angeregt.

Megan Miranda: TICK TACK Wie lange kannst du lügen?

15 Tage. 2 Freundinnen. 1 Mord.

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Verlag: Penguin
Taschenbuch mit 432 Seiten
Erscheinungsdatum: November 2017
Genre: Thriller
Preis: 15,00 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Megan Miranda hat am Massachusetts Institute of Technology Biologie studiert und ist heute hauptberuflich als Autorin tätig. Sie hat bereits mehrere Jugendromane veröffentlicht und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in North Carolina. »TICK TACK« ist ihr erster Thriller und wurde in den USA sofort ein riesiger Erfolg.

Klappentext:
Zehn Jahre ist es her, dass Nic ihre Heimatstadt von einem Tag auf den anderen verließ. Doch die Erinnerungen an die Nacht, in der ihre beste Freundin Corinne spurlos verschwand, haben sie nie losgelassen. Hatte jemand aus ihrem Freundeskreis etwas damit zu tun? Eines Tages erhält sie eine geheimnisvolle Nachricht: „Dieses Mädchen. Ich habe es gesehen.“ Nic weiß, dass nur eine damit gemeint sein kann – Corinne. Sie fährt zurück in das von dunklen Wäldern umgebene Städtchen, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Doch schon am selben Abend verschwindet erneut ein Mädchen – das Mädchen, das ihnen allen damals ein Alibi geliefert hatte …

Zwei Wochen später wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Wer ist sie? Was ist in der Zwischenzeit passiert? Auf unheimlich geschickte Weise erzählt Megan Miranda diese Geschichte rückwärts. Von Tag 15 zu Tag 14 zu Tag 13 bis schließlich zurück bis zu Tag 1 offenbart sich uns nach und nach, was seit Nics Rückkehr passiert ist – und was zehn Jahre zuvor mit Corinne geschah.

Ich habe gelesen:
Obwohl Nic, nach dem Verschwinden ihrer besten Freundin Corinne, Coolay Ridge verlassen hat und sich ein neues Leben in Philadelphia zusammen mit ihrem Verlobten Everett aufbauen will, reicht eine einzige mysteriöse Nachricht, um sie in ihre Heimatstadt zurück zu locken.

„Dieses Mädchen. Ich habe es gesehen.“

Kurzerhand packt sie ihre Sachen, um endlich Klarheit zu bekommen, was damals wirklich passiert ist und um ihrem Bruder Daniel beim Verkauf des elterlichen Hauses zur Hand zu gehen, denn ihr Vater ist demenzkrank und lebt in einem Pflegeheim, welches er wohl nie mehr verlassen wird.

Kurz nach ihrer Ankunft in Cooley Ridge verschwindet wieder ein Mädchen spurlos. Annaleise. Sie ist die Freundin von Nic’s Jugendliebe Tyler. Die Einwohner und die Polizei sind überzeugt, dass die beide Fälle zusammenhängen.

In Cooley Ridge kennt jeder, jeden und die Gerüchteküche ist natürlich sofort wieder am Brodeln. Die damalige Clique um Nic und Corinne lebt noch immer mit den Anschuldigungen von damals und nun beginnt der ganze Spuk von vorne.

„TICK, TACK, NIC“

Nach dem Verschwinden von Annaleise beginnt die Autorin, die Geschichte rückwärts zu erzählen. An Tag 15 fängt sie an. Das hat mich Anfangs ein wenig verwirrt, aber dann hatte ich mich daran gewöhnt und fand die Idee sehr originell. Verschwundene Mädchen gab es ja nun schon in tausenden Büchern, aber auf diese Art und Weise das Rätsel zu lösen, da hat Frau Miranda ganze Arbeit geleistet.

So nach und nach lernen wir die Charaktere der ehemaligen Clique kennen. Sehr erschrocken hat mich die Person Corinne. Eine unsympathische, intrigierende Person, die meinte Cooley Ridge gehörte ihr. Sie hat ihre Freunde ausgenutzt und manipuliert. Alle haben sie gehasst und gleichzeitig geliebt.

Langsam kommt Licht ins Dunkel. Und wir erfahren was aus Corinne wurde und natürlich auch wohin Annaleise verschwunden ist.

Ich war begeistert von dem Buch. Die Erzählweise und der Schreibstil haben mir richtig gut gefallen. Ich habe mich als Teil der Clique gesehen und war selbst in Cooley Ridge zugegen. Das Ende hätte noch ein wenig ausgeschmückt werden können, aber ansonsten ein richtig tolles Buch.

Fazit:
Ein wirklich gelungener Thriller auch ohne viel Blut. Originell, spannend und toll gezeichnete Charaktere. Absolute Leseempfehlung!

Dieser Thriller wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!