Daniel Leitner: Und mit mir die Unzucht

*Rezension*

Das Lächeln eines Einzelnen. Das Schicksal vieler.

Es geht zurück nach Velet Cove – eine Stadt voller Abgründe, widerwärtiger Ausschweifungen und verlorener Seelen, erschaffen vom Teufel selbst. Wagst du es, die Tore zu öffnen?

erschienen: 14.04.2022
Genre: Psychothriller
Kindle Ausgabe: 2,99 €
Taschenbuch: 9,99 €

Autor:
Daniel Leitner, geb. am 17.06.1992 in Wels/ Oberösterreich. Mit dem Schreiben hat er sehr früh begonnen. Anfangs waren es Horror-Kurzgeschichten – bis er 2013 seinen allerersten Roman „Von Tauben und Lämmern“ veröffentlichte. Seit über zehn Jahren leitet er einen Musicalverein „MuVe“, bei dem er Drehbücher schreibt, Regie führt und manchmal selbst als Sänger, Tänzer und Schauspieler auf der Bühne steht. Auf seinen Youtube-Kanal „UNITED COLORS OF DANIEL“ lädt er wöchentlich Cover-Songs, Musikvideos, Serien und Kurzfilme sowie Videos zu persönlichen Themen hoch.

Klappentext:
Als die neunzehnjährige Sophie wieder zu sich kommt, stellt sie fest, dass sie sich nicht mehr in einer Bar befindet. Es ist stockdunkel und sie spürt die kalten Fliesen auf ihrer nackten Haut. Plötzlich steht da eine Frau in der Tür, schlägt ihr ins Gesicht und brüllt, dass sie aufhören soll zu weinen. Es gibt kein Entkommen, Sophie gehört jetzt ihr!

Ich habe gelesen:
Meine erste Reise führte mich 2020 nach Velvet Cove. Was dort geschah, ließ mir die Nackenhaare zu Berge stehen. Meine Rezi zum ersten Buch aus dieser Reihe „Und mit mir die Dunkelheit“ findet ihr hier: >>KLICK<<

Ein Jahr später besuchte ich das Örtchen erneut. „Und mit mir die Angst“: >>KLICK<< „Velvet Cove, die Stadt der tausend Geheimnisse“

Nun führt mich Daniel Leitner wieder nach Velvet Cove und die Abscheulichkeiten beginnen mit der neunzehnjährigen Sophie, für die sich das Leben komplett ändern wird.

Nach dem Tod ihrer Mutter, muss Sophie ihr Leben neu ordnen. Sie braucht dringend einen Job, um ihr Leben bestreiten zu können. Sie hat endlich Glück in einer heruntergekommenen Bar. Das ist zwar alles andere als ein Traumjob, aber sie freut sich darauf endlich ihr eigenes Geld zu verdienen.

Doch alles soll ganz anders kommen und Sophie erwacht in einem schlimmen Albtraum. Was ist das hier für ein fürchterlicher Ort? Und was tun diese Menschen nur mit ihr? Wieviel kann ihr Körper aushalten?

Sophie kämpft sich durch ihr neues „Leben“, doch an manchen Tagen möchte sie einfach nur sterben, damit das Grauen endlich ein Ende hat.

In einem zweiten Handlungsstrang lernen wir einen Jungen kennen. Ein ganz normaler Teenie, dessen Leben von einen auf den anderen Tag komplett aus den Fugen gerät. Er entdeckt ein Geheimnis, welches wohl besser im Verborgenen geblieben wäre. Doch wie soll er jetzt damit umgehen?

Das Thema, welches der Autor in diesem Buch aufgreift ist sehr brisant und ich finde es toll, dass er uns in Erinnerung ruft, wie krank es doch manchmal zugeht. Hier tun sich Abgründe auf, die kaum zu beschreiben sind.

Näher möchte ich an dieser Stelle nicht auf den Inhalt eingehen, denn jedes Wort wäre eines zu viel und ich möchte Euch schließlich nicht den Lesespaß nehmen.

Fazit:
Bereits nach den ersten Seiten hatte mich der Autor. Der Schreibstil ist flüssig, der Spannungsbogen konstant hoch gehalten und was mir besonders gut gefällt, es wird nichts beschönigt und kein Blatt vor den Mund genommen.

Das Erzähltempo ist angenehm, die Story stimmig und es fiel mir echt schwer die Lektüre zur Seite zu legen.

Auch das dritte Buch aus der Velvet Cove Reihe hat mir sehr gut gefallen. Besonders überrascht war ich vom Ende, denn da treffen wir doch glatt nochmal auf bekannte Charaktere. Toll durchdacht, überraschend und nochmal ein „AHA-Effekt“. Absolut genial.

Bei mir gehen beide Daumen nach oben und ich möchte den Thriller Fans unter Euch die „Velvet Cove-Reihe“ unbedingt weiterempfehlen.

Hendrik Berg: Strandfeuer

*Dieses Buch wurde mir von der Penguin Random House Verlagsgruppe zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

An der Nordsee liegen dunkle Geheimnisse vergraben…

Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 384 Seiten
Erscheinungsdatum: 14.03.2022
Genre: Nordsee-Krimi
Preis: 11,00 €
kaufen

Autor:
Hendrik Berg wurde 1964 in Hamburg geboren. Nach einem Studium der Geschichte in Hamburg und Madrid arbeitete er zunächst als Journalist und Werbetexter. Seit 1996 verdient er seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Drehbüchern. Er wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Köln.

Klappentext:
Ein Mord in Sankt Peter-Ording ruft Kommissar Theo Krumme mitten in der Hochsaison auf den Plan: Am Strand wurde unter einer der Pfahlbauten die Leiche eines jungen Mannes entdeckt. Bei dem Toten handelt es sich um Marten Schilling, Barkeeper und Freund von Insa Clausen, Tochter einer der wohlhabendsten Familien Nordfrieslands. Während Insa völlig aufgelöst über den Tod ihres Freundes ist, scheint sich die Trauer bei ihrer übrigen Familie in Grenzen zu halten. Krummes Argwohn ist geweckt. Zusammen mit seiner Kollegin Pat nimmt er die Clausens genauer unter die Lupe und stößt hinter der vornehmen Fassade auf dunkle Abgründe …

Krummes bisherige Fälle:

  1. Deichmörder
  2. Lügengrab
  3. Küstenfluch
  4. Schwarzes Watt
  5. Kalte See
  6. Eisiger Nebel
  7. Dunkler Grund

Die Bücher können problemlos auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Doch um die Handlungen und Charakterzüge der Protagonisten vollumfänglich zu verstehen, würde ich empfehlen mit Band 1 einzusteigen.

Meine Eindrücke:
Der achte Fall für den brummigen, aber sehr symphytischen Kommissar Theo Krumme und seine junge Kollegin Pat. Die beiden könnten verschiedener nicht sein, doch sind sie zusammen ein tolles Team und ich habe mich sehr gefreut mich mit ihnen in die neusten Ermittlungen zu stürzen.

Theo und seine Freundin Marianne machen Urlaub in St. Peter Ording. Hier will der Kommissar mal richtig abspannen und ein Yoga-Kurs soll seinen starken Rückenproblemen, die ihn schon seit einiger Zeit plagen, entgegenwirken. Obwohl Krumme von dieser Idee nicht sehr begeistert ist, gibt er Marianne zu liebe sein Bestes. 

Wie diese Kurse für einen Mann Ü50 ablaufen, könnt ihr Euch sicher vorstellen. Da musste ich schon kräftig schmunzeln. 

Doch schon während der ersten Urlaubstage, wird ausgerechnet in Sankt-Peter-Ording die Leiche eines jungen Mannes am Strand gefunden und das auch noch in der Hochsaison.

Krummes Chef erwartet natürlich, dass Theo seinen Urlaub unterbricht und die Ermittlungen unterstützt, weil er ja praktischerweise gerade vor Ort ist. Davon ist Marianne zwar überhaupt nicht begeistert, aber ihr ist auch klar, dass sie ihren Partner nicht davon abhalten kann. So nimmt er gemeinsam mit seiner Kollegin Pat die Ermittlungen auf. 

Dies erweist sich als gar nicht so einfach. Hendrik Berg ist die Balance zwischen einem spannenden Krimi und der Welt rund um das Wattenmeer wieder einmal gelungen. Immer wieder führte mich der Autor auf eine falsche Spur, sodass ich bis zum Schluss einfach keine Ahnung hatte, wer den Mord begangen hat. Verdächtige gab es viele, aber dies stellte sich immer wieder als Fehleinschätzung heraus.

So muss das sein. Auch der Einstieg in das Buch war wieder toll, denn alles beginnt mit einer Geschichte, die sich vor fast 200 Jahren in der Nordsee ereignete. Die Story wurde zwar fiktiv ausgeschmückt, jedoch beruht sie dennoch auf historisch belegte Fakten.

Fazit:
In den Büchern von Herrn Berg geht es nicht einfach nur um eine sture Mörderjagd, sondern finde ich auch das ganze drum herum sehr unterhaltsam und anschaulich.

Wer Krimis in schöner Nordsee-Atmosphäre mag, sollte auf jeden Fall mal nach einem Buch von Hendrik Berg greifen und ich verspreche euch, dass es bei einem nicht bleiben wird. „Strandfeuer“ ist ein weiterer empfehlenswerter Roman aus der Theo Krumme-Reihe. Sehr spannend, unterhaltsam und humorvoll mit äußerst sympathischen Charakteren. Ich bin ein sehr großer Fan der Krumme-Fälle und freue mich auf noch viel Spannung mit Küstenflair.

Daniel Leitner: Wenn Gedanken Worte wären

*Rezension*

Eine anregende Lektüre für all jene, die gerne in die Gedankenwelt eines anderen eintauchen.

Autor:
Daniel Leitner, geb. am 17.06.1992 in Wels/Oberösterreich. Mit dem Schreiben hat er sehr früh begonnen. Anfangs waren es Horror-Kurzgeschichten – bis er 2013 seinen allerersten Roman „Von Tauben und Lämmern“ veröffentlichte. Seit über zehn Jahren leitet er einen Musicalverein „MuVe“, bei dem er Drehbücher schreibt, Regie führt und manchmal selbst als Sänger, Tänzer und Schauspieler auf der Bühne steht. Auf seinen Youtube-Kanal „UNITED COLORS OF DANIEL“ lädt er wöchentlich Cover-Songs, Musikvideos, Serien und Kurzfilme sowie Videos zu persönlichen Themen hoch.

Klappentext:
In seinem zweiten Werk über das Leben selbst, gewährt Daniel Leitner tiefe Einblicke in sein geplagtes Liebesleben, teilt nostalgische Kindheitserinnerungen und erzählt mit charmantem Selbstbewusstsein von den Herausforderungen des Alltags als unkonventioneller Mann im 21. Jahrhundert.

Leitner versteht es eine Balance aus Leichtigkeit und Kontrolle zu schaffen und mit Beaobachtungen, die ehrlich und lustig, frech aber niveauvoll sind, die Missstände der Gesellschaft aufzuzeigen.

Zusammenfassung:
In mehreren Kapiteln, gibt Daniel uns Einblicke in seine Gedankenwelt und teilt Anekdoten aus seinem Leben. Seine Erfahrungen, Denkweisen und Ansichten. Er setzt sich mit gewissen Fragen auseinander. Zum Beispiel: im Kapitel „Die Meinung anderer“ Warum ist es uns wichtig, was andere Menschen über uns denken?

Mit dieser Lektüre möchte uns der Autor nicht Belehren oder uns raten, wie wir unser Leben gestalten und leben sollten. Es sind einfach nur sehr interessante Denkansätze. Der ein oder andere nimmt vielleicht etwas aus diesem Buch mit. So wie ich.

Meine Meinung:
Egal ob wahre Begebenheiten oder Fiktion, in Büchern werden Geschichten erzählt. Doch soll der Leser längst nicht nur unterhalten, sondern auch bewusst zum Nachdenken angeregt werden.

Ein Buch, das zum Nachdenken animieren soll, muss mich emotional ansprechen und Parallelen zu meinem eigenen Alltag aufweisen, nur dann regt es meine Denkweise und mein Handeln an.

„Wenn Gedanken Worte wären“ ist definitiv genau diese Sorte Buch und hat mir neue bzw. andere Blickwinkel auf das Leben eröffnet.

Während ich so in das Buch abgetaucht bin, überlief mich mehrfach eine meeeega Gänsehaut. Viele Themen, die der liebe Daniel in seiner neusten Lektüre aufgreift, sind genau die Gedanken, die mich derzeit intensiv beschäftigen. Teilweise kam es mir vor, als hätte ich manche Kapitel selbst geschrieben.

Echt krass.

Ich denke, dass wird vielen anderen Lesern auch so gehen.

Das Kapitel „Liebe“ hat es mir besonders angetan. Momentan steht mein Leben echt Kopf. Möchte ich mein Leben so weiter leben wie bisher? Ist es das was ich will und was mich glücklich macht?

Jeder selbst hat es in der Hand. Doch oft fehlt der Mut für Veränderungen, man hat Angst das Gewohnte aufzugeben, oder man möchte andere nicht verletzen.

Doch soll man lieber unglücklich mit der Gewohnheit leben, statt vielleicht etwas spannendes Neues zu entdecken?

Daniel greift, in dem genannten Kapitel, genau diese Fragen auf und beschreibt, wie er mit einer solchen Situation umgegangen ist. Sicher kann keiner einem sagen, was und wie man etwas tun soll, aber es gibt gewisse Ansätze, die man auf sich ummünzen und vielleicht auch umsetzen kann.

Auch haben mich manche Kapitel in meine Kindheit zurück katapultiert. Und mir sind eigene Erlebnisse wieder eingefallen, an die ich schon lange Zeit nicht mehr gedacht habe.

Fazit:
Dieses Buch hat mich tief berührt. Lektüre zum Entspannen, Schmunzeln und Nachdenken. Mit vielen spannenden und lustigen Anekdoten wurde ich wunderbar unterhalten.

Bereits „Loveland“ hat mir sehr gut gefallen und auch in seinem zweiten Werk dieser Art „Wenn Gedanken Worte wären“ machen die persönlichen Schilderungen das Buch zu einem besonderen Leseerlebnis.

Chapeau!

Angélique Mundt: Trauma

*Dieses Buch wurde mir von der Penguin Random House Verlagsgruppe, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Wenn sie sich erinnert, wird sie zur Mörderin.

Verlag: btb
Taschenbuch mit 325 Seiten
erschienen: April 2021
Genre: Psychothriller
Preis: 10,00 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Angélique Mundt ist Psychotherapeutin und lebt in Hamburg. Nach ihrem Studium der Psychologie arbeitete sie lange in der Psychiatrie, bevor sie sich 2005 als Psychotherapeutin mit einer eigenen Praxis selbstständig machte. Sie arbeitet ehrenamtlich im Team der DRK-Krisenintervention und leistet dort „Erste Hilfe für die Seele“. Mit diesem Titel erschien 2016 ihr erstes Sachbuch. Um belastende Ereignisse zu verarbeiten, begann Angélique Mundt, ihre Gedanken und Gefühle aufzuschreiben. Und so entstand die Idee, eine Krimiserie zu entwerfen.

Klappentext:
Leila wacht auf, und ihr Leben ist nicht mehr dasselbe. Wie ist sie an diesen Ort geraten, in dieses Bett, in diese Psychiatrie? Erinnerungen mischen sich mit Ahnungen, sie hat Angst, sie weiß nicht mehr, wer sie wirklich ist. Wann ist ihr Traum zum Alptraum geworden? Und was hat sie wirklich getan?

Dies war mein erstes Buch von Angélique Mundt und dementsprechend gespannt war ich. 

Zusammenfassung:
Die Hauptprotagonistin Leila Galayan lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in einem schönen Haus und ihr fehlt es an Nichts. Doch ihr Lebenstraum ist ein anderer. Sie möchte mit ihrem Freund und Musikproduzenten Marius nach London ziehen, um dort berühmt zu werden. 

Doch von heute auf morgen zerplatzt ihr Traum wie eine Seifenblase, denn Marius wird ermordet und Leila ist die Hauptverdächtige in diesem Fall. 

Nach einem gescheiterten Suizidversuch wacht Leila in einer geschlossenen Psychiatrie auf und innerhalb kürzester Zeit ist nichts mehr wie es war. Leila versteht nicht was passiert ist. Sie kann sich an die Tatnacht nicht erinnern. Doch niemand will ihr das glauben. Weder die Polizei, noch ihre eigene Familie. 

Hat Leila wirklich diese grausame Tat begangen, oder ist sie vielleicht nur Zeugin des Verbrechens gewesen?  

Die Psychologin Dr. Valentina Freytag will ihr helfen und überredet sie zu einer Therapie. So nach und nach kommen die Erinnerungen, doch sind sie wirklich real? Kann Leila ihren Erinnerungen trauen? 

Meine Meinung:
Das Buch ist aus Leilas‘ Perspektive geschrieben. Ihre Schuldgefühle und Ängste, mit denen sie zu kämpfen hat, konnte ich gut nachvollziehen und ich habe sehr mit ihr gelitten. Sie war mir unheimlich sympathisch, auch wenn ich mir immer wieder die Frage gestellt habe, ob sie vielleicht doch die Täterin war.  

Ziemlich schnell hatte ich einen anderen Verdacht, wer hier eventuell ein falsches Spiel spielt, doch wurde ich immer wieder auf eine falsche Fährte geführt. Das Buch war unheimlich spannend und die ständigen Wendungen erhöhten die Spannung noch zusätzlich. 

Mit sehr viel Empathie hat die Autorin ihre Charaktere gezeichnet. Sehr lebendig und facettenreich. 

Der Schreibstil ist abwechslungsreich, spannend und absolut nicht vorhersehbar. Die Story war so authentisch und anschaulich geschrieben, dass ich mich teilweise selbst wie eine Patientin in der geschlossenen Abteilung fühlte. 

Das Ende hat mich dann doch sehr überrascht, war aber absolut schlüssig und stimmig. 

Fazit:
Leila’s Geschichte hat mich sehr berührt. Gekonnt hat die Autorin eine geniale Story kreiert. Man will nur noch wissen was vor sich geht und es fiel mir echt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. 

Ein Pageturner der super authentisch war und mich ab der ersten Seite gefesselt hat.  

Ich möchte das Buch gerne weiterempfehlen. 

Daniel Leitner: Und mit mir die Angst

*Rezension*

Der Mörder wohnt nebenan. Die Hinterbliebenen schweigen.

Genre: Psychothriller

Kindle Ausgabe: 2,99 €

Taschenbuch: 9,99 €

kaufen

Autor:
Daniel Leitner, geb. am 17.06.1992 in Wels/Oberösterreich. Mit dem Schreiben hat er sehr früh begonnen. Anfangs waren es Horror-Kurzgeschichten – bis er 2013 seinen allerersten Roman „Von Tauben und Lämmern“ veröffentlichte. Seit über zehn Jahren leitet er einen Musicalverein „MuVe“, bei dem er Drehbücher schreibt, Regie führt und manchmal selbst als Sänger, Tänzer und Schauspieler auf der Bühne steht. Auf seinen Youtube-Kanal „UNITED COLORS OF DANIEL“ lädt er wöchentlich Cover-Songs, Musikvideos, Serien und Kurzfilme sowie Videos zu persönlichen Themen hoch.

Klappentext:
Vor beinahe dreißig Jahren verschwand Pfarrer Eden auf unerklärliche Weise. Nun stößt die Journalistin Lana Conroy zufällig auf einen Zeitungsbericht und begibt sich auf die Suche nach Hinweisen. Das sie damit die Aufmerksamkeit des Killers auf sich zieht, wird ihr erst bewusst, als es längst zu spät ist.

Ein Höllentrip in die Psyche einer verängstigten Zeugin, den Gedanken eines Wahnsinnigen und einen ungelösten Fall, dessen dunkle Geheimnisse tief vergraben liegen. Wer traut sich zurück nach Velvet Cove?

„Ich habe ihm offensichtlich den Schädel zertrümmert. War ich zu brutal?“

Zusammenfassung:
Im Oktober 2020 bin ich erstmals in die Stadt Velvet Cove abgetaucht. Dort spielte sich fürchterliches ab. Gerne könnt ihr meine Rezension zum ersten Buch aus dieser Reihe „Und mit mir die Dunkelheit“ hier nachlesen >>KLICK<<

Nun führt mich Daniel Leitner zurück nach Velvet Cove und das Grauen beginnt mit dem Auffinden eines alten Zeitungsartikels, der der jungen Journalistin Lana in die Hände gefallen ist.

In dem Artikel geht es um einen Pfarrer der vor dreißig Jahren spurlos verschwunden ist. Lana schreibt einen Blog „Velvet Cove, die Stadt der tausend Geheimnisse“ und sie hofft auf eine großartige Story mit der Auflösung dieses Falles. Lana beginnt mit ihren Recherchen, welche sie in die Walton-Bay Street führt.

Sie steuert auf ein Haus zu und klingelt. Mrs. McGowan öffnet, doch als diese den Grund für Lanas Besuch erfährt, verändert sich ihr Verhalten schlagartig und sie schickt Lana weg. Sie droht sogar mit der Polizei.

Lanas Versuche jemanden zu finden, der ihr hilfreiche Informationen über den verschwundenen Pfarrer geben würde, bleiben erfolglos.

Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht. Es scheint als versuchen die Menschen irgendetwas zu verbergen. Was ist hier damals passiert? Ist Pfarrer Eden wirklich einfach abgetaucht oder ist er einem Verbrechen zum Opfer gefallen?

Während Lana weiterhin versucht der Auflösung näher zu kommen, reise ich in der Zeit zurück und werde Zeugin eines grausamen Verbrechens. Und es sollte nicht bei einem bleiben, denn zwischen den einzelnen Kapiteln begleite ich immer wieder einen skrupellosen Mörder bei seinen Gräueltaten. Brutal und schonungslos wird hier gemordet.

In einem weiteren Handlungsstrang lerne ich ein junges Mädchen kennen, die auf einer Feier einen Mann kennenlernt. Er ist so lieb und romantisch und der Erste der in ihr nicht das kleine, sechzehnjährige Mädchen sieht, sondern sie wie eine Frau behandelt. Sie verliebt sich sofort in ihn und hofft, dass es ihm genauso geht.

Und tatsächlich trifft sie ihn bald wieder und es entwickelt sich, trotz des großen Altersunterschieds, eine ernsthafte Beziehung. Sie ziehen gemeinsam in ein Haus, welches Harold gerade erworben hat und sie fühlt sich wie im siebten Himmel. Das kann doch alles nur ein Traum sein.

Doch schon bald wird dieser Traum zu einem echten Alptraum für eine naive, junge Frau werden. Sie muss es nur noch begreifen.

Meine Meinung:
Drei Fäden wurden hier gesponnen und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie alles zusammenpassen könnte. Irgendwann müssen doch die Fäden zusammenlaufen. Nur wie?

Wird Lana hinter das Geheimnis, um das Verschwinden des Pfarrers, kommen? Was verbergen die Bewohner der Walton-Bay Street? Was hat das alles mit dieser jungen Frau zu tun? Wer hat all diese Menschen ermordet und warum?

Die Story ist absolut genial aufgebaut und spannend erzählt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Mit der Auflösung habe ich so überhaupt nicht gerechnet und war sehr überrascht, was der Autor sich da ausgedacht hat. Absolut genial gestrickt und stimmig. Auch die Charaktere waren toll gezeichnet.

Super finde ich auch, dass Daniel in diesem Buch auf ein sehr brisantes Thema eingeht. Ich möchte allerdings, an dieser Stelle, nicht näher darauf eingehen.

Fazit:
Mir hat die Story richtig gut gefallen. Ich möchte, den Thriller-Fans unter euch, das Buch gerne weiterempfehlen. Tolle Charaktere, ein sehr schöner Schreibstil…einfach und total packend. Spannung bis zum Schluss und ein Ende mit dem ich gar nicht gerechnet habe. Alles vereint in „Und mit mir die Angst“.