Daniel Leitner: Wenn Gedanken Worte wären

*Rezension*

Eine anregende Lektüre für all jene, die gerne in die Gedankenwelt eines anderen eintauchen.

Autor:
Daniel Leitner, geb. am 17.06.1992 in Wels/Oberösterreich. Mit dem Schreiben hat er sehr früh begonnen. Anfangs waren es Horror-Kurzgeschichten – bis er 2013 seinen allerersten Roman „Von Tauben und Lämmern“ veröffentlichte. Seit über zehn Jahren leitet er einen Musicalverein „MuVe“, bei dem er Drehbücher schreibt, Regie führt und manchmal selbst als Sänger, Tänzer und Schauspieler auf der Bühne steht. Auf seinen Youtube-Kanal „UNITED COLORS OF DANIEL“ lädt er wöchentlich Cover-Songs, Musikvideos, Serien und Kurzfilme sowie Videos zu persönlichen Themen hoch.

Klappentext:
In seinem zweiten Werk über das Leben selbst, gewährt Daniel Leitner tiefe Einblicke in sein geplagtes Liebesleben, teilt nostalgische Kindheitserinnerungen und erzählt mit charmantem Selbstbewusstsein von den Herausforderungen des Alltags als unkonventioneller Mann im 21. Jahrhundert.

Leitner versteht es eine Balance aus Leichtigkeit und Kontrolle zu schaffen und mit Beaobachtungen, die ehrlich und lustig, frech aber niveauvoll sind, die Missstände der Gesellschaft aufzuzeigen.

Zusammenfassung:
In mehreren Kapiteln, gibt Daniel uns Einblicke in seine Gedankenwelt und teilt Anekdoten aus seinem Leben. Seine Erfahrungen, Denkweisen und Ansichten. Er setzt sich mit gewissen Fragen auseinander. Zum Beispiel: im Kapitel „Die Meinung anderer“ Warum ist es uns wichtig, was andere Menschen über uns denken?

Mit dieser Lektüre möchte uns der Autor nicht Belehren oder uns raten, wie wir unser Leben gestalten und leben sollten. Es sind einfach nur sehr interessante Denkansätze. Der ein oder andere nimmt vielleicht etwas aus diesem Buch mit. So wie ich.

Meine Meinung:
Egal ob wahre Begebenheiten oder Fiktion, in Büchern werden Geschichten erzählt. Doch soll der Leser längst nicht nur unterhalten, sondern auch bewusst zum Nachdenken angeregt werden.

Ein Buch, das zum Nachdenken animieren soll, muss mich emotional ansprechen und Parallelen zu meinem eigenen Alltag aufweisen, nur dann regt es meine Denkweise und mein Handeln an.

„Wenn Gedanken Worte wären“ ist definitiv genau diese Sorte Buch und hat mir neue bzw. andere Blickwinkel auf das Leben eröffnet.

Während ich so in das Buch abgetaucht bin, überlief mich mehrfach eine meeeega Gänsehaut. Viele Themen, die der liebe Daniel in seiner neusten Lektüre aufgreift, sind genau die Gedanken, die mich derzeit intensiv beschäftigen. Teilweise kam es mir vor, als hätte ich manche Kapitel selbst geschrieben.

Echt krass.

Ich denke, dass wird vielen anderen Lesern auch so gehen.

Das Kapitel „Liebe“ hat es mir besonders angetan. Momentan steht mein Leben echt Kopf. Möchte ich mein Leben so weiter leben wie bisher? Ist es das was ich will und was mich glücklich macht?

Jeder selbst hat es in der Hand. Doch oft fehlt der Mut für Veränderungen, man hat Angst das Gewohnte aufzugeben, oder man möchte andere nicht verletzen.

Doch soll man lieber unglücklich mit der Gewohnheit leben, statt vielleicht etwas spannendes Neues zu entdecken?

Daniel greift, in dem genannten Kapitel, genau diese Fragen auf und beschreibt, wie er mit einer solchen Situation umgegangen ist. Sicher kann keiner einem sagen, was und wie man etwas tun soll, aber es gibt gewisse Ansätze, die man auf sich ummünzen und vielleicht auch umsetzen kann.

Auch haben mich manche Kapitel in meine Kindheit zurück katapultiert. Und mir sind eigene Erlebnisse wieder eingefallen, an die ich schon lange Zeit nicht mehr gedacht habe.

Fazit:
Dieses Buch hat mich tief berührt. Lektüre zum Entspannen, Schmunzeln und Nachdenken. Mit vielen spannenden und lustigen Anekdoten wurde ich wunderbar unterhalten.

Bereits „Loveland“ hat mir sehr gut gefallen und auch in seinem zweiten Werk dieser Art „Wenn Gedanken Worte wären“ machen die persönlichen Schilderungen das Buch zu einem besonderen Leseerlebnis.

Chapeau!

Angélique Mundt: Trauma

*Dieses Buch wurde mir von der Penguin Random House Verlagsgruppe, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Wenn sie sich erinnert, wird sie zur Mörderin.

Verlag: btb
Taschenbuch mit 325 Seiten
erschienen: April 2021
Genre: Psychothriller
Preis: 10,00 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Angélique Mundt ist Psychotherapeutin und lebt in Hamburg. Nach ihrem Studium der Psychologie arbeitete sie lange in der Psychiatrie, bevor sie sich 2005 als Psychotherapeutin mit einer eigenen Praxis selbstständig machte. Sie arbeitet ehrenamtlich im Team der DRK-Krisenintervention und leistet dort „Erste Hilfe für die Seele“. Mit diesem Titel erschien 2016 ihr erstes Sachbuch. Um belastende Ereignisse zu verarbeiten, begann Angélique Mundt, ihre Gedanken und Gefühle aufzuschreiben. Und so entstand die Idee, eine Krimiserie zu entwerfen.

Klappentext:
Leila wacht auf, und ihr Leben ist nicht mehr dasselbe. Wie ist sie an diesen Ort geraten, in dieses Bett, in diese Psychiatrie? Erinnerungen mischen sich mit Ahnungen, sie hat Angst, sie weiß nicht mehr, wer sie wirklich ist. Wann ist ihr Traum zum Alptraum geworden? Und was hat sie wirklich getan?

Dies war mein erstes Buch von Angélique Mundt und dementsprechend gespannt war ich. 

Zusammenfassung:
Die Hauptprotagonistin Leila Galayan lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in einem schönen Haus und ihr fehlt es an Nichts. Doch ihr Lebenstraum ist ein anderer. Sie möchte mit ihrem Freund und Musikproduzenten Marius nach London ziehen, um dort berühmt zu werden. 

Doch von heute auf morgen zerplatzt ihr Traum wie eine Seifenblase, denn Marius wird ermordet und Leila ist die Hauptverdächtige in diesem Fall. 

Nach einem gescheiterten Suizidversuch wacht Leila in einer geschlossenen Psychiatrie auf und innerhalb kürzester Zeit ist nichts mehr wie es war. Leila versteht nicht was passiert ist. Sie kann sich an die Tatnacht nicht erinnern. Doch niemand will ihr das glauben. Weder die Polizei, noch ihre eigene Familie. 

Hat Leila wirklich diese grausame Tat begangen, oder ist sie vielleicht nur Zeugin des Verbrechens gewesen?  

Die Psychologin Dr. Valentina Freytag will ihr helfen und überredet sie zu einer Therapie. So nach und nach kommen die Erinnerungen, doch sind sie wirklich real? Kann Leila ihren Erinnerungen trauen? 

Meine Meinung:
Das Buch ist aus Leilas‘ Perspektive geschrieben. Ihre Schuldgefühle und Ängste, mit denen sie zu kämpfen hat, konnte ich gut nachvollziehen und ich habe sehr mit ihr gelitten. Sie war mir unheimlich sympathisch, auch wenn ich mir immer wieder die Frage gestellt habe, ob sie vielleicht doch die Täterin war.  

Ziemlich schnell hatte ich einen anderen Verdacht, wer hier eventuell ein falsches Spiel spielt, doch wurde ich immer wieder auf eine falsche Fährte geführt. Das Buch war unheimlich spannend und die ständigen Wendungen erhöhten die Spannung noch zusätzlich. 

Mit sehr viel Empathie hat die Autorin ihre Charaktere gezeichnet. Sehr lebendig und facettenreich. 

Der Schreibstil ist abwechslungsreich, spannend und absolut nicht vorhersehbar. Die Story war so authentisch und anschaulich geschrieben, dass ich mich teilweise selbst wie eine Patientin in der geschlossenen Abteilung fühlte. 

Das Ende hat mich dann doch sehr überrascht, war aber absolut schlüssig und stimmig. 

Fazit:
Leila’s Geschichte hat mich sehr berührt. Gekonnt hat die Autorin eine geniale Story kreiert. Man will nur noch wissen was vor sich geht und es fiel mir echt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. 

Ein Pageturner der super authentisch war und mich ab der ersten Seite gefesselt hat.  

Ich möchte das Buch gerne weiterempfehlen. 

Daniel Leitner: Und mit mir die Angst

*Rezension*

Der Mörder wohnt nebenan. Die Hinterbliebenen schweigen.

Genre: Psychothriller

Kindle Ausgabe: 2,99 €

Taschenbuch: 9,99 €

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Autor:
Daniel Leitner, geb. am 17.06.1992 in Wels/Oberösterreich. Mit dem Schreiben hat er sehr früh begonnen. Anfangs waren es Horror-Kurzgeschichten – bis er 2013 seinen allerersten Roman „Von Tauben und Lämmern“ veröffentlichte. Seit über zehn Jahren leitet er einen Musicalverein „MuVe“, bei dem er Drehbücher schreibt, Regie führt und manchmal selbst als Sänger, Tänzer und Schauspieler auf der Bühne steht. Auf seinen Youtube-Kanal „UNITED COLORS OF DANIEL“ lädt er wöchentlich Cover-Songs, Musikvideos, Serien und Kurzfilme sowie Videos zu persönlichen Themen hoch.

Klappentext:
Vor beinahe dreißig Jahren verschwand Pfarrer Eden auf unerklärliche Weise. Nun stößt die Journalistin Lana Conroy zufällig auf einen Zeitungsbericht und begibt sich auf die Suche nach Hinweisen. Das sie damit die Aufmerksamkeit des Killers auf sich zieht, wird ihr erst bewusst, als es längst zu spät ist.

Ein Höllentrip in die Psyche einer verängstigten Zeugin, den Gedanken eines Wahnsinnigen und einen ungelösten Fall, dessen dunkle Geheimnisse tief vergraben liegen. Wer traut sich zurück nach Velvet Cove?

„Ich habe ihm offensichtlich den Schädel zertrümmert. War ich zu brutal?“

Zusammenfassung:
Im Oktober 2020 bin ich erstmals in die Stadt Velvet Cove abgetaucht. Dort spielte sich fürchterliches ab. Gerne könnt ihr meine Rezension zum ersten Buch aus dieser Reihe „Und mit mir die Dunkelheit“ hier nachlesen >>KLICK<<

Nun führt mich Daniel Leitner zurück nach Velvet Cove und das Grauen beginnt mit dem Auffinden eines alten Zeitungsartikels, der der jungen Journalistin Lana in die Hände gefallen ist.

In dem Artikel geht es um einen Pfarrer der vor dreißig Jahren spurlos verschwunden ist. Lana schreibt einen Blog „Velvet Cove, die Stadt der tausend Geheimnisse“ und sie hofft auf eine großartige Story mit der Auflösung dieses Falles. Lana beginnt mit ihren Recherchen, welche sie in die Walton-Bay Street führt.

Sie steuert auf ein Haus zu und klingelt. Mrs. McGowan öffnet, doch als diese den Grund für Lanas Besuch erfährt, verändert sich ihr Verhalten schlagartig und sie schickt Lana weg. Sie droht sogar mit der Polizei.

Lanas Versuche jemanden zu finden, der ihr hilfreiche Informationen über den verschwundenen Pfarrer geben würde, bleiben erfolglos.

Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht. Es scheint als versuchen die Menschen irgendetwas zu verbergen. Was ist hier damals passiert? Ist Pfarrer Eden wirklich einfach abgetaucht oder ist er einem Verbrechen zum Opfer gefallen?

Während Lana weiterhin versucht der Auflösung näher zu kommen, reise ich in der Zeit zurück und werde Zeugin eines grausamen Verbrechens. Und es sollte nicht bei einem bleiben, denn zwischen den einzelnen Kapiteln begleite ich immer wieder einen skrupellosen Mörder bei seinen Gräueltaten. Brutal und schonungslos wird hier gemordet.

In einem weiteren Handlungsstrang lerne ich ein junges Mädchen kennen, die auf einer Feier einen Mann kennenlernt. Er ist so lieb und romantisch und der Erste der in ihr nicht das kleine, sechzehnjährige Mädchen sieht, sondern sie wie eine Frau behandelt. Sie verliebt sich sofort in ihn und hofft, dass es ihm genauso geht.

Und tatsächlich trifft sie ihn bald wieder und es entwickelt sich, trotz des großen Altersunterschieds, eine ernsthafte Beziehung. Sie ziehen gemeinsam in ein Haus, welches Harold gerade erworben hat und sie fühlt sich wie im siebten Himmel. Das kann doch alles nur ein Traum sein.

Doch schon bald wird dieser Traum zu einem echten Alptraum für eine naive, junge Frau werden. Sie muss es nur noch begreifen.

Meine Meinung:
Drei Fäden wurden hier gesponnen und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie alles zusammenpassen könnte. Irgendwann müssen doch die Fäden zusammenlaufen. Nur wie?

Wird Lana hinter das Geheimnis, um das Verschwinden des Pfarrers, kommen? Was verbergen die Bewohner der Walton-Bay Street? Was hat das alles mit dieser jungen Frau zu tun? Wer hat all diese Menschen ermordet und warum?

Die Story ist absolut genial aufgebaut und spannend erzählt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Mit der Auflösung habe ich so überhaupt nicht gerechnet und war sehr überrascht, was der Autor sich da ausgedacht hat. Absolut genial gestrickt und stimmig. Auch die Charaktere waren toll gezeichnet.

Super finde ich auch, dass Daniel in diesem Buch auf ein sehr brisantes Thema eingeht. Ich möchte allerdings, an dieser Stelle, nicht näher darauf eingehen.

Fazit:
Mir hat die Story richtig gut gefallen. Ich möchte, den Thriller-Fans unter euch, das Buch gerne weiterempfehlen. Tolle Charaktere, ein sehr schöner Schreibstil…einfach und total packend. Spannung bis zum Schluss und ein Ende mit dem ich gar nicht gerechnet habe. Alles vereint in „Und mit mir die Angst“.

Hendrik Berg: Dunkler Grund

*Dieses Buch wurde mir von der Penguin Random House Verlagsgruppe zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Eine Tote auf einer Segeljacht, die gespenstisch stille Nordsee und tödliche Rache …

Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 352 Seiten
Erscheinungsdatum: 15.03.2021
Genre: Nordsee-Krimi
Preis: 10,00 €
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Autor:
Hendrik Berg wurde 1964 in Hamburg geboren. Nach einem Studium der Geschichte in Hamburg und Madrid arbeitete er zunächst als Journalist und Werbetexter. Seit 1996 verdient er seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Drehbüchern. Er wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Köln.

Klappentext:
Eine entsetzliche Entdeckung zerreißt die sommerliche Idylle Nordfrieslands: Auf einer Segeljacht im Husumer Hafen liegt eine erstochene Frau. Wer konnte der reizenden Nantje, die mit ihrem Mann ein beliebtes Fischrestaurant führte, nur so etwas antun? Kommissar Krumme und seine Kollegin Pat haben Nantjes Mann in Verdacht. Doch dann verschwindet der Restaurantbesitzer unter mysteriösen Umständen. Bei seinen Ermittlungen muss Krumme ein großes Risiko eingehen und kommt auf die Spur einer Wahrheit, so tief und dunkel wie die Nordsee …

Meine Eindrücke:
Der siebte Fall für Theo Krumme. Alle Bücher der Reihe habe ich bereits verschlungen und war schon sehr gespannt was mich diesmal erwarten wird.

Hier die Auflistung der richtigen Reihenfolge:

  1. Deichmörder
  2. Lügengrab
  3. Küstenfluch
  4. Schwarzes Watt
  5. Kalte See
  6. Eisiger Nebel
  7. Dunkler Grund

Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden, da alle in sich abgeschlossen sind. Natürlich empfiehlt es sich dennoch die Reihenfolge einzuhalten, da sich die Charaktere weiterentwickeln und sich die zwischenmenschlichen Beziehungen verändern.

Der brummige Theo Krumme und seine junge Kollegin Pat könnten verschiedener nicht sein, doch sind sie zusammen ein tolles Team. Gemeinsam mit ihnen habe ich mich mal wieder auf eine virtuelle Reise durch Husum begeben.

Herr Berg hat so einen tollen, detaillierten Schreibstil, dass man sich wie ein Nordfriese fühlt. Man hat die Landschaft genau vor Augen und es ist fast wie Urlaub…wäre da nicht der grausame Mord an der jungen Frau Nantje Schreiber, die erstochen auf der Segeljacht ihres Mannes gefunden wurde.

Was ist hier geschehen? War es tatsächlich Sebastian Schreiber, der seine Ehefrau umgebracht hat?

Pat und Krumme haben hier unterschiedliche Meinungen und es herrscht eine gewisse Spannung zwischen den beiden. Während Pat an die Unschuld von Sebastian glaubt, ist Krumme der Überzeugung, dass er es gewesen sein muss.

Da die Ermittlungen nur schleppend voran gehen, wird eine Sonderkommission unter der Leitung von Friedrichs und Ludwig gebildet. Ausgerechnet die beiden verhassten Kollegen. Während Krumme einen Tag Urlaub auf Hallig Hooge genießt, muss sich Pat mit den beiden rumärgern. Sie wird zum Telefondienst abgestellt und regelrecht ausgeschlossen. Doch am Ende haben doch wieder Pat und Krumme zur eigentlichen Auflösung des Falls den größten Beitrag geleistet.

Der Fall selber und die Ermittlungen sind zunächst nicht besonders spektakulär, doch mit fortschreiten der Story steigt die Spannung immer mehr. Ich bin bis zum Ende einfach nicht dahinter gekommen, wer Nantje nun eigentlich umgebracht hat.

Sehr gelungen fand ich die Rückblenden in das Jahr 1362 zu Oke in die Uthlande. Auch hier hat sich grausames ereignet.

Herr Berg verbindet diese Ereignisse mit einer Legende, die um Rungholt kursiert und die im Norden jedes Kind kennt.

Die Legende von Rungholt, dem nordfriesischen Atlantis, das im 14. Jahrhundert untergegangen ist. Bei ruhigem Wetter sind auf dem Wattenmeer manchmal Kirchenglocken zu hören und ein undefinierbares Glitzern, welches von den goldenen Dächern kommen soll, zeichnet sich unter der Wasseroberfläche ab.

Diese Rückblenden tragen zwar nicht zur Auflösung des Falles bei, aber ich fand es eine gelungene Abwechslung.

Auch die humorvollen Passagen aus Krummes Privatleben mit seinem jungen Hund Sonny, gefallen mir gut und zauberten mir immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht.

Hendrik Berg hat erneut einen Krimi geschrieben, der mich begeistert hat. Krumme ist ein sehr sympathischer Ermittler, der mit seinem Erfolg den hiesigen Kollegen ein Dorn im Auge ist. Er ist halt kein Nordlicht und das bekommt er auch zu spüren. Doch mit jedem weiteren Fall wird auch der aus Berlin-Neukölln stammende Kommissar etwas norddeutscher, auch wenn er wahrscheinlich nie richtig dazugehören wird.

Fazit:
Es ist nicht das stärkste Buch aus der Reihe, hat mir aber trotzdem sehr sehr gut gefallen. Ein Nordsee-Krimi mit tollen Charakteren und einer ganz besonderen Atmosphäre. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall von Theo und Pat.

Drea Summer: Totennektar

*Dieses eBook wurde mir von der Drea Summer, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Für alle sichtbar soll das Branding sein. Jeder soll es sehen!

Verlag: Empire Verlag
Taschenbuch/ eBook mit 276 Seiten
Preis: 11,99 €/ 0,99 €
Genre: Thriller
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Autorin Drea Summer ist 1978 in Graz auf die Welt gekommen und lebte im schönen Südburgenland. Sie begann ihre Schreibkarriere mit der Auswanderung nach Gran Canaria vor mehr als vier Jahren. . Die „Insel des ewigen Frühlings“ inspiriert sie, schaurige und blutige Geschichten, die in ihrem Kopf herumspuken, niederzuschreiben. Bücher von Sebastian Fitzek, Stephen King, Andrew Holland, Daniela Arnold und Marcus Ehrhardt gehören für die Autorin dazu wie die Luft zum Atmen. Nähere Informationen zur Autorin findet ihr auf Facebook unter „Drea Summer“ oder/und auf Instagram unter „dreasummer1978“.

Klappentext:
Chefinspektor Oliver Johnson eilt durch das kleine Dörfchen Eyam. Schreie einer jungen Frau ertönen immer wieder. Als er das Mädchen erblickt, um das sich schon eine Menschentraube gebildet hat, kann er seinen Augen nicht trauen. Will ihnen nicht trauen! Nackt, verdreckt und blutverschmiert. Ein Brandzeichen am Körper. Genau wie vor 15 Jahren. Die Bestie ist zurück und der Alptraum soll erst beginnen.

Die Geschichte:
Vor 15 Jahren findet Arthur seine Mutter enthauptet und mit einem Brandmal am Körper auf der Wiese vor seinem Haus. Nancy Wright ist bereits das zweite Opfer, welches auf diese Art und Weise aufgefunden wurde.

Arthur ist nicht der einzige Sohn von Nancy. Chefinspektor Oliver Johnson wurde als Baby adoptiert, aber er erfährt erst nach dem schrecklichen Ereignis davon. Nun hat er keine Chance mehr seine leibliche Mutter kennenzulernen.

Bis heute ist dieses Verbrechen nicht aufgeklärt und Oliver wird nicht ruhen, bis er den Mörder seiner Mutter gefasst hat.

Nun scheint der Mörder wieder nach Eyam zurückgekehrt zu sein, denn eine junge Frau wird blutüberströmt und mit einem Brandzeichen am Körper aufgegriffen. Sie ist völlig verwirrt und nicht vernehmungsfähig. Sie wird in die psychiatrische Klinik gebracht, in der Arthur arbeitet. Oliver erhofft sich nun von dieser Frau Informationen zu bekommen, um endlich den Mörder zu finden.

Noch bevor er dazu kommt mit der Frau zu sprechen, verschwindet sie spurlos und mit ihr auch sein Halbbruder Arthur.

Oliver und sein Partner Ian beginnen ihre Ermittlungen, doch wo sollen sie anfangen? Hat Arthur etwas mit dem Verschwinden der Frau zu tun? Aber er kann unmöglich der Mörder sein, denn als seine Mutter starb war Arthur selbst noch ein Kind.

Damals gab es einen Verdächtigen, doch ihm konnte das Verbrechen nicht nachgewiesen werden. Joshua Harris. Er ist mittlerweile auch wieder zurück in der Stadt. Oliver ist der festen Überzeugung das er es gewesen sein muss.

Dann taucht eine männliche Leiche auf. Es ist Harris. Doch wer hat ihn umgebracht und warum befindet sich das Brandeisen, mit dem die Frauen gekennzeichnet wurden, in seinem Besitz?

Während die Leiche von Harris noch nicht ganz kalt ist, werden die Ermittler auch schon an den nächsten Tatort gerufen. Ein enthauptetes, männliches Opfer mit dem Brandzeichen auf dem Oberschenkel. Warum mussten die beiden Menschen sterben? Was hat es mit den Fällen von vor fünfzehn Jahren auf sich?

Oliver zieht einen Geschichtslehrer zur Rate um mehr über das Brandeisen herauszufinden. Doch was der Lehrer da entdeckt ist echt erschreckend.

So nach und nach kommt Licht ins Dunkel und die Ermittler finden die grausame Wahrheit heraus.

Werden Oliver und Ian die verschwundene Frau retten können? Was hat Arthur mit der ganzen Sache zu tun? Wer steckt hinter den grausamen Verbrechen?

Findet es heraus!

Meine Meinung:
„Totennektar war mein erstes Buch von Drea Summer und sie konnte mich nicht nur durch den angenehmen Schreibstil von sich überzeugen.

Das Buch war von der Ersten bis zur letzten Seite sehr spannend. Ich war so gefesselt, wo das Ganze wohl hinführt, dass mich die Neugier nur so durchs Buch gepeitscht hat.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen und waren authentisch gezeichnet. Oliver, der mit aller macht endlich die Verbrechen aufklären will. Ian, der seinen Kollegen und Freund immer wieder erdet, aber gleichzeitig mit privaten Problemen zu kämpfen hat. Arthur, der irgendetwas zu verbergen hat. Und natürlich der Täter mit der Überzeugung das Richtige zu tun.

Ein bisschen gemein war das Ende…es schreit förmlich nach einer Fortsetzung.

Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Story war toll durchdacht und stimmig, auch wenn ich die ein oder andere Handlungsweise nicht ganz nachvollziehen konnte.

Ich empfehle „Totennektar“ gerne weiter und freue mich noch mehr von Drea Summer zu lesen.