Der Gehwol-Testerclubtag 2019

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In diesem Jahr fand der zweite Gehwoltesterclubtag in Lübbecke statt und ich war erstmalig dabei.

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Nun liegt das Gehwol-Event schon wieder eine Woche zurück. Also ist es an der Zeit, Euch endlich von meinem tollen Wochenende zu berichten.

Am 01.02.2019 machte ich mich zusammen mit meiner lieben Freundin BeautyPeaches auf den Weg, denn auch Brina durfte an diesem Event teilnehmen. Gegen Mittag erreichten wir unser Ziel. Das war auch der Plan, denn wir wollten noch ein wenig shoppen gehen. In Lübbecke gab es leider nicht so viele Möglichkeiten, also haben wir noch einen Abstecher nach Minden unternommen. Nach langer Suche, haben wir auch ein paar passende Läden gefunden. Die Ausbeute war zwar nicht sehr groß, aber deswegen haben wir die lange Reise ja auch nicht unternommen. Also, rein ins Auto und auf zu unserem eigentlichen Ziel.

Schloss Benkhausen

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Nach unserer Ankunft konnten wir direkt unser Doppelzimmer in der Rentei beziehen.

Bildquelle: Jacky

Was ist eigentlich eine Rentei? Früher war es die Verwaltungsstätte des herrschaftlichen Anwesens. Hier wurden die Einkünfte der Grundherren verwaltet und die Abgaben eingenommen. Die Natural- oder Geldabgaben bezeichnete man als „Renten“ – daher stammt die Bezeichnung „Rentei“.

Heute befindet sich ein Restaurant in dem Gebäude und auf der oberen Etage sind Zimmer für die Hotelgäste.

Mir hat die Einrichtung unheimlich gut gefallen. Sehr modern, gemütlich und sauber. Besonderst das Bad hatte es mir angetan. Was allerdings nicht so schön war, im Bad gab es keine Heizung und die Wärme vom Schlafzimmer hat nicht bis ins Bad gereicht. So war das Duschen, in dieser echt geilen Walk-In-Dusche, keine besondere Freude.

Nachdem Brina und ich uns noch ein wenig ausgeruht hatten, stand das „Get together“ der Teilnehmerinnen auf dem Programm.

19:00 Uhr wurden wir herzlich von Timor Gerlach-von Waldthausen, Mitglied der Geschäftsleitung, und von Marie vom Gehwol Testerclub in der Rentei empfangen.

Bei einem wirklich leckeren Abendessen haben wir uns näher kennengelernt, Erfahrungen ausgetauscht und interessante Gespräche geführt.

Hier eine Übersicht der Teilnehmerinnen:

Sabrina ; Daniela ; Jacky ; Michaela ; Stella ; Elina ; Nadine ; Aylin ; Melanie ; Daniela ; Yasmina ; Cornelia ; Misslaven

Viel zu schnell war der Abend auch schon wieder vorbei. Doch nach der langen Autofahrt war ich ganz schön kaputt und Brina war auch schon über 24 Stunden auf den Beinen. So dauerte es nicht lange bis wir eingeschlafen waren.

Den neuen Tag starteten wir mit einem ausgiebigem Frühstück im Schloss.

Satt und zufrieden haben wir uns danach alle draußen versammelt, denn 09:00 Uhr sollten wir abgeholt werden, um nach Lübbecke zum Firmensitz der Eduard Gerlach GmbH zu kommen.

Die Fahrt dorthin war für mich ein absolutes Highlight, denn wir wurden von einem Partybus abgeholt.

Laute Musik, Prosecco und gute Stimmung sorgten für eine sehr lustige Fahrt. Disko-Feeling pur. Das war wirklich mal was ganz besonderes für mich und bleibt unvergessen.

Nach einer viel zu kurzen Party-Fahrt erreichten wir auch schon unser Ziel.

Erwartet wurden wir von Timor. Ihn habe ich ja bereits am Abend zuvor kennen lernen dürfen. Ich muss sagen, das ist ein wirklich sehr sympathischer Mann. Er lebt für das Familienunternehmen. Er hat sich für alle Teilnehmerinnen Zeit genommen und alle Fragen mit viel Leidenschaft beantwortet. Ein total lieber und herzlicher Mensch.

Im Ausstellungsraum habe ich mich natürlich erstmal genau umgeschaut.

Es gab nicht nur modern eingerichtet Räume zu bestaunen. Mich fasziniert ja besonderst das Alte. Und nun schaut mal was es da zu entdecken gab.

Echt cool.

Nachdem die Damen sich dann alle im Konferenzraum eingefunden hatten, hat Timor einen Vortrag über die Firmengeschichte der Eduard Gerlach GmbH gehalten und uns tiefe Einblicke in das Unternehmen gewährt. Das war wirklich sehr interessant. Er ist bereits die fünfte Generation des Familienunternehmens und im Jahr 2018 neben seinem Vater in die Geschäftsführung eingetreten. Wahnsinn!

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Timor Gerlach-von Waldthausen

Im Anschluss hieß es umziehen und ab ins Labor.

Dort angekommen hat uns Dr. Hendrik Stukenbrock, Der Leiter der Qualitätskontrolle, durch das Labor geführt und uns Einblicke in die hohen Produktions- und Qualitätskontrollstandards gewährt. Alles wird genau dokumentiert, um auch eine Rückverfolgung gewährleisten zu können.

Frauke Thunack aus der Produktentwicklung empfing uns dann im Nebenraum und hat uns gezeigt und erklärt wie so eine Creme überhaupt zustande kommt. Und dann durften wir auch selber ran. Für jede Teilnehmerin stand ein kleines beschriftetes Tiegelchen bereit. Aus 4 verschiedene Düften durften wir der Basis-Creme unsere eigene Note verleihen.

Nach einer kleinen Kaffeepause hieß es jetzt: „Testen, testen, testen.“ Ein großer runder Tisch war voll gepackt mit verschiedenen Gehwol-Produkten. Darunter auch Cremes, welche für uns Endverbraucher nicht erhältlich sind.

Anouk Schulz, Leiterin des Produktmanagement, hat uns die Produkte näher gebracht und alle offenen Fragen dazu beantwortet. Nachdem wir alles durchgetestet hatten, durfte sich sogar jede Teilnehmerin ihre Lieblingsprodukte mitnehmen.

Ich hatte mich für das Soft Feet Peeling und das pflegende Fussdeo entschieden.

Und als Überraschung gab es noch eine Goodie Bag mit folgendem Inhalt: ein Gehwol-Sporthandtuch, Gehwol Fusskraft rot, Gehwol Fusskraft blau und das Gehwol Fusskraft Wärmebad-Konzentrat.

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Bevor wir in die Mittagspause gestartet sind, haben wir mit Agnese Cuccarano, Leiterin des Marketing, noch Fußgymnastik gemacht. Ich kann Euch sagen, dass war gar nicht so einfach, hat meinen Füßen aber sehr gut getan.

Gegessen haben wir im Ristorante Silvio.

Ich hatte mich für eine wirklich fantastische Kürbiscremesuppe entschieden und als Hauptgang wählte ich Spaghetti Carbonara. Leider muss ich sagen, das die Spaghetti sehr bissfest und versalzen waren und die Soße glich eher einer Suppe. Schade eigentlich.

Mit gefülltem Magen ging es dann zurück in den Konferenzraum.

Nun bekam die liebe Jules von SchönWild das Wort. Sie war unser Stargast. Ich muss gestehen, ich kannte sie vorher noch nicht. Jules ist Plus Size Bloggerin und wohnt in Hamburg. Eine echt bemerkenswerte, selbstbewusste Persönlichkeit. Schaut unbedingt mal bei ihr vorbei. Auch auf YouTube ist sie vertreten und ich mag ihre Videos echt gerne.

Storytelling auf Instagram. Erzähle deine Geschichte in Bildern! Kreativtechniken. Wie bearbeite ich meine Bilder richtig, was gibt es für Möglichkeiten/ Apps. Einige Teilnehmerinnen haben ihr Instagram-Profil zur Analyse zur Verfügung gestellt. Jules hat uns zur Optimierung einige tolle Tipps gegeben. Ich fand diesen Workshop echt hilfreich und konnte einiges für mich mitnehmen.

Last but not least war Marie vom Gehwol-Testerclub am Zug. Sie berichtete uns noch etwas zu den Gehwol Fußpflegetrends und gemeinsam haben wir uns die Statistiken dazu angeschaut. Zum Beispiel: Wer legt mehr Wert auf Fußpflege? Männer oder Frauen? Das war auch mal sehr interessant und wir lagen mit unseren Einschätzungen gar nicht mal so falsch.

Nun stand auch schon der letzte Programmpunkt des Tages an.

Gemeinsam machten wir uns auf den Weg in den Bürgerpark Schäppchen, um bei leckerem Essen, Cocktails und vielen netten Gesprächen den Abend ausklingen zu lassen.

Tja…was soll ich sagen. Zack war der Gehwoltesterclubtag auch schon wieder vorbei. Es war ein sehr ereignisreicher Tag, mit vielen tollen Eindrücken. Ich habe ganz tolle Menschen kennen lernen dürfen und hoffe den ein oder anderen mal wieder zu treffen.

Zurück im Hotel haben Brina und ich den Tag nochmal Revue passieren lassen, ehe wir dann eingeschlafen sind.

Am nächsten Morgen hieß es dann schon wieder Koffer packen.

Einige Mädels waren bereits abgereist, aber alle anderen haben wir nochmal beim Frühstück getroffen. Nach einer herzlichen Verabschiedung traten wir unsere Heimreise an.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals herzlich bei den Gastgebern bedanken. Ihre habt das Wochenende zu etwas ganz Besonderem gemacht.

Schaut Euch auch gerne den Film zum Gehwoltesterclubtag 2019 an >>>>

Bei Produkt-Nennungen kostenloser PR-Sample in Blog-Beiträgen besteht eine Kennzeichnungspflicht als „Werbung“. Dieser Beitrag vom Gehwoltesterclubtag 2019 wurde möglich durch die Einladung der Eduard Gerlach GmbH. Der Gehwol-Testerclub ist eine Community von Bloggern und Produkt-Testern, die kostenlose PR-Sample für Produkt-Tests von der Eduard Gerlach GmbH erhalten. Hier gezeigte Produkte wurden im Rahmen eines Events von Gehwol ausgestellt. Eine Berichterstattung erfolgt ohne Auftrag, Anweisung und Honorierung durch die Eduard Gerlach GmbH. Für den Inhalt der Beiträge bin ich als Autor verantwortlich.

Alex Dahl: Der Junge

Kann mann sich ein schönes Leben auf Lügen aufbauen?

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Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 464 Seiten
erschienen: Januar 2019
Genre: Psychothriller
Preis: 10,00 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Alex Dahl ist halb Norwegerin, halb Amerikanerin und lebt in Norwegen und London. Sie ist eine entfernte Verwandte von Roald Dahl, spricht fließend Deutsch und Französisch und hat einen Master in Kreativem Schreiben.

Klappentext:
Cecilia Wilborg führt ein Leben, von dem die meisten Menschen nur träumen können. Sie wohnt mit ihrem erfolgreichen Mann und den gemeinsamen Töchtern in einer friedlichen und wohlhabenden Kleinstadt in Norwegen. Doch eines Tages wird sie gebeten, sich um einen kleinen Jungen zu kümmern, der plötzlich in der örtlichen Schwimmhalle aufgetaucht ist. Keiner weiß, wo Tobias herkommt oder wer er ist. Dann wird eine tote Frau gefunden, die man für seine Mutter hält. Aber Tobias kommt auch Cecilia merkwürdig vertraut vor. Hat sie ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt? Und wie weit ist sie bereit zu gehen, um es zu schützen?

Meine Meinung:
Cecilia Wilborg lebt mit Ihrem Mann und ihren beiden Töchtern in einer idyllischen Kleinstadt in Norwegen. Sie führt, nach außen hin, ein perfektes Leben. Aber ist es wirklich so perfekt?

Cecilia war mir von Anfang an total unsympathisch. Ihre Ansichten und ihr Verhalten waren für mich nicht nachvollziehbar. Ihr ganzes Leben ist eine Fassade und diese beginnt ab dem Zeitpunkt zu bröckeln, als Tobias in ihre Leben tritt.

Nach einem Schwimmbadbesuch wird sie gebeten, einen kleinen Jungen nach Hause zu bringen. Er wurde nicht abgeholt. Doch unter der angegebenen Adresse, findet Cecilia nur ein leerstehendes Haus und beschließt den Jungen mit zu sich nach Hause zu nehmen.

Am nächsten Morgen bringt sie ihn einfach in die Schule. Dort wird sich schon jemand um ihn kümmern. Dumm nur, dass er dort gar nicht zur Schule geht. Nun muss sich Cecilia unangenehmen Fragen stellen…und dann wird auch noch eine Frau tot aufgefunden. Ihr Name war Anni. Ist sie vielleicht die Mutter von Tobias?

Mehr von Anni und ihrer Lebensgeschichte erfahren wir durch ihre Tagebucheinträge. Ihre Reise hat mich emotional sehr ergriffen. Ich war aber auch sehr wütend auf sie. Warum hat sie nicht anders gehandelt?

Tobias kommt auch in einzelnen Kapiteln zu Wort und wir erfahren wie sein junges Leben bisher verlaufen ist. Das hat mich tief berührt und auch erschüttert.

Cecilia, Tobias und Anni müssen irgendwie miteinander in Verbindung stehen, aber ich war mir lange Zeit nicht zu 100% sicher, in welche Richtung es gehen wird.

Durch immer neue Wendungen hält Frau Dahl die Spannung auf einem hohen Level. Schnell habe ich begriffen, dass man Cecilia nicht über den Weg trauen kann. Die Autorin schockte mich immer wieder mit neuen Wahrheiten.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und die Ereignisse und Handlungen authentisch und glaubwürdig. Das Ende war passend, obwohl ich nicht so recht verstanden habe, wie man einer gewissen Person einfach so alles durchgehen lassen konnte. Ab in ein normales Leben und alles ist gut? Ein wichtiges Detail wurde doch übersehen? Doch die Autorin hat auch diesen Punkt noch bedacht und genial gelöst.

Fazit:
„Der Junge“ ist der Debüt Roman der Autorin Alex Dahl. Ich würde es jetzt nicht unbedingt als Psychothriller bezeichnen, aber dieses Buch hat mich unheimlich gut unterhalten. Ein gelungener Auftakt würde ich sagen. Die Charaktere sind toll gezeichnet und ein sich immer schneller drehendes Lügenkarussell macht die Geschichte zu etwas ganz Besonderem.

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank!

Andreas Winkelmann: Höllental

Die Angst treibt sie in den Tod – und ihr letzter Blick schickt einen Mann auf die Suche nach dem Mörder …

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Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 352 Seiten
erschienen: Dezember 2018
Genre: Thriller
Preis: 10,00 €
Bestellbar: hier

Autor:
Andreas Winkelmann, geboren 1968, entdeckte schon früh seine Leidenschaft für unheimliche Geschichten. Er war unter anderem Soldat, Sportlehrer und Taxifahrer, hielt es aber in keinem Job lange aus und blieb nur dem Schreiben treu. »Der menschliche Verstand erschafft die Hölle auf Erden, und dort kenne ich mich aus«, beschreibt er seine Faszination für das Genre des Bösen. Er lebt heute mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldesrand nahe Bremen.

Klappentext:
Im ersten Schnee des Winters steht eine junge Frau auf einer Eisenbrücke hoch über der Höllentalklamm. Sie ist fest entschlossen, sich in die Tiefe zu stürzen. Roman Jäger, Mitglied der Bergwacht, versucht noch sie aufzuhalten, doch vergeblich. Was ihm bleibt, ist ihr letzter Blick – ein Blick voll entsetzlicher Angst, der ihn bis in seine Träume verfolgt. Er macht sich daran, die Hintergründe dieses Selbstmords herauszufinden. Und stößt auf ein schreckliches Geheimnis, das sein Leben für immer verändern wird …

Meine Meinung:
Hinauf! Schnell läuft Laura hinauf durch die Höllentalklamm, um sich dort von der Brücke zu stürzen. Fast droht ihr Plan zu scheitern, denn im letzten Moment taucht der Bergwachtretter Roman Jäger auf der Brücke auf. Er kann die junge Frau zwar noch rechtzeitig erreichen und an einer Hand packen, doch Laura will nicht gerettet werden. Sie befreit sich aus seinem Griff und stürzt in die Tiefe.

Warum? Vor wem oder was hatte sie solche Angst?

Ihr letzter Blick verfolgt Roman in seinen Träumen und er beginnt, sich mit den Hintergründen von Lauras Selbstmord zu beschäftigen. Er lernt Lauras beste Freundin Mara kennen und erfährt mehr über Lauras Vergangenheit. Er ahnt nicht, dass er damit nicht nur sich selbst, sondern auch die Menschen in seiner Nähe in große Gefahr bringt.

Als die Eltern von Lauras Selbstmord erfahren, wollen sie nicht an einen Freitod glauben. Das passt einfach nicht zu ihr. Irgendjemand muss sie in den Tod getrieben haben. Ein Privatdetektiv soll Licht ins Dunkel bringen.

Die ehemalige Clique von Laura findet, nach der Nachricht des Selbstmordes, wieder zusammen und es ist von einem merkwürdigem Ereignis im Sommer die Rede. Allerdings erfährt man nur bröckchenweise was da vorgefallen ist, sodass man die genauen Hintergründe zum Tod erst am Ende erfährt.

In einem zweiten Erzählstrang befinden wir uns auf einmal mitten in der Wüste von Afghanistan, zusammen mit einem jungen Bundeswehrsoldaten. Er hat einen Anschlag überlebt, gerät aber danach in Gefangenschaft und wird gefoltert. Doch sein Mädchen gibt ihm Kraft und Durchhaltevermögen.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Wir begleiten Lauras Freunde, ihre Eltern und auch Roman Jäger. Sogar der geheimnisvolle Soldat meldet sich hin und wieder zu Wort, wobei mir aber nicht klar war, ob oder was er mit Laura zu tun haben soll.

Nachdem ich aber mehr von dem jungen Soldaten erfahren habe, wird klar worauf Herr Winkelmann hinaus will.

Die Spannung hält der Autor durchweg aufrecht und erzählt eine sehr fesselnde Geschichte. Auch die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet und die zeitlichen und örtlichen Sprünge haben der Geschichte noch Pfeffer verliehen. Ich mag es, wenn durch Retroperspektiven immer mehr Licht ins Dunkel gebracht wird.

Es gab tiefe Einblicke in die Psyche des Täters und ich hoffe das ich niemals einem solchen Menschen begegne.

Was die Auflösung am Ende angeht konnte mich Herr Winkelmann nicht zu 100% überzeugen. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich ganz anders als Laura gehandelt hätte.

Fazit:
Lauras sinnloser Tod, falsche Freunde, faule Beamte, blutige Todesfälle und ein Psychopath haben mir tolle Lesestunden bereitet. Ich gebe gerne eine Leseempfehlung!!!

Das Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Dankeschön!

Mark und Lydia Benecke: Aus der Dunkelkammer des Bösen

Neue Berichte vom bekanntesten Kriminalbiologen der Welt

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Verlag: Bastei Lübbe
Taschenbuch mit 431 Seiten
erschienen: Juli 2013
Genre: True Crime
Preis: 10,00 €
Bestellbar: hier

Autoren:
Dr. Mark Benecke, geb. 1970, Kriminalbiologe, arbeitet als Molekularbiologe und Wirbellosenkundler an rechtsmedizinischen Fragen und der Biologie des Todes, ist Gastdozent und -professor an Universitäten in den USA, den Philippinen, Vietnam und Kolumbien sowie Ausbilder an Polizeiakademien und Gast u. a. an der FBI-Akademie und der „Body Farm“. Mark Benecke lebt und arbeitet in Köln.
Weitere Informationen findet ihr hier.
Lydia Benecke arbeitet als selbstständige Psychologin und als Therapeutin, unter anderem in einer Sozialtherapeutischen Einrichtung des Strafvollzugs mit schweren Straftätern. Sie hält regelmäßig Vorträge für ein breites Publikum und hat ebenfalls bereits mehrere Bücher geschrieben.

Klappentext:
In der Dunkelkammer des Bösen rücken wir ganz nah heran an erstaunliche Verbrechen. Wir treffen auf Killer wie Dr. Holmes, den ersten bekannten Serienmörder der USA. 1893 baute dieser Gaskammer, Krematorium und Präparationstische, um Hunderte von Menschen zu foltern und zu töten.
Wir widmen uns Vergewaltigern, Nekrophilen, Sadisten, Sexualmördern und anderen Tätern. Wir schauen in ihr Innerstes und wir besuchen sie im Knast. Wir fragen uns: Wie entstehen „Monster“? Gibt es kaltblütige Killer wirklich, oder sind sie Opfer der Umstände? Müssen Täter pädophil sein, um sich an Kindern zu vergehen? Was steckt hinter den Fällen Fritzl und Kampusch, und waren das grausige Ausnahmen?

Meine Meinung:
Ich bin ein großer Fan von True Crime Serien. „Snapped“, „Als Mörder geboren?“, „Anwälte der Toten“, da gibt es ja mittlerweile so viel. Ganz besonders mag ich „Medical Detectives“. Hier habe ich auch zum ersten Mal Mark Benecke gesehen.

Als ich mich vor kurzem durch Instagram gescrollt habe, ist mir ein Post von Elisabeth.Amalie ins Auge gesprungen. Hier hat sie das Buch „Aus der Dunkelkammer des Bösen“ vorgestellt.

Ich wusste gar nicht das Herr Benecke auch Bücher schreibt.
Nun war ich natürlich total neugierig und musste mir das Buch sofort kaufen.
Elisabeth Amalie’s Buchreview könnt ihr gerne hier nachlesen >>KLICK<<

In diesem Buch werden verschiedene Themenkomplexe und Untersuchungen dargestellt. Hierbei übernimmt Mark den forensischen Part und Lydia den psychologischen Aspekt.

In insgesamt 11 Kapitel beschäftigen wir uns mit sehr interessanten Fällen.
Kapitel 1 – Hitlers Zähne
Kapitel 2 – In Kopf und Knast bei Getriebenen
Kapitel 3 – Sherlock Holmes reloaded: Auf der Suche nach der psychischen Störung
Kapitel 4 – Pädophilie
Kapitel 5 – Das „Heranzüchten“ einer Ehefrau – wie aus Kindesmissbrauch Gefangenschaft wird
Kapitel 6 – Was geht vor in Vergewaltigern und Sexualmördern
Kapitel 7 – Mord im Dachstuhl
Kapitel 8 – Mord unter Nachbarn
Kapitel 9 – Nekrophilie: Lust an Leichen
Kapitel 10 – Übersinnliche Ermittlungen
Kapitel 11 – Mord, Lust und Mordlust

Auch wenn das Buch überwiegend sachlich gehalten ist, verzichten die beiden Autoren, zum Glück, auf Fachbegriffe. Also gut verständlich für jedermann.

Kriminalbiologie finde ich super spannend. Wahnsinn was es da heute alles für Möglichkeiten gibt. Leider kam mir die Forensik in diesem Buch etwas zu kurz. Wortführer war überwiegend Lydia. Es geht also mehr um die Psychologie. Schade eigentlich, aber trotzdem super spannend.

Was bewegt einen Menschen dazu fürchterliche Taten zu begehen?

Wir erhalten Einblicke hinter die Fassade von Serienkillern, Vergewaltigern, Pädophilen, etc.. Wie wird man zum Psychopathen und was geht in einem solchen vor?

Es ist interessant die Arbeit eines Psychologen genauer zu betrachten und dabei mehr von der Gedankenwelt eines Psychopathen zu erfahren. Es wurden einige Interviews eingebaut, die auch das Leid hinter manchen Taten greifbar machen.

Ein sehr wichtiges Thema ist auch die Prävention. Was kann man tun um unerwünschte Ereignisse abzuwenden? Vorkehrungen treffen, dass es erst gar nicht zu einer Straftat kommt. Die persönliche Verantwortung eines jeden ist hier sehr wichtig. Gerade im Kapitel „Pädophilie“, wird anschaulich aufgezeigt, woran es oft hakt und wo man ansetzen könnte.

Sehr berührt hat mich auch das Thema zur „blinden Justitia“ Es ist eine Sache über Fehlurteile zu reden, eine ganz andere Sache aber wenn wir über Menschen sprechen, die einer evtl. Fehlentscheidung der Justiz zum Opfer gefallen sind.

Im Kapitel: Mord unter Nachbarn geht es um einen evtl. Justizirrtum. Doch ist ein Urteil erstmal rechtskräftig, was bleiben da noch für Möglichkeiten. Es gibt meist niemanden mehr, der sich zuständig fühlt und Spuren sind entweder verschwunden oder juristisch abgehakt.

Schmunzeln musste ich beim Kapitel: Übersinnliche Ermittlungen. Da war ich wirklich gespannt, was Herr Benecke hier zu berichten hat. Er hat einem sogenannten „Medium“ Fotos von Tatorten oder vermeintlichen Tatorten geschickt und war gespannt was sie zu den Ermittlungen beitragen könnte. Was haben die Toten ihr berichtet? Schmunzel, schmunzel…lest selbst!

Fazit:
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Thematik ist echt heftig. Ich lese zwar sehr gerne Thriller und es kann gar nicht blutig genug sein, aber der Unterscheid ist, hier haben wir es mit Kriminalfällen zu tun, die sich wirklich ereignet haben.

Irritiert hat mich manchmal der Wechsel von forensischer zu plötzlich psychologischer Betrachtung und wieder zurück, aber das hat meinen Lesefluss nicht weiter behindert. Ich möchte auf jeden Fall noch mehr von Mark und auch von Lydia lesen und irgendwann hoffe ich, dass ich Herrn Benecke auch mal live erleben kann.

Andreas Winkelmann: Blinder Instinkt

Ein entführtes Mädchen, ein trauernder Bruder, ein eiskalter Psychopath …

Er sieht dich, er jagt dich, er lässt dich nie mehr fort

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Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 416 Seiten
erschienen: Dezember 2018
Genre: Psychothriller
Preis: 10,00 €
Bestellbar: hier

Autor:
Andreas Winkelmann, geboren 1968, entdeckte schon früh seine Leidenschaft für unheimliche Geschichten. Er war unter anderem Soldat, Sportlehrer und Taxifahrer, hielt es aber in keinem Job lange aus und blieb nur dem Schreiben treu. »Der menschliche Verstand erschafft die Hölle auf Erden, und dort kenne ich mich aus«, beschreibt er seine Faszination für das Genre des Bösen. Er lebt heute mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldesrand nahe Bremen.

Klappentext:
Ein heißer Sommertag. In einem verwilderten Garten sitzt ein junges Mädchen auf einer Schaukel. Alles rundherum leuchtet in strahlenden Blütenfarben, doch das Mädchen nimmt nichts davon wahr, es ist blind. Dafür spürt es ganz deutlich, dass sich ihm jemand nähert, jemand, von dem etwas zutiefst Böses ausgeht. Es versucht noch wegzulaufen – vergeblich … Jahre später wird Kommissarin Franziska Gottlob zu einem Wohnheim für Kinder gerufen. Wieder ist ein junges Mädchen verschwunden. Das Kind ist blind. Und vom Täter fehlt jede Spur.

Meine Meinung:
Ein kleines Mädchen ist aus einem Heim verschwunden. Sarah ist 8 Jahre alt und blind. Als sie wieder zu sich kommt befindet sie sich an einem Ort der mir die Haare zu Berge stehen lässt. Ein absoluter Alptraum.

Kriminalkommissarin Franziska Gottlob verbringt gerade ein Wochenende bei ihren Eltern, als sie der Anruf erreicht. Sofort nimmt sie die Ermittlungen auf.

Zeitgleich steht der Boxchampion Max Ungemach vor einem wichtigen Kampf. Doch Max ist unkonzentriert. Auf seiner Schulter spürt er eine kleine, unsichtbare Hand. Die Hand seiner kleinen Schwester Sina, die vor zehn Jahren spurlos verschwunden ist. Er schickt seinen Gegner zwar auf die Matte, aber die Erinnerungen an Sina, die heute stärker sind als sonst lassen ihn nicht mehr zur Ruhe kommen.

Ein paar Tage später erhält er einen Anruf von Franziska Gottlob. Sie bittet ihn um ein persönliches Gespräch, denn sie hat Parallelen zwischen ihrem aktuellen Fall und dem von Max’s Schwester festgestellt und hofft auf seine Hilfe.

Sofort sind die beiden sich sympathisch. Franziska löst in Max mehr denn je den Wunsch aus, endlich zu erfahren was damals mit seiner Schwester passiert ist und hofft auf seine langersehnte Rache an dem Menschen, der sein Leben und das seiner Schwester zerstört hat. Und so macht auch Max sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Was sowohl Max als auch Franziska völlig unterschätzen, ist, mit wem sie es zu tun haben.

Schnell erfahre ich wer der Täter ist. Es gefällt mir natürlich auch wenn er mir bis zum Ende verborgen bleibt, aber hier fand ich es trotzdem sehr spannend, ihn plötzlich zu kennen und so auch ganz anders wahrzunehmen.

Wird Franziska ihn auch entlarven? Und wird sie die kleine Sarah lebend finden?

Dieses Buch ist sehr nervenaufreibend gestaltet. Wenn ich an die kleine Sarah denke und was sie für schreckliche Dinge durchmachen muss, ohne sehen zu können, was für Gefahren ihr drohen. Doch darauf möchte ich nicht weiter eingehen, denn den „Wald der tausend ….“, werdet ihr selber kennen lernen wenn ihr das Buch lest.

Die Protagonisten wurden liebevoll gezeichnet. Man lernt die Gefühlswelten der Vergangenheit und Gegenwart kennen. Max ist mir dabei besonders ans Herz gewachsen. „Kannst du mir die Sonne beschreiben?“ Max kann es und hat mich damit zu Tränen gerührt. Seine Geschichte hat mir sogar mehr als einmal Tränen in die Augen getrieben. Das passiert mir bei einem Thriller eigentlich nicht. Seit 10 Jahren leidet er schon unter dem Verlust seiner Schwester und wird von Selbstvorwürfen zerfressen. Und auch die Kriminalkommissarin Franziska war mir super sympathisch.

Das Buch ist nichts für schwache Nerven. Besonderst nicht, wenn man mit gewissen Phobien zu kämpfen hat. Noch heute muss ich ständig darüber nachdenken was ich da gelesen habe. Echt toll! Das Ende war dann nochmal sehr rasant und auch unheimlich emotional. Es war zwar auch sehr kurz, doch im Epilog erfahre ich alles was ich noch wissen musste.

Fazit:
Ein perfekter Psychothriller, über den ich heute noch nachdenken muss. Herr Winkelmann versteht es, Psychothriller so zu gestalten, dass sie den Leser nicht mehr loslassen. Ein Thriller der mir richtig unter die Haut ging.

„Blinder Instinkt“ ist das vierte Buch, welches ich von Andreas Winkelmann gelesen habe und es ist bisher das Beste von allen. Absolute Leseempfehlung!!!

Andreas Winkelmann: Bleicher Tod

Sie dachten, der Tod wäre das Schlimmste. Sie haben sich getäuscht.

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Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 384 Seiten
erschienen: Dezember 2018
Genre: Psychothriller
Preis: 10,00 €
Bestellbar: hier

Autor:
Andreas Winkelmann, geboren 1968, entdeckte schon früh seine Leidenschaft für unheimliche Geschichten. Er war unter anderem Soldat, Sportlehrer und Taxifahrer, hielt es aber in keinem Job lange aus und blieb nur dem Schreiben treu. »Der menschliche Verstand erschafft die Hölle auf Erden, und dort kenne ich mich aus«, beschreibt er seine Faszination für das Genre des Bösen. Er lebt heute mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldesrand nahe Bremen.

Klappentext:
Ein junges Mädchen, allein, gefangen in der Dunkelheit. Sie ahnt, dass ihr Leben bald vorbei sein wird – nur um festzustellen, dass es schlimmere Dinge gibt als zu sterben … Derweil erfährt Kriminalkommissarin Nele Karminter von einer erschreckenden Studie: Einer von fünfundzwanzig Menschen hat kein Gewissen, ist ein potentieller Psychopath. Eine Erkenntnis, die sich für Nele bald in blutige Praxis verwandeln wird. Denn kurz darauf wird sie zu einem Tatort gerufen – und zu der grausam entstellten Leiche eines jungen, seltsam bleichen Mädchens …

Meine Meinung:
Vor 2 Jahren habe ich „Tief im Wald und unter der Erde“ von Andreas Winkelmann gelesen. Mir war gar nicht bewusst, dass es sich bei „Bleicher Tod“ um eine Fortsetzung handelt. Um so mehr habe ich mich gefreut von den bereits bekannten Protagonisten zu lesen.

Die junge Frau Miriam Singer ist mit dem Auto auf dem Heimweg und muss aufgrund plötzlicher Halluzinationen anhalten. Als ein fremder Mann ihr Hilfe anbietet, zögert sie zunächst, doch dann geht alles ganz schnell und sie findet sich auf der Rückbank seines Autos wieder.

Aber so einfach macht es Miriam ihrem Entführer nicht und ihr gelingt tatsächlich die Flucht. Beschreiben kann sie ihren Angreifer nicht, aber dafür die örtlichen Begebenheiten. Die Ermittlerin Anou überprüft die Angaben und fährt zu einem ehemaligen Schweinemastbetrieb. Dort entdeckt sie in einem leeren Schweinestall eine grauenhaft entstellte Leiche.

Ist das ein Zufall? Handelt es sich bei dem Entführer und dem Mörder um ein und dieselbe Person?

Das Ermittlerteam Nele Karminter und Anouschka Rossberg stehen vor einem Rätsel. Es beginnen sehr spannende Ermittlungen, die viel Grauen zum Vorschein bringen.

Neben Nele und Anou kommt auch der Privatermittler Alexander Seitz zum Einsatz. Er wurde beauftragt ein verschwundenes Mädchen zu finden.

Während des Lesens bekommt man Einblicke in die verschiedenen Perspektiven. Am Anfang lassen sich absolut keine Zusammenhänge erkennen. Doch so nach und nach wird klar, wie alles miteinander verbunden ist.

Auch mit dem Mörder haben wir schon frühzeitig Kontakt. Ein absolut gestörter Typ. Ich weiß, dass er verheiratet ist und seine Frau nicht gut behandelt, aber ansonsten bleibt mir sein Name bis zum Schluss verborgen.

Wie erkennt man eigentlich einen Psychopathen, wenn er einem auf der Straße, bei der Arbeit oder woanders begegnet?

Für die Kriminalkommissarin Nele Karminter ist das ein sehr wichtiges Thema, denn sie hat tagtäglich mit solch kranken Menschen zu tun. Sie nimmt an einem Seminar bei der Fallanalytikerin Dr. Sternberg teil, wo es genau darum geht. Einer von 25 Menschen ist laut Dr. Sternberg ein Psychopath. Doch wie findet man diesen einen Menschen? Für mich eine absolut gruselige Vorstellung, denn wenn ich die Einwohnerzahl meines Wohnortes nehme, dann befänden sich darunter 273 Psychopathen. Unvorstellbar.

Ich habe schon ein paar Bücher von Herrn Winkelmann gelesen und mag seinen Schreibstil.

Für mich bietet dieses Buch alles was ein guter Thriller braucht.

Die Spannung wird durch viele Perspektivwechsel noch interessanter. Leider waren diese Wechsel nicht gekennzeichnet und so war mir nicht immer direkt klar, wer gerade mit mir spricht, oder wo ich mich als Leser gerade befinde. Aber spätestens nach ein paar Sätzen waren diese kleinen Stolpersteine aus dem Weg geräumt und somit hat es mich nicht weiter gestört.

Fazit:
Ein gelungener Psychothriller, der mir unterhaltsame Lesestunden bereitete. Eine gut durchdachte Story mit toll dargestellten Protagonisten. Nun freue ich mich auf „Blinder Instinkt“.

Rhena Weiss: Gottes rechte Hand

Ein Killer, der seine Opfer mit göttlicher Rache straft, hält Wien in Atem

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Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 416 Seiten
erschienen: August 2017
Genre: Psychothriller
Preis: 9,99€
Bestellbar: hier

Autorin:
Rhena Weiss, Jahrgang 1969, lebt mit ihrer Familie in Niederösterreich. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet sie als Sozialpädagogin in Wien. Im Mittelpunkt ihrer Psychothriller-Reihe, die mit dem furiosen Auftakt »Das Böse in euch« begann, steht die Wiener LKA-Ermittlerin Michaela Baltzer.

Klappentext:
Wien: Innerhalb kurzer Zeit werden zwei Männer auf höchst brutale Weise getötet. Michaela Baltzer und ihr Team vom LKA tappen zunächst im Dunkeln. Doch dann begreifen sie, dass der Mörder eine Art Gottesurteil vollzogen hat. Im Laufe der Ermittlungen zeigt sich das ganze Ausmaß der Mordserie, denn es gehen noch mehr Tote auf das Konto des Täters. Bald weiß Michaela nicht mehr, wem sie trauen kann, denn alle Fäden scheinen bei Bernd Dalisch, dem neuen Kriminalpsychologen des LKA, zusammenzulaufen. Um den Killer zu finden, muss Michaela ihre Prinzipien über Bord werfen und sogar den verurteilten Psychopathen Kilian Weilmann um Hilfe bitten …

Meine Meinung:
Nachdem ich den 1. und 3. Teil der Reihe um Michaela Baltzer schon gelesen habe, durfte der 2. Teil natürlich nicht fehlen.

Michaela ist Kriminalbeamtin des LKA Wien. Zu ihrem Team zählen die resolute Doris und der stille Vincent. Die drei sind wirklich ein toll gezeichnetes Team und ergänzen sich hervorragend. In ihrem neusten Fall müssen sie den Mörder von sehr mysteriösen, grauenvollen Todesfällen finden.

Rhena Weiss steigt im Prolog direkt mit einem grausamen Mord ein. Mein Gott, sowas wünsche ich keinem. Das nächste Opfer lässt auch gar nicht lange auf sich warten. Ein unbekannter Toter wurde in einer Kleingartenanlage aufgefunden. Er kam durch unzählige Wespenstiche ums Leben. Kurze Zeit später reiht sich noch eine Brandleiche zu den Opfern.

Während Michaela mit Hochdruck ermittelt, wird klar, dass ein Serienmörder hinter den grausam verübten Taten steckt. Es handelt sich um eine Art Rachefeldzug und der Täter handelt im Namen Gottes. Doch was verbindet die Toten und was ist das Motiv des Täters?

Die Ermittlungen gehen sehr schleppend voran, doch so nach und nach führen die Spuren bei einem Menschen zusammen, der Michaela sehr nahe steht und sie fürchtet um sein Leben.

„Gottes rechte Hand“ ist ein sehr spannender Thriller. Rhena Weiß bettet das Thema häusliche Gewalt gekonnt in ihren Thriller ein und vermittelt mir wie schwer es vielen Frauen fällt, ihre gewalttätigen Männer zu verlassen und sich Hilfe zu holen.

Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen. Das finde ich immer toll, denn das lockert die Storys auf und lässt keine lange Weile aufkommen. So kommt neben der Kriminalbeamtin Michaela auch die „rechte Hand Gottes“ zu Wort und schildert, warum und wie sie die Taten begeht.

Obwohl ich recht früh ahnte, wer hinter den Taten steckt, konnte ich mir bis zum Schluss nicht ganz sicher sein, denn es gibt einige Personen, die ein Motiv hätten.
Diesmal hat sich mein Verdacht aber mal bestätigt.

Fazit:
Eine ungewöhnliche Mordserie, spannende Ermittlungen und interessante Schicksale der Protagonisten haben mich total an dieses Buch gefesselt. Es ist Opfern häuslicher Gewalt gewidmet. Dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch und wurde super in die Story integriert. Ich mag die Bücher von Rhena Weiss und empfehle sie euch gerne weiter. Lest die Bücher aber in der richtigen Reihenfolge, damit euch kein Vorwissen fehlt. Ich war wieder absolut begeistert und hoffe auf noch weitere Fälle mit Michaela Baltzer.