Lisa Genova: Der Liebe eine Stimme geben

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Verlag: Bastei Lübbe
Taschenbuch mit 349 Seiten
erschienen: August 2015
Genre: Beziehungsroman
Preis: 9,99€
Bestellbar: hier

Autorin:
Nach ihrem Psychologiestudium hat Lisa Genova an der Universität Harvard in Neurowissenschaft promoviert. Ihr Debütroman, „Mein Leben ohne Gestern“, zunächst im Eigenverlag veröffentlicht, hat sich inzwischen zu einem internationalen Bestseller entwickelt, stand lange auf der New-York-Times-Bestsellerliste und wurde von Lesern und Rezensenten begeistert aufgenommen. Die Autorin schreibt bereits an ihrem zweiten Roman.

Klappentext:
Nachdem ihr autistischer Sohn Anthony im Alter von acht Jahren starb, hat sich Olivia auf die Insel Nantucket zurückgezogen. Vergeblich versucht sie, einen Sinn in Anthonys viel zu kurzem Leben zu finden. Durch Zufall begegnet sie Beth, die ebenfalls einen schmerzhaften Verlust erlitten hat und durch das Schreiben eines Romans beginnt, neuen Lebensmut zu fassen. Als Olivia Beth‘ Roman in den Händen hält, kann sie nicht fassen, was sie liest: Es ist die Geschichte eines autistischen Jungen – Anthonys Geschichte. Ihr geliebter Sohn, der sein Leben lang keine Stimme hatte, scheint durch Beth‘ Roman zu ihr zu sprechen …

Ich habe gelesen:
Die Geschichte von Genova spielt auf einer kleinen, verschlafenen Insel namens Nuntucket. Hier leben unsere zwei Hauptprotagonisten Beth und Olivia, die jede für sich mit ihren Problemen zu kämpfen haben.

Olivia versucht nach dem Tod ihres autistischen Sohnes Anthony und der Trennung von ihrem Mann ihr Leben neu zu ordnen. In diesem Handlungsstrang bekommen wir Einblicke in ein Tagebuch, welches Olivia an Anthony geschrieben hat. Das hat mich wirklich sehr bewegt. Sie entdeckt die Fotografie für sich als Heilmittel und lernt bei einem Fotoshooting Beth kennen.

Beth ist verheiratet und hat 3 Töchter. Soweit scheint alles in Ordnung zu sein, bis sie erfährt, dass ihr Mann eine Affäre hat. Nach der Trennung von Ehemann Jimmy versucht auch Beth ihr Leben neu zu gestalten. Sie möchte sich einen lang ersehnten Traum erfüllen und beginnt ein Buch zu schreiben. Inspiriert hat Sie eine Begegnung am Strand mit einem autistischen Jungen. Während Beth an ihrem Roman arbeitet lernt der Leser die Gedankenwelt des stummen, autistischen Jungen kennen, über den es in Beths Roman geht. An das Thema Autismus und die Gründe für dieses andersartige Verhalten dieser Menschen wird der Leser auf eine liebevolle Weise herangeführt.

Nachdem Olivia die Familienfotos von Beth und ihren 3 Töchtern geschossen hat bittet Beth Olivia ihr Manuskript zu lesen wenn es fertig ist und ihr ihre Meinung dazu mitzuteilen. Zu diesem Zeitpunkt hat Beth natürlich keine Ahnung, wie sehr sie mit ihrem Manuskript das Leben von Olivia verändern wird, denn seit dem Tod ihres Sohnes quält sie sich mit der Frage nach dem Sinn in Anthonys viel zu kurzem Leben?

Als Olivia Beth’s Manuskript liest, wird ihr schlagartig klar, dass Beth in ihrem Roman Anthony eine Stimme gegeben hat und seine Botschaft trifft sie mitten ins Herz.

Das Buch liest sich sehr flüssig und die wechselnde Perspektive zwischen den Hauptfiguren ist der Autorin sehr gut gelungen. Anfangs hatte ich ein wenig Probleme richtig in diese Geschichte einzutauchen, da es eigentlich nicht mein Genre ist, aber ungefähr ab der Hälfte konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.

Die Ausschnitte aus Beths Roman und der Tagebücher von Olivia haben super in die Geschichte gepasst und meiner Meinung nach das Buch noch ein wenig aufgelockert. Die beiden Handlungsstränge fügen sich am Ende wunderbar zusammen und die Autorin hat hier einen wirklich tollen Roman zu Papier gebracht.

Besonders berührend fand ich den Epilog. Absolut toll und Emotional.

Fazit:
Dieses Buch ist nicht ganz so mein Genre, aber ungefähr ab der Hälfte des Buches konnte mich die Geschichte doch sehr packen. Ich war sehr gerührt und ergriffen. Ich durfte Autismus von einer ganz anderen, positiven Seite kennen lernen.

Ethan Cross: Ich bin der Zorn

Mein Zorn ist gewaltig. Er bringt den Tod. Auch dir.

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Verlag: Bastei Lübbe
Format: Taschenbuch
Seiten: 495
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-404-17421-8
Preis: 10,90 €
Bestellbar: hier

Autor:
Ethan Cross ist das Pseudonym des amerikanischen Thriller-Autors, der eigentlich Aaron Brown heißt. Schon immer war er fasziniert von Geschichten und wusste bereits früh, dass er Schriftsteller sein will. Bereits zu Schulzeiten schrieb er ein komplettes Drehbuch und versuchte auch in der Filmindustrie Fuß zu fassen. Doch seine Liebe zur Musik war damals stärker. Er lebte diesen Traum als Sänger und Gitarrist, doch das Schreiben ließ ihn nie los.
Seinen ersten Thriller „The Shepherd“ veröffentlicht er schließlich 2011. Zwei Jahre später erscheint das Buch in Deutschland unter dem Titel „Ich bin die Nacht“. Damit beginnt eine erfolgreiche Thriller-Reihe um die ungleichen Protagonisten Francis Ackerman junior und Marcus Williams.
Ethan Cross lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Illinois, USA.

Klappentext:
In einer Strafanstalt in Arizona ereignet sich ein blutiger Amoklauf. Scheinbar wahllos erschießt ein Gefängniswärter mehrere Menschen. Zu seinem Motiv schweigt er. Das ruft Bundesermittler Marcus Williams auf den Plan. Rasch findet er heraus, dass der Wärter von einem psychopathischen Killer erpresst wurde, der sich selbst Judas nennt. Um die Identität des Judaskillers aufzudecken, tut Marcus sich erneut mit seinem Bruder Francis Ackerman junior zusammen, dem berüchtigtsten Serienkiller der Gegenwart:  Marcus ermittelt außerhalb der Gefängnismauern, Ackerman junior undercover unter den Häftlingen. Was beide nicht ahnen: Der Judaskiller verfolgt weitaus größere Ziele als nur ein paar Morde …

Meine Eindrücke:
Dies ist der 4. Band der Shepherd-Reihe um den Serienkiller Francis Ackerman jr.

Band 1: Ich bin die Nacht
Band 2: Ich bin die Angst
Band 3: Ich bin der Schmerz

Trotz, dass mir die Vorgänger-Bände nicht bekannt und die Charaktere für mich völlig neu sind, bin ich überraschend gut in die Geschichte eingestiegen und hatte keine Probleme mit Wissenslücken. Dennoch bin ich nach diesem Band gewillt die Vorgänger zu lesen, um noch mehr über die Protagonisten zu erfahren.

Das Gefängnis der Zukunft:
Die „Bewohner“ können in diesem Gefängnis frei agieren. Ein ausgeklügeltes Computersystem sorgt hier für Ordnung und hat jeden im Blick. Das System funktioniert und alle halten sich an die Regeln.

Plötzlich läuft alles aus dem Ruder. Gefängniswärter Jerry Navarro wird vom sogenannten Judas-Killer erpresst und erschießt 4 Menschen. Die Sheperd Organization, unter der Leitung von Special Agent Marcus Williams, nehmen die Ermittlungen auf.

Marcus entschließt sich den gefährlichsten Serienkiller der Gegenwart Francis Ackerman jr., seinen eigenen Bruder, in die Ermittlungen einzubeziehen. Er soll undercover unter den Häftlingen recherchieren und Informationen sammeln.

Bald ist gewiss, dass der Judas-Killer nicht einfach nur mordet, sondern ein größeres Ziel verfolgt. Ich erhalte immer wieder Einblicke in das Tagebuch des Judas-Killer und bin entsetzt. Ein Charakter mit tiefen Abgründen, der bis zum Ende ein Phantom bleibt.

Aber nicht nur der Judas-Killer ist eine interessante Figur, sondern auch Francis Ackerman jr. Trotz des Bösen, das in ihm verborgen ist, war er mir unheimlich sympathisch. Durch seine überhebliche Art und seine Intelligenz sorgt er für die eine oder andere amüsante Szene. Hier hat Ethan Cross einen wirklich tollen Charakter geschaffen.

Fazit:
Ich bin der Zorn ist ein rasanter, actionreicher, extrem spannender und abwechslungsreicher Thriller. Der Schreibstil ist einfach, fesselnd und flüssig, allerdings nichts für schwache Nerven, da es ein sehr blutiger Thriller ist.

Ich gebe eine absolute Leseempfehlung und bin nun auch auf die Vorgänger gespannt.

Cody Mcfadyen: Die Stille vor dem Tod

Nicht jeder ist dazu geschaffen, ströme von Blut zu vergießen.

Ich schon.

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Verlag: Bastei Lübbe
Format: Hardcover
Seiten: 478
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-7857-2566-5
Preis: 22,90 €
Bestellbar: hier

Autor:
Cody Mcfadyen wurde 1968 in Fort Worth, Texas (USA) geboren. Er wuchs in mehr als einfachen Verhältnissen auf, fühlte sich in der Schule unterfordert und interessierte sich bereits in seiner Kindheit für das Schreiben. Seine Bücher sind im deutschsprachigen Raum sehr beliebt und seine Fan-Gemeinde hierzulande ist rasant gewachsen.
Cody Mcfadyen lebt zurückgezogen und schreibt seine Bücher gern in einer privaten und häuslichen Umgebung. Er ist zum zweiten Mal verheiratet, Vater einer Tochter und lebt mit seiner Familie in Südkalifornien.

Klappentext:
An einem kalten Oktobertag werden Smoky Barrett und ihr Team nach Denver, Colorado, gerufen. Im Haus der Familie Wilton ist Schreckliches geschehen: Die gesamte fünfköpfige Familie wurde ermordet, und der Täter hat durch eine mit Blut geschriebene Botschaft Smoky mit der Lösung des Falles beauftragt. Doch das Unheil ist weit größer, denn die Wiltons sind nicht die einzigen Opfer. Insgesamt drei Familien wurden in der gleichen Nacht und in unmittelbarer Nähe voneinander getötet. „Komm und lerne“, lautet die Botschaft an Smoky. Es wird ein grausamer Lernprozess, das Böse in seiner reinsten Form, in seiner tiefsten Abgründigkeit  zu spüren. Smoky gelangt an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Und weit darüber hinaus.

Meine Meinung:
Ich bin ein großer Fan von Cody Mcfadyen und habe auch alle seine Bücher gelesen. Natürlich auch die ersten 4 Teile der Smoky Barrett Reihe. Für mich gab es deshalb auch keine Frage, ob ich mir das 5. Buch auch zulegen soll, denn schon die ersten habe ich förmlich verschlungen.

Die Stille vor dem Tod:
Im ersten Teil des Buches passiert unheimlich viel Grausames auf einmal. Eine Katastrophe jagt die nächste und man kann kaum Luft holen. Für schwache Nerven ist dieses Buch nichts, denn die Verbrechen die hier im Detail beschrieben werden, kann man sich gar nicht vorstellen.

Irgendwie lässt aber die Spannung nach einer Weile nach. Es gab auf einmal so viele Konstruktionen, dass ich das Gefühl hatte, dass ich die Zusammenhänge nicht verstehe und mir etwas wichtiges entgeht.

Auch Smoky hat mir in diesem Buch nicht so recht gefallen. Kennen wir Sie doch aus den ersten Teilen als Powerfrau die nichts umhaut. Hier wirkt sie eher wie eine gebrochene Frau.

Ich kann jetzt nicht direkt sagen, dass dieses Buch schlecht ist, aber umgehauen hat es mich nicht. Wer die ersten Teile nicht kennt wird sicher begeistert sein, aber wer Smoky’s Geschichte verfolgt hat geht mit einer anderen Erwartunghaltung ran. Meine Erwartung hat dieses Buch leider nicht ganz erfüllt.

Auch das Ende hat mich ein wenig ratlos zurück gelassen, denn wirklich aufgeklärt wurde nur ein kleiner Teil von vielen Verbrechen. Das lässt mich aber auf einen 6. Teil hoffen, der dann hoffentlich wieder die gewohnte Stärke von Mcfadyens Büchern hat.

Fazit:
Wie lange habe ich auf die Fortsetzung der Smoky Reihe gewartet. Und nun war es endlich soweit und schwupp habe ich das Buch auch schon wieder durch und warte wieder gespannt auf die Fortsetzung, denn das Ende des fünften Teil lässt auf einen sechsten hoffen.

Sebastian Fitzek: Das Joshua-Profil

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Verlag: Bastei Lübbe
Format: Hardcover
Seiten: 430
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-7857-2545-0
Preis: 19,99 €

Bestellbar: hier

Autor:
Sebastian Fitzek, Jahrgang 1971, geboren in Berlin, entschied sich nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Promotion zum Dr. jur. gegen einen juristischen Beruf und für eine kreative Tätigkeit in den Medien. Nach dem Volontariat bei einem privaten Hörfunksender wechselte er als Unterhaltungschef und später als Chefredakteur zur Konkurrenz und machte sich danach als Unternehmensberater und Formatentwickler für zahlreiche Medienunternehmen in Europa selbständig. Er lebt in Berlin, wo er derzeit in der Programmdirektion eines großen Hauptstadtsenders tätig ist.

Klappentext:
Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß … im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.

 

Meine Eindrücke:
Die Hauptfigur Max Rhode ist im Thriller „Das Joshua-Profil“ nicht nur eine erfundene Person, sondern der Autor des Buches „Die Blutschule“. Da hat sich Herr Fitzek wieder was tolles einfallen lassen. Ich habe auf Empfehlung den Thriller „Die Blutschule“ zuerst gelesen und bin froh darüber, dies getan zu haben, denn so hatte ich eine andere Verbindung zu unserem Protagonisten.

Max wird von einem ihm unbekannten Mann ins Krankenhaus gebeten. Dieser Mann ist komplett entstellt, da er verbrannt ist und es scheinen auch die letzten Atemzüge zu sein. Der unbekannte Mann erzählt nicht viel, doch was er sagt gibt Rätsel auf und wird von unserem Protagonisten zunächst nicht Ernst genommen.

„Sie sind von Joshua ausgewählt wurden. Bitte machen sie sich nicht strafbar.“

Der Einstieg in die Geschichte ist sehr rasant und rätselhaft. Max ist mit den Geschehnissen total überfordert und stürzt von einer Katastrophe in die Nächste. Doch warum? Was hat Max getan, das jemand sein Leben so zerstören will? Oder ist es gar Max selber, der einfach nur verrückt geworden ist?

Was treibt einen Mann, der sich bisher nichts hat zu schulden kommen lassen, dazu mit einer Handgranate aus einem Krankenhaus zu stürmen und sich auch noch eine Geisel zu schnappen?

Das alles hat etwas mit seiner Pflegetochter Jola zu tun, die er abgöttisch liebt und für die er sein Leben auf’s Spiel setzen würde.

Doch was ist mit Jola passiert und wo ist sie?

Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Jeder Protagonist berichten aus ihrer/ seiner jeweiligen Situationen heraus. Damit ergibt sich ein interessantes Zusammenspiel der Charaktere. Das erhöht das Verständnis für die Handlungen der einzelnen Personen und gestaltet die Story vielschichtiger.

Besonders angetan war ich von dem Grund dieser ganzen Misere in die Max hineingeraten ist. Datenspuren im Internet und ihre Folgen.

Kaum jemand macht sich Gedanken über die eigene Nutzung des Internet. Da wird hier bestellt und dort nach bestimmten Themen gesucht, die einen interessieren. Überall hinterlassen wir  Datenspuren. Ich finde es wirklich erschreckend. Ich suche einen bestimmten Schuh im Netzt und probt bekomme ich Tage später auf sämtlichen Internetseiten genau diesen Schuh angeboten. Gruselig ist das.

In diesem Buch seht Ihr, was mit solchen Datenspuren aus einem Menschen werden kann.

Fazit: 
Sebastian Fitzek gehört schon seit einiger Zeit zu meinen Lieblingsautoren, denn er schafft es immer wieder mich in seinen Büchern zu überraschen. Auch hier hat er es wieder geschafft. „Das Joshua-Profil“ war nicht nur unheimlich spannend, es sind auch Botschaften zu aktuellen Themen enthalten, über die wir alle nachdenken sollten. Zum Beispiel das Thema Pädophilie und Predictive Policing.

Absolute Weiterempfehlung!!!

Nun ist der Passagier 23 an der Reihe…ich bin gespannt!

Max Rhode: Die Blutschule

Eine unbewohnte Insel im Storkower See

Eine Holzhütte, eingerichtet wie ein Klassenzimmer

Eine Schule mit den Fächern: Fallen stellen. Opfer jagen. Menschen töten.

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Verlag: Bastei Lübbe
Format: Taschenbuch
Seiten: 255
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-404-17267-2
Preis: 12,99 €

Bestellbar: hier

Autor:
Der Berliner Autor hat als Gerichtsreporter gearbeitet, bevor er mit „Die Blutschule“ seinen ersten Roman schrieb. Er lebt sehr zurückgezogen im Südwesten der Hauptstadt. Da er der digital vernetzten Welt kritisch gegenübersteht, findet man ihn weder auf Facebook noch Twitter.

Klappentext:
Die Teenager Simon und Mark können sich keinen größeren Horror vorstellen, als aus der Metropole Berlin in die Einöde Brandenburgs zu ziehen. Das Einzige, worauf sie sich freuen, sind sechs Wochen Sommerferien, doch auch hier macht ihnen ihr Vater einen Strich durch die Rechnung. Er nimmt sie mit auf einen Ausflug zu einer ganz besonderen Schule. Gelegen mitten im Wald auf einer einsamen Insel. Mit einem grausamen Lehrplan, nach dem sonst nur in der Hölle unterrichtet wird …

Meine Eindrücke:
Die Familie Zambrowski zieht aufs Land nach Brandenburg in die Nähe des Storkower Sees. Das ist an und für sich nichts Schlimmes, aber für die Brüder Mark und Simon ein absolutes Desaster.

Schon bei Ihrer Ankunft in der neuen Heimat trifft die Familie auf sehr merkwürdige Einwohner und bei der ersten Erkundungstour der beiden Jungs erfahren sie vom sogenannten Stotter-Peter von sehr mysteriösen Vorfällen vor Ort. Angeblich hat das alles etwas mit einem Seelenspiegel zu tun. Mmmmhhhh…..

Simon lernt Sandy kennen, ein Mädchen aus dem Dorf. Sie verhält sich äußerst eigenartig und als sie eines Tages einen Unfall am See erleidet, bei dem Simons und Marks Vater erste Hilfe leistet, geschehen unglaubliche Dinge und Simon traut seinen Augen kaum. Ist doch etwas wahres an der Geschichte dran, die er vom Stotter-Peter erfahren hat?

Die Brüder werden es bald am eigenem Leib zu spüren kriegen. Etwas geschieht mit ihrem Vater und das wird nicht nur ihr Leben verändern. So entwickelt sich die Story zu einer richtigen Horrorgeschichte.

Nach fesselnden 255 Seiten war leider Schluss. Das was ich hier zu lesen bekommen habe ist nicht ohne und hier möchte ich, natürlich ohne zu viel zu verraten besonders auf die letzten Seiten hinweisen, denn sie halten noch eine Überraschung parat.

Es gab viel Kritik zu diesem Buch. Ich kann mich den schlechten Meinungen zu „Die Blutschule“ aber nicht anschließen. Ja…es ist kein typischer „Fitzek“, aber deshalb hat ja dieses Buch auch Max Rhode geschrieben und nicht Sebastian Fitzek.

Es soll sich um den Vorabthriller zu seinem neuen Buch „Das Joshua-Profil“ handeln. Der Clou daran ist, der Schriftsteller Max Rhode ist der Protagonist im Buch „Das Joshua-Profil“.

Fazit: 
Dieser Thriller enthält ein hohes Maß an Spannung, dem ich mich nicht entziehen konnte. Ob Rhode oder Fitzek – völlig egal. Er hat’s einfach drauf! Wieder mal ein super spannendes Buch welches ich bereits nach wenigen Stunden ausgelesen hatte. Das Joshua-Profil liegt schon bereit und ich freue mich darauf die Zusammenhänge der beiden Bücher erleben zu können. Ich weiß zwar noch nicht, inwieweit beide Bücher wirklich zusammenhängen, aber ich bin nun auf jeden Fall mega gespannt.