Mark und Lydia Benecke: Aus der Dunkelkammer des Bösen

Neue Berichte vom bekanntesten Kriminalbiologen der Welt

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Verlag: Bastei Lübbe
Taschenbuch mit 431 Seiten
erschienen: Juli 2013
Genre: True Crime
Preis: 10,00 €
Bestellbar: hier

Autoren:
Dr. Mark Benecke, geb. 1970, Kriminalbiologe, arbeitet als Molekularbiologe und Wirbellosenkundler an rechtsmedizinischen Fragen und der Biologie des Todes, ist Gastdozent und -professor an Universitäten in den USA, den Philippinen, Vietnam und Kolumbien sowie Ausbilder an Polizeiakademien und Gast u. a. an der FBI-Akademie und der „Body Farm“. Mark Benecke lebt und arbeitet in Köln.
Weitere Informationen findet ihr hier.
Lydia Benecke arbeitet als selbstständige Psychologin und als Therapeutin, unter anderem in einer Sozialtherapeutischen Einrichtung des Strafvollzugs mit schweren Straftätern. Sie hält regelmäßig Vorträge für ein breites Publikum und hat ebenfalls bereits mehrere Bücher geschrieben.

Klappentext:
In der Dunkelkammer des Bösen rücken wir ganz nah heran an erstaunliche Verbrechen. Wir treffen auf Killer wie Dr. Holmes, den ersten bekannten Serienmörder der USA. 1893 baute dieser Gaskammer, Krematorium und Präparationstische, um Hunderte von Menschen zu foltern und zu töten.
Wir widmen uns Vergewaltigern, Nekrophilen, Sadisten, Sexualmördern und anderen Tätern. Wir schauen in ihr Innerstes und wir besuchen sie im Knast. Wir fragen uns: Wie entstehen „Monster“? Gibt es kaltblütige Killer wirklich, oder sind sie Opfer der Umstände? Müssen Täter pädophil sein, um sich an Kindern zu vergehen? Was steckt hinter den Fällen Fritzl und Kampusch, und waren das grausige Ausnahmen?

Meine Meinung:
Ich bin ein großer Fan von True Crime Serien. „Snapped“, „Als Mörder geboren?“, „Anwälte der Toten“, da gibt es ja mittlerweile so viel. Ganz besonders mag ich „Medical Detectives“. Hier habe ich auch zum ersten Mal Mark Benecke gesehen.

Als ich mich vor kurzem durch Instagram gescrollt habe, ist mir ein Post von Elisabeth.Amalie ins Auge gesprungen. Hier hat sie das Buch „Aus der Dunkelkammer des Bösen“ vorgestellt.

Ich wusste gar nicht das Herr Benecke auch Bücher schreibt.
Nun war ich natürlich total neugierig und musste mir das Buch sofort kaufen.
Elisabeth Amalie’s Buchreview könnt ihr gerne hier nachlesen >>KLICK<<

In diesem Buch werden verschiedene Themenkomplexe und Untersuchungen dargestellt. Hierbei übernimmt Mark den forensischen Part und Lydia den psychologischen Aspekt.

In insgesamt 11 Kapitel beschäftigen wir uns mit sehr interessanten Fällen.
Kapitel 1 – Hitlers Zähne
Kapitel 2 – In Kopf und Knast bei Getriebenen
Kapitel 3 – Sherlock Holmes reloaded: Auf der Suche nach der psychischen Störung
Kapitel 4 – Pädophilie
Kapitel 5 – Das „Heranzüchten“ einer Ehefrau – wie aus Kindesmissbrauch Gefangenschaft wird
Kapitel 6 – Was geht vor in Vergewaltigern und Sexualmördern
Kapitel 7 – Mord im Dachstuhl
Kapitel 8 – Mord unter Nachbarn
Kapitel 9 – Nekrophilie: Lust an Leichen
Kapitel 10 – Übersinnliche Ermittlungen
Kapitel 11 – Mord, Lust und Mordlust

Auch wenn das Buch überwiegend sachlich gehalten ist, verzichten die beiden Autoren, zum Glück, auf Fachbegriffe. Also gut verständlich für jedermann.

Kriminalbiologie finde ich super spannend. Wahnsinn was es da heute alles für Möglichkeiten gibt. Leider kam mir die Forensik in diesem Buch etwas zu kurz. Wortführer war überwiegend Lydia. Es geht also mehr um die Psychologie. Schade eigentlich, aber trotzdem super spannend.

Was bewegt einen Menschen dazu fürchterliche Taten zu begehen?

Wir erhalten Einblicke hinter die Fassade von Serienkillern, Vergewaltigern, Pädophilen, etc.. Wie wird man zum Psychopathen und was geht in einem solchen vor?

Es ist interessant die Arbeit eines Psychologen genauer zu betrachten und dabei mehr von der Gedankenwelt eines Psychopathen zu erfahren. Es wurden einige Interviews eingebaut, die auch das Leid hinter manchen Taten greifbar machen.

Ein sehr wichtiges Thema ist auch die Prävention. Was kann man tun um unerwünschte Ereignisse abzuwenden? Vorkehrungen treffen, dass es erst gar nicht zu einer Straftat kommt. Die persönliche Verantwortung eines jeden ist hier sehr wichtig. Gerade im Kapitel „Pädophilie“, wird anschaulich aufgezeigt, woran es oft hakt und wo man ansetzen könnte.

Sehr berührt hat mich auch das Thema zur „blinden Justitia“ Es ist eine Sache über Fehlurteile zu reden, eine ganz andere Sache aber wenn wir über Menschen sprechen, die einer evtl. Fehlentscheidung der Justiz zum Opfer gefallen sind.

Im Kapitel: Mord unter Nachbarn geht es um einen evtl. Justizirrtum. Doch ist ein Urteil erstmal rechtskräftig, was bleiben da noch für Möglichkeiten. Es gibt meist niemanden mehr, der sich zuständig fühlt und Spuren sind entweder verschwunden oder juristisch abgehakt.

Schmunzeln musste ich beim Kapitel: Übersinnliche Ermittlungen. Da war ich wirklich gespannt, was Herr Benecke hier zu berichten hat. Er hat einem sogenannten „Medium“ Fotos von Tatorten oder vermeintlichen Tatorten geschickt und war gespannt was sie zu den Ermittlungen beitragen könnte. Was haben die Toten ihr berichtet? Schmunzel, schmunzel…lest selbst!

Fazit:
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Thematik ist echt heftig. Ich lese zwar sehr gerne Thriller und es kann gar nicht blutig genug sein, aber der Unterscheid ist, hier haben wir es mit Kriminalfällen zu tun, die sich wirklich ereignet haben.

Irritiert hat mich manchmal der Wechsel von forensischer zu plötzlich psychologischer Betrachtung und wieder zurück, aber das hat meinen Lesefluss nicht weiter behindert. Ich möchte auf jeden Fall noch mehr von Mark und auch von Lydia lesen und irgendwann hoffe ich, dass ich Herrn Benecke auch mal live erleben kann.

Jenny Blackhurst: Das Böse in deinen Augen

Niemand hat Angst vor einem kleinen Mädchen, oder doch?

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Verlag: BASTEI LÜBBE 
Taschenbuch mit 431 Seiten
Ersterscheinung: April 2018
Genre: Psychothriller
Preis: 11,00€
Bestellbar: hier

Autorin:
Jenny Blackhurst lebt in Shropshire, England. Sie ist 29 Jahre alt, verheiratet und hat einen zweijährigen Sohn. Sie arbeitet als Systemadministratorin für die Feuerwehr, und in ihrer Freizeit schreibt sie an ihrem zweiten Roman.

Klappentext:
Als die Kinderpsychologin Imogen Reid den Fall der elfjährigen Ellie Atkinson übernimmt, weigert sie sich, den seltsamen Gerüchten um das Mädchen zu glauben. Ellie sei gefährlich, so heißt es. Wenn sie wütend wird, passieren schreckliche Dinge. Imogen hingegen sieht nur ein zutiefst verstörtes Kind, das eine Familie bei einem Brand verloren hat und ihre Hilfe benötigt. Doch je näher sie Ellie kommt, desto merkwürdiger erscheint ihr das Mädchen. Dann erleidet auch Imogen einen schrecklichen Verlust – und sie fürchtet, dass es ein Fehler war, Ellie zu vertrauen…

Ich habe gelesen:
Imogen kehrt nach vielen Jahren, zusammen mit ihrem Mann Dan, in ihren Heimatort zurück, um nach dem Tod ihrer Mutter in ihr Geburtshaus zu ziehen. Ganz Wohl ist ihr nicht dabei, denn eigentlich wollte sie nie mehr zurück nach Gaunt. Mit diesem Ort verbindet sie nichts Gutes, da sie alles andere hatte, als eine schöne Kindheit.

Dan hingegen freut sich auf das Landleben und hofft nun endlich eine Familie mit Imogen gründen zu können.

Als Imogen ihre neue Stelle in Gaunt antritt bekommt sie den Fall der elfjährigen Ellie auf den Tisch. Ellie hat bei einem Brand ihre Eltern und ihren kleinen Bruder verloren und lebt nun bei einer Pflegefamilie.

Ellie muss sich gegen Anschuldigungen ihrer Schulkameraden und des ganzen Dorfes zur Wehr setzen, denn immer wenn sie wütend wird und Drohungen ausstößt, passieren schreckliche Dinge. Steckt etwas Paranormales dahinter, oder gibt es für alles eine logische Erklärung?

In einer spannenden Geschichte erleben wir, wie Ellie mit den Anfeindungen klar kommen muss. Nur ihre Pflegeschwester Mary und Imogen bieten ihr Halt.

Doch ist das kleine Mädchen wirklich so unschuldig?

Ellie hat mir einfach nur leid getan und ich verfluchte die Kleinstädter für ihr mieses Verhalten. Doch so nach und nach war ich mir nicht mehr so sicher, ob doch was Wahres an den Anschuldigungen dran ist, denn so viel Unglück kann einer einzelnen Person nicht passieren.

Auch Ellie selbst, zweifelt oft an ihren Handlungen und weiß nicht, wie alles zusammenhängt. Selbst Imogen, die von Anfang an auf der Seite von Ellie stand, beginnt durch gewisse Umstände an ihr zu Zweifeln.

Glaubt ihr an Paranormales?

Die Protagonisten sind sehr detailliert gezeichnet und ich konnte mich in jeden einzelnen hineinversetzen.

Die Autorin schafft es die Spannung bis zum Ende des Buches aufrecht zu halten und es gibt sogar noch eine überraschende Wendung, mit der ich so nicht gerechnet hatte.

Fazit:
Ein sehr fesselnder Psychothriller, der mich bis zum Schluss begeistert hat. Haben wir  es hier mit etwas Paranormalen zu tun, oder steckt doch etwas ganz anderes dahinter?

Bei mir gehen beide Daumen nach oben für diese tolle Story.