Fiona Barton: Die Witwe

Ein liebender Ehemann oder ein kaltblütiger Mörder…

Was weiß sie wirklich?

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Verlag: Rowohlt
Format: Paperback
Seiten: 427
Genre: Roman
ISBN: 978-3-8052-5097-9
Preis: 16,99 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Fiona Barton wurde in Cambridge geboren und arbeitete lange bei der «Daily Mail», beim «Daily Telegraph» und bei der «Mail on Sunday». Für ihre Tätigkeit gewann sie den britischen Preis «Reporter of the Year». Viele Jahre war sie als Prozessbeobachterin und Gerichtsreporterin für verschiedene Medien tätig. Heute arbeitet sie als Medientrainerin. «Die Witwe» ist ihr erster Roman.

Klappentext:
Die Frau.
Jean Taylor führt ein ganz normales Leben in einer englischen Kleinstadt: Sie hat ein hübsches Haus und einen netten Ehemann. Glen und sie führen eine gute Ehe.

Der Mann.
Dann kommt der Tag, der alles ändert: Sie nennen Glen jetzt das Monster. Er soll etwas Unsagbares getan haben. Und Jeans heile Welt zerbricht.

Die Witwe.
Jetzt liegt Glen auf dem Friedhof, und Jean ist frei. Frei, das Spiel endlich nach eigenen Regeln zu spielen …
Jean Taylor wird uns sagen, was sie weiß.

Meine Eindrücke:
Das schlimmste was Eltern passieren kann ist, wenn das eigene Kind spurlos verschwindet. Diese Ungewissheit und Angst…ich möchte niiiemals in so eine Situation kommen.

Genau das ist Dawn in diesem Roman passiert. Ihre zweijährige Tochter Bella ist spurlos verschwunden und keiner hat etwas mitbekommen. Sie hat vor dem Haus mit einer Katze gespielt und plötzlich war sie weg.

Bob Sparkes leitet in dem Vermisstenfall die Ermittlungen. Lange Zeit tappt die Polizei im Dunkeln…bis ihnen endlich nach einem Tipp anscheinend der Durchbruch in dem Fall gelungen ist.

Ins Visier gerät Glen Taylor, der Ehemann von Jean. Vieles deutet auf seiner Schuld hin, doch hat er wirklich was mit dem Verschwinden der kleinen Bella zu tun und warum verhält sich seine Ehefrau so komisch?

Die Polizei hat nichts konkretes in der Hand, um Glen zu überführen und muss ihn wieder gehen lassen. Nun wird die Familie von der Presse belagert. Und ihr Leben verwandelt sich in einen Alptraum.

Was ist mit Bella passiert? Ist sie vielleicht ins Ausland verschleppt worden? Ist Pädophilie der Grund für ihr Verschwinden?

In diesem Roman geht es um die Suche nach Bella. Es wird aus der Sicht des Polizisten, einer Journalistin und der Witwe erzählt. Die Autorin springt hierbei zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Das ist aber kein Problem. Im Gegenteil…mir hat das sogar sehr gut gefallen. Ich mochte den Schreibstil von Frau Barton.

Sie hat mich mit dieser Story sehr gefesselt und noch lange nachdem ich fertig war mit lesen, musste ich über das Gelesene nachdenken.

Die Spannung wird bis zum bitteren Ende hochgehalten, denn erst ganz zum Schluss habe ich erfahren, was mit Bella passiert ist und wer für ihr Verschwinden verantwortlich war.

Wie die Geschichte ausgeht, wird an dieser Stelle nicht verraten. Das müsst ihr schon selber raus finden.

Fazit:
Ein toller Roman und ich hoffe auf mehr von Frau Barton.

Dieser Roman wurde mir von 

 zum Rezensieren zur Verfügung gestellt.

David Mark: Ewige Buße

Dank Blogg dein Buch hatte ich die Gelegenheit folgendes Buch zu lesen:

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Autorin: David Mark
Titel: Ewige Buße
Verlag: Ullstein
Format: Taschenbuch
Seiten: 426
Genre: Kriminalroman
ISBN: 978-3-548-28658-7
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
David Mark wurde 1977 in Carlisle, England, geboren. Er lebt zusammen mit seiner Partnerin, zwei Kindern und zwei Hunden in einem abgelegenen Bauernhaus. Mark war über zehn Jahre lang als Gerichtsreporter für verschiedene Zeitungen tätig. In seiner Freizeit liest er gerne, trinkt dazu einen Whisky und geht danach zum Boxtraining.

Klappentext:
Eigentlich kann Detective Aector McAvoy die Brutalität seines Berufs ganz gut wegstecken. Er hat nur eine Achillesferse: seine Familie. Er liebt seine Frau über alles. Trotz seiner schlimmsten Fälle hilft sie ihm, an das Gute im Menschen zu glauben. Doch mit jedem Mord kommt das Böse seiner Familie näher. Jetzt versetzen drei brutale Morde seine Stadt in Angst und Schrecken. Und der Mörder fängt gerade erst an. Sein Ziel: McAvoy und dessen Familie …

Ich habe gelesen:
Dies ist das erste Buch, welches ich von David Mark gelesen habe.
Anfangs dachte ich, „Oje, ob ich da richtig rein finde?“ Viele und nicht gerade sehr einprägsame Namen verwirrten mich sehr. Doch nach ein paar Seiten war ich mitten drin im Geschehen.
Detective Aector McAvoy wird für die Ermittlungen in einen Mordfall eingesetzt, der sehr mysteriös erscheint. Eine Frauenleiche mit zerquetschtem Brustkorb wird entdeckt, kurz darauf eine Tote mit durchtrennter Beinschlagader. Relativ schnell kann eine Verbindung zwischen den beiden Morden hergestellt werden. Beide Frauen retteten vor vielen Jahren einem Mann das Leben, der angeblich schreckliche Vergewaltigungen begangen haben soll. Dieser jedoch ist mittlerweile so krank, dass er mit den Taten nichts zu tun haben kann…oder? Auch sein Freund und Psychiater scheint irgendwie in die Sache verwickelt zu sein.

David Mark versteht es den Leser hinters Licht zu führen, was den Täter betrifft, denn ich habe ständig meine Meinung darüber geändert, wer es denn sein könnte.

In einer zweiten Handlung erfährt der Leser von Ermittlungen gegen eine große Drogenbande, die in Hull ihr Unwesen treibt. Sie gerät zufällig mit McAvoys Frau aneinander, so dass diese in Lebensgefahr schwebt. Haben die beiden Handlungen etwas miteinander zu tun?

Obwohl der Fall geklärt wird, bleiben zum Schluss doch noch Fragen offen.

Die Protagonisten werden sehr schön dargestellt. Besonders McAvoy und seine Frau Roisin: Er der starke Beschützer und sie das zarte Pflänzchen. Es wird auch auf das Familienleben der anderen Ermittler eingegangen. Finde ich gut, um sich ein besseres Bild von den einzelnen Personen zu machen.

Fazit:
Mir hat der Krimi richtig gut gefallen. Rasant und spannend bis zum Schluss, allerdings mag ich es nicht, wenn das Ende so offen bleibt.