Samuel BjØrk: Bitterherz

*Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Plötzlich taucht er auf:
ein kleiner Junge, halb erfroren, mit einem Geweih auf dem Kopf

inCollage_20190823_112351073.jpg

Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 416 Seiten
Genre: Thriller
Preis: 12,99€
kaufen

Autor:
Hinter dem Pseudonym Samuel Bjørk steht der norwegische Autor, Dramatiker und Singer-Songwriter Frode Sander Øien. Er wurde 1969 geboren, schrieb im Alter von 21 Jahren sein erstes Bühnenstück und veröffentlichte seitdem zwei hochgelobte Romane sowie sechs Musikalben. Sein erster Thriller »Engelskalt« wurde ein Bestseller. Derzeit lebt und arbeitet er im norwegischen Trondheim.

Klappentext:
Ein alter Mann fährt auf einer einsamen Straße in den norwegischen Bergen. Plötzlich taucht aus dem Dunkeln eine Gestalt auf, und er schafft es gerade noch zu bremsen. Noch unter Schock kann er nicht glauben, was er sieht: Vor ihm steht ein kleiner Junge mit einem Geweih auf dem Kopf. Vierzehn Jahre später wird in einem nahegelegenen Bergsee eine Leiche gefunden. Die junge Frau trägt das Kostüm einer Balletttänzerin, und am Ufer steht eine Kamera, in deren Linse eine 4 eingeritzt ist. Kommissar Holger Munch und seine Kollegin Mia Krüger stehen vor einem Rätsel. Dann taucht eine weitere Kamera auf – und ein weiteres Opfer …

Ich habe gelesen:
Eine junge Frau wird tot aus einem Bergsee in der Nähe von Oslo geborgen. Sie trägt das Kostüm einer Balletttänzerin. Kurze Zeit später taucht eine weitere Leiche auf.

Eine tote Tänzerin, ein Musiker und schließlich ein Teenager. Was verbindet diese Personen?

An jedem Tatort steht eine Kamera und in die Linse sind jeweils Zahlen eingeritzt. Was hat das alles zu bedeuten?

Kommissar Holger Munch, seine Kollegin Mia Krüger und weitere ausgewählte Beamte bilden das Team einer Sondereinheit und werden mit der Aufklärung dieser Mordserie beauftragt.

Die Story war durchaus interessant, doch auch sehr verwirrend. In fast jedem Kapitel ging es um eine andere Person und irgendwann waren auf einmal soooo viele Personen ins Spiel gebracht worden, dass ich mich nur noch schwer zurechtfand.

Neben den Ermittlungen kämpfen Munch und einige Mitglieder seines Teams mit ihren eigenen privaten Problemen. Munch trauert seiner Ehe hinterher, Mia kann nicht mit der Vergangenheit abschließen und Curry hat ein mächtiges Alkoholproblem.

Dies nimmt viel Platz in der Geschichte ein, machte aber die Personen greifbarer, auch wenn ich manches etwas überzogen fand.

Lange tappen die Ermittler im Dunkeln. Doch dann taucht eine Todesliste mit 50 Zufallsopfern auf. Nun schaltet sich der Generalstab ein und übernimmt gemeinsam mit dem polizeilichen Sicherheitsdienst und mehreren Generälen aus unterschiedlichen Truppen den Fall.

Munch und seine Kollegin werden zwar mit einbezogen, aber wirklich was zu melden haben sie nicht mehr.

Der Fall scheint nun klar zu sein und ein Verdächtiger ist gefunden. Doch handelt es sich dabei wirklich um den Mörder?

Die Auflösung dieser ganzen verstrickten Geschichte fand ich sehr originell und stimmig. Es zeigt mal wieder wie krank manch menschlicher Geist ist.

Fazit:
Die Spannung baute sich nur sehr langsam auf und es gab meiner Meinung nach zu viel hin und her und wirre Momente für mich. Das liegt wahrscheinlich daran, dass mir die Vorgänger-Bücher fehlen.

Bei „Bitterherz“ handelt es sich bereits um das dritte Buch um die Ermittler Holger Munch und Mia Krüger. Die Story ist zwar in sich abgeschlossen, dennoch hatte ich immer das Gefühl, dass mir Vorkenntnisse fehlen.

Der Autor nimmt immer wieder Bezug auf vorherige Ereignisse, die ich aber leider nicht immer richtig einordnen konnte. Und auch die Weiterentwicklung der Protagonisten hat mir gefehlt.

Dennoch hat mich das Buch sehr gut unterhalten.