Alex North: Der Kinderflüsterer

*Dieses eBook wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Wenn die Tür halb offen steht, ein Flüstern zu dir rüberweht.
Spielst du draußen ganz allein, findest du bald nicht mehr heim.
Bleibt dein Fenster unverschlossen, hörst du ihn gleich daran klopfen.
Denn jedes Kind, das einsam ist, holt der Flüsterer gewiss…

9783641239985

Verlag: blanvalet
Klappenbroschur mit 448 Seiten
Genre: Roman
Preis: 13,00€
Bestellbar: hier

Autor:
Alex North, geboren und aufgewachsen in Leeds, England, studierte Philosophie und arbeitete nach seinem Abschluss an der Fakultät für Soziologie und Sozialpolitik. Insgeheim hegte er aber immer den Wunsch zu schreiben. Auf die Idee zu seinem Roman »Der Kinderflüsterer« brachte ihn ein merkwürdiger Ausspruch seines kleines Sohnes, der sagte, er wolle mit einem »Jungen im Boden« spielen. Alex North lebt bis heute in seiner Heimatstadt Leeds, inzwischen mit seiner Frau, dem gemeinsamen Sohn und zwei Katzen.

Klappentext:
Nach dem plötzlichen Tod seiner geliebten Frau will Tom Kennedy mit seinem kleinen Sohn Jake neu anfangen. Ein neuer Start, ein neues Haus, eine neue Stadt – Featherbank. Doch der beschauliche Ort hat eine düstere Vergangenheit. Vor zwanzig Jahren wurden in Featherbank fünf Kinder entführt und getötet. Der Mörder wurde unter dem Namen »Kinderflüsterer« bekannt und schließlich gefasst.
Die alten Geschichten interessieren Tom und Jake nicht. Als jedoch ein kleiner Junge verschwindet, machen Gerüchte die Runde, dass der Täter von damals einen Komplizen gehabt habe. Und Jake beginnt, sich merkwürdig zu benehmen. Er sagt, er höre ein Flüstern an seinem Fenster …

Ich habe gelesen:
Nach einem harten Schicksalsschlag ziehen Tom Kennedy und sein sensibler Sohn Jake nach Featherbank um ihr Leben neu zu ordnen. Doch wissen die beiden noch nicht, in was für einem Haus sie sich da niedergelassen haben.

Tom ist erst seit kurzem Witwer und das Verhältnis zwischen ihm und seinem Sohn ist nicht ganz einfach. Sie lieben sich, keine Frage, aber Tom kommt einfach nicht richtig an Jake heran. Er ist ein Träumer mit einer imaginären Freundin.

Als Jake eines Nachts bei seinem Vater am Bett steht und von einem Mann berichtet, der ihm durchs Fenster zugeflüstert hat, weiß Tom nicht, was er davon halten soll. War das auch nur eines seiner Hirngespinste?

Die Geschichte wird aus Sicht von Tom erzählt, wie er versucht, zurück ins Leben zu finden und von den Problemen mit seinem sensiblen Sohn.

Auch kommt der kleine Jake zu Wort. Wir bekommen Einblicke in seine Welt. Das hat mir einige gruselige Momente beschert. Wie soll ich seine imaginären Freunde einordnen? Und woher weiß er von Sachen, die er eigentlich gar nicht wissen kann?

Dann gibt es da noch den Erzählstrang von DI Pete Willis. Vor 20 Jahren hat er den Kinderflüsterer Frank Carter geschnappt. Damals verschwanden fünf Jungen, doch nur vier wurden tot aufgefunden. Den fünften sucht DI Willis bis heute. Er kann einfach nicht abschließen und möchte den toten Jungen unbedingt nach Hause bringen.

Nun wird wieder ein kleiner Junge vermisst und alles deuten auf den Kinderflüsterer hin, doch der sitzt im Gefängnis. Was ist hier los? Gibt es einen Nachahmungstäter? Aber wer steckt dahinter und was treibt die Person an? Wird man Neil Spencer lebend wiederfinden?

Alex North hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Er hat mich mit einem tollen Plot an das Buch gefesselt. Die Story war sehr stimmig und lies keine Langeweile aufkommen.

Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen, weil ich unbedingt wissen wollte was hier vor sich geht. Ich habe einen Verdacht gehabt und war mir eigentlich ziemlich sicher das es so sein muss, aber ich war komplett auf dem Holzweg. Auf diese Wendungen und letztendlich auf die Auflösung wäre ich nie gekommen. Was für ein kranker Sch…

Fazit:
Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und möchte dieses Buch auf jeden Fall weiter empfehlen. Als eBook ist „Der Kinderflüsterer“ bereits erhältlich und im Juli 2019 erscheint es auch als Klappenbroschur.

Es ist sogar geplant, dass das Buch verfilmt wird. Das wäre echt toll. Und falls der Film dann auch ins Kino kommt, weiß ich schon genau mit wem ich mir den anschauen werde.

Ashley Dyer: Tattoo

Dein Körper ist seine Leinwand – und seine Absichten sind mörderisch!

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Verlag: Blanvalet
Klappenbroschur mit 560 Seiten
Originaltitel: Splinter in the Blood
erschienen: Oktober 2018
Genre: Thriller
Preis: 12,99€
Bestellbar: hier

Autorinnen:
Hinter dem Pseudonym Ashley Dyer verbergen sich die englische Thrillerautorin Margaret Murphy und die Forensikexpertin Helen Pepper.
Margaret Murphy, geboren und aufgewachsen in Liverpool, ist Autorin zahlreicher hochgelobter Kriminalromane, die international veröffentlicht wurden. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit engagiert sie sich seit vielen Jahren für die Förderung der Kriminalliteratur. Sie war Vorsitzende der britischen Crime Writers‘ Association und ist als Schreibtutorin und Dozentin für den Royal Literary Fund tätig.
Helen Pepper hat als Tatortermittlerin und Leiterin der Spurensicherung mehr als dreitausend Tatorte untersucht. Sie hat zahlreiche Beiträge zur kriminalistischen Fachliteratur verfasst, hält Vorlesungen und Vorträge und engagiert sich in der Crime Writers‘ Association als Jurorin. Ihr Fachwissen ist sehr gefragt, so ist sie u.a. als Beraterin für die britischen TV-Serien »Vera« und »Mord auf Shetland« tätig.

Klappentext:
Liverpool: Ein perfider Frauenmörder hält die Stadt in Atem. Seine Opfer findet man stets sorgfältig arrangiert und von Kopf bis Fuß mit kryptischen Tätowierungen bedeckt – die ihnen vor ihrem Tod mit einem Dorn beigebracht wurden. Detective Greg Carver und seine Kollegin Ruth Lake machen seit Monaten Jagd auf den »Dornenkiller« – ohne Erfolg. Dann wird erneut eine tätowierte Leiche gefunden. Das Opfer sieht Carvers Frau zum Verwechseln ähnlich, und Carver wird klar: Der Killer jagt auch ihn …

Meine Meinung zum Buch:
Bereits seit einem Jahr ermitteln DCI Greg Carver und Sergeant Ruth Lake im Fall des sogenannten „Dornenkillers“.

Fünf Frauen sind ihm bereits zum Opfer gefallen. Er hält sie gefangen, tätowiert sie, um sie dann an einem öffentlichen Ort zu arrangieren.

Das Buchcover und der Klappentext haben mich sehr angesprochen und ich habe mich auf eine wilde Verfolgungsjagd mit dem Dornenkiller gefreut und auf Szenen die mir unter die Haut gehen.

Doch irgendwie war das Buch am Ende so ganz anders als ich es erwartet habe. Unter die Haut gehen hier nur die Dornen, die der Mörder für seine Tattoos benutzt. Und die Suche nach ihm ist leider nur eine Rahmenhandlung.

„Tattoo“ ist für mich eher ein Krimi. Langsamer Spannungsaufbau mit einigen Längen, aber trotzdem nicht schlecht und durchaus interessant. Es wird aber ein spannender Thriller angepriesen und das sorgte bei mir zwangsläufig für Enttäuschung.

Gleich zu Beginn findet Ruth ihren Freund und Kollegen Greg angeschossen und bewusstlos in seiner Wohnung und verwischt die Spuren. Doch warum? Hat sie auf ihn geschossen? Was hat sie zu verbergen?

Mit diesem Ereignis rückt der Dornenkiller völlig in den Hintergrund und es geht fast ausschließlich um den Anschlag auf Greg Carver.

Nach dem Übergriff befindet sich Greg erstmal im Krankenhaus und so übernimmt Ruth die Ermittlungen und fahndet weiter nach dem Frauenmörder. Sie konzentriert sich vor allem auf das letzte Opfer Kara. Diese Nachforschungen nehmen einen großen Teil der Handlung ein und hätten, meiner Meinung nach, um einiges gekürzt werden können. Über die vier anderen Opfer erfährt man dagegen kaum etwas. Sie erscheinen ebenso kurz auf der Buchfläche wie der „Dornenkiller“ selbst.

Aber auch der Mordanschlag auf Greg, lässt Ruth keine Ruhe und sie schafft es nicht, sich aus den Ermittlungen raus zu halten. Nach und nach fördert sie immer mehr Lügen um Greg ans Licht. Doch auch Ruth umgibt ein mysteriöses Geheimnis aus ihrer Vergangenheit, welches aber leider nicht aufgeklärt wird.

Mir wurden tolle Ermittlungen geboten und bis zum Schluss blieb der Täter für mich ungreifbar.

Erzählt wird aus Sicht von Ruth und Greg und es gab auch ein paar Kapitel aus Sicht des Killers.

Erst auf den ca. letzten 100 Seiten taucht der Dornenkiller dann endlich aus seiner Versenkung auf und die Geschichte nimmt nochmal richtig an Fahrt auf.

Fazit:
Abschließend kann ich sagen, dass mich das Buch durchaus überzeugt hat. Abgesehen von einigen Längen war das Buch spannend und schlüssig. Allerdings wurde ich mit den Protagonisten nicht richtig warm. Jeder machte sein eigenes Ding und hatte Geheimnisse vor dem Anderen, obwohl doch eigentlich so eine dicke Freundschaft besteht.

Es scheint sich bei „Tattoo“ um das Debüt einer Thriller-Reihe zu handeln. Nun weiß ich auf was ich mich im möglichen nächsten Band einstellen kann und ich bin der festen Überzeugung, dass das Autorenteam sich in einem weiteren Teil noch steigern wird und eine tolle neue Reihe auf uns wartet, denn Potenzial nach oben ist auf jeden Fall vorhanden.

Mark Sennen: Der Frauensammler

Er sieht Dich.
Er berührt Dich.
Aber manchmal ist das nicht genug.

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Verlag: Blanvalet
nur noch als eBook erhältlich
erschienen: August 2016
Genre: Thriller
Preis: 8,99€
Bestellbar: hier

Autor:
Mark Sennen wurde in Surrey geboren und verbrachte seine Jugend auf einem kleinen Bauernhof in Shropshire. Er studierte an der Universität von Birmingham und unterrichtete dort später selbst Kulturwissenschaft. Daneben hat er sich als Landwirt, Schlagzeuger und Programmierer versucht. Mark Sennen lebt mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Kindern im ländlichen Devon. Der Frauensammler ist sein erster Roman.

Klappentext:
Polizistin Charlotte Savage ermittelt in einer Verbrechensserie, die ganz Plymouth in Angst und Schrecken versetzt: Mehrere junge Frauen wurden betäubt und missbraucht. Sie überlebten, erinnern sich aber an kaum etwas. Doch dann wird eines der Opfer tot und grausam verstümmelt am Strand aufgefunden. Wenig später taucht eine weitere Tote auf, und die Untersuchungen bringen ein schauerliches Ergebnis: Die junge Frau wurde eingefroren. Schnell geraten Charlotte Savage und ihr Team unter Druck, denn ein weiteres Mädchen wird als vermisst gemeldet. Können sie den Serienkiller aufhalten, bevor er erneut zuschlägt?

Ich habe gelesen:
Mark Sennen hat eigentlich einen sehr spannenden Thriller mit einer tollen Story geschrieben, aber ich bin mit seinem Schreibstil nicht richtig warm geworden. Es gab Kapitel da konnte ich ihm einfach nicht richtig folgen.

Charlotte Savage ist die Hauptermittlerin in den grausamen Mordfällen. Man erfährt gleich zu Beginn ein wenig aus ihrem Privatleben, doch spielt das während der Story nur eine untergeordnete Rolle. Im Gegensatz zu anderen Ermittlern aus anderen Büchern wo es einen ständigen Wechsel zwischen der Arbeit und dem privaten Umfeld gibt.

Eigentlich fand ich das ein wenig schade. Man konnte sich zwar voll und ganz auf die Ermittlungen konzentrieren, aber ich konnte Charlotte nicht wirklich kennen lernen und somit auch keine richtige Bindung zu ihr aufbauen.

So ging es mir fast mit allen Protagonisten. Ich habe auch die Ermittler ständig durcheinander gebracht und musste immer überlegen: „Wer war das jetzt nochmal?“ Das hat leider den Lesefluss ein wenig gestört. Die einzige Person mit der ich eine Bindung aufbauen konnte war der Täter. Er hatte seine eigenen Kapitel und diese ließen tief blicken. Ein kaputter Mensch durch und durch.

Das Buch erfordert sehr viel Aufmerksamkeit, damit man auch alles begreift und die einzelnen Puzzlesteine zusammen setzen kann.

Der Fall wird nach jedem Kapitel ein wenig durchsichtiger, sodass ich nach und nach schon erfahre wie alles miteinander zusammenhängt. Das hat mir sehr gut gefallen, denn meistens wird die Aufklärung immer zum Schluss mal schnell abgehandelt.

Alles war am Ende stimmig und die einzelnen Fäden die der Autor gesponnen hat liefen ordentlich zusammen.

Fazit:
Trotz einiger kleiner Leseschwierigkeiten hat mir das Buch gut gefallen. Es war durchweg spannend und unheimlich grausam. Eine unfassbare Story, die mir das Blut in den Adern gefrieren ließ.

Charlotte Link: Die Suche

Mehrere verschwundene Mädchen, eine Tote in den Hochmooren und scheinbar keine einzige Spur …

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Verlag: Blanvalet
Gebundenes Buch mit 656 Seiten
erschienen: Oktober 2018
Genre: Kriminalroman
Preis: 24,00€
Bestellbar: hier

Autorin:
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch »Die Betrogene« und zuletzt »Die Entscheidung« eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang 28,5 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Klappentext:
In den Hochmooren Nordenglands wird die Leiche der ein Jahr zuvor verschwundenen 14-jährigen Saskia Morris gefunden. Kurze Zeit später wird ein weiteres junges Mädchen vermisst, die ebenfalls 14-jährige Amelie Goldsby. Die Polizei in Scarborough ist alarmiert. Handelt es sich in beiden Fällen um denselben Täter? In den Medien ist schnell vom Hochmoor-Killer die Rede, was den Druck auf Detective Chief Inspector Caleb Hale erhöht.
Auch Detective Sergeant Kate Linville von Scotland Yard ist in der Gegend, um ihr ehemaliges Elternhaus zu verkaufen. Durch Zufall macht sie die Bekanntschaft von Amelies völlig verzweifelter Familie, wird zur unfreiwilligen Ermittlerin in einem Drama, das weder Anfang noch Ende zu haben scheint. Und dann fehlt plötzlich erneut von einem Mädchen jede Spur …

Wie hat mir das Buch gefallen:
Die Hauptcharaktere aus diesem Buch waren mir bereits aus „Die Betrogene“ bekannt. Gerne könnt ihr meine Rezension dazu HIER nochmal lesen.

Nachdem „Die Betrogene“ meiner Meinung nach nicht das stärkste Buch von Charlotte Link war, hat mich „Die Suche“ wieder absolut begeistert.

In Scarborough verschwinden junge Mädchen. Hannah Caswell ist seit 4 Jahren spurlos verschwunden.

An dem Tag, an dem die seit ungefähr einem Jahr vermisste Leiche von Saskia Morris auftaucht, verschwindet ein weiteres Mädchen. Amelie Goldsby.

Kate Linville, Detective Sergeant von Scotland Yard, gerät zufällig mitten in diese grauenvollen Ereignisse.

Sie ist gerade in Scarborough um ihr Elternhaus zu verkaufen, aber mit den letzten Mietern hatte sie kein Glück. Sie haben das Haus in einem widerlichen Chaos zurück gelassen. Nun muss entrümpelt und komplett renoviert werden. Weil sie in dem heruntergekommenen Haus nicht wohnen kann, quartiert sie sich in dem Bed & Breakfast der Familie Goldsby ein. So erfährt sie aus erster Hand vom Verschwinden der Tochter Amelie.

Nach Bitten der Mutter, lässt Kate sich überreden, selbst ein wenig zu ermitteln, obwohl sie weiß, dass sie damit dem Leiter der Ermittlung, Detective Chief Inspector Caleb Hale, in die Quere kommen könnte.

Ein viertes Mädchen verschwindet. Sie passt jedoch nicht in das Beuteschema des Entführers. Bisher handelte es sich immer um Mädchen aus einem gut behütetem Zuhause. Mandy Allard jedoch kommt aus einer zerrütteten Familie.

Wird man Amelie und Mandy noch lebend finden? Steckt hinter allen Fällen der Hochmoor-Killer? Und was ist aus der vor 4 Jahren verschwundenen Hannah geworden?

Die Geschichte ist sehr gut durchdacht und die verschiedenen Handlungsstränge fügen sich am Ende wunderbar zusammen. Super fand ich auch wieder die unterschiedlichen Erzählperspektiven. Ich habe Caleb Hale und Kate Linville begleitet, aber auch die verzweifelten  Eltern von Amelie und den Entführer. Ich habe mich beim Lesen nach Scarborough treiben lassen und habe am Leiden der Menschen teilgenommen.

Einen Kritikpunkt muss ich allerdings anbringen. Den habe ich aber nur, weil ich „Die Betrogene“ vorher gelesen haben.

Die Verhaltensmuster von Kate und Caleb haben sich überhaupt nicht verändert. Sie wurden als Menschen mit schweren persönlichen Problemen geschildert.

Kate ist immer noch die graue Maus die von ihren Kollegen bei Scotland Yard nicht akzeptiert wird und auf der Karriereleiter nicht voran kommt. Auch mit einer festen Beziehung will es einfach nicht klappen. Es interessiert sich einfach kein Mann für die unscheinbare Kate.

Caleb ist auch noch der Alte. Als halbwegs trockener Alkoholiker kämpft er täglich gegen seine Sucht. Gerade in Stresssituationen schreit der Alkohol förmlich nach ihm. Er ermittelt meiner Meinung nach auch noch besonderst gut. Wenn er sich erst an einem möglichen Verdächtigen festgebissen hat, schaut er nicht mehr nach links und rechts und dementsprechend schreiten die Ermittlungen auch nicht voran.

Es wäre schön gewesen wenn Frau Link hier eine positive Entwicklung der beiden Charaktere vorgenommen hätte, das hätte die Spannung noch ein wenig gesteigert. So war das Verhalten der beiden, für mich, doch sehr vorhersehbar.

Fazit:
Frau Link schreibt wie gewohnt sehr flüssig und fesselnd. Mit „Die Suche“ hat sie wieder einen sehr gut konstruierten Kriminalroman geschaffen. Bisher für mich das Beste Buch von ihr.

Bis zum Schluss rätselt man, wer denn nun hinter allem steckt und wie alles miteinander zusammenhängt. Selbst als man es dann endlich weiß, ist die Spannung noch nicht zu Ende, denn es warten trotzdem noch Überraschungen auf mich.

So muss ein guter Krimi sein. Spannend und nicht vorhersehbar! Beide Daumen gehen nach oben!

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Peter Swanson: Die Gerechte

Nur sie entscheidet, wer den Tod verdient

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Verlag: blanvalet
Taschenbuch mit 416 Seiten
erschienen: Januar 2017
Genre: Thriller
Preis: 12,99€
Bestellbar: hier

Autor:
Peter Swanson studierte am Trinity College, der University of Massachusetts in Amherst und am Emerson College in Boston. Sein Roman »Die Gerechte« wurde in England als bester Thriller des Jahres 2015 ausgezeichnet, von der Presse hochgelobt und für einen renommierten Steel Dagger Award nominiert. Peter Swanson lebt mit seiner Frau und einer Katze in Somerville, Massachusetts.

Klappentext:
Eine Flughafenbar in London. Es ist Abend, und Ted Severson wartet auf seinen Rückflug nach Boston, als eine attraktive Frau sich neben ihn setzt. Kurz darauf vertraut er der geheimnisvollen Fremden an, dass seine Frau ihn betrogen hat. Mit ihrer Reaktion jedoch hat er nicht gerechnet: Sie bietet ihm Hilfe an – beim Mord an seiner Ehefrau. Ein Trick? Ein morbider Scherz? Oder ein finsteres Rachespiel, das nur ein böses Ende nehmen kann?

Ich habe gelesen:
Dieses Buch habe ich an einer Tankstelle entdeckt und konnte nicht daran vorbei gehen. Das Cover, sowie der Klappentext hatten mich sehr angesprochen.

Nun möchte ich eigentlich gar nicht groß auf den Inhalt eingehen, denn jedes geschriebene Wort wäre eins zu viel.

Ted ist ein reicher Geschäftsmann und hat eine wunderschöne Frau. Für sie lässt er gerade ein riesiges Haus bauen. Alles ist bestens bis zu dem Tag, als er sieht, wie seine Frau Miranda ihn mit dem Bauunternehmer betrügt.

Was nun?

Wir lernen Lily kennen. Ihre Geschichte lies mich schwer schlucken. Eine Psychopatin, die mich gleichermaßen fasziniert und abgestoßen hat. Ihre Ansichten zum Thema Mord haben mich schockiert aber auch beeindruckt.

Nun stand für mich die Frage im Raum, ob und vor allem wie Lily und Ted es anstellen werden.

Ich muss sagen, der Autor hat mich echt überrascht. Er hat so viel aus dieser Story herausgeholt. Tolle Wendungen, die immer genau dann kamen, wenn man sie am wenigsten erwartet hat. Abwechslungsreich und absolut nicht zu durchschauen.

Im ersten Teil des Buches wird aus Sicht von Lily und Ted erzählt. Im Mittelteil aus Sicht von Lily und Teds Frau Miranda und der dritte Teil widmet sich Lily und Detective Kimball, der versucht, mit Lilys Hilfe einige Morde aufzuklären.

Der Schreibstiel von Peter Swanson, hat mir sehr gut gefallen und durch die Perspektivwechsel erhält man einen vielfältigen Einblick auf verschiedene Sichtweisen und es wurde nie langweilig.

Die Geschichte fasziniert und verstört zugleich und das Ende ist einfach großartig, auch wenn ich den Schluss ein wenig gemein fand.

Fazit:
Ein sehr gutes Buch mit vielen unerwarteten Wendungen, die mich gefesselt und begeistert haben. Die Rollen von Gut und Böse sind in einem Thriller normalerweise klar verteilt, aber hier war es etwas anders. Sehr unterhaltsam und ich gebe eine absolute Leseempfehlung!!!