Charlotte Link: Die Entscheidung

Was, wenn du im falschen Moment die falsche Entscheidung triffst?

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Verlag: blanvalet
Format: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Seiten: 576
Genre: Kriminalroman
ISBN: 978-3-7645-0441-0
Preis: 22,99 €

Bestellbar: hier

Autorin:
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre psychologischen Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch Im Tal des Fuchses eroberte wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 26 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Verfilmungen, zuletzt Das andere Kind, werden im Fernsehen mit enorm hohen Einschaltquoten ausgestrahlt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Klappentext:
Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch dann kommt alles ganz anders: Die Kinder sagen ihm kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf einem Strandspaziergang begegnet er einer jungen, völlig verwahrlosten Frau: Nathalie, die weder Geld, Papiere noch eine Unterkunft hat, die fürchterlich abgemagert und hochgradig verängstigt ist. Sie tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Spuren bis nach Bulgarien führen. Und zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben suchte und in die Hände skrupelloser Verbrecher geriet. Ihr gelingt die Flucht, doch damit löst sie eine Kette von Verwicklungen aus, die Simon und Nathalie, tausende Kilometer entfernt, in der Provence zum Verhängnis werden …

Ich habe gelesen:
Charlotte Link punktet in diesem Buch wieder mit absolut tollen Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Im Prolog flüchtet ein junges Mädchen in Todesangst aus einem Haus und eine rätselhafte Geschichte nimmt ihren Lauf.

Simon. Ein absolutes Weichei der sich allem beugt und von seinem Vater dafür als Versager beschimpft wird. Seine Lebensgefährtin hat auch bald genug von seiner Nachgiebigkeit und verlässt ihn. So verbringt er ohne Partnerin und ohne seine Kinder Weihnachten alleine in Südfrankreich. An einem regnerischem Tag begegnet er bei einem Spaziergang Nathalie, die dringend Hilfe benötigt. Endlich hat er mal den Mut einzuschreiten und aktiv was zu unternehmen und trifft eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen.

Auch die Geschichte um Nathalie hat mich sehr bewegt. Die schreckliche Kindheit und Jugendzeit. Die Geschichte einer Magersüchtigen mit ihren Problemen.

Ein weiterer Erzählstrang führt uns nach Bulgarien. Kiril kämpft mit seiner Familie ums Überleben. Sie haben kaum mehr etwas zu Essen, der Strom ist abgeschaltet, die Miete seit Monaten nicht mehr bezahlt. Auch hier wurde aus der Not heraus eine falsche Entscheidung getroffen.

Wir lernen verschiedene Familien und auch Einzelpersonen kennen. Man beginnt zu ahnen wie manche Schicksale zusammen passen könnten.

Im Fokus dieser spannungsgeladenen Geschichte steht das brisante Thema Menschenhandel. Wie immer hat die Autorin super recherchiert. Sehr beängstigend katapultiert sie uns in die Welt dieser kriminellen Banden.

Wir erfahren vom Schicksal der jungen Bulgarin Selina, die in die Fänge einer solchen Bande geraten ist und ebenso das mysteriöse Verschwinden des bulgarischen Mädchens Ninka wird beleuchtet, die auf eine Modelkariere im Westen hoffte.

Einmal angefangen zu lesen, hat mich das Buch nicht mehr los gelassen. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Am Ende gelingt es Frau Link wieder einmal auf brillante Weise, die unterschiedlichen Erzählstränge zu einem Ganzen zu vereinen.

Fazit: 
Viele Charaktere durfte ich kennenlernen und die Autorin hat mich wieder absolut begeistert. Ein sehr spannender Kriminalroman für den ich gerne eine Leseempfehlung gebe.

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Randomhouse als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Erik Valeur: Das siebte Kind

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Verlag: blanvalet
Format: Taschenbuch
Seiten: 800
Genre: Kriminalroman
ISBN: 978-3-7341-0114-4
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Erik Valeur, Jahrgang 1955, ist Mitbegründer der dänischen Månedsbladet Press, arbeitete viele Jahre in Presse und Rundfunk und erhielt für seine journalistische Arbeit zahlreiche Auszeichnungen, u. a. je zwei Mal den Cavling- und den Kryger-Preis. 2011 debütierte er mit »Das siebte Kind« als Romanautor und erhielt dafür im selben Jahr den renommierten und hochdotierten Debutantpris, den Literaturpreis der Zeitschrift Weekendavisen, 2012 den DR Romanprisen, den Harald-Mogensen-Preis und zuvorderst die Auszeichnung für den besten Spannungsroman der Skandinavischen Krimiakademie, den zuvor schon Bestsellerautoren wie beispielsweise Peter Høeg, Håkan Nesser, Stieg Larsson und Jussi Adler-Olsen erhalten hatten.

Klappentext:
September 2001: Am Strand von Skodsborg in der Nähe des renommierten Kinderheims Kongslund wird die Leiche einer unbekannte Frau gefunden. Neben ihr ein Stück Treibholz, ein toter Kanarienvogel und ein merkwürdig geknotetes Seil. Die Tote kann nicht identifiziert werden, der Fall gerät in Vergessenheit – bis sich Jahre später das Bestehen des Kinderheims zum sechzigsten Mal jährt und ein schreckliches Geheimnis mit aller Gewalt ans Licht drängt. Ein Geheimnis, das mit dem Schicksal sieben ehemaliger Waisenkinder verknüpft ist und das Dänemark bis in die höchsten politischen Ebenen erschüttern wird …

Ich habe gelesen:
In den sechziger Jahren gab es sieben Weisenkinder im Vorzeige-Kinderheim Kongslund. Was ihnen angetan wurde, ist unverzeihlich. Diese sieben Kinder (5 Jungs und 2 Mädchen) leben in der Elefantenstube und hoffen auf baldige Adoption. Bis auf ein körperlich behindertes Mädchen kommen auch alle in eine neue Familie. Nur Marie bleibt als einziges Kind aus der Elefantenstube zurück und wird durch die Heimleiterin Magna Ladegaard adoptiert.

Marie verfolgte über Jahre den Werdegang ihrer einstigen Heimfreunde. Die Geschichte jedes einzelnen Kindes wird detailert beleuchtet. Als Erwachsene ruft sie alle wieder zusammen.

Aber warum? Will sie Gerechtigkeit für die Kinder oder möchte sie Rache?

Anlass der Zusammenkunft ist eine Jubiläumsfeier, welche mit großem Tamtam gefeiert werden soll. Erwartet wird Prominenz aus Politik und Gesellschaft, sowie jede Menge Presse.

Es treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander und das schmutzige Geheimnis kommt langsam ans Licht…am Ende werden die Fäden jeder einzelnen Geschichte zusammen geführt und stimmig verknüpft.

Fazit: Das Buch ist definitiv keine Zwischendurch-Lektüre, dafür ist die Handlung zu komplex und die Personenvielfalt viiiiel zu groß. Viel Konzentration ist hier gefordert, sonst kommt man nicht rein. Ich habe sehr lange gebraucht um das Buch durch zu lesen. Ich bin schlecht in die Geschichte rein gekommen. Das lag teilweise daran, das ich die ganzen Namen nicht so richtig zuordnen konnte. Ich musste immer wieder überlegen: „Wer war das jetzt nochmal?“ Die Story ist gut und toll umgesetzt…, dennoch muss ich es noch einmal lesen, um auch wirklich alles zu verstehen.

Vielen Dank an Randomhouse, die mir „Das siebte Kind“ als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

A. J. Rich: Dein letzter Tag

Du denkst, du kennst deine Liebsten. Aber erst der Tod deckt alle Geheimnisse auf …

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Verlag: blanvalet
Format: Taschenbuch
Seiten: 352
Genre: Psychothriller
ISBN: 978-3-7341-0267-7
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autorinnen:
A.J. Rich ist das Pseudonym der beiden gefeierten US-Autorinnen Amy Hempel und Jill Cement, die für ihre schriftstellerischen Arbeiten mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt wurden. Amy Hempel unterrichtet Kreatives Schreiben am Bennington College und an der University of Florida, sie lebt in Gainsville, Florida, und in New York. Jill Cement ist Professorin an der University of Florida und lebt ebenso wie Amy Hempel in Gainsville und New York.

Klappentext:
Als Morgan ihre Wohnung betritt, merkt sie sofort, dass etwas nicht stimmt: Die Tür ist unverschlossen, der Fußboden mit roten Spuren bedeckt. Im Schlafzimmer liegt – grausam zugerichtet – die Leiche ihres Verlobten, daneben sitzen ihre Hunde, sie sind mit Blut verschmiert. Verzweifelt versucht Morgan, Bennetts Eltern ausfindig zu machen. Doch nichts, was Bennett ihr je über seine Familie, seine Arbeit, sein Leben erzählt hat, scheint zu stimmen. Stattdessen findet sie heraus, dass er zahlreiche »Verlobte« hatte, die plötzlich eine nach der anderen auf unnatürliche Weise ums Leben kommen … Ist bald auch Morgan an der Reihe?

Ich habe gelesen:
Wer war Bennett wirklich?

Handelt es sich bei dem Toten überhaupt um Bennett?

Waren es wirklich Morgans Hunde, die ihn getötet haben?

Hier habe ich mal einen Psychothriller geboten bekommen, der anders war als die, die ich bisher gelesen hatte. Eine erfrischende Abwechslung. Die Tatsache, dass Hunde ein wichtiger Faktor in der Geschichte sind, hat mir sehr gut gefallen, wenn es auch etwas unerwartet war, denn ich hatte aufgrund des Titels und Klappentextes mit etwas völlig anderem gerechnet.

Leider konnte mich die Geschichte der beiden Autorinnen aber nicht gänzlich überzeugen. Ich würde nicht sagen, dass dieses Buch langweilig war, aber so richtig gefesselt hat es mich leider auch nicht, obwohl die Story gut durchdacht war.

Anfangs hatte ich Probleme mit der Schreibweise. Ich musste Stellenweise zurück blättern und nochmal lesen, weil ich raus war. Das hat sich aber nach einiger Zeit gegeben.

Ich habe leider auch keinen richtigen Zugang zu den Protagonisten gefunden. Sie waren alle sehr oberflächlich beschrieben. Der Charakter der Hauptprotagonistin Morgan hat mich sehr gestört. Sie wirkte sehr kalt und distanziert von den Geschehnissen. Sie hat mehr wie eine Außenstehende, als eine Betroffene, gewirkt.

Das Ende war dann für meinen Geschmack etwas zu erzwungen. Die letzte Wendung hätte es nicht geben dürfen, dann wäre das Ende zwar verstörend aber perfekt gewesen.

Fazit: Es war mal ein etwas anderer Psychothriller, der mir von der Story her sehr gut gefallen hat. Allerdings fand ich die Umsetzung nicht ganz so überzeugend.

Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar von der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt.

A. R. Torre: Kill Girl – Tödliches Verlangen

Thrill me, kill me, fulfill me!

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Verlag: blanvalet
Format: Paperback, Klappenbroschur
Seiten: 393
Genre: Erotic-Thriller
ISBN: 978-3-442-38417-4
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autorin:
A.R. Torre ist das Pseudonym der amerikanischen Autorin Alessandra Torre. Nach dem überwältigenden Erfolg ihres ersten erotischen Romans, den sie als E-Book selbst veröffentlichte und der bis an die Spitze der amerikanischen E-Book-Charts kletterte, rissen sich die Verlage förmlich um die junge Autorin. Mit ihrem Thriller »Kill Girl. Tödliches Verlangen« sprengt sie die Grenzen des erotischen Romans und führt ihre Leser in gefährliche Abgründe, wie sie es in diesem Genre noch nie gegeben hat. Alessandra Torre lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn im sonnigen Florida.

Klappentext:
Deanna Maddens Leben funktioniert, solange sie die Regeln befolgt:

1. Verlasse niemals die Wohnung. Nicht in einem Notfall. Nicht, um Besorgungen zu machen. Die Tür bleibt verschlossen. Immer.

2. Entwickle niemals Gefühle für einen Kunden. Ziehe dich aus, stelle dich vor die Kamera und performe. Hüte ihre Geheimnisse. Wenn sie dich fragen, erzähle ihnen Lügen.

3. Töte niemanden.

Diese Regeln befolgte Deanna seit drei Jahren, und ihr Leben funktionierte. Bis sie anfing, die Regeln zu brechen …

Meine Meinung:
Der Klappentext hörte sich ganz ansprechend an und so landete dieses Buch in meinem Einkaufswagen.

Bis zur Hälfte des Buches ging es einzig darum, wie Deanna Madden lebt. Sie lebt in einem heruntergekommenem Haus in der 6. Etage. Seit 3 Jahren hat sie sich komplett von der Außenwelt abgeschottet. Sie bestellt alles was sie zum Leben braucht über das Internet. Der Postbote Jeremy muss die Pakete vor der Tür abstellen, eine Unterschrift auf das Pad kritzeln und wieder verschwinden. Dann gibt es den Nachbarn Simon, der die Aufgabe hat Deanna Nachts in ihrer Wohnung einzuschließen, sodass sie keine Chance hat hinaus zu kommen.

Deanna verdient sich ihr Geld als Camgirl. Eigentlich könnte sie ein schönes Leben führen, denn Geld hat sie mittlerweile genug, aber ihr blutiges Verlangen hindert sie an einem normalen Leben. Sie hat keine Freunde und kein Leben außerhalb ihrer 4 Wände. Der einzige Kontakt besteht zu ihren Kunden, wovon sie reichlich hat. Jeder mit einer anderen Vorliebe.

Eines Tages hat sie Kontakt zu einem Kunden der sie sehr zum Nachdenken bringt. Er hat pädophile Wünsche und erwähnt immer wieder den Namen Annie. Deanna macht sich sorgen, das Annie nicht nur eine Fantasiegestalt ist, sondern wirklich existiert. Als eines Tages ein Mädchen Namens Annie spurlos verschwindet stellt Deanna Nachforschungen über ihren Kunden an und hofft Annie retten zu können und gleichzeitig ihren Blutdurst zu stillen.

Ob sie es schafft wird an dieser Stelle nicht verraten.

Die erste Hälfte dieses Buches war sehr schleppend und so quälte ich mich von Seite zu Seite. Auch wenn die letzte Hälfte sehr spannend war, ist mir manches doch ein wenig komisch vorgekommen. An der einen oder anderen Stelle war die Konstruktion ein bisschen holprig und manches lief einfach wieder zu glatt und dadurch wirkte das alles ein bisschen zu unrealistisch. So ganz hat mich dieser Erotic Thriller nicht überzeugt.

Fazit: Alles in allem ist es ein unterhaltsames Buch mit einigen spannenden Momenten, aber ich hatte ein bisschen mehr erwartet.

Karin Slaughter: Harter Schnitt

Manche Schuld verjährt nie …

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Verlag: blanvalet
Format: Taschenbuch
Seiten: 512
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-442-37817-3
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Karin Slaughter, Jahrgang 1971, stammt aus Atlanta, Georgia. 2003 erschien ihr Debütroman Belladonna, der sie sofort an die Spitze der internationalen Bestsellerlisten und auf den Thriller-Olymp katapultierte. Ihre Romane um Rechtsmedizinerin Sara Linton, Polizeichef Jeffrey Tolliver und Ermittler Will Trent sind inzwischen in 35 Sprachen übersetzt und weltweit mehr als 30 Millionen Mal verkauft worden.

Klappentext:
Nach der Geburt ihrer Tochter kehrt Faith Mitchell vom GBI zurück in den Polizeidienst. Als sie eines Tages ihre Mutter nicht erreichen kann, die sich um das Baby kümmert, rast sie von der Arbeit nach Hause und findet ihre Tochter in einen Schuppen gesperrt, eine frische Blutspur an der Haustür, eine Leiche in der Kammer und zwei bewaffnete Männer im Schlafzimmer vor. Von ihrer Mutter keine Spur. In ihrer Verzweiflung wendet sich Faith ausgerechnet an Will Trent – der einst dafür sorgte, dass Evelyn Mitchell den Dienst quittieren musste …

Zum Buch:
Dies ist der dritte Band aus Karin Slaughters Georgia-Serie um die selbstbewusste Polizistin Faith Mitchell, ihren Partner Will Trent, deren Chefin Amanda Wagner und die Ärztin Sara Linton. Das Buch kann unabhängig von den zwei Vorgängern gelesen werden, allerdings finde ich es schöner, wenn man von Anfang an dabei ist.

Ich hätte mich vorher ein bisschen besser informieren müssen, dann hätte ich natürlich mit dem ersten Teil angefangen.

Nun gut…

Faith’s Mutter ist spurlos verschwunden. Bei den Ermittlungen stoßen Will und Amanda immer wieder auf Mitglieder der Los Texicanos und andere Gangs. Es kommt zu einer Vielzahl von brutalen Ermordungen, die anscheinend irgendetwas mit Evelyn zu tun haben. Oder nicht? Was ist das Motiv der Entführung? Hat es was mit Drogenhandel und Geld zu tun oder ist es ein persönliches Motiv?

Will versucht verbissen Evelyn zu finden. Doch Amanda, seine Chefin und beste Freundin von Evelyn scheint irgendetwas vor ihm zu verbergen. Sie will um jeden Preis ihre beste Freundin retten, aber trotzdem lässt sie Will in vielen Sachen im Dunkeln tappen. Aber warum? Was weiß Amanda?

Die Handlung wechselt oft zwischen der Suche nach Evelyn und dem Privatleben der Hauptprotagonisten. Es gab viele Nebenschauplätze, diese wurden zeitweise zu sehr in die Länge gezogen, denn es hat vom Hauptgeschehen um das Verschwinden von Faiths Mutter etwas ablenkt.

Dennoch hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Eine gut durchdachte Story, die mich zeitweise mächtig schlucken lies, denn Frau Slaughter geht hier mit einer Brutalität ans Werk…Wahnsinn…tolle Charaktere, viele Emotionen und unglaubliche Spannungsmomente.

Fazit:
Ein rasanter Thriller mit sehr viel Dynamik, Dramatik und einem hochspannendem, total überraschendem Ende. Die anderen Fälle möchte ich auf jeden Fall auch noch lesen.

Die Georgia-Serie:
Tote Augen (Band 1)
Letzte Worte (Band 2)
Harter Schnitt (Band 3)
Bittere Wunden (Band 4)
Schwarze Wut (Band 5)

Die liebe Brina hat im letzten Jahr Band 4: Bittere Wunden gelesen und rezensiert. Hier geht es zu Ihrem Beitrag >>PUSH<<.

Charlotte Link: Der Beobachter

Fesselnd, abgründig, raffiniert

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Verlag: Blanvalet
Taschenbuch mit 656 Seiten
Genre: Kriminalroman
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch »Die Betrogene« und zuletzt »Die Entscheidung« eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang 28,5 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Klappentext:
Er beobachtet das Leben wildfremder Frauen. Träumt sich an ihre Seite, in ihren Alltag. Identifiziert sich mit ihnen und will alles von ihnen wissen. Als Beobachter. Auf der Flucht vor seinem eigenen Dasein, das aus Misserfolgen besteht. Nur aus der Ferne liebt er die schöne Gillian Ward. Die beruflich erfolgreiche Frau, glücklich verheiratet, Mutter einer reizenden Tochter, wird von ihm über die Maßen idealisiert. Bis er zu seinem Entsetzen erkennt, dass er auf eine Fassade hereingefallen ist. Denn nichts ist so, wie es scheint. Gleichzeitig schreckt eine Mordserie die Menschen in London auf. Die Opfer: alleinstehende Frauen. Auf eine rachsüchtige, sadistische Weise umgebracht. Die Polizei sucht einen Psychopathen. Einen Mann, der Frauen hasst.

Ich habe gelesen:
Nach dem Mord an zwei älteren Frauen tappt die Polizei völlig im Dunkeln. Was haben die Frauen miteinander zu tun? Warum mussten sie so einen qualvollen Tod erleiden?

Beide waren alleinstehend und lebten eher zurückgezogen. Die Polizei sucht fieberhaft nach dem Täter und einem Motiv. Bald gerät der Arbeitslose Samson Segal ins Visier der Ermittler. Mit seinem speziellen Hobby macht er sich sehr verdächtig. Er beschattet die Frauen in seiner Nachbarschaft und führt genau Buch über deren Lebensgewohnheiten. Ganz besonders hat es ihm Gillian Ward angetan, die mit ihrem Ehemann Tom und ihrer Tochter Becky ein scheinbar perfektes Leben führt. Doch eines Tages muss er enttäuscht feststellen, dass es gar nicht so perfekt ist wie er dachte.

Gillian ist alles andere als glücklich. Sie lernt John kennen und lässt sich auf eine Affäre mit ihm ein. Für sie könnte es nicht besser laufen, alles scheint sich zum positiven zu entwickeln. Doch dann bricht ihre Welt völlig zusammen, als sie eines Abends die Leiche  ihres Mannes im Haus findet. Es werden Zusammenhänge gesucht, zwischen den Morden an den alleinstehenden Frauen und dem Mord an Tom. Sollte eigentlich nicht Tom sterben, sondern Gillian?

Fragen über Fragen, die Ihr nur beantwortet bekommt, wenn ihr dieses Buch lest.

Viele ausgezeichnet beschriebene Charaktere, die augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben.

Die Fäden der einzelnen Handlungsstränge verknüpfen sich langsam und man versteht immer mehr wie alles miteinander zusammenhängt. Auch das Motiv klärt sich und plötzlich schließt sich der Kreis zum Prolog.

Fazit: 
Und wieder hat sie es geschafft. Begeisterung pur. Wer die Bücher von Charlotte Link kennt weiß, dass sie am Ende immer eine riesen Überraschung bereit hält und das gefällt mir so an ihren Büchern. Immer wieder wird man in die Irre geführt um am Ende total überrascht zu werden. Einfach nur toll.

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Danke dafür!

Charlotte Link: Die Betrogene

Einsam wacht, wer um die Schuld weiß …

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Verlag: Blanvalet
Taschenbuch mit 640 Seiten
Genre: Kriminalroman
Preis: 9,99 €

Bestellbar: hier

Autorin:
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch »Die Betrogene« und zuletzt »Die Entscheidung« eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang 28,5 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Klappentext:
Um ein glückliches Leben betrogen – so fühlt sich Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard. Kontaktscheu und einsam, gibt es nur einen Menschen, den sie liebt: ihren Vater. Als dieser in seinem Haus grausam ermordet wird, verliert Kate ihren letzten Halt. Da sie dem alkoholkranken Ermittler vor Ort nicht traut, macht sie sich selbst auf die Spur dieses mysteriösen Verbrechens. Und entlarvt die Vergangenheit ihres Vaters als Trugbild, denn er war nicht der, für den sie ihn hielt.

Meine Eindrücke:
Ein toller Kriminalroman, der mich von Anfang an gefesselt hat. Er zeigt, wie aus einem schlimmen Unglück ein Drama werden kann.

Der pensionierte Kriminalkommissar Richard Linville wird grausam ermordet aufgefunden. Seine Kollegen versuchen, den Mord aufzuklären, dabei kommt ihnen Kate, die Tochter von Richard immer wieder in die Quere. Sie stellt eigene Ermittlungen an, da ihr die Polizei nicht die richtige Richtung einzuschlagen scheint. Schon bald geschieht ein weiterer Mord und die Frage ist: „Stehen die beiden Morde miteinander in Verbindung?“.

In einem Nebenhandlungsstrang versucht die Familie Crane aus Ihrem Alltagsstress zu entfliehen. Sie beschließen Urlaub auf einer einsamen, abgeschotteten Farm in den Hochmooren zu machen, um zur Ruhe zu kommen. Doch war das eine so gute Idee?

Charlotte Link beschreibt ihre Protagonisten wie immer sehr Bildhaft und eindringlich. Man fühlt mit ihnen, weil sie ihre verletzliche Seite offenbaren und dadurch Mitgefühl bei mir erwecken.

Während des Leseflusses wird klar, dass die Figuren, die nicht so breit dargestellt sind, dennoch für den Handlungsverlauf sehr wichtig sind und wie üblich bei den Krimis von Frau Link kann man sich sicher sein, dass es am Ende immer eine schlüssige Auflösung geben wird. Auch dieses Mal war ich wieder sehr überrascht, als ich erfuhr, wer der Mörder war und aus welchen Motiven heraus er gehandelt hat. Mit diesem Ende habe ich absolut nicht gerechnet.

Ich muss aber auch zugeben, dass ich vom Ende ein klein wenig enttäuscht war, denn während der ganzen Geschehnisse zuvor, gab es sehr detaillierte und umfangreiche Beschreibungen und der Schluss war mir persönlich zu knapp bemessen. Die Auflösung des Falls war irgendwie lieblos geschildert.

Es ist nicht das stärkste Buch von Charlotte Link, aber dennoch hat es mir sehr gut gefallen.

Fazit: 
Ich habe viel Kritik zu „Die Betrogene“ gelesen. Ich finde aber, dass es wieder ein gelungenes Buch von Charlotte Link war. Während des Lesens fragte ich mich immer wieder, in welchem Bezug alle Personen zueinander stehen könnten. Viele Handlungsstränge, die aber zu einem schlüssigen Ende führen. Wie üblich für die Autorin ein sehr einfacher, verständlicher Schreibstil, der es einem ermöglicht durch die Geschichte durchzufliegen. Super spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Beide Daumen hoch!!!