Camilla Grebe: Tagebuch meines Verschwindens

*Dieses Exemplar wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

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Verlag: btb
Paperback mit 608 Seiten
Genre: Psychothriller
Preis: 15,00€
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Autorin:
Camilla Grebe und Åsa Träff sind Schwestern, aufgewachsen in Älvsjö in der Nähe von Stockholm. Der Roman „Die Therapeutin“ war ihr erstes Gemeinschaftsprojekt, fast zwangsläufig entstanden aus ihrer Liebe zur Kriminalliteratur. Camilla, geboren 1968, lebt in Stockholm mit ihrem Mann, zwei Kindern und einem Dalmatiner. Sie ist studierte Betriebswirtin, hat den Hörbuchverlag „StorySide“ gegründet und betreibt ein Beratungsunternehmen. Åsa, geboren 1970, lebt in Gnesta mit ihrem Mann und zwei Kindern. Sie arbeitet als Psychologin mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie und betreibt in Stockholm mit drei Kollegen eine Gemeinschaftspraxis, die sich auf Angststörungen und neuropsychologische Störungen spezialisiert hat.

Klappentext:
Eine Tote, mitten im Wald. Getötet an dem Ort, wo vor Jahren das Skelett eines kleinen Mädchens lag. Ein cold case, der nie gelöst wurde. Wer sind die Toten? Was hat der spurlos verschwundene Kommissar mit ihnen zu tun? Und warum erinnert Profilerin Hanne sich an keine Ermittlungsergebnisse? Die Einwohner des kleinen trostlosen Omberg, das mitten zwischen dunklen Kiefernwäldern liegt, halten sich bedeckt. Doch niemand, nicht einmal die Polizei, kann der Wahrheit entkommen, die sich nach jahrelangem Schweigen bahnbricht…

Ich habe gelesen:
Ormberg ist ein trostloses Kaff in Schweden. Hier gibt es rein gar nichts außer Kiefernwälder, stillgelegte Betriebe und ein Flüchtlingsheim. Viele Menschen haben Ormberg bereits verlassen, da es einfach keinerlei Perspektiven gibt.

Vor einigen Jahren wurde hier die Leiche eines kleinen Mädchens in einer Geröllhalde gefunden. Es konnte bis heute nicht identifiziert werden, da es anscheinend keiner vermisst.

Heute, acht Jahre später, wird ein Ermittlerteam nach Ormberg geschickt, um sich mit diesem Cold Case zu beschäftigen. Darunter sind der Ermittler Peter, die Profilerin Hanne und die junge Polizistin Malin. Sie stammt aus Ormberg und hat damals das tote Mädchen gefunden.

Während Hanne und Peter im Alleingang ermitteln, verschwinden die Beiden. Nur kurze Zeit später wird Hanne verwirrt und orientierungslos am Waldrand gefunden. Das Problem ist, Hanne kann sich an nichts erinnern.

Sie hat schon seit längerer Zeit Gedächtnislücken. Aus diesem Grund führt sie Tagebuch, um Vergessenes wieder abrufen zu können. Doch leider ist das Tagebuch, ebenso wie Peter spurlos verschwunden.

Als ob das alles nicht schon schlimm genug wäre, taucht in der Geröllhalde eine weibliche Leiche auf. Genau an der Stelle an der vor acht Jahren die Mädchenleiche gefunden wurde.

Was ist hier los? Und wer ist diese unbekannte Frau mit dem eingeschlagenen Gesicht?

Neben den spannenden Ermittlungen lernen wir den Teenager Jake kennen. Er hat Hanne am Waldrand gefunden und ihr Tagebuch an sich genommen. Doch statt das Tagebuch der Polizei zu übergeben, liest er heimlich darin und erfährt Dinge, die er besser nicht gewusst hätte.

Das Buch wird aus drei Perspektiven erzählt. Polizistin Malin, Profilerin Hanne und Jake kommen abwechselnd zu Wort. Dadurch ist die Story sehr spannend gehalten und man bekommt immer mehr Einblicke in die Psyche, die Schwierigkeiten, aber auch die Sehnsüchte und Hoffnungen der einzelnen Charaktere.

Was mich wahnsinnig gestört hat, auf den ersten Seiten wurde ein Charakter mal Saga und dann wieder Sara genannt und das nicht nur einmal. Wie denn nun? Zum Glück zog sich dieser Fehler nicht durch das ganze Buch.

Die Protagonisten sind lebendig beschrieben und der Schreibstil ist sehr flüssig. Die Einsamkeit, das dauerhaft schlechte Wetter, die Kälte und der Schnee unterstreichen die Düsternis dieses Buches und das triste Leben der Einwohner von Ormberg.

Meiner Meinung nach, gab es zeitweise etwas unnötige Längen, doch die unerwarteten Wendungen und auch das völlig überraschende Ende haben mich dafür entschädigt.

Fazit:
Aktuelle Themen werden gekonnt durch Frau Grebe und ihre Schwester in die Story eingebaut. Das regt einige vielleicht zum Nachdenken an.

Der Thriller ist psychologisch raffiniert und fesselnd. Jeder hat Geheimnisse und vieles ist nicht so, wie es auf den ersten Blick scheint. So bleibt das Buch, bis auf einige Längen, spannend bis zum Schluss und ich wurde sehr gut unterhalten.

Yrsa Sigurdaróttir: R.I.P

*Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Dunkel. Brutal. Gandenlos.

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Verlag: btb
Hardcover mit 448 Seiten
Genre: Thriller
Preis: 20,00€
Bestellbar: kaufen

Autorin:
Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den „besten Kriminalautoren der Welt“ (Times). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit „Das letzte Ritual“, einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. DNA ist Start einer neuen Serie um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik.

Klappentext:
Er mordet kalt und brutal: Zwei Jugendliche sind seine Opfer. Über Social Media müssen Freunde deren letzte qualvolle Minuten mitansehen. Und dieser Mörder ist noch nicht fertig: Ein weiterer Junge wird vermisst. Was verbindet die Jugendlichen? Wer glaubt, sie verdienten den Tod? Und kann der Junge noch gerettet werden?

Huldar und sein Team ermitteln. Auch Psychologin Freyja wird wieder in die Untersuchungen einbezogen, trotz anfänglichen Widerwillens. Gemeinsam müssen sie den gnadenlosen Mörder finden, bevor er wieder zuschlägt…

Ich habe gelesen:
Stella wird brutal ermordet. Ihre Freunde bekommen ihre letzten qualvollen Minuten über Snapchat geschickt.

Nur wenige Tage später erhalten die Freunde von Egill auch solch fürchterliche Videos über Snapchat. Doch im Gegensatz zur Tat an Stella, wo offensichtlich ist, dass sie diesen Angriff nicht überlebt hat, hoffen nun die Ermittler Egill, zwar schwer verletzt, aber dennoch lebend zu finden.

Als ob das alles nicht schon schlimm genug ist, scheint es auch noch ein drittes Opfer zu geben.

Das Ermittlerteam aus Reykjavík versucht die Fälle schnellstmöglich zu lösen. Das gestaltet sich schwieriger als gedacht, denn es gibt keine offensichtlichen Hinweise auf das Motiv der Taten oder Verbindungen zwischen den Opfern. Die Jugendlichen waren augenscheinlich sehr beliebt und hatten keinerlei Probleme.

Kommissar Huldar wird zunächst nicht wirklich in die Ermittlungen mit einbezogen. Er und sein Partner bekommen so gut wie keine sinnvollen Aufgaben zugeteilt, dabei drängt die Zeit und jeder gute Mann wird gebraucht.

Grund dafür sind private Differenzen zwischen Huldar und seiner Chefin.

An dieser Stelle möchte ich kurz auf die vorherigen Bände eingehen. Huldar hat im ersten Band „DNA“ eine Nacht mit Freyja verbracht und war dabei nicht ganz ehrlich zu ihr. Im zweiten Band „SOG“, ist er nach einem alkoholgetränkten Abend mit seiner Chefin im Bett gelandet. Was natürlich ein riesen Fehler war, denn eigentlich möchte Huldar das Herz von Kinderpsychologin Freyja gewinnen, aber er bekommt es einfach nicht auf die Reihe. Erla wiederrum ist gekränkt.

Doch das Erla nun einen ihrer besten Ermittler aufs Abstellgleis stellt, nur weil sie eifersüchtig ist, geht gar nicht und behindert die Arbeit. Spannungen im Team sind was Normales und gerade wenn einem die Zeit im Nacken sitzt. Aber diese Reaktionen einer Chefin sind für mich ein absolutes no go und hat meiner Meinung nach auch zu viel Raum in der Story eingenommen und somit den Spannungsbogen immer wieder nach unten gedrückt.

Huldar lässt sich aber nicht unterkriegen und er schafft es sogar Freyja wieder mit ins Boot zu holen. Wie praktisch für ihn. Freyja hat gleich von Anfang an den richtigen Riecher, was den Grund der Taten anbelangt. Doch Erla glaubt nicht an diese Theorie.

So nach und nach kristallisiert sich heraus, weswegen gerade diese Jugendlichen zu Opfern wurden. Wahrlich waren die beiden keine Unschuldslämmer und sie haben fürchterliches getan. Was in meinen Augen die Wut und die Rachegelüste auch verständlich machen, aber entsetzt hat mich die Brutalität und überhaupt die Art und Weise der Rache.

Die Auflösung war sehr verstrickt und umfangreich, aber dennoch gut durchdacht. Doch hat mich auch dieser Band wieder etwas unbefriedigend gelassen. Auch wenn die Ermittlungen abgeschlossen wurden, zeigt das letzte Kapitel, dass doch noch nicht alles offengelegt wurde und somit eine Frage offen bleibt.

Auch die Beziehung zwischen Huldar und Freyja ist noch immer sehr angespannt. Irgendwann müssen sie doch mal zusammenfinden. Man möchte ja am liebsten in das Buch hineinkriechen und die beiden mal richtig schütteln.

Der Schreibstil ist wie gewohnt locker und leicht verständlich.

Anmerken möchte ich noch, dass der Titel „R.I.P.“ überhaupt nicht zu diesem Buch passt. Müssen es immer nur drei Buchstaben sein? Warum hat man nicht den isländischen Originaltitel einfach übersetzt?

Fazit:
Hier hat die Autorin ein weitgefächertes und brandaktuelles Problemfeld angesprochen, was ich sehr gut finde. Vielleicht öffnet das einigen Menschen die Augen, wenn man bedenkt wie die Opfer leiden und das meist ein Leben lang. Oder sie ihr Leben vielleicht schon vorzeitig beenden, weil sie mit ihrer Situation nicht mehr zurecht kommen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich auf weitere Bände mit den, mir liebgewonnenen, Charakteren Huldar und Freyja.

Yrsa Sigurdardóttir: SOG

*Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Zwei abgetrennte Hände, ein perfider Mord, kurz darauf ein weiterer. Was hat die unheimliche Botschaft eines Kindes mit den Toten zu tun? 

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Verlag: btb
Taschenbuch mit 464 Seiten
Genre: Thriller
Preis: 10,00€
Bestellbar: hier

Autorin:
Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den „besten Kriminalautoren der Welt“ (Times). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit „Das letzte Ritual“, einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. DNA ist Start einer neuen Serie um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik.

Klappentext:
Zwölf Jahre nach dem Tod und der Vergewaltigung eines Mädchens wird eine Zeitkapsel in Reykjavik gehoben. Darin enthalten: 10 Jahre alte Briefe von Schülern, die beschreiben, wie sie sich Island im Jahre 2016 vorstellen. Darunter findet sich noch etwas anderes: eine unheimliche Botschaft, die akribisch genau die Initialen von zukünftigen Mordopfern auflistet. Kurz danach werden zwei abgetrennte Hände in einem Hot Tub in der Stadt treibend gefunden. Doch noch hat keiner eine Vermisstenanzeige bei der Polizei gestellt. Schon bald taucht die erste verstümmelte Leiche auf, dicht gefolgt von einer zweiten, und es ist klar, dass die Botschaft aus der Zeitkapsel ernst zu nehmen ist.

Ein Fall für Kommissar Huldar, der sich beweisen muss: von seinen Leitungsaufgaben entbunden, wird er von den meisten seiner früheren Untergegebenen gemieden, die Beziehung zur Kinderpsychologin Freyja ist ebenfalls ruiniert, was er zu reparieren hofft, indem er sie in die jetzigen Ermittlungen mit einbezieht …

Ich habe gelesen:
Die 8-jahrige Vaka wartet nach der Schule auf ihren Vater, der sie eigentlich abholen wollte. Ihre eigentlich sehr zurückhaltende Mitschülerin Sigrun nimmt Vaka schließlich mit zu sich nach Hause, damit sie von dort ihre Familie kontaktieren kann. Doch von dort soll Vaka nie mehr zurück kommen.

Ein toller Einstieg, der eine gute Geschichte erahnen lies.

12 Jahre sind seitdem vergangen und Huldar ermittelt in einem eher unspektakulären Fall. Es geht um einen Aufsatz aus einer Zeitkapsel, den ein ehmaliger Schüler Namens Pröstur geschrieben hat.

Er prophezeit die Ermordung einiger Personen. Noch in diesem Jahr sollen sie sterben, allerdings sind nur die Initialen angegeben.

Für wirklich wichtige Aufgaben scheint Huldar nicht mehr herangezogen zu werden. Nach seinem letzten großen Fall (nachzulesen im ersten Band der Thriller-Reihe: „DNA“) hat er seine leitende Position verloren und genießt nur noch wenig Ansehen im Kommissariat. Aber lieber einen unspektakulären Fall bearbeiten, als gar keinen.

Er zieht die Kinderpsychologin Freyja hinzu. Auch sie genießt kein großes Ansehen mehr im Kinderhaus nach dem Fall, an dem sie gemeinsam mit Huldar gearbeitet hat. Eigentlich wollte sie nichts mehr mit Huldar zu tun haben, aber sie ist froh eine Aufgabe zu haben.

Gemeinsam versuchen sie den Verfasser des Ausatzes ausfindig zu machen, um die Bedeutung seiner Zeilen zu erfahren.

Währenddessen werden in einem Hot Tub eines ehemaligen Staatsanwaltes, abgetrennte Hände gefunden. Doch zu wem gehören sie und lebt die Person vielleicht noch?

Nur kurze Zeit später kommt eine Person auf grausame Art und Weise ums Leben.

Drei unterschiedliche Verbrechen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, entpuppen sich als Mordreihe mit einer sehr langen Geschichte.

Die Verbrechen sind erschreckend und abstoßend. Der Plot ist sehr komplex und ich hatte zunächst überhaupt keine Ahnung, wo mich das ganze hinführen wird.

Die Ermittlungen gehen nur sehr schleppend voran. So dauert es lange, bis die einzelnen Bausteine endlich ein Gesamtbild ergeben.

Auf die ganzen Hintergründe und Beziehungen der Verdächtigen wäre ich niemals gekommen. Sehr gut durchdacht.

Neben der Ermittlungsarbeit werden auch die privaten Probleme der Protagonisten beleuchtet. Das fand ich stellenweise sehr amüsant, aber an manchen Stellen war es etwas langatmig und hat die Spannung ein wenig raus genommen.

Dennoch hat mir das Buch sehr gut gefallen. Am Ende wird dann noch ein Geheimnis offenbart, welches nur zwei Personen kennen. Wenn das ans Licht gekommen wäre, hätte das die Handlung des/der Täter in eine ganz andere Richtung gelenkt.

Fazit:
Auch wenn es einige unnötige Längen gab hat mich der Thriller unheimlich gut unterhalten. Ein unglaublicher Fall der mich sehr bewegt hat und der schrecklicher war, als es zunächst den Anschein machte. Ich gebe gerne eine Leseempfehlung!

Yrsa Sigurdardóttir: DNS

Er schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts.

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Verlag: btb 
Taschenbuch mit 512 Seiten
erschienen: Oktober 2017
Genre: Thriller
Preis: 10,00€
Bestellbar: hier

Autorin:
Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den „besten Kriminalautoren der Welt“ (Times Literary Supplement). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit „Das letzte Ritual“, einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. DNA ist Start einer neuen Serie um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik.

Klappentext:
Zuerst trifft es eine junge Familienmutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavik. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter, die wider Erwarten den Angriff übersteht. Als wenig später eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel. Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat. Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen.

Ich habe gelesen:
Yrsa Sigurdardóttir startet mit „DNA“ eine Buchreihe mit den Hauptprotagonisten  Kommissar Huldar und der Psychologin Freyja.

Das Buch beginnt mit einer schlimmen Familientragödie im Jahr 1987. Schade das darauf nicht noch etwas näher eingegangen wurde, aber am Ende gab es dann doch noch ein paar klare Momente.

Im hier und jetzt geht es um den Mord an einer jungen Mutter von 3 Kindern. Sie wurde auf bestialische Weise ermordet und ihre 7-jährige Tochter Margrét wurde Zeugin, weil sie sich während der gesamten Tat unter dem Bett versteckt hatte.

Kommisar Huldar übernimmt, wenn auch nicht freiwillig, die Ermittlungen und versucht gemeinsam mit der jungen Psychologin Freyja Licht ins Dunkel zu bringen und den Mörder zu fassen.

Bei den ersten Befragungen der traumatisierten Margrét erzählt sie, dass eine weitere Frau sterben wird. Als kurz darauf eine zweite Leiche gefunden wird sind die Ermittler ratlos. Der selbe Täter, aber zwischen den beiden Frauen scheint es keinerlei Verbindungen zu geben.

Immer mehr ungewöhnliche Zufälle spielen mit einem Mal zusammen und den Ermittlern scheint der Durchbruch gelungen zu sein. Sie nehmen jemanden Fest und der Fall scheint endlich abgeschlossen zu sein.

Doch haben sie wirklich den richtigen Täter geschnappt???

Der Erzählstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Schwierigkeiten hatte ich allerdings mit den isländischen Namen. Ich musste einigen Charakteren einen neuen Namen verpassen, da ich sonst immer im Lesefluss gestört war, weil ich die Namen nicht richtig lesen konnte. Ansonsten waren die Personen im Buch sehr realistisch und gut gezeichnet.

Die kurze, gemeinsame Vergangenheit von Freyja und Huldar hat mich während der rasanten Story immer wieder ein wenig aus dem Grauen gerissen und ein wenig amüsiert. Dabei war erstaunlich, wie professionell die beiden dennoch miteinander arbeiten konnten.

Bis zum Ende wusste ich nicht so recht, wie die Geschichte von damals mit den aktuellen Taten zusammenhängt und wäre auch nie darauf gekommen, wer letztendlich der Täter war. Ich hatte die ganze Zeit so eine Vermutung, aber die hat sich am Ende nicht bestätigt.

Fazit:
„DNA“ war super spannend und gut durchdacht. Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt. Ich werde diese Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen und freue mich auf „SOG“.

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Randomhouse, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!