Sebastian Fitzek: Der Insasse

Ein vermisstes Kind – ein verzweifelter Vater – ein Höllentrip ins Innere der Psychiatrie

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Verlag: Droemer HC
Hardcover mit 384 Seiten
erschienen: Oktober 2018
Genre: Psychothriller
Preis: 22,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

Klappentext:
​Zwei entsetzliche Kindermorde hat er bereits gestanden und die Berliner Polizei zu den grausam entstellten Leichen geführt. Doch jetzt schweigt der psychisch kranke Häftling Guido T. auf Anraten seiner Anwältin. Die Polizei ist sicher: Er ist auch der Entführer des sechsjährigen Max, der seit drei Monaten spurlos verschwunden ist. Die Ermittler haben jedoch keine belastbaren Beweise, nur Indizien. Und ohne die Aussage des Häftlings werden Max‘ Eltern keine Gewissheit haben und niemals Abschied von ihrem Sohn nehmen können.

Drei Monate nach dem Verschwinden von Max macht ein Ermittler der Mordkommission dem verzweifelten Vater ein unglaubliches Angebot: Er schleust ihn in das psychiatrische Gefängniskrankenhaus ein, in dessen Hochsicherheitstrakt Guido T. eingesperrt ist. Als falscher Patient, ausgestattet mit einer fingierten Krankenakte. Damit er dem Kindermörder so nahe wie nur irgend möglich ist und ihn zu einem Geständnis zwingen kann.

Denn nichts ist schlimmer als die Ungewissheit.
Dachte er.
Bis er als Insasse die grausame Wahrheit erfährt …

Meine Meinung:
Zwei wirklich grausame Kindermorde hat Guido Tramnitz schon gestanden, doch das Schicksal eines dritten Kindes ist noch offen. Hat er auch den kleinen Max Berkhoff auf dem Gewissen?

Till, Vater von Max, ist der festen Überzeugung, dass Tramnitz auch seinen Sohn getötet hat. Doch warum gesteht er nicht endlich? Was für ein perfides Spielchen wird hier gespielt?

Tramnitz sitzt mittlerweile im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und schweigt weiterhin. Till kennt nur noch ein Ziel. Er muss irgendwie zu Tramnitz vordringen und wenn er selbst zum Insassen der Psychiatrie werden muss.

Sein Vorhaben gelingt und Till wird als Patrick Winter in die Psychiatrie eingeliefert. Kaum in der Klinik angekommen, beginnt ein wahrer Alptraum für Till und auch für mich als Leser.

In der Klinik trifft er auf wirklich ungewöhnliche Gestalten. Menschen die ganz klar in der richtigen Einrichtung sind. Doch nicht nur die Insassen legen ein merkwürdiges Verhalten an den Tag.

Wird es Till gelingen an Tramnitz ran zu kommen? Und wenn ja, wird er endlich die Wahrheit erfahren und die Chance bekommen, sich von seinem Sohn zu verabschieden?

Till war mir von Anfang an sehr sympathisch. Ein Vater, der nur Gewissheit haben möchte, was mit seinem Sohn passiert ist. Der alles daran setzt, die Wahrheit zu erfahren.

Fitzek peitschte mich mit seinem einfachen Schreibstil und einem wahnsinnig tollen Plot durch die Seiten. Super gezeichnete Charaktere durfte ich kenne lernen. Er hat wirklich ein Händchen für ausgefallene Storys.

Natürlich bildet man sich schnell eine Meinung und versucht zu erraten, wie das Ganze endet und was geschehen ist. Tja… und dann kommt man an eine Stelle, an der die Geschichte meine Gedankengänge wieder komplett durcheinander würfelt und mich total verwirrt.

​Niemals hätte ich mit diesem Ende gerechnet. Die Auflösung und auch die psychische Erkrankung, um die es in dem Buch geht, fand ich grandios und sehr realistisch.

Fazit:
Ein fantastischer Psychothriller, der mich vollends überzeugt hat. Ich habe schon viele Werke von Herrn Fitzek gelesen. Der eine etwas stärker, der andere nicht ganz so. „Der Insasse“ ist aber für mich ein sehr, sehr starkes Buch und ein absolutes muss für Fitzek-Fans.

Emma Curtis: Dein perfektes Leben

Ein düsterer und hoch spannender Roman über Freundschaft, Verrat und Lügen.

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Verlag: Diana
Taschenbuch mit 480 Seiten
erschienen: November 2018
Genre: Psychothriller
Preis: 9,99€
Bestellbar: hier

Autorin:
Die englische Bestsellerautorin Emma Curtis wurde in Brighton geboren und wuchs in London auf. Ihre Faszination für die dunklen Seiten des Lebens inspirierte sie zu ihrem Roman. Emma Curtis lebt mit ihren beiden Kindern und ihrem Ehemann in Richmond bei London.

Klappentext:
Zwanzig Minuten nur verlässt Vicky das Haus, während ihr Baby schläft. Als sie zurückkehrt, ist die Katastrophe geschehen, und nichts ist mehr wie zuvor. In ihrer Not vertraut sich Vicky ihrer besten Freundin Amber an, die der Polizei gegenüber behauptet, dass die beiden Frauen die ganze Zeit bei dem Kind gewesen seien. Doch dann geschehen weitere Unglücke. Bald wird klar, dass jemand das Leben von Vickys Familie sabotiert – jemand in ihrer unmittelbaren Nähe. Ein Albtraum beginnt, der Vicky bis an ihre äußersten Grenzen treibt.

Meine Meinung zum Buch:
Wie ihr im Klappentext schon gelesen habt, beginnt der ganze Schlamassel, weil Vicky ihr Baby alleine gelassen hat. Und das alles nur um sich ein renovierungsbedürftiges Haus anzusehen. Vickys beste Freundin Amber arbeitet für eine Immobilienmaklerin und hat ihr den Termin kurzfristig einrichten können. Als Vicky nach 20 Minuten zurück kommt erwischt sie einen Einbrecher mit ihrem Baby im Arm. Er wirf ihr Josh zu, dabei fällt das Baby auf den Boden und bricht sich den Arm. Auch Amber ist Vicky nach Hause gefolgt und trifft den Einbrecher noch im Hausflur an. Doch er kann fliehen.

Josh muss so schnell wie möglich ins Krankenhaus. Doch was sollen sie der Polizei sagen? Vicky und Amber beschließen, dass es keine gute Idee ist, zu sagen, dass Vicky ihr Baby alleine zu Hause gelassen hat. Womöglich nimmt ihr das Jugendamt dann ihre drei Kinder weg.

Vicky fühlt sich sichtlich unwohl mit dieser Lüge, auch weil sie ihren Mann Tom diesbezüglich angelogen hat. Und nicht nur das. Sie hat sich eine Zeit lang heimlich mit einem anderen Mann getroffen. Auch wenn es nicht zum Sex gekommen ist, belastet sie dieses Geheimnis sehr. Gut das Amber ihr zur Seite steht.

Es passieren immer mehr unerklärliche Dinge, die die Familie Seagraves auseinander zu treiben scheinen. Als eines Tages auch noch das Jugendamt vor Vickys Tür steht, bricht sie fast zusammen. Irgendein Nachbar hat die Familie gemeldet. Doch wer könnte ihnen etwas Böses wollen?

Auch zwischen Amber und Tom scheint sich etwas verändert zu haben. Sie haben eine Bindung zueinander aufgebaut, die Vicky gar nicht gefällt. Es soll auch nicht mehr lange dauern, bis Vicky eine schreckliche Wahrheit herausfindet, die alles verändern wird…

Zunächst dachte ich…naja einen Psychothriller würde ich das jetzt nicht nennen, doch die Spannung baut sich immer mehr auf  und so nach und nach beginnen die  Psychospielchen. Ich habe mit Vicky gelitten und wollte sie gerne mal richtig schütteln, damit sie aufwacht und mal eine richtige Entscheidung trifft. Wie kann sie nur so dumm sein? Doch wie hätte ich mich in ihrer Situation verhalten?

Die Geschichte ist aus Sicht von Vicky und Amber geschrieben und zwischen den Kapiteln reise ich immer wieder in das Jahr 1992 zurück. Hier geht es um ein kleines Mädchen, welches mit 10 Jahren ihre Mutter verloren hat und es bisher wahrlich nicht einfach im Leben hatte. Echt schlimm und traurig. Doch was hat dieses Mädchen mit den aktuellen Ereignissen zu tun? Ihr werdet es erfahren.

Ich hatte sehr schnell einen Verdacht, wer für dieses ganze Chaos verantwortlich ist, konnte mir aber noch nicht so richtig erklären wieso. Dieses Rätsel wird aber am Ende vollends aufgeklärt. Ich hätte es mir allerdings ein bisschen anders gewünscht. Und eine Frage ist für mich auch leider offen geblieben. Frau Curtes hätte ruhig noch 10-20 Seiten mehr schreiben können.

Fazit:
Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Ich habe mit Vicky gelitten und habe sie versucht gedanklich in eine andere Richtung zu steuern. Leider war mir das aber nicht möglich *lach*. Ein absolut gelungenes Buch, dass ich Euch unbedingt weiterempfehlen möchte.

Das Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Dankeschön!

Mark Sennen: Der Frauensammler

Er sieht Dich.
Er berührt Dich.
Aber manchmal ist das nicht genug.

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Verlag: Blanvalet
nur noch als eBook erhältlich
erschienen: August 2016
Genre: Thriller
Preis: 8,99€
Bestellbar: hier

Autor:
Mark Sennen wurde in Surrey geboren und verbrachte seine Jugend auf einem kleinen Bauernhof in Shropshire. Er studierte an der Universität von Birmingham und unterrichtete dort später selbst Kulturwissenschaft. Daneben hat er sich als Landwirt, Schlagzeuger und Programmierer versucht. Mark Sennen lebt mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Kindern im ländlichen Devon. Der Frauensammler ist sein erster Roman.

Klappentext:
Polizistin Charlotte Savage ermittelt in einer Verbrechensserie, die ganz Plymouth in Angst und Schrecken versetzt: Mehrere junge Frauen wurden betäubt und missbraucht. Sie überlebten, erinnern sich aber an kaum etwas. Doch dann wird eines der Opfer tot und grausam verstümmelt am Strand aufgefunden. Wenig später taucht eine weitere Tote auf, und die Untersuchungen bringen ein schauerliches Ergebnis: Die junge Frau wurde eingefroren. Schnell geraten Charlotte Savage und ihr Team unter Druck, denn ein weiteres Mädchen wird als vermisst gemeldet. Können sie den Serienkiller aufhalten, bevor er erneut zuschlägt?

Ich habe gelesen:
Mark Sennen hat eigentlich einen sehr spannenden Thriller mit einer tollen Story geschrieben, aber ich bin mit seinem Schreibstil nicht richtig warm geworden. Es gab Kapitel da konnte ich ihm einfach nicht richtig folgen.

Charlotte Savage ist die Hauptermittlerin in den grausamen Mordfällen. Man erfährt gleich zu Beginn ein wenig aus ihrem Privatleben, doch spielt das während der Story nur eine untergeordnete Rolle. Im Gegensatz zu anderen Ermittlern aus anderen Büchern wo es einen ständigen Wechsel zwischen der Arbeit und dem privaten Umfeld gibt.

Eigentlich fand ich das ein wenig schade. Man konnte sich zwar voll und ganz auf die Ermittlungen konzentrieren, aber ich konnte Charlotte nicht wirklich kennen lernen und somit auch keine richtige Bindung zu ihr aufbauen.

So ging es mir fast mit allen Protagonisten. Ich habe auch die Ermittler ständig durcheinander gebracht und musste immer überlegen: „Wer war das jetzt nochmal?“ Das hat leider den Lesefluss ein wenig gestört. Die einzige Person mit der ich eine Bindung aufbauen konnte war der Täter. Er hatte seine eigenen Kapitel und diese ließen tief blicken. Ein kaputter Mensch durch und durch.

Das Buch erfordert sehr viel Aufmerksamkeit, damit man auch alles begreift und die einzelnen Puzzlesteine zusammen setzen kann.

Der Fall wird nach jedem Kapitel ein wenig durchsichtiger, sodass ich nach und nach schon erfahre wie alles miteinander zusammenhängt. Das hat mir sehr gut gefallen, denn meistens wird die Aufklärung immer zum Schluss mal schnell abgehandelt.

Alles war am Ende stimmig und die einzelnen Fäden die der Autor gesponnen hat liefen ordentlich zusammen.

Fazit:
Trotz einiger kleiner Leseschwierigkeiten hat mir das Buch gut gefallen. Es war durchweg spannend und unheimlich grausam. Eine unfassbare Story, die mir das Blut in den Adern gefrieren ließ.

Charlotte Link: Die Suche

Mehrere verschwundene Mädchen, eine Tote in den Hochmooren und scheinbar keine einzige Spur …

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Verlag: Blanvalet
Gebundenes Buch mit 656 Seiten
erschienen: Oktober 2018
Genre: Kriminalroman
Preis: 24,00€
Bestellbar: hier

Autorin:
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch »Die Betrogene« und zuletzt »Die Entscheidung« eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang 28,5 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Klappentext:
In den Hochmooren Nordenglands wird die Leiche der ein Jahr zuvor verschwundenen 14-jährigen Saskia Morris gefunden. Kurze Zeit später wird ein weiteres junges Mädchen vermisst, die ebenfalls 14-jährige Amelie Goldsby. Die Polizei in Scarborough ist alarmiert. Handelt es sich in beiden Fällen um denselben Täter? In den Medien ist schnell vom Hochmoor-Killer die Rede, was den Druck auf Detective Chief Inspector Caleb Hale erhöht.
Auch Detective Sergeant Kate Linville von Scotland Yard ist in der Gegend, um ihr ehemaliges Elternhaus zu verkaufen. Durch Zufall macht sie die Bekanntschaft von Amelies völlig verzweifelter Familie, wird zur unfreiwilligen Ermittlerin in einem Drama, das weder Anfang noch Ende zu haben scheint. Und dann fehlt plötzlich erneut von einem Mädchen jede Spur …

Wie hat mir das Buch gefallen:
Die Hauptcharaktere aus diesem Buch waren mir bereits aus „Die Betrogene“ bekannt. Gerne könnt ihr meine Rezension dazu HIER nochmal lesen.

Nachdem „Die Betrogene“ meiner Meinung nach nicht das stärkste Buch von Charlotte Link war, hat mich „Die Suche“ wieder absolut begeistert.

In Scarborough verschwinden junge Mädchen. Hannah Caswell ist seit 4 Jahren spurlos verschwunden.

An dem Tag, an dem die seit ungefähr einem Jahr vermisste Leiche von Saskia Morris auftaucht, verschwindet ein weiteres Mädchen. Amelie Goldsby.

Kate Linville, Detective Sergeant von Scotland Yard, gerät zufällig mitten in diese grauenvollen Ereignisse.

Sie ist gerade in Scarborough um ihr Elternhaus zu verkaufen, aber mit den letzten Mietern hatte sie kein Glück. Sie haben das Haus in einem widerlichen Chaos zurück gelassen. Nun muss entrümpelt und komplett renoviert werden. Weil sie in dem heruntergekommenen Haus nicht wohnen kann, quartiert sie sich in dem Bed & Breakfast der Familie Goldsby ein. So erfährt sie aus erster Hand vom Verschwinden der Tochter Amelie.

Nach Bitten der Mutter, lässt Kate sich überreden, selbst ein wenig zu ermitteln, obwohl sie weiß, dass sie damit dem Leiter der Ermittlung, Detective Chief Inspector Caleb Hale, in die Quere kommen könnte.

Ein viertes Mädchen verschwindet. Sie passt jedoch nicht in das Beuteschema des Entführers. Bisher handelte es sich immer um Mädchen aus einem gut behütetem Zuhause. Mandy Allard jedoch kommt aus einer zerrütteten Familie.

Wird man Amelie und Mandy noch lebend finden? Steckt hinter allen Fällen der Hochmoor-Killer? Und was ist aus der vor 4 Jahren verschwundenen Hannah geworden?

Die Geschichte ist sehr gut durchdacht und die verschiedenen Handlungsstränge fügen sich am Ende wunderbar zusammen. Super fand ich auch wieder die unterschiedlichen Erzählperspektiven. Ich habe Caleb Hale und Kate Linville begleitet, aber auch die verzweifelten  Eltern von Amelie und den Entführer. Ich habe mich beim Lesen nach Scarborough treiben lassen und habe am Leiden der Menschen teilgenommen.

Einen Kritikpunkt muss ich allerdings anbringen. Den habe ich aber nur, weil ich „Die Betrogene“ vorher gelesen haben.

Die Verhaltensmuster von Kate und Caleb haben sich überhaupt nicht verändert. Sie wurden als Menschen mit schweren persönlichen Problemen geschildert.

Kate ist immer noch die graue Maus die von ihren Kollegen bei Scotland Yard nicht akzeptiert wird und auf der Karriereleiter nicht voran kommt. Auch mit einer festen Beziehung will es einfach nicht klappen. Es interessiert sich einfach kein Mann für die unscheinbare Kate.

Caleb ist auch noch der Alte. Als halbwegs trockener Alkoholiker kämpft er täglich gegen seine Sucht. Gerade in Stresssituationen schreit der Alkohol förmlich nach ihm. Er ermittelt meiner Meinung nach auch noch besonderst gut. Wenn er sich erst an einem möglichen Verdächtigen festgebissen hat, schaut er nicht mehr nach links und rechts und dementsprechend schreiten die Ermittlungen auch nicht voran.

Es wäre schön gewesen wenn Frau Link hier eine positive Entwicklung der beiden Charaktere vorgenommen hätte, das hätte die Spannung noch ein wenig gesteigert. So war das Verhalten der beiden, für mich, doch sehr vorhersehbar.

Fazit:
Frau Link schreibt wie gewohnt sehr flüssig und fesselnd. Mit „Die Suche“ hat sie wieder einen sehr gut konstruierten Kriminalroman geschaffen. Bisher für mich das Beste Buch von ihr.

Bis zum Schluss rätselt man, wer denn nun hinter allem steckt und wie alles miteinander zusammenhängt. Selbst als man es dann endlich weiß, ist die Spannung noch nicht zu Ende, denn es warten trotzdem noch Überraschungen auf mich.

So muss ein guter Krimi sein. Spannend und nicht vorhersehbar! Beide Daumen gehen nach oben!

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Lorenz Stassen: Angstmörder

Er liebt seine Opfer

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Verlag: Heyne
Klappenbroschur mit 352 Seiten
erschienen: Oktober 2017
Genre: Thriller
Preis: 12,99€
bestellbar: hier

Autor:
Lorenz Stassen, geboren 1969, wuchs in Solingen auf und wurde zunächst Chemielaborant. Er wechselte ins Film- und Fernsehgeschäft und arbeitet seit 1997 als freischaffender Drehbuchautor, u. a. für »Alarm für Cobra 11« und »Soko Köln / Soko Stuttgart«. »Angstmörder« ist sein erster Roman. Lorenz Stassen lebt in Köln.

Klappentext:
Als der notorisch erfolglose Anwalt Nicholas Meller die junge Nina empfängt, die sich bei ihm bewirbt, wird schnell klar: Nina sieht genauso gut aus wie auf dem Bewerbungsfoto, und – sie trägt einen körperlichen Makel. Ihr rechter Arm ist zurückgebildet. Ebenso schnell wird klar: Nina ist eine starke Frau, die kein Mitleid duldet und sich durchs Leben kämpft. Beide ahnen nicht, dass ihre Schicksale schon bald durch dramatische Ereignisse verschmolzen werden. Sie geraten in den Fall um einen unheimlichen Mörder, der seine Opfer mit chirurgischer Präzision einkreist und brutal umbringt. Was niemand weiß: Der Angstmörder hat sein nächstes Opfer schon ausgewählt …

Ich habe gelesen:
Der, aus Sibirien stammende, Anwalt Nicholas Meller ist ein eher mäßig erfolgreicher Pflichtverteidiger. Hauptsächlich vertritt er osteuropäische Autoschieber oder Mandanten, die von den erfolgreichen Anwaltskanzleien abgelehnt wurden. Er ist nicht der begehrteste Anwalt und zeigt dementsprechend auch keinen großen Elan an der Arbeit.

Doch als die junge Studentin Nina bei ihm auftaucht und sich als Referendarin bewirbt, ändert sich alles schlagartig. Nina ist attraktiv, doch ihr fehlt ein Arm, was Nicholas anfangs sehr irritiert. Doch schnell werden die beiden ein eingespieltes Team und arbeiten zusammen an dem ersten Mordfall in Mellers Kariere.

Ein ehemaliger Mandant wird beschuldigt seine Ehefrau auf bestialische Art und Weise ermordet zu haben. Die Beweislast ist erdrückend. Nicholas und Nina glauben an seine Unschuld und versuchen einen Alternativtäter ausfindig zu machen.

Dank Nina ihrer guten Recherchen kommen die Beiden gut in dem Fall voran und merken leider viel zu spät, dass sie schon viel zu nah dran sind, denn der Mörder kommt ihnen auf die Spur.

Mir hat der Debütthriller von Herrn Stassen sehr gut gefallen. Ich wurde durchweg gut unterhalten. Der Schreibstil ist sehr flüssig und spannend. Ein bisschen Kritik muss ich aber trotzdem aussprechen. Der Autor hat während der gesamten Story den Spannungsbogen stetig aufgebaut und gerade bei der Auflösung am Ende hat er irgendwie mit Worten gespart. Gut gewähltes und durchdachtes Ende aber mir persönlich etwas zu abrupt.

Fazit:
Lorenz Stassen ist mit „Angstmörder“, trotz meines kleinen Kritikpunktes, ein spannender Thriller gelungen. Packend und auch bewegend wenn ich über die Opfer nachdenke und was sie erlitten haben, aber auch die Beweggründe des Mörders haben mich traurig gemacht. Das Buch erhält von mir eine Leseempfehlung.

Dieser Thriller wurde mir von der Verlagsgruppe Randomhouse, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Michael Koglin: Seelensplitter

Die Dämonen der Vergangenheit sind erwacht – und bringen den TodScreenshot_20171019-193019.png

Verlag: Goldmann
eBook mit 192 Seiten
Erscheinungsdatum: Dezember 2012
Genre: Thriller
Preis: 3,99 € (Taschenbuch: 8,99 €)
Bestellbar: hier

Autor:
Michael Koglin lebt als freier Journalist, u. a. für Mare, Brigitte, NDR und Die Zeit, sowie als Schriftsteller in Hamburg. Neben Kriminalromanen hat er Kurzgeschichten, Kinder- und Sachbücher sowie zahlreiche Drehbücher und Theaterstücke verfasst. Er wurde mehrfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Bekannt wurde Michael Koglin nicht zuletzt mit der »Dinner for One«-Reihe, schwarzhumorigen Krimis mit dem Personal des bekannten Silvester-Sketches.

Klappentext:
»Es wird mich töten, Lina«, sagte Carolin. »Uns alle.« Die junge Polizistin Lina Andersen kennt Carolin aus einer Gruppentherapie. Lina hatte schon damals Carolines paranoide Züge bemerkt, deshalb schickt sie die Frau nun weg. Außerdem will Lina nichts mehr mit der Vergangenheit zu tun haben. Das ist vorbei. Eine Woche später steht Lina vor Carolins Leiche. Die junge Frau wurde brutal ermordet. Als eine weitere ehemalige Teilnehmerin der Therapiegruppe umgebracht wird, kann Lina nicht mehr vor der Vergangenheit fliehen. Die alten Dämonen sind erwacht …

Nachdem ich „Der Mädchenmacher“ von Michael Koglin bereits gelesen habe, wollte ich das erste Buch aus der Reihe um Lina Andersen natürlich auch gerne lesen, auch wenn mich „Der Mädchenmacher“ nicht gänzlich überzeugt hatte.

Meine Meinung:

Zwei Leichen aus dem Umfeld von Lina…und es sollten nicht die Letzten sein. Mord durch einen explodierten Vibrator? Was ist da los? Um was geht es hier? Alle Hinweise führen in die Vergangenheit von Lina.

Lina beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. An sich ist das ja nichts Schlimmes. Was mich aber hier unheimlich stört ist, dass eine Polizistin Beweise und Hinweise zurück hält, die den Täter vielleicht schon eher entlarven könnten. Kann man so eine Polizistin überhaupt ernst nehmen?

Nun gut…ist halt so. Unterstützung erhält sie von dem sympathischen Asiaten Che. Ihn hat sie während ihres Dienstes kennengelernt. Che steht Lina immer zur Seite und auf ihn kann sie sich verlassen. Oder?

Gemeinsam stellen sie sich der Vergangenheit, doch die Zeit arbeitet gegen sie. Immer mehr Menschen müssen sterben wegen einer Vergangenheit, an die Lina sich nicht erinnern kann.

Zwischendurch erhält der Leser erschütternde Rückblicke und Gedankenblitze eines offensichtlich missbrauchten Kindes. Echt Grausam. Handelt es sich hierbei etwa um Lina?

Die Geschichte ist gut konstruiert. Der Autor schaffte es mich bis zum Schluss im Unklaren zu lassen. Ich hatte keine Vermutung, wer der Täter sein könnte, es war absolut nichts vorhersehbar und das hat mir sehr gut gefallen.

Die Auflösung am Ende war natürlich der absolute Hammer. Damit hätte ich nie gerechnet. Allerdings muss ich sagen hier fehlten mir noch ein paar Seiten. Die Auflösung gab es, ja, aber dieses abrupte Ende hat dann doch noch ein Paar neue Fragen aufgeworfen.

 

Fazit:
Michael Koglin ist mit „Seelensplitter“ ein überaus spannender Thriller gelungen. Packend und nervenzerreißend. Trotz kleinerer Kritikpunkte erhält das Buch von mir eine Leseempfehlung.