Daniel Leitner: Muttermal

*Rezension*

Kindle Ausgabe: 0,99 €
Taschenbuch: 9,99 €
kaufen

Autor:
Daniel Leitner, geb. am 17.06.1992 in Wels/Oberösterreich. Mit dem Schreiben hat er sehr früh begonnen. Anfangs waren es Horror-Kurzgeschichten – bis er 2013 seinen allerersten Roman „Von Tauben und Lämmern“ veröffentlichte. Seit über zehn Jahren leitet er einen Musicalverein „MuVe“, bei dem er Drehbücher schreibt, Regie führt und manchmal selbst als Sänger, Tänzer und Schauspieler auf der Bühne steht. Auf seinen Youtube-Kanal „UNITED COLORS OF DANIEL“ lädt er wöchentlich Cover-Songs, Musikvideos, Serien und Kurzfilme sowie Videos zu persönlichen Themen hoch.

Klappentext:
Von seinen leiblichen Eltern weiß der dreißigjährige Deutschlehrer Jonas kaum etwas. Das ändert sich jedoch schlagartig, als seine vermeintliche Mutter plötzlich vor seiner Wohnungstüre auftaucht.

Jonas willigt ein, ein Wochenende mit ihr in einer Hütte im Wald zu verbringen, um all seine Fragen endlich beantwortet zu bekommen. Das Familienglück scheint perfekt – doch während seine leibliche Mutter immer mehr von ihrem Leben preisgibt, bemerkt Jonas Widersprüche und stellt sich die Frage: Wer ist diese Frau wirklich und welches Geheimnis verbirgt sie?

Abgeschottet von der Außenwelt beginnt ein Katz- und Mausspiel, in dem nichts so ist, wie es zunächst scheint.

Wie hat mir das Buch gefallen?
30 Jahre lang wusste Jonas nicht, wer seine leibliche Mutter ist, denn direkt nach seiner Geburt wurde er zur Adoption freigegeben.

Doch dann plötzlich steht eine Frau vor seiner Tür und behauptet, seine Mutter zu sein. Sie bittet ihn um ein Wochenende zu zweit, um sich kennenzulernen.

Die Entscheidung fällt Jonas nicht leicht. Soll diese Frau wirklich seine Mutter sein? Nach all der langen Zeit sollen endlich seine vielen Fragen beantwortet werden? Wird es ihm nach dem Treffen besser gehen?

Er entscheidet sich schließlich für das Wochenende mit Christine und sie bereisen eine einsame Hütte im Wald.

Dort angekommen fangen beide an, Stück für Stück, ihre Geschichten zu erzählen. Doch Jonas ist hin und her gerissen. Irgendetwas scheint mit Christine nicht zu stimmen. Er hat das Gefühl, dass sie nicht ehrlich zu ihm ist.

Was verbirgt sie? Und was hat sie vor?

Dies ist ein sehr ruhiger Thriller, der von den Geschichten der beiden Hauptprotagonisten lebt. Anfangs dachte ich: „Oje, das wird bestimmt langweilig.“

Doch falsch gedacht. Die steten Perspektivenwechsel halten die Spannung das ganze Buch über hoch. Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wo das Ganze hinführt.

Herr Leitner hat einen sehr flüssigen, angenehmen Schreibstil und die Charaktere sind toll gezeichnet. Wer ist Jonas heute? Wie verlief seine Kindheit? Auch Christine berichtet von ihrer Jugendzeit und wie es ihr bis heute ergangen ist.

Wo führt uns die Reise der beiden hin?

Die Auflösung hat mich sehr überrascht und ich finde es ein echt geniales Ende. Allgemein war die Story sehr stimmig und gut durchdacht.

Fazit:
„Muttermal“ war mal etwas anderes. Es ist kein blutrünstiger Thriller, wo an jeder Ecke eine neue Leiche wartet. Dennoch erwartet Euch ein packendes Leseerlebnis, welches von Gefühlen und Emotionen lebt.

Freut Euch auf jede Menge Drama und unerwartete Wendungen.

Daniel Leitner: Loveland…

…von Liebe, Sex und der Kunst man selbst zu sein.

*Rezension*

Kindle Ausgabe: 0,99 €
Taschenbuch: 8,99 €
kaufen

Autor:
Daniel Leitner, geb. am 17.06.1992 in Wels/Oberösterreich. Mit dem Schreiben hat er sehr früh begonnen. Anfangs waren es Horror-Kurzgeschichten – bis er 2013 seinen allerersten Roman „Von Tauben und Lämmern“ veröffentlichte. Seit über zehn Jahren leitet er einen Musicalverein „MuVe“, bei dem er Drehbücher schreibt, Regie führt und manchmal selbst als Sänger, Tänzer und Schauspieler auf der Bühne steht. Auf seinen Youtube-Kanal „UNITED COLORS OF DANIEL“ lädt er wöchentlich Cover-Songs, Musikvideos, Serien und Kurzfilme sowie Videos zu persönlichen Themen hoch.

Klappentext:
Ein Junge, der singt!
Ein Junge, der gerne auffällt!
Ein Junge, der bevorzugt Männer liebt!

Schon in jungen Jahren wurde Daniel Leitner mit Vorurteilen, Mobbing und Schubladendenken konfrontiert. Mit diesem Buch möchte er allen Mut machen und anhand seiner positiven, als auch negativen Erfahrungen zeigen, dass es nicht immer einfach ist, kompromisslos zu sich selbst zu stehen!

Mit viel Humor, gnadenloser Ehrlichkeit und einer Prise (Selbst-)Ironie erzählt Daniel, wie er zu dem Menschen geworden ist, der er immer sein wollte – er selbst.

Wie hat mir das Buch gefallen?
Vor kurzem habe ich „Und mit mir die Dunkelheit“ von Daniel Leitner gelesen. Das Buch hat mir richtig gut gefallen und ich bin neugierig auf den Autor geworden.

Dann sprang mir „LOVELAND“ ins Auge. Der Klappentext versprach mir, mehr über Herrn Leitner zu erfahren und so musste ich nicht lange überlegen und habe mir das eBook gekauft.

Mit dieser Lektüre versucht der Autor die Menschen zum Nachdenken anzuregen.

„Mit sich selbst im Reinen zu sein, funktioniert erst dann, wenn wir uns so akzeptieren, wie wir sind. Es ist nicht wichtig, irgendjemandem zu gefallen!“

Mittlerweile sehe ich das genauso, doch das war auch bei mir nicht immer so, denn es ist echt schwierig in der heutigen Gesellschaft, sich nicht anpassen zu wollen.

Warum lassen wir nicht jeden Menschen so sein wie er/sie ist.

Das ist es, was uns der Autor versucht in diesem Buch vor Augen zu führen. Jeder hat das Recht glücklich zu sein.

Durch seine eigenen Lebenserfahrung gibt er dem Leser Mut mit auf den Weg.

Ich finde es Klasse wie offen und ehrlich Daniel seine Gedanken und Gefühle ausspricht und ich kann mich in vielen Punkten mit ihm identifizieren.

Der Autor hinterfragt viel und ich denke, dass es viele Leser zum Nach- und vielleicht auch zum Umdenken anregt.

Eine der wichtigen Botschaft, die der Autor vermittelt, lautet: „Sei du selbst, damit du glücklich sein kannst“.

Fazit:
Mir hat das Buch gut gefallen. Ich teile viele Ansichten mit dem Autor und wenn wir alle so leben würden, dann wäre es um einiges einfacher für jeden Einzelnen von uns.

Die persönlichen Schilderungen machen „LOVELAND“ zu einem besonderen Leseerlebnis und man hat das Gefühl den Autor schon ewig zu kennen.

Bei mir gehen beide Daumen nach oben!

Daniel Leitner: Und mit mir die Dunkelheit

*Rezension*

Sie wollen den Menschen die Heuchelei austreiben. Ihr Auftraggeber: der Teufel selbst.

Genre: Psychothriller
Kindle Ausgabe: 0,99 €
Taschenbuch: 9,99 €
kaufen

Autor:
Daniel Leitner, geb. am 17.06.1992 in Wels/Oberösterreich. Mit dem Schreiben hat er sehr früh begonnen. Anfangs waren es Horror-Kurzgeschichten – bis er 2013 seinen allerersten Roman „Von Tauben und Lämmern“ veröffentlichte. Seit über zehn Jahren leitet er einen Musicalverein „MuVe“, bei dem er Drehbücher schreibt, Regie führt und manchmal selbst als Sänger, Tänzer und Schauspieler auf der Bühne steht. Auf seinen Youtube-Kanal „UNITED COLORS OF DANIEL“ lädt er wöchentlich Cover-Songs, Musikvideos, Serien und Kurzfilme sowie Videos zu persönlichen Themen hoch.

Klappentext:
Die sechzehnjährige Winter wird von zwei Maskierten aus dem Schlaf gerissen und gewaltsam ins Wohnzimmer gezerrt. Dort muss sie feststellen, dass ihre Familie Opfer einer teuflischen Sekte wurde. Gefesselt und umringt von weiteren schwarzen Gestalten wird Winter klar, dass hinter diesem Überfall ein mörderischer Plan steckt.

Ein blutroter Albtraum aus Lügen, dunklen Geheimnissen und einem gefährlichen Fehler, der allen Anwesenden den Tod bringen könnte. Wer überlebt diese Teufelsnacht?

Ich habe gelesen:
Ohne große Erwartungen bin ich in die Geschichte abgetaucht und was soll ich Euch sagen…ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Der unglaublich flüssige, erbarmungslose Schreibstil hat mich nur so durch das eBook gepeitscht.

Wir lernen fünf junge Menschen kennen. Alles kaputte Seelen, mit denen es das Leben bisher nicht gut gemeint hat.

Bis zu dem Tag, an dem sie auf den Propheten treffen und wieder einen Sinn in ihrem Leben erkennen.

Doch was für ein Ziel verfolgt der sogenannte „Prophet“ eigentlich?

Eines ist klar. Er trägt unglaublich viel Hass in sich. Er behauptet, dass Satan ihn leitet und er dessen Befehle ausführt. Er bereitet seine Anhänger darauf vor, den Menschen die Heucheleien auszutreiben. Er möchte die Welt von Heuchlern befreien und die erste Familie wurde schon auserkoren.

Es ist die Familie von Winter, bestehend aus ihren Eltern und ihrem älteren Bruder Don. Eine echte Vorzeigefamilie. Warum hat sich der Prophet gerade für sie entschieden? Der Vater verdient viel Geld in seinem Job als Immobilienmakler. Die Mutter ist sehr gläubig. Don lebt eher zurückgezogen und Winter selbst, ist ein normaler Teenager auf dem Weg zum Erwachsenwerden.

Lange hat der Prophet den Überfall geplant und seine Anhänger instruiert. Nun ist der Zeitpunkt gekommen.

Zunächst läuft auch alles nach Plan, bis plötzlich alles aus dem Ruder läuft. Und auf einmal ist nichts mehr wie es scheint und ich wurde mit jeder Seite aufs neue überrascht.

Ich finde den Aufbau der Story sehr gelungen. Zu keinem Zeitpunkt wurde es langweilig. Ich erfahre, wie die fünf zum Propheten gekommen sind und ein bisschen was aus ihrem Leben.

Auch der Prophet lässt bald seine Maske fallen und ich war echt geschockt, als ich sein wahres Gesicht erkannte.

Fazit:
Ich bin so dankbar, dass Daniel mich gefragt hat, ob ich nicht Lust hätte sein neues Buch zu lesen, sonst wäre ich vielleicht gar nicht auf ihn aufmerksam geworden.

Die Geschichte gefällt mir sehr gut. Der Schreibstil ist flüssig und gerade heraus. Die Charaktere sind toll gezeichnet und ich habe mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Da es sich um eine Reihe handelt…kann ich mich nun auf das nächste Buch freuen und ich hoffe, dass ich nicht gar so lange darauf warten muss.

Da ich nun auch ein wenig mehr über Daniel Leitner erfahren möchte, werde ich mir jetzt sein Buch Loveland – Von Liebe, Sex und der Kunst, man selbst zu sein… zu Gemüte führen.

Und im Anschluss wartet noch Muttermal auf mich.

Olivia Kleinknecht: Der Kuss

Nachdem ich „Der Regisseur“ von Olivia Kleinknecht gelesen habe, war ich natürlich neugierig, was es noch über den abgrundtief bösen Menschen Angelotti zu erfahren gibt, deshalb habe ich mir nun auch „Der Kuss“ gekauft.

Gerne könnt ihr meine Rezension zum Regisseur hier nochmal lesen >>KLICK<<

index

Kindle Ausgabe mit 188 Seiten
Genre: Roman
Preis: 0,99€
kaufen

Autorin:
Natascha Olivia Kleinknecht, 1960 in Stuttgart geboren, studierte Rechtswissenschaft in München und promovierte am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz zum Doktor der Rechte. Weitere Studien an der Kunsthochschule Accademia delle Arti del Disegno in Florenz folgten; die Aquarelle und Ölbilder der Künstlerin wurden bei Ausstellungen in Lausanne, Florenz und Stuttgart gezeigt.
Seit 1994 ist sie freie Autorin und verfasst Romane und Sachbücher. Sie publizierte u.a. bei der Frankfurter Verlagsanstalt, S. Fischer und Edition Epoca.
1998 nahm sie am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Olivia Kleinknecht ist Mitglied des PEN-Zentrums, des A.d.S, des Syndikats e. V. und Associate Member der ESSWE. Sie lebt in Ludwigsburg und Zürich.

Klappentext:
Neunzig Jahre alt ist die Dame, die allein in ihrer Wohnung lebt und außer dem Fernseher keinen Freund mehr hat. Sie blättert in alten Briefen, die ihr früherer Bekannter, der berühmte Regisseur Angelotti ihr schrieb. Während die Frau zusehends altert und kaum noch ihren Haushalt schafft, scheinen Angelottis Briefe direkt aus der Hölle zu kommen.

Ich habe gelesen:
Es ist wirklich traurig zu lesen, wie diese 90-jährige Frau versucht ihren Alltag zu meistern.

Die Wohnung kann sie schon lange nicht mehr in Schuss halten. Auch die eigene Körperhygiene gelingt nicht mehr. Einkaufen, Wäsche waschen, das alles ist nur noch eine Qual.

Das Einzige was die alte Dame eigentlich noch am Leben hält sind Briefe, die sie vor vielen Jahrzehnten von ihrem viel älteren Freund Angelotti erhalten hat.

Oft schon hat sie Diese gelesen. Und nun erhalte ich als Leser die Chance die Briefe gemeinsam mit der alten Frau zu lesen.

Wir lernen einen viel älteren, aber immer noch sehr eitlen Angelotti kennen. Er hatte einst alles und jeden im Griff, tat immer, was er wollte, überschritt alle Grenzen. Doch nun hat er immer mehr Misserfolge zu verzeichnen. Dadurch machen sich Angstzustände und Selbstzweifel in ihm breit. Seine Potenz lässt immer mehr nach und was ist erst, wenn er sein bestes Stück gar nicht mehr benutzen kann?

Doch das alles hindert den Regisseur nicht daran, weiterhin seine abartigen sexuellen Fantasien auszuleben. Immer extremer und gewaltvoller muss es sein und mittlerweile möchte er die Gewalt auch am eigenen Körper spüren, denn nur so findet er Erleichterung und kann sich ein wenig trösten.

Diese kranken Fantasien scheinen die alte Dame am Leben zu halten. Krass eigentlich, aber sie schwärmt ja regelrecht von IHREM Angelotti.

Die Autorin hat hier ein Buch geschaffen, dass mich sehr zum nachdenken gebracht hat. Wie wird es für mich sein, wenn ich alt bin? Werde ich auch alleine sein? Möchte ich das überhaupt?

Der Schreibstil und die Erzählweise haben mir sehr gut gefallen. Besonders die eingefügten Briefe haben immer wieder eine gewisse Spannung aufgebaut.

Die alte Dame ist sehr gut und authentisch gezeichnet und ich habe sehr mit ihr gelitten. Am liebsten hätte ich einfach bei ihr geklingelt und ihr geholfen. Zum Ende wurden die Behörden durch die Nachbarn auf die Situation der Dame aufmerksam gemacht. Und der letzte Gang soll ins Pflegeheim führen.

Doch möchte Sie das oder wird sie ihr Leben vorher selbst beenden?

Fazit:
Mich hat dieses Buch gepackt und teils sehr nachdenklich zurück gelassen. Ein Buch voller Gewalt und Trauer. Sehr erschreckend zeigt es die Schattenseiten des Alters auf.

Olivia Kleinknecht: Der Regisseur

Vor einiger Zeit habe ich von der lieben Olivia Kleinknecht die Anfrage bekommen, ob ich Lust hätte ihr Buch „Der Regisseur“ zu lesen.

Immer auf der Suche nach neuem Lesestoff, war ich natürlich nicht abgeneigt und schwupp habe ich das E-Book erhalten und konnte direkt loslesen.

Screenshot_20191023_110117.jpg

 

Kindle Ausgabe mit 428 Seiten
Genre: Thriller
Preis: 1,49€
kaufen

Autorin:
Natascha Olivia Kleinknecht, 1960 in Stuttgart geboren, studierte Rechtswissenschaft in München und promovierte am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz zum Doktor der Rechte. Weitere Studien an der Kunsthochschule Accademia delle Arti del Disegno in Florenz folgten; die Aquarelle und Ölbilder der Künstlerin wurden bei Ausstellungen in Lausanne, Florenz und Stuttgart gezeigt.
Seit 1994 ist sie freie Autorin und verfasst Romane und Sachbücher. Sie publizierte u.a. bei der Frankfurter Verlagsanstalt, S. Fischer und Edition Epoca.
1998 nahm sie am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Olivia Kleinknecht ist Mitglied des PEN-Zentrums, des A.d.S, des Syndikats e. V. und Associate Member der ESSWE. Sie lebt in Ludwigsburg und Zürich.

Klappentext:
Der Regisseur Vittorio Angelotti ist ein Machtmensch, der ohne Skrupel manipuliert und erpresst. Gerade das übt auf andere einen morbiden Reiz aus. Liegt im Leiden nicht die wahre Lust? Er inszeniert sein Leben wie seine Filme. Ihn interessiert nur eins: sein erotisches Vergnügen, die Suche nach dem ultimativen Glückskick.
Doch dann überschreitet Angelotti bei seinem »Spiel« die Grenze zum Verbrechen und gerät in eine Mordintrige.
Hält er wirklich noch alle Fäden in der Hand? Oder ist er vom Handelnden längst zum Spielball geworden?
 

Ich habe gelesen:
Zu Beginn habe ich durch die ständigen Perspektivwechsel eine Weile gebraucht, um mich in den Roman einzufinden, später fügt sich das ganze aber wunderbar ins Gesamtbild. Man lernt verschiedene Charaktere und deren derzeitige Lebenssituation kennen. Doch am interessantesten ist der Charakter des Regisseurs.

Vittorio Angelotti ist ein erfolgreicher, machthungriger Mensch, der immer bekommt, was er will. Er kennt keine Grenzen und Tabus und nimmt auf niemanden Rücksicht. Er begehrt Männer, Frauen und mit seiner perfiden sexuellen Neigung, ist er auch kleinen Jungen gegenüber nicht abgeneigt.

Der Autorin ist es gelungen eine extrem autoritäre, unsympathische und abgrundtief böse Figur zu erschaffen. Ein Psychopath durch und durch. Und keiner scheint auch nur ein bisschen Menschenverstand zu haben, um zu merken welche Gefahr von Angelotti ausgeht. Alle lassen sich freiwillig mit ihm ein und er lenkt die Charaktere wie es ihm passt.

Der Regisseur ist immer auf der Suche nach dem gewissen Kick. Momentan arbeitet er an einem Film über den Papst. „Il Papa“. In diesem umstrittenen Film spielt er selbst natürlich den Papst und lebt seine kranken Fantasien aus. Gewalt, Mord, Vergewaltigung und Erniedrigung. Doch irgendwann reicht ihm das nicht mehr.

Wie fühlt es sich an einen echten Mord zu begehen?

Mehr als einen Menschen hat er in dieser Geschichte direkt oder indirekt auf dem Gewissen.

Und je weiter man in der Geschichte voranschreitet, desto mehr hat man das Gefühl, dass er den Bezug zur eigenen Realität völlig verloren hat. Man gewinnt immer mehr den Eindruck, dass er sein eigenes Dasein, mit dem von ihm gespielten Papst vermengt.

Ich muss sagen, dass es mir ganz schön schwer fällt eine Rezension zu schreiben, da dieses Buch irgendwie sehr ungewöhnlich geschrieben ist.

Der Schreibstil ist sehr direkt. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund. Man springt zwischen dem echten Leben und dem Film hin und her. Alles ist etwas verworren und nicht sofort durchschaubar. Man möchte mehr von dem skrupellosem Angelotti erfahren und wartet aber auch gleichzeitig darauf, ob es denn auch mal Konsequenzen gibt.

Fazit:
Mir war das Ganze etwas zu verworren. Ich denke etwas weniger wäre in diesem Buch mehr gewesen. Auch die Spannung wollte sich nicht so richtig aufbauen.

Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und ich denke jeder muss sich einlesen und herausfinden, ob das Buch seinem Geschmack entspricht.

Nichts desto trotz, möchte ich gerne wissen, wie es weiter geht mit dem Regisseur. Ein wenig hat er mich dann doch in seinen Bann gezogen und deshalb werde ich mir Teil 2 „Der Kuss“ noch besorgen.