Olivia Kleinknecht: Der Kuss

Nachdem ich „Der Regisseur“ von Olivia Kleinknecht gelesen habe, war ich natürlich neugierig, was es noch über den abgrundtief bösen Menschen Angelotti zu erfahren gibt, deshalb habe ich mir nun auch „Der Kuss“ gekauft.

Gerne könnt ihr meine Rezension zum Regisseur hier nochmal lesen >>KLICK<<

index

Kindle Ausgabe mit 188 Seiten
Genre: Roman
Preis: 0,99€
kaufen

Autorin:
Natascha Olivia Kleinknecht, 1960 in Stuttgart geboren, studierte Rechtswissenschaft in München und promovierte am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz zum Doktor der Rechte. Weitere Studien an der Kunsthochschule Accademia delle Arti del Disegno in Florenz folgten; die Aquarelle und Ölbilder der Künstlerin wurden bei Ausstellungen in Lausanne, Florenz und Stuttgart gezeigt.
Seit 1994 ist sie freie Autorin und verfasst Romane und Sachbücher. Sie publizierte u.a. bei der Frankfurter Verlagsanstalt, S. Fischer und Edition Epoca.
1998 nahm sie am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Olivia Kleinknecht ist Mitglied des PEN-Zentrums, des A.d.S, des Syndikats e. V. und Associate Member der ESSWE. Sie lebt in Ludwigsburg und Zürich.

Klappentext:
Neunzig Jahre alt ist die Dame, die allein in ihrer Wohnung lebt und außer dem Fernseher keinen Freund mehr hat. Sie blättert in alten Briefen, die ihr früherer Bekannter, der berühmte Regisseur Angelotti ihr schrieb. Während die Frau zusehends altert und kaum noch ihren Haushalt schafft, scheinen Angelottis Briefe direkt aus der Hölle zu kommen.

Ich habe gelesen:
Es ist wirklich traurig zu lesen, wie diese 90-jährige Frau versucht ihren Alltag zu meistern.

Die Wohnung kann sie schon lange nicht mehr in Schuss halten. Auch die eigene Körperhygiene gelingt nicht mehr. Einkaufen, Wäsche waschen, das alles ist nur noch eine Qual.

Das Einzige was die alte Dame eigentlich noch am Leben hält sind Briefe, die sie vor vielen Jahrzehnten von ihrem viel älteren Freund Angelotti erhalten hat.

Oft schon hat sie Diese gelesen. Und nun erhalte ich als Leser die Chance die Briefe gemeinsam mit der alten Frau zu lesen.

Wir lernen einen viel älteren, aber immer noch sehr eitlen Angelotti kennen. Er hatte einst alles und jeden im Griff, tat immer, was er wollte, überschritt alle Grenzen. Doch nun hat er immer mehr Misserfolge zu verzeichnen. Dadurch machen sich Angstzustände und Selbstzweifel in ihm breit. Seine Potenz lässt immer mehr nach und was ist erst, wenn er sein bestes Stück gar nicht mehr benutzen kann?

Doch das alles hindert den Regisseur nicht daran, weiterhin seine abartigen sexuellen Fantasien auszuleben. Immer extremer und gewaltvoller muss es sein und mittlerweile möchte er die Gewalt auch am eigenen Körper spüren, denn nur so findet er Erleichterung und kann sich ein wenig trösten.

Diese kranken Fantasien scheinen die alte Dame am Leben zu halten. Krass eigentlich, aber sie schwärmt ja regelrecht von IHREM Angelotti.

Die Autorin hat hier ein Buch geschaffen, dass mich sehr zum nachdenken gebracht hat. Wie wird es für mich sein, wenn ich alt bin? Werde ich auch alleine sein? Möchte ich das überhaupt?

Der Schreibstil und die Erzählweise haben mir sehr gut gefallen. Besonders die eingefügten Briefe haben immer wieder eine gewisse Spannung aufgebaut.

Die alte Dame ist sehr gut und authentisch gezeichnet und ich habe sehr mit ihr gelitten. Am liebsten hätte ich einfach bei ihr geklingelt und ihr geholfen. Zum Ende wurden die Behörden durch die Nachbarn auf die Situation der Dame aufmerksam gemacht. Und der letzte Gang soll ins Pflegeheim führen.

Doch möchte Sie das oder wird sie ihr Leben vorher selbst beenden?

Fazit:
Mich hat dieses Buch gepackt und teils sehr nachdenklich zurück gelassen. Ein Buch voller Gewalt und Trauer. Sehr erschreckend zeigt es die Schattenseiten des Alters auf.

Alex North: Der Kinderflüsterer

*Dieses eBook wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Wenn die Tür halb offen steht, ein Flüstern zu dir rüberweht.
Spielst du draußen ganz allein, findest du bald nicht mehr heim.
Bleibt dein Fenster unverschlossen, hörst du ihn gleich daran klopfen.
Denn jedes Kind, das einsam ist, holt der Flüsterer gewiss…

9783641239985

Verlag: blanvalet
Klappenbroschur mit 448 Seiten
Genre: Roman
Preis: 13,00€
Bestellbar: hier

Autor:
Alex North, geboren und aufgewachsen in Leeds, England, studierte Philosophie und arbeitete nach seinem Abschluss an der Fakultät für Soziologie und Sozialpolitik. Insgeheim hegte er aber immer den Wunsch zu schreiben. Auf die Idee zu seinem Roman »Der Kinderflüsterer« brachte ihn ein merkwürdiger Ausspruch seines kleines Sohnes, der sagte, er wolle mit einem »Jungen im Boden« spielen. Alex North lebt bis heute in seiner Heimatstadt Leeds, inzwischen mit seiner Frau, dem gemeinsamen Sohn und zwei Katzen.

Klappentext:
Nach dem plötzlichen Tod seiner geliebten Frau will Tom Kennedy mit seinem kleinen Sohn Jake neu anfangen. Ein neuer Start, ein neues Haus, eine neue Stadt – Featherbank. Doch der beschauliche Ort hat eine düstere Vergangenheit. Vor zwanzig Jahren wurden in Featherbank fünf Kinder entführt und getötet. Der Mörder wurde unter dem Namen »Kinderflüsterer« bekannt und schließlich gefasst.
Die alten Geschichten interessieren Tom und Jake nicht. Als jedoch ein kleiner Junge verschwindet, machen Gerüchte die Runde, dass der Täter von damals einen Komplizen gehabt habe. Und Jake beginnt, sich merkwürdig zu benehmen. Er sagt, er höre ein Flüstern an seinem Fenster …

Ich habe gelesen:
Nach einem harten Schicksalsschlag ziehen Tom Kennedy und sein sensibler Sohn Jake nach Featherbank um ihr Leben neu zu ordnen. Doch wissen die beiden noch nicht, in was für einem Haus sie sich da niedergelassen haben.

Tom ist erst seit kurzem Witwer und das Verhältnis zwischen ihm und seinem Sohn ist nicht ganz einfach. Sie lieben sich, keine Frage, aber Tom kommt einfach nicht richtig an Jake heran. Er ist ein Träumer mit einer imaginären Freundin.

Als Jake eines Nachts bei seinem Vater am Bett steht und von einem Mann berichtet, der ihm durchs Fenster zugeflüstert hat, weiß Tom nicht, was er davon halten soll. War das auch nur eines seiner Hirngespinste?

Die Geschichte wird aus Sicht von Tom erzählt, wie er versucht, zurück ins Leben zu finden und von den Problemen mit seinem sensiblen Sohn.

Auch kommt der kleine Jake zu Wort. Wir bekommen Einblicke in seine Welt. Das hat mir einige gruselige Momente beschert. Wie soll ich seine imaginären Freunde einordnen? Und woher weiß er von Sachen, die er eigentlich gar nicht wissen kann?

Dann gibt es da noch den Erzählstrang von DI Pete Willis. Vor 20 Jahren hat er den Kinderflüsterer Frank Carter geschnappt. Damals verschwanden fünf Jungen, doch nur vier wurden tot aufgefunden. Den fünften sucht DI Willis bis heute. Er kann einfach nicht abschließen und möchte den toten Jungen unbedingt nach Hause bringen.

Nun wird wieder ein kleiner Junge vermisst und alles deuten auf den Kinderflüsterer hin, doch der sitzt im Gefängnis. Was ist hier los? Gibt es einen Nachahmungstäter? Aber wer steckt dahinter und was treibt die Person an? Wird man Neil Spencer lebend wiederfinden?

Alex North hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Er hat mich mit einem tollen Plot an das Buch gefesselt. Die Story war sehr stimmig und lies keine Langeweile aufkommen.

Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen, weil ich unbedingt wissen wollte was hier vor sich geht. Ich habe einen Verdacht gehabt und war mir eigentlich ziemlich sicher das es so sein muss, aber ich war komplett auf dem Holzweg. Auf diese Wendungen und letztendlich auf die Auflösung wäre ich nie gekommen. Was für ein kranker Sch…

Fazit:
Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und möchte dieses Buch auf jeden Fall weiter empfehlen. Als eBook ist „Der Kinderflüsterer“ bereits erhältlich und im Juli 2019 erscheint es auch als Klappenbroschur.

Es ist sogar geplant, dass das Buch verfilmt wird. Das wäre echt toll. Und falls der Film dann auch ins Kino kommt, weiß ich schon genau mit wem ich mir den anschauen werde.

Richard Laymon: Die Jagd

Die Jagd ist Richard Laymons wohl gnadenlosester und provokantester Roman – eine atemlose, zutiefst verstörende Hetzjagd, die an Intensität kaum zu überbieten ist.

20171109_120716.png

Verlag: Heyne Hardcore
Format: eBook mit 343 Seiten
Erscheinungsdatum: Dezember 2011
Genre: Roman
Preis: 8,99 € (Taschenbuch: 9,99 €)
Bestellbar: hier

Autor:
Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren und studierte in Kalifornien englische Literatur. Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete und zu einem der bestverkauften Spannungsautoren aller Zeiten wurde. 2001 gestorben, gilt Laymon heute in den USA und Großbritannien als Horror-Kultautor, der von Schriftstellerkollegen wie Stephen King und Dean Koontz hoch geschätzt wird.

Klappentext:
Jody ist ziemlich clever für eine Sechzehnjährige. Nur deshalb ist sie noch am Leben – bis jetzt. Sie war zu Besuch im Haus ihrer Freundin Evelyn, als eine Bande junger Killer sie überfiel. Sie sah ihre Freundin aufgespießt auf einem Speer, aber es gelang ihr zu fliehen, zusammen mit Evelyns jüngerem Bruder Andy. Doch einer der Mörder hat sie gesehen und ist jetzt auf der Jagd nach ihr.

Meine Meinung:
Gleich zu Beginn kommt es zu einem blutigen Massaker, dem die sechzehnjährige Jody und der zwölfjährige Andy ganz knapp entkommen können. Aber die mörderische Bande hat die beiden gesehen und möchte natürlich keine Zeugen zurücklassen.

Simon, ein Mitglied der Bande, wird von seinen Kumpels für das Entkommen verantwortlich gemacht und soll sich um das Problem kümmern. Ihm wird ein Ultimatum gestellt. Sollte er es nicht schaffen die beiden aus dem Weg zu räumen, wird es ihm und seinen nächsten Verwandten an den Kragen.

Die Jagd kann beginnen!

Die Idee, dass Buch aus zwei verschiedenen Sicht- und Erzählweisen zu schreiben hat Abwechslung in die Handlungen gebracht und hat mir sehr gut gefallen.

Zum einen haben wir die gejagten Jody und Andy. Jody, unheimlich tapfer, mutig und nicht klein zu kriegen. In manchen Situationen etwas nervig, aber dennoch habe ich ihren Charakter sehr gemocht. Andy mit seinen 12 Jahren ein richtig kleines Schlitzohr, der sich zum Beschützer von Jody ernannt hat.

Zum anderen haben wir Simon. Er bespricht, während seiner Jagd, einen Kassettenrekorder für die Nachwelt und erzählt seine Lebensgeschichte. Ich kann euch sagen, was man da zu hören bekommt lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Er erzählt wie er zu der Bande kam und was sie alles so erlebt haben. Dafür braucht man echt gute Nerven. Natürlich schildert er auch die Jagd nach Jody und was er gerne mit ihr anstellen würde, wenn er sie endlich zu fassen kriegt.

Wird es ihm gelingen die beiden in die Finger zu kriegen?

Die Erzählungen sind echt abgefahren und krank. Typisch Laymon. An manchen Stellen musste ich sogar, trotz des Grauens, schmunzeln, weil einige Gedanken von Simon so richtig doof waren. Dieser schwarze Humor ist unschlagbar!

Das Ende war auch toll umgesetzt. Gerade als man dachte das es endlich vorbei ist… falsch gedacht…er hat nochmal einen drauf gelegt.

Wer Laymon kennt und seinen Stil mag, wird von diesem Buch begeistert sein.

Fazit:
Von der ersten bis zur letzten Seite wurde ich von einem Gruselmoment in den nächsten gepeitscht. Dies ist definitiv das beste Buch welches ich, bisher, von Herrn Laymon gelesen habe. Sein Schreibstil ist in seiner Einfachheit und manchmal auch Niveaulosigkeit geradezu faszinierend. Ein Gemeuchel und Gemetzel und zwischendurch immer noch eine erotische Komponente. Ich bin begeistert.

Richard Laymon: Der Gast

Ich bin näher, als du denkst

20171106_081430.png

Verlag: Heyne Hardcore
Format: eBook mit 490 Seiten
Erscheinungsdatum: März 2012
Genre: Roman
Preis: 8,99 € (Taschenbuch: 9,99 €)
Bestellbar: hier

Autor:
Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren und studierte in Kalifornien englische Literatur. Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete und zu einem der bestverkauften Spannungsautoren aller Zeiten wurde. 2001 gestorben, gilt Laymon heute in den USA und Großbritannien als Horror-Kultautor, der von Schriftstellerkollegen wie Stephen King und Dean Koontz hoch geschätzt wird.

Klappentext:
Eine Nacht in Los Angeles: Eher aus Zufall befreit der ängstliche Neal eine junge Frau aus der Gewalt eines Serienkillers. Zum Dank dafür schenkt sie ihm ein Armband, das magische Kräfte besitzt. Mit seiner Hilfe kann man in die Körper anderer Menschen eindringen – fühlen, was der andere fühlt, spüren, was der andere denkt. Doch was zunächst ein prickelndes Erlebnis zu sein scheint, verwandelt sich für Neal schnell in einen Alptraum.

Meine Eindrücke:
Dieses Buch ist eine Mischung aus sehr viel Erotik, Gewalt und Fantasy. Hört sich erstmal gut an.

Herr Laymon punktet mit einem Plot, der wirklich sehr ungewöhnlich und ausgefallen ist. Ein Armband, welches dir ermöglicht in den Körper eines anderen Menschen zu schlüpfen. Die Idee hat mir richtig gut gefallen.

Wie im Klappentext beschrieben, erhält Neal nachdem er der jungen Elise das Leben gerettet hat, als Dankeschön, ein magisches Armband von ihr und darf es auch gleich an ihr ausprobieren. Ein unglaubliches Erlebnis für Neal. Nach dieser verrückten Nacht macht er sich dann mit dem Auto auf den Heimweg. Während der Fahrt packt ihn aber die Neugier und er will unbedingt nochmal in den Körper von Elise.

Dort angekommen muss Neal, zu seinem Erschrecken feststellen, dass der Angreifer vom Abend, auf den Neal während seiner Rettungsaktion mehrfach geschossen hat noch lebt und sich bereits im Haus von Elise befindet, um zu Ende zu bringen, was er begonnen hat. Neal kann nichts dagegen tun, denn er ist zwar im Körper von Elise drin, hat aber keinen Einfluss auf die Gedanken und Handlungen. So muss Elise am Ende doch auf entsetzliche Art und Weise sterben.

Doch wie soll er das beweisen. Die Polizei würde glauben, dass er selbst der Mörder ist, deshalb meldet er sich auch nicht als Zeuge, sondern versucht auf eigene Faust den Täter zu schnappen.

Wird ihm das gelingen oder wird er am Ende selbst zum Gejagten?

Wenn man mit einem Armband in andere Körper hüpfen kann, ist das schon sehr mysteriös und dementsprechend auch nicht unbedingt logisch, doch was mich sehr gestört hat, dass Neal sich in jede Frau verliebt, die er trifft, und diese Frauen das nicht nur erwidern, sondern sich ihm auch sexuell aufdrängen. Das fand ich sehr übertrieben. Selbst Marta, Neals feste Freundin, nimmt die Geliebte von Neal herzlich bei sich zu Hause auf und es entwickelt sich sogar so ein Dreierding.

So rasant und spannend wie die Geschichte begonnen hat, durch das viele Liebesgedusel, hat das Buch, für mich, dann sehr an Spannung abgebaut. Das zog sich alles so hin. Es gab zwar zwischendurch noch Spannungsmomente, aber diese waren nicht durchweg vorhanden. Ein bisschen weniger Sex und dafür mehr Blut hätte mir persönlich besser gefallen.

Fazit:
Auch wenn mich dieses Buch nicht vollkommen überzeugt hat, liegt „Die Jagd“ von Richard Laymon schon parat. Ich mag seine offene, brutale, anzügliche Schreibweise und die Storys die er sich ausgedacht hat. Falls ihr Laymon begeistert seid, ist „Der Gast“ nicht unbedingt ein Lesemuss. Alle die noch kein Buch von Richard Laymon gelesen haben, es aber vorhaben, sollten nicht mit Diesem beginnen.

Abbie Taylor: Denn niemand wird dir glauben

Ein Psychothriller, in dem der Alptraum einer jeden Mutter wahr wird.

20171022_173448.png

Verlag: Goldmann
eBook mit 222 Seiten
Erscheinungsdatum: November 2009
Genre: Psychothriller
Preis: 3,99 € (Taschenbuch: 8,99 €)
Bestellbar: hier

Autorin:
Abbie Taylor stammt aus Irland und arbeitet als Ärztin. Neben ihrem Beruf widmet sie sich dem Schreiben und hat bisher die beiden Romane »Denn niemand wird dir glauben« und »Die sanfte Hand des Todes« veröffentlicht. Heute lebt die Autorin mit ihrem Ehemann und den beiden gemeinsamen Kindern abwechselnd in Irland und Großbritannien.

Klappentext:
Für Emma Turner wird der Alptraum einer jeden Mutter wahr: Beim Einsteigen in die U-Bahn wird sie von ihrem kleinen Sohn Ritchie getrennt, die Türen schließen sich, und Emma bleibt allein am Bahnsteig zurück. Wie durch ein Wunder findet sie Ritchie an der nächsten Station wieder, denn eine hilfsbereite Fremde hat sich ihm angenommen. Diese stellt sich als Antonia vor und überredet Emma, auf den Schreck noch etwas trinken zu gehen. Doch als Emma im Café Antonia für einen Moment aus den Augen lässt, ist diese verschwunden – und hat Ritchie mitgenommen …

Ich habe gelesen:
Für mich und wahrscheinlich alle Mütter und Väter dieser Welt das schlimmste was passieren kann. Das Kind ist spurlos verschwunden. Ich würde Wahnsinnig werden. Mit diesem Thema beschäftigt sich die Autorin Abbie Taylor in diesem Buch.

Emma ist eine depressive, alleinerziehende Mutter. Sie lebt von Sozialhilfe, hat keine Familie, keine Freunde und ist völlig vereinsamt. Als ihr kleiner Sohn Ritchie verschwindet wacht sie nach einem Nervenzusammenbruch im Krankenhaus auf.

Die Polizei nimmt die Aussagen von Emma auf, glaubt ihr aber zunächst nicht. Nachdem aber die Hausärztin von Emma bestätigt, dass Emma einen Sohn hat, leitet die Polizei die Ermittlungen ein.

Doch nach einem weiteren Gespräch mit der Hausärztin, kommen brisante Aussagen, die Emma getroffen hat, ans Licht und die Polizei glaubt nicht mehr an eine Entführung, sondern eher daran, dass Emma ihren Sohn hat verschwinden lassen.

Was nun? Keiner will Emma glauben. Selbst als sie Ihren Sohn, auf einem Überwachungsvideo, am Flughafen mit einer Frau wiedererkennt hegen die Polizisten Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Emma. Natürlich gehen sie der Spur nach und verhören die Familie die Emma mit Ritschi erkannt hat, aber hier scheint alles in Ordnung zu sein.

Emma ist verzweifelt. Wie kann sie beweisen, dass der kleine Junge auf dem Überwachungsvideo wirklich ihr Sohn ist. Sie bekommt unverhofft Hilfe eines Fremden, der ihr schon am Tag des Verschwindens von Ritschie versucht hat zu helfen. Rafe ist der einzige der nicht an ihr zweifelt und ihr unerschütterlich zur Seite steht.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, so dass man der Geschichte gut folgen kann. Immer wieder erfährt der Leser in Rückblicken von Emmas bisherigem Leben, wie es dazu kam, dass sie so vereinsamt ist und wie sie mit ihrem Kind zurecht gekommen ist.

Bis zum Ende wusste ich nicht, wer hier lügt. Hat Emma ihren Sohn wirklich verschwinden lassen? Oder lügt die Familie des kleinen Jungen auf dem Überwachungsvideo. Genauso geht es auch den Personen, die Emma helfen wollen.

Wird Emma ihren Sohn wiederbekommen? Oder hat sie ihren Sohn vielleicht selber auf dem Gewissen?

Um das zu erfahren müsst ihr selber lesen, denn ich werde es Euch nicht verraten.

Fazit:
Ich hatte eigentlich einen Thriller mit spannenden Psychospielchen erwartet, aber davon gab es nicht viel. Mit einem Psycho-Thriller hat dieses Buch also ,meiner Meinung nach, kaum etwas zu tun. Die Geschichte von Emma ist sehr traurig und ich würde es eher in das Genre Drama stecken.

Die Story ging mir sehr unter die Haut und hat mich gut unterhalten!