Andreas Gruber: Die Knochennadel

*Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Im Schatten von Notre-Dame fordert ein grausamer Mörder seine Gegener zu einem teuflischen Spiel heraus

Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 608 Seiten
Erscheinungsdatum: 14.09.2020
Genre: Thriller
Preis: 10,99 €
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Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Klappentext:
Eigentlich wollte der Wiener Privatdetektiv Peter Hogart nur einen Kurzurlaub in Paris verbringen. Doch dann verschwinden bei einer exklusiven Auktion in der Opéra Garnier plötzlich seine Freundin, die Kunsthistorikerin Elisabeth, sowie eine mittelalterliche Knochennadel – ein nahezu unbezahlbarer Kunstgegenstand. Wenig später werden zwei Antiquitätenhändler grausam ermordet, und für Hogart beginnt eine fieberhafte Jagd. Denn diese Morde sind nur der Anfang, und Hogart bleibt wenig Zeit, Elisabeths Leben zu retten und das Rätsel um die geheimnisvolle Knochennadel zu lösen …

Meine Eindrücke:
Seit ich die Todes-Reihe mit meinem Lieblings-Protagonisten Maarten S. Sneijder von Andreas Gruber gelesen habe, ist er mein absoluter Lieblingsautor. Ich habe alle seine Bücher verschlungen und mich nun tierisch auf „Die Knochennadel“ gefreut. Hierbei handelt es sich um den dritten Fall des Versicherungsdetektivs Peter Hogart.

  1. Fall: „Die Schwarze Dame“
  2. Fall: „Die Engelsmühle“

Er liebt alte klassische schwarz-weiß-Filme, treibt sich gern auf Flohmärkten herum und zieht mit seinen Aufträgen immer schreckliche Serienmörder-Fälle an. So auch in seinem neusten Fall.

Peter Hogart ist mit seiner Lebensgefährtin Elisabeth in Paris um einen ersten gemeinsamen Urlaub zu verbringen. Seine Nichte Tatjana durfte die Beiden begleiten. Doch bevor der Urlaub so richtig beginnen kann, hat Elisabeth noch berufliches zu erledigen. Sie ist Kunstexpertin und von einer Versicherungsgesellschaft beauftrag worden als Gutachterin, anlässlich einer Verkaufsauktion, die Echtheit der sogenannten „Knochennadel“ aus dem 11. Jahrhundert zu bestätigen und dafür zu sorgen, dass der Käufer das aus Knochen gefertigte Kunststück nach Abschluss der Auktion auch erhält.

Hogart und Tatjana warten nach der Auktion in einem Café auf Elisabeth, doch diese taucht nicht auf. Sie ist spurlos verschwunden und mit ihr die Knochennadel.

Die Polizei glaubt nicht an die Theorie von Hogart, dass Elisabeth entführt wurde. Sie gehen davon aus, dass Elisabeth sich mit dem Kunstobjekt aus dem Staub gemacht hat. Schließlich wurde das Stück gerade für über 7 Mio. verkauft.

Als ob das nicht alles schon schlimm genug ist, wird Hogart auch noch bedroht. Die mysteriöse Verkäuferin der Knochennadel hetzt ihm üble Schläger auf den Hals und gibt ihm deutlich zu verstehen, dass er ihr entweder die Knochennadel zurückbringt oder sterben muss.

Dann wird seine Nichte entführt und ihm wird eine Frist gesetzt die Knochennadel zu finden, sonst wird seine Nichte tot in der Seine aufgefunden werden.

Diese ganzen Drohungen sind der Auftakt einer rasanten Hetzjagd durch Frankreich. Zunächst klappert Hogart alle Mitbieter der Knochennadel ab, in der Hoffnung mehr Informationen zu erhalten, dabei stolpert er über nicht nur eine Leiche. Immer scheint er nur wenige Minuten zu spät zu kommen.

Die Polizei hält Elisabeth für tatverdächtig, und auch Hogart hat zunehmend Schwierigkeiten, die Leichenfunde zu erklären, denn die Polizei meint das er mit seiner Freundin unter einer Decke steckt. So gerät er nun auch ins Visier der Polizei, was ihm die Suche nach der Knochennadel nicht einfacher macht, denn er darf der Polizei nicht in die Hände fallen, denn im Gefängnis hat er keine Chance mehr den Fall zu lösen.

So langsam fängt auch er an, an der Unschuld seiner Lebensgefährtin zu zweifeln.

Was ist hier los? Wird er Elisabeth, seine Nichte und die Knochennadel finden?

Ihr werdet es erfahren.

Was soll ich Euch sagen? Der gewohnt flüssige Schreibstil lies die Buchseiten nur so vorbeiflattern. Ich war gefesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Nach dem aufregenden Prolog stieg die Spannung immer weiter an. An Lesepausen war gar nicht zu denken.

Fazit:
Andreas Gruber hat mich noch nie enttäuscht und auch dieses Buch kann ich ohne schlechtes Gewissen weiter empfehlen. Ein sehr spannender Fall, bei dem ich als Leser ordentlich mitgefiebert und gerätselt habe. Mir wurde es keinen Augenblick langweilig und ich freue mich auf noch viele spannende Bücher von Herrn Gruber.

Hendrik Berg: Eisiger Nebel

*Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Mit dem Eisnebel kommt der Tod an die Nordsee

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Verlag: Goldmann 
Taschenbuch mit 352 Seiten
Erschienen im März 2020
Genre: Nordsee-Krimi
Preis: 10,00€
Bestellbar: hier

Autor:
Hendrik Berg wurde 1964 in Hamburg geboren. Nach einem Studium der Geschichte in Hamburg und Madrid arbeitet er zunächst als Journalist und Werbetexter. Seit 1996 verdient er seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Drehbüchern. Er wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Köln.

Klappentext:
Über die Küste Nordfrieslands bricht eine Kältewelle herein – und sie bringt Schlimmeres als Schnee und Eis. Im Husumer Hafen wird die übel zugerichtete Leiche eines Unbekannten aus dem Wasser gefischt. Kommissar Theo Krumme nimmt mit seiner Kollegin Pat die Ermittlungen auf. Die Spur führt sie in einen kleinen Ort auf der Halbinsel Eiderstedt, dessen Einwohner eng zusammenhalten. Und als ein Eisnebel über dem Deich heraufzieht, müssen Krumme und Pat die Dorfgemeinschaft vor einem skrupellosen Mörder schützen …

Ich habe gelesen:
Dies ist bereits der sechste Fall von Kommissar Krumme und ich war schon sehr gespannt was mich diesmal erwartet.

Etwas bedroht die Menschen an der Küste Nordfrieslands. Doch was ist?

Es ist jedenfalls nicht die heftige Kältewelle und der Eisnebel, der selbst den abgehärteten Friesen sehr zusetzt.

Ist es vielleicht der Wolf, der sich auf Eiderstedt herumtreiben soll? Oder sind es die zwielichtigen Gestalten, die durch die Gegend streifen?

In einem Hafenbecken wird eine schrecklich zugerichtete Leiche gefunden und die Ermittler haben einen sehr verzwickten Fall zu lösen.

Wie bereits aus den ersten Büchern gewohnt, tritt das Ermittlerduo Krumme und Pat zusammen auf. Die Spur des Täters führt sie in ein winziges Dorf auf der Halbinsel.

Nach der ersten Befragung der Dorfbewohner haben sie das Gefühl, dass hier irgendwas nicht stimmt und sie auf der richtigen Fährte sind, denn die Einwohner von Bornhörn verschweigen etwas.

Die Charaktere sind liebevoll norddeutsch dargestellt. Da treffen sich zum Beispiel die Frauen von Bornhörn zu ihren regelmäßigen Häkelrunden und tauschen den neusten Klatsch und Tratsch aus. Aktuell über die aufgefundene Leiche und den Wolf, der auf Eiderstedt sein Unwesen treiben soll. Ich habe die Damen direkt vor mir gesehen, wie sie alle mit der Häkelnadel in der Hand in der Stube zusammen sitzen und ein Likörchen nach dem anderen trinken. Herrlich.

Die Spannung baut sich am Anfang langsam auf. Zunächst beschreibt der Autor die Protagonisten und deren Leben. So kann man sich erstmal einen Überblick über die Menschen verschaffen, ehe es so richtig los geht.

Verschiedene Handlungsstränge werden Stück für Stück miteinander zu einem plausiblen Ganzen verwoben.

Auch das Privatleben von Pat und Krumme kommt nicht zu kurz und hat mich wieder, trotz der düsteren Stimmung des Buches, häufig zum Schmunzeln gebracht. Ich habe dieses ungleiche Paar richtig ins Herz geschlossen.

Harke und Watson waren auch wieder mit dabei. Ich finde es toll, dass Hendrik Berg nicht auf Charaktere aus den Vorgängern verzichtet.

Die Personen sind sehr gut ausgearbeitet. Facettenreich mit Ecken und Kanten, die sie zu etwas ganz Besonderem machen.

Der Schreibstil ist gewohnt locker und flüssig und die kurzen Kapitel peitschten mich durch das Buch. Der Autor schafft mit seinen Küsten-Krimis immer eine ganz besondere Atmosphäre. Während des Lesens fühle ich mich immer, als ob ich direkt vor Ort bin. Ich konnte die Küstenluft regelrecht riechen. Einfach toll!

Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden, denn sie sind alle in sich abgeschlossen. Ich persönlich finde es aber schön, die Entwicklung der einzelnen Charaktere mitzuerleben, deshalb habe ich auch alle nacheinander gelesen.

Deichmörder -> Lügengrab -> Küstenfluch -> Schwarzes Watt -> Kalte See -> Eisiger Nebel

Fazit:
Für mich war es wieder ein perfekter Küsten-Krimi. Genau so muss es sein. Aufregend, spannend, packend und fesselnd. An keiner Stelle wurde es langweilig. Eine überzeugende Kriminalgeschichte mit echter Nordfriesland-Atmosphäre. Eine klare Leseempfehlung für alle Liebhaber von norddeutschen Krimis

Andreas Gruber: Todesmal

Sieben Tage, sieben totgeweihte und mit jeder Stunde schwindet die Hoffnung…

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Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 592 Seiten
Erscheinungsdatum: 19.08.2019
Genre: Thriller
Preis: 10,99 €
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Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Klappentext:
Eine geheimnisvolle Nonne betritt das BKA-Gebäude in Wiesbaden und kündigt an, in den nächsten 7 Tagen 7 Morde zu begehen. Über alles Weitere will sie nur mit dem Profiler Maarten S. Sneijder sprechen. Doch der hat gerade gekündigt, und so befragt Sneijders Kollegin Sabine Nemez die Nonne. Aber die schweigt beharrlich – und der erste Mord passiert. Jetzt hat sie auch Sneijders Aufmerksamkeit. Und während die Nonne in U-Haft sitzt, werden Sneijder und Nemez Opfer eines raffinierten Plans, der gnadenlos ein Menschleben nach dem anderen fordert und dessen Ursprung in einer grausamen, dunklen Vergangenheit liegt …

Meine Eindrücke:
Maarten S. Sneijder quitiert seinen Dienst beim Bundeskriminalamt, weil seine Bedingungen, zu denen er arbeiten möchte, nicht erfüllt werden können.

Auf dem Weg nach draußen begegnet er einer Nonne auf dem Flur, die unbedingt mit ihm sprechen will. Doch das interessiert Sneijder nicht mehr und er verlässt das Gebäude.

Sabine Nemez muss stattdessen die Sache übernehmen. Doch die Nonne verlangt weiterhin nach Sneijder. Das einzige was sie gegenüber Nemez zu Protokoll gibt ist, dass sie in den nächsten sieben Tagen, sieben Menschen töten wird.

Eine Nonne die zur Serienmörderin wird? Diese alte Dame will das Leben von Menschen auf bestialische Weise beenden? Das kann doch nicht sein. Was ist der Auslöser?

Sabine Nemez schafft es trotz weniger Details, die sie der Nonne entlocken konnte, den ersten Tatort zu finden. Doch leider zu spät, um das erste Opfer zu retten.

Die Nonne wird vom BKA festgesetzt und der Fall weckt doch Sneijders Interesse so sehr, dass er zurückkehrt.

Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez wieder vereint in einem verzweifelten Wettlauf gegen Zeit und Tod. Das Team wird Opfer eines raffinierten Plans, der gnadenlos ein Menschenleben nach dem anderen fordert.

Es scheint keine Chance zu geben, auch nur ein Opfer zu retten. Sie kommen immer nur Sekunden zu spät. Und die Art und Weise wie die Menschen hier getötet werden ist einfach nur krank.

Doch was sind das für Menschen, die Sneijder und Nemez hier versuchen zu retten? Welche Verbingung gibt es zwischen den Opfern?

In kurzen Rückblenden wird das Motiv und die Vorbereitungen der Taten näher beleuchtet. Was sich Herr Gruber hier ausgedacht hat, ist der Wahnsinn. Und er hat es tatsächlich geschafft mich auf die Seite der Nonne zu ziehen.

Wie alle Bücher aus der Todes-Reihe sorgt der flüssige Schreibstil und die geballte Spannung für tolle Lesestunden. Nemez und Sneijder sind ein großartiges Team. Und Maarten ist mittlerweile einfach nur Kult. So ein skurriler Typ der an den richtigen Stellen seinen trockenen Humor raushaut. Aber auch die anderen Protagonisten passen perfekt in das Geschehen.

Ein rasanter Thriller von der ersten bis zur letzten Seite! Ein absolutes MUSS für jeden Thriller-Fan!

Fazit:
Ich bin seit dem ersten Fall von Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez ein absoluter Gruber-Fan. Ich habe alle seine Bücher gelesen und jedes Einzelne hat mich überzeugt. Doch die Todes-Reihe hat es mir besonders angetan. Die Fälle, sowie die Charaktere sind einfach grandios…und nun heißt es wieder geduldig auf die Fortsetzung warten.

Samuel BjØrk: Bitterherz

*Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Plötzlich taucht er auf:
ein kleiner Junge, halb erfroren, mit einem Geweih auf dem Kopf

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Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 416 Seiten
Genre: Thriller
Preis: 12,99€
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Autor:
Hinter dem Pseudonym Samuel Bjørk steht der norwegische Autor, Dramatiker und Singer-Songwriter Frode Sander Øien. Er wurde 1969 geboren, schrieb im Alter von 21 Jahren sein erstes Bühnenstück und veröffentlichte seitdem zwei hochgelobte Romane sowie sechs Musikalben. Sein erster Thriller »Engelskalt« wurde ein Bestseller. Derzeit lebt und arbeitet er im norwegischen Trondheim.

Klappentext:
Ein alter Mann fährt auf einer einsamen Straße in den norwegischen Bergen. Plötzlich taucht aus dem Dunkeln eine Gestalt auf, und er schafft es gerade noch zu bremsen. Noch unter Schock kann er nicht glauben, was er sieht: Vor ihm steht ein kleiner Junge mit einem Geweih auf dem Kopf. Vierzehn Jahre später wird in einem nahegelegenen Bergsee eine Leiche gefunden. Die junge Frau trägt das Kostüm einer Balletttänzerin, und am Ufer steht eine Kamera, in deren Linse eine 4 eingeritzt ist. Kommissar Holger Munch und seine Kollegin Mia Krüger stehen vor einem Rätsel. Dann taucht eine weitere Kamera auf – und ein weiteres Opfer …

Ich habe gelesen:
Eine junge Frau wird tot aus einem Bergsee in der Nähe von Oslo geborgen. Sie trägt das Kostüm einer Balletttänzerin. Kurze Zeit später taucht eine weitere Leiche auf.

Eine tote Tänzerin, ein Musiker und schließlich ein Teenager. Was verbindet diese Personen?

An jedem Tatort steht eine Kamera und in die Linse sind jeweils Zahlen eingeritzt. Was hat das alles zu bedeuten?

Kommissar Holger Munch, seine Kollegin Mia Krüger und weitere ausgewählte Beamte bilden das Team einer Sondereinheit und werden mit der Aufklärung dieser Mordserie beauftragt.

Die Story war durchaus interessant, doch auch sehr verwirrend. In fast jedem Kapitel ging es um eine andere Person und irgendwann waren auf einmal soooo viele Personen ins Spiel gebracht worden, dass ich mich nur noch schwer zurechtfand.

Neben den Ermittlungen kämpfen Munch und einige Mitglieder seines Teams mit ihren eigenen privaten Problemen. Munch trauert seiner Ehe hinterher, Mia kann nicht mit der Vergangenheit abschließen und Curry hat ein mächtiges Alkoholproblem.

Dies nimmt viel Platz in der Geschichte ein, machte aber die Personen greifbarer, auch wenn ich manches etwas überzogen fand.

Lange tappen die Ermittler im Dunkeln. Doch dann taucht eine Todesliste mit 50 Zufallsopfern auf. Nun schaltet sich der Generalstab ein und übernimmt gemeinsam mit dem polizeilichen Sicherheitsdienst und mehreren Generälen aus unterschiedlichen Truppen den Fall.

Munch und seine Kollegin werden zwar mit einbezogen, aber wirklich was zu melden haben sie nicht mehr.

Der Fall scheint nun klar zu sein und ein Verdächtiger ist gefunden. Doch handelt es sich dabei wirklich um den Mörder?

Die Auflösung dieser ganzen verstrickten Geschichte fand ich sehr originell und stimmig. Es zeigt mal wieder wie krank manch menschlicher Geist ist.

Fazit:
Die Spannung baute sich nur sehr langsam auf und es gab meiner Meinung nach zu viel hin und her und wirre Momente für mich. Das liegt wahrscheinlich daran, dass mir die Vorgänger-Bücher fehlen.

Bei „Bitterherz“ handelt es sich bereits um das dritte Buch um die Ermittler Holger Munch und Mia Krüger. Die Story ist zwar in sich abgeschlossen, dennoch hatte ich immer das Gefühl, dass mir Vorkenntnisse fehlen.

Der Autor nimmt immer wieder Bezug auf vorherige Ereignisse, die ich aber leider nicht immer richtig einordnen konnte. Und auch die Weiterentwicklung der Protagonisten hat mir gefehlt.

Dennoch hat mich das Buch sehr gut unterhalten.

Max Bentow: Der Schmetterlingsjunge

EIN FALL FÜR NILS TROJAN

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Verlag: Goldmann Verlag
Klappenbroschur mit 400 Seiten
erschienen: Juli 2018
Genre: Psychothriller
Preis: 15,00€
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Autor:
Max Bentow wurde in Berlin geboren. Nach seinem Schauspielstudium war er an verschiedenen Bühnen tätig. Für seine Arbeit als Dramatiker wurde er mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet. Seit seinem Debütroman »Der Federmann« hat sich Max Bentow als einer der erfolgreichsten deutschen Thrillerautoren etabliert, alle seine Bücher waren große SPIEGEL-Bestseller-Erfolge.

Klappentext:
Der Berliner Kommissar Nils Trojan hat schon vieles gesehen, aber als er den Tatort in Kreuzberg betritt, traut er seinen Augen kaum: Die Frau, die ermordet wurde, liegt entkleidet auf dem Bett, ihren Rücken ziert das farbenprächtige Gemälde eines riesigen Schmetterlings. Nur zwei Tage später ereignet sich ein weiterer Mord, wieder hinterlässt der Täter sein bizarres Kunstwerk auf dem Körper des Opfers. Verzweifelt versucht Trojan, die verborgene Botschaft des Mörders zu entschlüsseln, doch sein Gegner hat ihn längst in ein perfides Verwirrspiel verstrickt. Und Trojan weiß – er muss die Obsession begreifen, die den Täter treibt, wenn er das grausame Töten beenden will …

Ich habe gelesen:
„Der Schmetterlingsjunge“ ist bereits der siebte Fall für Nils Trojan und sein Team. Die vorherigen Bände habe ich nicht gelesen, aber ich hatte auch nicht das Gefühl, dass mir Ereignisse aus der Vergangenheit fehlten.

Ich mag es, wenn ein Buch mich sofort fesselt. Bereits der Prolog lies mich erahnen mit was ich es zu tun bekomme.

Der erste Mord lässt auch nicht lange auf sich warten. Während Mutter und Sohn bereits schlafen, verschafft sich der Mörder Zutritt zum Kinderzimmer. Er betäubt den Jungen und macht sich danach an der Mutter zu schaffen.

Als der Junge am nächsten Morgen erwacht, findet er seine Mutter tot in ihrem Bett. Sie ist nackt und auf ihrem Rücken prangt ein großer, schillernder Schmetterling.

Nils und sein Team beginnen mit den Ermittlungen und es dauert nicht lange, da werden sie auch schon an den nächsten Tatort gerufen.

Der Täter ist unberechenbar und voller Hass. Er ist den Ermittlern immer einen Schritt voraus. Es wirkt als würden die Polizisten immer genau das tun, was der Täter von ihnen erwartet. Es zerfrisst Nils, dass er den Mörder immer nur knapp verpasst. Nur ganz langsam gelingt es ihm und seiner Partnerin die kleinen Puzzlesteine zusammenzusetzen.

Zwischen den einzelnen Kapiteln entführt mich Herr Bentow in die Vergangenheit des „Bodypainters“, wie er von der Presse genannt wird, und ich erfahre mehr über ihn und seine Kindheit/ Jugend. Ich erkenne immer mehr den Ursprung seiner Taten.

Die Motivation und die Auswahl seiner Opfer ist sehr speziell und doch erscheint es, aus Sicht des Täters, fast schon logisch und nachvollziehbar.

Er hat eine Vorliebe für ein bestimmtes paar High Heels und auch Schmetterlinge haben eine große Bedeutung für ihn. Doch wie passt so was anmutiges, schönes zu seinen grauenvollen Taten?

Das Buch ist ein absoluter Pageturner, der mir kaum Zeit zum Atmen gelassen hat.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig. Die Handlung ist rasant und spannend, ohne unnötige Längen. Jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger, sodass ich dieses Buch nur schwer aus der Hand legen konnte.

Am Ende überschlagen sich die Ereignisse nochmal. Absolut nervenaufreibend.

Was mich aber ein bisschen ärgert, dass mich der Autor mit einem Fragezeichen zurückgelassen hat.

Gerne hätte ich noch erfahren was aus der Frau wurde, die eigentlich der Auslöser dieser ganzen Misere war.

Fazit:
Die Story ist großartig. Man sollte meinen, man hat schon alle möglichen Szenarien gelesen. Ein Täter mit einer schrecklichen Kindheit usw., aber zum Glück gibt es Autoren wie Max Bentow, die mich immer wieder aufs neue begeistern.

Eine absolute Leseempfehlung. Ich werde mir auch noch den ein oder anderen Band aus der Nils Trojan-Reihe vornehmen.