Hendrik Berg: Strandfeuer

*Dieses Buch wurde mir von der Penguin Random House Verlagsgruppe zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

An der Nordsee liegen dunkle Geheimnisse vergraben…

Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 384 Seiten
Erscheinungsdatum: 14.03.2022
Genre: Nordsee-Krimi
Preis: 11,00 €
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Autor:
Hendrik Berg wurde 1964 in Hamburg geboren. Nach einem Studium der Geschichte in Hamburg und Madrid arbeitete er zunächst als Journalist und Werbetexter. Seit 1996 verdient er seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Drehbüchern. Er wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Köln.

Klappentext:
Ein Mord in Sankt Peter-Ording ruft Kommissar Theo Krumme mitten in der Hochsaison auf den Plan: Am Strand wurde unter einer der Pfahlbauten die Leiche eines jungen Mannes entdeckt. Bei dem Toten handelt es sich um Marten Schilling, Barkeeper und Freund von Insa Clausen, Tochter einer der wohlhabendsten Familien Nordfrieslands. Während Insa völlig aufgelöst über den Tod ihres Freundes ist, scheint sich die Trauer bei ihrer übrigen Familie in Grenzen zu halten. Krummes Argwohn ist geweckt. Zusammen mit seiner Kollegin Pat nimmt er die Clausens genauer unter die Lupe und stößt hinter der vornehmen Fassade auf dunkle Abgründe …

Krummes bisherige Fälle:

  1. Deichmörder
  2. Lügengrab
  3. Küstenfluch
  4. Schwarzes Watt
  5. Kalte See
  6. Eisiger Nebel
  7. Dunkler Grund

Die Bücher können problemlos auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Doch um die Handlungen und Charakterzüge der Protagonisten vollumfänglich zu verstehen, würde ich empfehlen mit Band 1 einzusteigen.

Meine Eindrücke:
Der achte Fall für den brummigen, aber sehr symphytischen Kommissar Theo Krumme und seine junge Kollegin Pat. Die beiden könnten verschiedener nicht sein, doch sind sie zusammen ein tolles Team und ich habe mich sehr gefreut mich mit ihnen in die neusten Ermittlungen zu stürzen.

Theo und seine Freundin Marianne machen Urlaub in St. Peter Ording. Hier will der Kommissar mal richtig abspannen und ein Yoga-Kurs soll seinen starken Rückenproblemen, die ihn schon seit einiger Zeit plagen, entgegenwirken. Obwohl Krumme von dieser Idee nicht sehr begeistert ist, gibt er Marianne zu liebe sein Bestes. 

Wie diese Kurse für einen Mann Ü50 ablaufen, könnt ihr Euch sicher vorstellen. Da musste ich schon kräftig schmunzeln. 

Doch schon während der ersten Urlaubstage, wird ausgerechnet in Sankt-Peter-Ording die Leiche eines jungen Mannes am Strand gefunden und das auch noch in der Hochsaison.

Krummes Chef erwartet natürlich, dass Theo seinen Urlaub unterbricht und die Ermittlungen unterstützt, weil er ja praktischerweise gerade vor Ort ist. Davon ist Marianne zwar überhaupt nicht begeistert, aber ihr ist auch klar, dass sie ihren Partner nicht davon abhalten kann. So nimmt er gemeinsam mit seiner Kollegin Pat die Ermittlungen auf. 

Dies erweist sich als gar nicht so einfach. Hendrik Berg ist die Balance zwischen einem spannenden Krimi und der Welt rund um das Wattenmeer wieder einmal gelungen. Immer wieder führte mich der Autor auf eine falsche Spur, sodass ich bis zum Schluss einfach keine Ahnung hatte, wer den Mord begangen hat. Verdächtige gab es viele, aber dies stellte sich immer wieder als Fehleinschätzung heraus.

So muss das sein. Auch der Einstieg in das Buch war wieder toll, denn alles beginnt mit einer Geschichte, die sich vor fast 200 Jahren in der Nordsee ereignete. Die Story wurde zwar fiktiv ausgeschmückt, jedoch beruht sie dennoch auf historisch belegte Fakten.

Fazit:
In den Büchern von Herrn Berg geht es nicht einfach nur um eine sture Mörderjagd, sondern finde ich auch das ganze drum herum sehr unterhaltsam und anschaulich.

Wer Krimis in schöner Nordsee-Atmosphäre mag, sollte auf jeden Fall mal nach einem Buch von Hendrik Berg greifen und ich verspreche euch, dass es bei einem nicht bleiben wird. „Strandfeuer“ ist ein weiterer empfehlenswerter Roman aus der Theo Krumme-Reihe. Sehr spannend, unterhaltsam und humorvoll mit äußerst sympathischen Charakteren. Ich bin ein sehr großer Fan der Krumme-Fälle und freue mich auf noch viel Spannung mit Küstenflair.

Hendrik Berg: Dunkler Grund

*Dieses Buch wurde mir von der Penguin Random House Verlagsgruppe zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Eine Tote auf einer Segeljacht, die gespenstisch stille Nordsee und tödliche Rache …

Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 352 Seiten
Erscheinungsdatum: 15.03.2021
Genre: Nordsee-Krimi
Preis: 10,00 €
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Autor:
Hendrik Berg wurde 1964 in Hamburg geboren. Nach einem Studium der Geschichte in Hamburg und Madrid arbeitete er zunächst als Journalist und Werbetexter. Seit 1996 verdient er seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Drehbüchern. Er wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Köln.

Klappentext:
Eine entsetzliche Entdeckung zerreißt die sommerliche Idylle Nordfrieslands: Auf einer Segeljacht im Husumer Hafen liegt eine erstochene Frau. Wer konnte der reizenden Nantje, die mit ihrem Mann ein beliebtes Fischrestaurant führte, nur so etwas antun? Kommissar Krumme und seine Kollegin Pat haben Nantjes Mann in Verdacht. Doch dann verschwindet der Restaurantbesitzer unter mysteriösen Umständen. Bei seinen Ermittlungen muss Krumme ein großes Risiko eingehen und kommt auf die Spur einer Wahrheit, so tief und dunkel wie die Nordsee …

Meine Eindrücke:
Der siebte Fall für Theo Krumme. Alle Bücher der Reihe habe ich bereits verschlungen und war schon sehr gespannt was mich diesmal erwarten wird.

Hier die Auflistung der richtigen Reihenfolge:

  1. Deichmörder
  2. Lügengrab
  3. Küstenfluch
  4. Schwarzes Watt
  5. Kalte See
  6. Eisiger Nebel
  7. Dunkler Grund

Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden, da alle in sich abgeschlossen sind. Natürlich empfiehlt es sich dennoch die Reihenfolge einzuhalten, da sich die Charaktere weiterentwickeln und sich die zwischenmenschlichen Beziehungen verändern.

Der brummige Theo Krumme und seine junge Kollegin Pat könnten verschiedener nicht sein, doch sind sie zusammen ein tolles Team. Gemeinsam mit ihnen habe ich mich mal wieder auf eine virtuelle Reise durch Husum begeben.

Herr Berg hat so einen tollen, detaillierten Schreibstil, dass man sich wie ein Nordfriese fühlt. Man hat die Landschaft genau vor Augen und es ist fast wie Urlaub…wäre da nicht der grausame Mord an der jungen Frau Nantje Schreiber, die erstochen auf der Segeljacht ihres Mannes gefunden wurde.

Was ist hier geschehen? War es tatsächlich Sebastian Schreiber, der seine Ehefrau umgebracht hat?

Pat und Krumme haben hier unterschiedliche Meinungen und es herrscht eine gewisse Spannung zwischen den beiden. Während Pat an die Unschuld von Sebastian glaubt, ist Krumme der Überzeugung, dass er es gewesen sein muss.

Da die Ermittlungen nur schleppend voran gehen, wird eine Sonderkommission unter der Leitung von Friedrichs und Ludwig gebildet. Ausgerechnet die beiden verhassten Kollegen. Während Krumme einen Tag Urlaub auf Hallig Hooge genießt, muss sich Pat mit den beiden rumärgern. Sie wird zum Telefondienst abgestellt und regelrecht ausgeschlossen. Doch am Ende haben doch wieder Pat und Krumme zur eigentlichen Auflösung des Falls den größten Beitrag geleistet.

Der Fall selber und die Ermittlungen sind zunächst nicht besonders spektakulär, doch mit fortschreiten der Story steigt die Spannung immer mehr. Ich bin bis zum Ende einfach nicht dahinter gekommen, wer Nantje nun eigentlich umgebracht hat.

Sehr gelungen fand ich die Rückblenden in das Jahr 1362 zu Oke in die Uthlande. Auch hier hat sich grausames ereignet.

Herr Berg verbindet diese Ereignisse mit einer Legende, die um Rungholt kursiert und die im Norden jedes Kind kennt.

Die Legende von Rungholt, dem nordfriesischen Atlantis, das im 14. Jahrhundert untergegangen ist. Bei ruhigem Wetter sind auf dem Wattenmeer manchmal Kirchenglocken zu hören und ein undefinierbares Glitzern, welches von den goldenen Dächern kommen soll, zeichnet sich unter der Wasseroberfläche ab.

Diese Rückblenden tragen zwar nicht zur Auflösung des Falles bei, aber ich fand es eine gelungene Abwechslung.

Auch die humorvollen Passagen aus Krummes Privatleben mit seinem jungen Hund Sonny, gefallen mir gut und zauberten mir immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht.

Hendrik Berg hat erneut einen Krimi geschrieben, der mich begeistert hat. Krumme ist ein sehr sympathischer Ermittler, der mit seinem Erfolg den hiesigen Kollegen ein Dorn im Auge ist. Er ist halt kein Nordlicht und das bekommt er auch zu spüren. Doch mit jedem weiteren Fall wird auch der aus Berlin-Neukölln stammende Kommissar etwas norddeutscher, auch wenn er wahrscheinlich nie richtig dazugehören wird.

Fazit:
Es ist nicht das stärkste Buch aus der Reihe, hat mir aber trotzdem sehr sehr gut gefallen. Ein Nordsee-Krimi mit tollen Charakteren und einer ganz besonderen Atmosphäre. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall von Theo und Pat.

Rhena Weiss: Gottes rechte Hand

Ein Killer, der seine Opfer mit göttlicher Rache straft, hält Wien in Atem

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Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 416 Seiten
erschienen: August 2017
Genre: Psychothriller
Preis: 9,99€
Bestellbar: hier

Autorin:
Rhena Weiss, Jahrgang 1969, lebt mit ihrer Familie in Niederösterreich. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet sie als Sozialpädagogin in Wien. Im Mittelpunkt ihrer Psychothriller-Reihe, die mit dem furiosen Auftakt »Das Böse in euch« begann, steht die Wiener LKA-Ermittlerin Michaela Baltzer.

Klappentext:
Wien: Innerhalb kurzer Zeit werden zwei Männer auf höchst brutale Weise getötet. Michaela Baltzer und ihr Team vom LKA tappen zunächst im Dunkeln. Doch dann begreifen sie, dass der Mörder eine Art Gottesurteil vollzogen hat. Im Laufe der Ermittlungen zeigt sich das ganze Ausmaß der Mordserie, denn es gehen noch mehr Tote auf das Konto des Täters. Bald weiß Michaela nicht mehr, wem sie trauen kann, denn alle Fäden scheinen bei Bernd Dalisch, dem neuen Kriminalpsychologen des LKA, zusammenzulaufen. Um den Killer zu finden, muss Michaela ihre Prinzipien über Bord werfen und sogar den verurteilten Psychopathen Kilian Weilmann um Hilfe bitten …

Meine Meinung:
Nachdem ich den 1. und 3. Teil der Reihe um Michaela Baltzer schon gelesen habe, durfte der 2. Teil natürlich nicht fehlen.

Michaela ist Kriminalbeamtin des LKA Wien. Zu ihrem Team zählen die resolute Doris und der stille Vincent. Die drei sind wirklich ein toll gezeichnetes Team und ergänzen sich hervorragend. In ihrem neusten Fall müssen sie den Mörder von sehr mysteriösen, grauenvollen Todesfällen finden.

Rhena Weiss steigt im Prolog direkt mit einem grausamen Mord ein. Mein Gott, sowas wünsche ich keinem. Das nächste Opfer lässt auch gar nicht lange auf sich warten. Ein unbekannter Toter wurde in einer Kleingartenanlage aufgefunden. Er kam durch unzählige Wespenstiche ums Leben. Kurze Zeit später reiht sich noch eine Brandleiche zu den Opfern.

Während Michaela mit Hochdruck ermittelt, wird klar, dass ein Serienmörder hinter den grausam verübten Taten steckt. Es handelt sich um eine Art Rachefeldzug und der Täter handelt im Namen Gottes. Doch was verbindet die Toten und was ist das Motiv des Täters?

Die Ermittlungen gehen sehr schleppend voran, doch so nach und nach führen die Spuren bei einem Menschen zusammen, der Michaela sehr nahe steht und sie fürchtet um sein Leben.

„Gottes rechte Hand“ ist ein sehr spannender Thriller. Rhena Weiß bettet das Thema häusliche Gewalt gekonnt in ihren Thriller ein und vermittelt mir wie schwer es vielen Frauen fällt, ihre gewalttätigen Männer zu verlassen und sich Hilfe zu holen.

Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen. Das finde ich immer toll, denn das lockert die Storys auf und lässt keine lange Weile aufkommen. So kommt neben der Kriminalbeamtin Michaela auch die „rechte Hand Gottes“ zu Wort und schildert, warum und wie sie die Taten begeht.

Obwohl ich recht früh ahnte, wer hinter den Taten steckt, konnte ich mir bis zum Schluss nicht ganz sicher sein, denn es gibt einige Personen, die ein Motiv hätten.
Diesmal hat sich mein Verdacht aber mal bestätigt.

Fazit:
Eine ungewöhnliche Mordserie, spannende Ermittlungen und interessante Schicksale der Protagonisten haben mich total an dieses Buch gefesselt. Es ist Opfern häuslicher Gewalt gewidmet. Dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch und wurde super in die Story integriert. Ich mag die Bücher von Rhena Weiss und empfehle sie euch gerne weiter. Lest die Bücher aber in der richtigen Reihenfolge, damit euch kein Vorwissen fehlt. Ich war wieder absolut begeistert und hoffe auf noch weitere Fälle mit Michaela Baltzer.

Matthew Sullivan: Der Tod kommt nach Mitternacht

Der Tod kam in der Nacht…

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Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 384 Seiten
erschienen: August 2018
Genre: Kriminalroman
Preis: 10,00€
Bestellbar: hier

Autor:
Matthew Sullivan hat in verschiedenen Buchläden gearbeitet und ist heute als Dozent für Kreatives Schreiben, Literatur und Film tätig. Nachdem er bereits mehrere preisgekrönte Kurzgeschichten veröffentlicht hat, legt Sullivan nun mit »Der Tod kommt nach Mitternacht« sein vielbeachtetes Romandebüt vor. Er lebt mit seiner Familie in Washington.

Klappentext:
Der Tod kam in der Nacht, und nur die zehnjährige Lydia überlebte das Blutbad. Nun ist Lydia eine junge Frau, ihre Welt die kleine Buchhandlung, in der sie arbeitet. Als sich dort ein Stammkunde das Leben nimmt, erbt Lydia zu ihrer Überraschung dessen spärliche Hinterlassenschaften. Eine Überraschung, die dem Entsetzen weicht, als sie darunter nicht nur ein Kinderfoto von sich findet, sondern auch eine Reihe von Büchern, in deren zerschnittenen Seiten Hinweise versteckt sind. – Eine Spur tödlicher Verzweiflung, die Lydia an den dunkelsten Punkt ihrer eigenen Vergangenheit führt …

Wie hat mir das Buch gefallen:
Dies ist der Debütkrimi von Matthew Sullivan. Das Cover und der Klappentext machten mich sofort neugierig auf das Buch.

Lydia hat als kleines Mädchen Schreckliches erlebt. Damals begegnete sie dem „Hammermann“. Wirklich grausam und bis heute wurde dieses Verbrechen nicht aufgeklärt. Sie kämpfte sich ins Leben zurück und hat mittlerweile einen Freund und einen Job in einer kleinen Buchhandlung. Eines Nachts nimmt sich Lydias Lieblingskunde Joey ausgerechnet dort das Leben. Er erhängt sich in einer der oberen Etagen und Lydia findet ihn dort und mit ihm ein Kinderfoto von ihr, als 10-jähriges Mädchen, und ihren beiden besten Freunden.

Was hat das zu bedeuten?

Lydia will Antworten. Ein paar Tage nach dem Selbstmord erbt sie eine Kiste mit alten Büchern von Joey. Die Bücher haben alle zerschnittene Seiten, die scheinbar eine Botschaft enthalten. Was will Joey ihr sagen?

Immer mehr Details kommen aus Lydias Vergangenheit zum Vorschein, aber nicht nur aus Ihrer. Es war wirklich sehr erschreckend wie am Ende alles zusammengepasst hat.

Ich kann Euch leider nicht so viel verraten, denn sonst macht es ja keinen Spaß mehr.

Ich steige direkt in der Gegenwart ein und in einzelnen Kapiteln werde ich immer wieder in die Vergangenheit katapultiert.

Es dauerte etwas bis ich mit der Geschichte warm wurde, obwohl mir der Aufbau des Buches richtig gut gefallen hat. Es lag an dem teilweise abgehackten Schreibstil. Manchmal wusste ich gar nicht was ich da gerade gelesen hatte und konnte dem Autor nicht folgen.

Nach einer Weile ging es dann aber.

Der Hintergrund des Buches und die damit verbundene Auflösung fand ich sehr überraschend und unheimlich gut durchdacht. Immer neue Erkenntnisse verwirrten mich, bis ich am Ende mit einem Paukenschlag erlöst wurde.

Fazit:
„Der Tod kommt nach Mitternacht“ hat mir nach gewissen Startschwierigkeiten viele spannende Lesestunden bereitet. Eine gut aufgebaut und durchdachte Story. Auch die Charaktere waren toll gezeichnet. Ich habe durch die immer wiederkehrenden Rückblenden in die Vergangenheit mehr und mehr Puzzleteile zusammensetzten können. Und war überrascht wie alles doch miteinander zusammenhängt und ineinander verwoben war.

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Andreas Gruber: Rachewinter

Eine Serie eiskalter Morde und eine Spur, die ins Nichts zu führen scheint…

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Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 592 Seiten
erschienen: September 2018
Genre: Thriller
Preis: 9,99€
Bestellbar: hier

Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Mit seinen bereits mehrfach preisgekrönten Romanen steht er regelmäßig auf der Bestsellerliste.

Klappentext:
Mehrere Männer im besten Alter, erfolgreich und vermögend, werden grausam ermordet – und obwohl sie in verschiedenen Städten lebten, haben sich alle kurz vor ihrem Tod mit einer geheimnisvollen dunkelhaarigen Frau getroffen. Doch diese bleibt ein Phantom. Das müssen auch Kommissar Walter Pulaski in Leipzig und Anwältin Evelyn Meyers in Wien feststellen, die beide in die Fälle verwickelt werden. Anders als die Polizei lassen sie sich jedoch nicht entmutigen, erst recht nicht, als sie erkennen, dass sie die Mordserie nur gemeinsam lösen können. Allerdings ist der Täter raffinierter, als sie denken – und spielt auch mit ihnen sein gefährliches Spiel …

Ich habe gelesen:
Rache die Dritte!

In Wien beobachten zwei Dachdecker wie sich ein Pärchen im gegenüberliegendem Haus miteinander vergnügt. Sie beginnen zu filmen. Doch plötzlich weicht ihre Belustigung dem Entsetzen, denn sie werden Zeuge eines Mordes.

Schnell ist, aufgrund der Aufnahme, ein Verdächtiger ausgemacht. Michael von Kotten, Sohn aus einer mächtigen Familiendynastie. Kurz vor seiner Verhaftung beauftragt er Evelyn Meyers ihn vor Gericht zu vertreten. Evelyn ist von seiner Unschuld überzeugt und nimmt das Mandat an. Während seiner U-Haft jedoch gesteht er plötzlich den Mord. Doch warum?

Zusammen mit ihrem Assistenten Flo beginnt Evelyn selbst Nachforschungen anzustellen, denn die bisherigen Ermittlungen sind sehr schlampig durchgeführt worden. Gemeinsam decken sie eine ungeheuerliche Familiengeschichte auf.

Zur gleichen Zeit in Leipzig. Walter Pulaski wird zu einem Tatort in einem Motel gerufen. Alles deutet auf einen Unfall hin, aber Pulaski glaubt nicht an einen Unfall. Er ist noch immer im Kriminaldauerdienst, das heißt nach den Tatortaufnahmen muss er den Fall abgeben.

Doch wer Pulaski kennt weiß, dass das gar nicht so einfach für ihn ist. Dazu kommt, dass er den Toten kennt. Seine Tochter Jasmin ist sehr eng mit der Tochter des Opfers befreundet.

Er gibt den Mädchen das Versprechen den Tod aufzuklären, weil er nicht will, dass Nina und Jasmin auf eigene Faust recherchieren. Die aber lassen sich nicht so leicht ausbremsen. Sie versuchen die letzten Tage und Stunden des Mordopfers zu ergründen und stoßen dabei auf eine mysteriöse Frau im roten Kleid.

Es folgen weitere grausame Morde. Alle Opfer wurden vor ihrem Tod mit einer Frau im roten Kleid gesehen. Wer ist diese mysteriöse Frau? Und kann sie wirklich die Täterin sein?

Wer die beiden Vorgängerbände „Rachesommer“ und „Racheherbst“ kennt, der weiß das sich die Wege von Evelyn und Pulaski früher oder später kreuzen werden. So auch in „Rachewinter“.

Andreas Gruber schreibt wie gewohnt sehr temporeich, bildhaft und rasant. Er hat es wieder geschafft mich auf ein spannendes Abenteuer mitzunehmen. Durch geschickte Wendungen bleibt der Spannungsbogen das ganze Buch über aufrecht. Er überrascht mich immer wieder mit ungewöhnlichen Tatwaffen und sehr grausamen Morden. Woher nimmt man nur solch kranke Ideen?

Obwohl für mich schon recht früh, einiges offensichtlich wurde, gibt es am Ende doch noch eine Überraschung und es geht in einen dramatischen Showdown.

Fazit:
Lieber Herr Gruber…ich hoffe auf noch viele solch spannende Bücher. Überraschende Wendungen, tolle Charaktere, rasanter Schreibstil und überaus fantasievolle Mordpraktiken ließen mich das Buch kaum aus der Hand legen.

Es gehen wieder beide Daumen nach oben. Für echte Thriller-Fans ist Gruber ein absolutes MUSS!