Abbie Taylor: Denn niemand wird dir glauben

Ein Psychothriller, in dem der Alptraum einer jeden Mutter wahr wird.

20171022_173448.png

Verlag: Goldmann
eBook mit 222 Seiten
Erscheinungsdatum: November 2009
Genre: Psychothriller
Preis: 3,99 € (Taschenbuch: 8,99 €)
Bestellbar: hier

Autorin:
Abbie Taylor stammt aus Irland und arbeitet als Ärztin. Neben ihrem Beruf widmet sie sich dem Schreiben und hat bisher die beiden Romane »Denn niemand wird dir glauben« und »Die sanfte Hand des Todes« veröffentlicht. Heute lebt die Autorin mit ihrem Ehemann und den beiden gemeinsamen Kindern abwechselnd in Irland und Großbritannien.

Klappentext:
Für Emma Turner wird der Alptraum einer jeden Mutter wahr: Beim Einsteigen in die U-Bahn wird sie von ihrem kleinen Sohn Ritchie getrennt, die Türen schließen sich, und Emma bleibt allein am Bahnsteig zurück. Wie durch ein Wunder findet sie Ritchie an der nächsten Station wieder, denn eine hilfsbereite Fremde hat sich ihm angenommen. Diese stellt sich als Antonia vor und überredet Emma, auf den Schreck noch etwas trinken zu gehen. Doch als Emma im Café Antonia für einen Moment aus den Augen lässt, ist diese verschwunden – und hat Ritchie mitgenommen …

Ich habe gelesen:
Für mich und wahrscheinlich alle Mütter und Väter dieser Welt das schlimmste was passieren kann. Das Kind ist spurlos verschwunden. Ich würde Wahnsinnig werden. Mit diesem Thema beschäftigt sich die Autorin Abbie Taylor in diesem Buch.

Emma ist eine depressive, alleinerziehende Mutter. Sie lebt von Sozialhilfe, hat keine Familie, keine Freunde und ist völlig vereinsamt. Als ihr kleiner Sohn Ritchie verschwindet wacht sie nach einem Nervenzusammenbruch im Krankenhaus auf.

Die Polizei nimmt die Aussagen von Emma auf, glaubt ihr aber zunächst nicht. Nachdem aber die Hausärztin von Emma bestätigt, dass Emma einen Sohn hat, leitet die Polizei die Ermittlungen ein.

Doch nach einem weiteren Gespräch mit der Hausärztin, kommen brisante Aussagen, die Emma getroffen hat, ans Licht und die Polizei glaubt nicht mehr an eine Entführung, sondern eher daran, dass Emma ihren Sohn hat verschwinden lassen.

Was nun? Keiner will Emma glauben. Selbst als sie Ihren Sohn, auf einem Überwachungsvideo, am Flughafen mit einer Frau wiedererkennt hegen die Polizisten Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Emma. Natürlich gehen sie der Spur nach und verhören die Familie die Emma mit Ritschi erkannt hat, aber hier scheint alles in Ordnung zu sein.

Emma ist verzweifelt. Wie kann sie beweisen, dass der kleine Junge auf dem Überwachungsvideo wirklich ihr Sohn ist. Sie bekommt unverhofft Hilfe eines Fremden, der ihr schon am Tag des Verschwindens von Ritschie versucht hat zu helfen. Rafe ist der einzige der nicht an ihr zweifelt und ihr unerschütterlich zur Seite steht.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, so dass man der Geschichte gut folgen kann. Immer wieder erfährt der Leser in Rückblicken von Emmas bisherigem Leben, wie es dazu kam, dass sie so vereinsamt ist und wie sie mit ihrem Kind zurecht gekommen ist.

Bis zum Ende wusste ich nicht, wer hier lügt. Hat Emma ihren Sohn wirklich verschwinden lassen? Oder lügt die Familie des kleinen Jungen auf dem Überwachungsvideo. Genauso geht es auch den Personen, die Emma helfen wollen.

Wird Emma ihren Sohn wiederbekommen? Oder hat sie ihren Sohn vielleicht selber auf dem Gewissen?

Um das zu erfahren müsst ihr selber lesen, denn ich werde es Euch nicht verraten.

Fazit:
Ich hatte eigentlich einen Thriller mit spannenden Psychospielchen erwartet, aber davon gab es nicht viel. Mit einem Psycho-Thriller hat dieses Buch also ,meiner Meinung nach, kaum etwas zu tun. Die Geschichte von Emma ist sehr traurig und ich würde es eher in das Genre Drama stecken.

Die Story ging mir sehr unter die Haut und hat mich gut unterhalten!

Michael Koglin: Seelensplitter

Die Dämonen der Vergangenheit sind erwacht – und bringen den TodScreenshot_20171019-193019.png

Verlag: Goldmann
eBook mit 192 Seiten
Erscheinungsdatum: Dezember 2012
Genre: Thriller
Preis: 3,99 € (Taschenbuch: 8,99 €)
Bestellbar: hier

Autor:
Michael Koglin lebt als freier Journalist, u. a. für Mare, Brigitte, NDR und Die Zeit, sowie als Schriftsteller in Hamburg. Neben Kriminalromanen hat er Kurzgeschichten, Kinder- und Sachbücher sowie zahlreiche Drehbücher und Theaterstücke verfasst. Er wurde mehrfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Bekannt wurde Michael Koglin nicht zuletzt mit der »Dinner for One«-Reihe, schwarzhumorigen Krimis mit dem Personal des bekannten Silvester-Sketches.

Klappentext:
»Es wird mich töten, Lina«, sagte Carolin. »Uns alle.« Die junge Polizistin Lina Andersen kennt Carolin aus einer Gruppentherapie. Lina hatte schon damals Carolines paranoide Züge bemerkt, deshalb schickt sie die Frau nun weg. Außerdem will Lina nichts mehr mit der Vergangenheit zu tun haben. Das ist vorbei. Eine Woche später steht Lina vor Carolins Leiche. Die junge Frau wurde brutal ermordet. Als eine weitere ehemalige Teilnehmerin der Therapiegruppe umgebracht wird, kann Lina nicht mehr vor der Vergangenheit fliehen. Die alten Dämonen sind erwacht …

Nachdem ich „Der Mädchenmacher“ von Michael Koglin bereits gelesen habe, wollte ich das erste Buch aus der Reihe um Lina Andersen natürlich auch gerne lesen, auch wenn mich „Der Mädchenmacher“ nicht gänzlich überzeugt hatte.

Meine Meinung:

Zwei Leichen aus dem Umfeld von Lina…und es sollten nicht die Letzten sein. Mord durch einen explodierten Vibrator? Was ist da los? Um was geht es hier? Alle Hinweise führen in die Vergangenheit von Lina.

Lina beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. An sich ist das ja nichts Schlimmes. Was mich aber hier unheimlich stört ist, dass eine Polizistin Beweise und Hinweise zurück hält, die den Täter vielleicht schon eher entlarven könnten. Kann man so eine Polizistin überhaupt ernst nehmen?

Nun gut…ist halt so. Unterstützung erhält sie von dem sympathischen Asiaten Che. Ihn hat sie während ihres Dienstes kennengelernt. Che steht Lina immer zur Seite und auf ihn kann sie sich verlassen. Oder?

Gemeinsam stellen sie sich der Vergangenheit, doch die Zeit arbeitet gegen sie. Immer mehr Menschen müssen sterben wegen einer Vergangenheit, an die Lina sich nicht erinnern kann.

Zwischendurch erhält der Leser erschütternde Rückblicke und Gedankenblitze eines offensichtlich missbrauchten Kindes. Echt Grausam. Handelt es sich hierbei etwa um Lina?

Die Geschichte ist gut konstruiert. Der Autor schaffte es mich bis zum Schluss im Unklaren zu lassen. Ich hatte keine Vermutung, wer der Täter sein könnte, es war absolut nichts vorhersehbar und das hat mir sehr gut gefallen.

Die Auflösung am Ende war natürlich der absolute Hammer. Damit hätte ich nie gerechnet. Allerdings muss ich sagen hier fehlten mir noch ein paar Seiten. Die Auflösung gab es, ja, aber dieses abrupte Ende hat dann doch noch ein Paar neue Fragen aufgeworfen.

 

Fazit:
Michael Koglin ist mit „Seelensplitter“ ein überaus spannender Thriller gelungen. Packend und nervenzerreißend. Trotz kleinerer Kritikpunkte erhält das Buch von mir eine Leseempfehlung.

Michael Koglin: Der Mädchenmacher

Screenshot_20170902-134554

Verlag: Goldmann
eBook mit 200 Seiten
Erscheinungsdatum: Oktober 2014
Genre: Thriller
Preis: 3,99 € (Taschenbuch: 8,99 €)
Bestellbar: hier

Autor:
Michael Koglin lebt als freier Journalist, u. a. für Mare, Brigitte, NDR und Die Zeit, sowie als Schriftsteller in Hamburg. Neben Kriminalromanen hat er Kurzgeschichten, Kinder- und Sachbücher sowie zahlreiche Drehbücher und Theaterstücke verfasst. Er wurde mehrfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Bekannt wurde Michael Koglin nicht zuletzt mit der »Dinner for One«-Reihe, schwarzhumorigen Krimis mit dem Personal des bekannten Silvester-Sketches.

Klappentext:
Auf einer gedeckten Tafel liegt die zerstückelte und lukullisch garnierte Leiche von Karen Kreft. Einen solch perversen Tatort hat die junge Polizistin Lina Andersen noch nicht gesehen. Wie sie bald herausfindet, war die Ermordete Mitglied einer Gruppe militanter Tierschützer. Hat sich ein Tierzüchter, der von der Gruppe überfallen wurde, brutal gerächt? Lina ermittelt undercover und schleust sich in die Tierschutzorganisation ein. Viel zu spät merkt sie, dass sie auf der falschen Fährte ist. Und dann gerät sie selbst in den Fokus des Täters, der begonnen hat, sich in einen wahren Blutrausch zu morden …

„Der Mädchenmacher“ ist Michael Koglins zweiter Thriller in dem die Polizistin Lina Andersen ermittelt. Hätte ich das vorher gewusst, dann hätte ich natürlich mit dem ersten Buch „Seelensplitter“ begonnen. Ich recherchiere aber vorher fast nie. Ärgert mich natürlich dann im Nachhinein, aber wenn mich der Klappentext anspricht oder ich eine Rezension gelesen habe, die mich neugierig gemacht hat, dann wird das Buch gekauft und los geht’s.

Meine Eindrücke:

Anfangs hatte ich ein wenig Schwierigkeiten mit dem Schreibstil. Die abwechselnden Erzählperspektiven haben mich sehr verwirrt und ich musste sogar zurück blättern und nochmals lesen, weil ich nicht wusste, von wem jetzt gerade die Rede war. Das hat sich zwar mit der Zeit gegeben, aber ich denke 1 bis 2 Handlungsstränge weniger wären besser gewesen.

Die junge, naive Polizistin Lina Andersen ist eigentlich Streifenpolizistin, wird aber zu dem Fall Karen Kreft hinzugezogen, um als verdeckte Ermittlerin in einem Supermarkt herauszufinden, warum die Tierschützerin Karen ermordet wurde. Sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.

Lina ist eine sehr sympathische Protagonistin, die allerdings auch ziemlich dickköpfig ist. Sie unternimmt Alleingänge, verstößt gegen Vorschriften und bringt sich dabei, mehr als einmal, in Gefahr. Selbstüberschätzung war an der Tagesordnung.

Ich habe Einblicke in die Psyche der Opfer und auch in die des Täters, oder vielleicht auch der Täter?, erhalten. Das Thema Kannibalismus wurde aufgegriffen und war echt ekelerregend. Auch Korruption und Tierschutz spielten eine Rolle.

Immer wieder habe ich aufs Neue gerätselt, wer hinter diesen grausamen Taten stecken könnte. Die Handlung hält viele Wendungen bereit. Es werden Immer wieder kleine Hinweise gestreut, die jedoch erst am Ende für Aufklärung sorgen.

Auch habe ich mich die ganze Zeit gefragt, was es denn mit dem Buchtitel auf sich hat. Zum Glück hat Dieser am Ende auch noch einen Sinn ergeben.

Fazit:
Zu 100% hat mich dieser Thriller nicht überzeugt. Wie schon angedeutet waren es für mich persönlich zu viele Handlungsstränge. Zeitweise sehr verwirrend. Weniger ist manchmal einfach mehr.

Trotzdem wurde ich sehr gut unterhalten und Spannung war bis zum Ende gegeben, sodass ich jetzt neugierig bin, was Herr Koglin im ersten Buch „Seelensplitter“ für den Leser bereit hält.

 

 

 

Max Bentow: Das Porzellanmädchen

Ist sie wirklich das unschuldige Opfer, das sie vorgibt zu sein?

144_20511_175787

Verlag: Goldmann
E-Book mit 266 Seiten
Erscheinungsdatum: 17.07.2017
Genre: Psychothriller
Preis: 11,99 € (Taschenbuch: 15,99 €)
Bestellbar: hier

Autor:
Max Bentow wurde in Berlin geboren. Nach seinem Schauspielstudium war er an verschiedenen Bühnen tätig. Für seine Arbeit als Dramatiker wurde er mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet. Seit seinem Debütroman „Der Federmann“ hat sich Max Bentow als einer der erfolgreichsten deutschen Thrillerautoren etabliert, alle seine Bücher waren große SPIEGEL-Bestseller-Erfolge.

Klappentext:
Luna Moor ist eine gefeierte junge Autorin auf dem Gipfel ihres Erfolgs. Keine schreibt so packend und mitreißend wie sie über die Abgründe der menschlichen Seele, und ihre Bücher gehen unter die Haut. Niemand ahnt, dass Luna selbst als junges Mädchen in die Hände eines Wahnsinnigen fiel und ihm nur knapp entkam. Seither quält sie die Erinnerung an den Täter, und eines Tages fasst sie den kühnen Entschluss, an den Ort ihres Martyriums zurückzukehren. Sie will eintauchen in die bedrohliche Atmosphäre des einsam gelegenen Hauses, in dem sie einst gefangen war, und versuchen zu verstehen, was damals geschah. Gemeinsam mit Leon, dem Sohn einer Freundin, richtet sie sich ein in dem verlassenen Haus im Wald. Sehr schnell muss sie jedoch erkennen, dass sie in einen Albtraum geraten ist, aus dem es kein Erwachen zu geben scheint. Aber ist Luna wirklich das unschuldige Opfer, das sie vorgibt zu sein?

Meine Eindrücke:
Dieses Buch ist mal ein wenig anders als die, die ich bisher gelesen habe. Hier haben wir ein Buch in einem Buch. Eine tolle Idee, wie ich finde.

Luna hat als 16-jähriges Mädchen etwas schreckliches erlebt. Sie wurde entführt und gepeinigt, aber sie konnte entkommen, nur leider wurde ihr Peiniger nie gefasst. Mittlerweile ist sie eine gefeierte Autorin und hat schon 2 erfolgreiche Thriller geschrieben. In ihrem dritten Buch möchte sie nun ihr erlebtes verarbeiten.

Dazu hat sie sich einen ganz besonderen Ort ausgesucht. Ein altes Haus in der Abgeschiedenheit, in dem erst vor kurzem ein grausamer Mord passiert ist.

Für 2 Wochen hat Luna nun auch den Sohn ihrer besten Freundin in Obhut und ihre bleibt nichts anderes üprig als Leon mit in das alte Haus zu nehmen.

Doch war das wirklich eine gute Idee?

Leon möchte gerne die ersten Seiten von Luna’s neuem Buch lesen, doch sie verbietet es ihm. Niemand soll das Manuskript lesen ehe es fertig ist. Doch Leon zieht sich mit einem USB-Stick die Datei herrunter und fängt heimlich an zu lesen.

Doch was er da zu lesen bekommt macht ihm richtig Angst. Die Hauptprotagonistin Maria erinnert ihn an Luna, doch Maria ist eine kaltblütige Mörderin. Und dann ist da noch diese unheimliche Porzellanpuppe die anscheinend Böses über die Menschen bringt.

Schreibt Luna hier etwa über ihr eignes Leben? Man rätselt gemeinsam mit Leon und fragt sich: „Was ist Realität und was Fantasie?“

Exsistiert diese Puppe wirklich? Und die wichtigste Frage: Befindet sich Leon in Lebensgefahr?

Das Buch ist wirklich toll geschrieben und Spannung war von der Ersten bis zur letzten Seite gegeben. Herr Bentow hat es geschafft mich bis zum Ende zu verwirren. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was ist Fiktion und was die Wahrheit?

Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, waren die Mystery-Elemente. Diese wurden zwar geschickt eingebaut und passten auch zur Handlung, aber das ist nicht so meins.

Fazit:
Herr Bentow setzt auf Spannung, Verwirrung, viel Blut und einen Hauch von Mystery. Insgesamt ein sehr fesselnder Thriller.

Andreas Gruber: Todesreigen

Du hattest recht.
Die Vergangenheit holt uns ein.
Der 1. Juni wird uns alle ins Verderben stürzen.
Leb wohl!

20170821_175621

Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 576 Seiten
Erscheinungsdatum: 21.08.2017
Genre: Thriller
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Klappentext:
Nachdem eine Reihe von Kollegen auf brutale Art Selbstmord begangen haben, wird Sabine Nemez – Kommissarin und Ausbilderin beim BKA – misstrauisch. Vieles weist auf eine jahrzehntealte Verschwörung und deren von Rache getriebenes Opfer hin. Sabine bittet ihren ehemaligen Kollegen, den vom Dienst suspendierten Profiler Maarten S. Sneijder, um Hilfe. Doch der verweigert die Zusammenarbeit, mit der dringenden Warnung, die Finger von dem Fall zu lassen. Dann verschwindet Sabine spurlos, und Sneijder greift selbst ein. Womit er nicht nur einem hasserfüllten Mörder in die Quere kommt, sondern auch seinen einstigen Freunden und Kollegen, die alles tun würden, um die Sünden ihrer Vergangenheit endgültig auzulöschen…

Meine Eindrücke:
Lange habe ich auf „Todesreigen“ gewartet und schwupp….ist das Buch auch leider schon wieder ausgelesen. Dem Ende nach zu urteilen wird es aber noch einen weiteren Teil geben. Juhu…

Andreas Gruber hat sich mit dieser Reihe:

1. Todesfrist
2. Todesurteil
3. Todesmärchen
4. Todesreigen

absolut in mein Herz geschrieben. Die Bücher haben eine solche Komplexität, die kann man sich gar nicht vorstellen. Toll durchdachte Fälle, die absolut stimmig sind…Wahnsinn.

Sabine Nemez, Tina Martinelli, Maarten S. Sneijder und viele mehr sind auch im 4. Buch wieder mit dabei. Herr Gruber hat so ausdrucksstarke Protagonisten geschaffen, dass man meint sie alle persönlich zu kennen.

In „Todesreigen“ haben wir es mit mysteriösen Selbstmorden zu tun. 2 BKA-Beamte nehmen sich am gleichen Tag das Leben, doch damit nicht genug, auch Familienangehörige von BKA-Beamten müssen sterben. Das kann doch alles kein Zufall sein.

Sabine Nemez wird schnell klar, dass hier etwas nicht stimmt. Mit ihrer Kollegin Tina Martinelli kommt sie einer Tragödie auf die Spur, die sich vor gut 20 Jahren ereignet hat. Sie graben Dinge aus, die wohl lieber im Verborgenen geblieben wären.

Doch warum blocken so viele Ermittler und sogar Vorgesetzte des BKA ab. Es scheint als wollten sie das Alles gar nicht aufklären. Und warum unterstützt Sneijder sein „Eichkätzchen“ Sabine nicht bei den Ermittlungen? Klar, er ist suspendiert, aber das hält doch einen Sneijder nicht ab.

Es war wieder großartig die Ermittlungen zu verfolgen. So viele aufregende Momente, bei denen ich den Atem angehalten habe. Soooo viele Geschehnisse, die aber am Ende super zusammen passten.

Fazit:
Für mich ein Meisterwerk. Absolute Weiterempfehlung!!!

Dieser Thriller wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank!

 

 

 

 

Andreas Gruber: Todesurteil

WENN EINE FALSCHE SPUR
DIREKT IN DEN ABGRUND FÜHRT…

wp-1489470506617.jpg

Verlag: Goldmann
Format: Taschenbuch
Seiten: 592
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-442-48025-8
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Klappentext:
In Wien verschwindet die zehnjährige Clara. Ein Jahr später taucht sie völlig verstört am nahen Waldrand wieder auf. Ihr gesamter Rücken ist mit Motiven aus Dantes „Inferno“ tätowiert – und sie spricht kein Wort. Indessen nimmt der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder an der Akademie des BKA für hochbegabten Nachwuchs mit seinen Studenten ungelöste Mordfälle durch. Seine beste Schülerin Sabine Nemez entdeckt einen Zusammenhang zwischen mehreren Fällen – aber das Werk des raffinierten Killers ist noch lange nicht beendet. Seine Spur führt nach Wien – wo Clara die einzige ist, die den Mörder je zu Gesicht bekommen hat …

Ich habe gelesen:
Die zehnjährige Clara taucht, nachdem sie ein Jahr verschwunden war, plötzlich in einem Waldstück wieder auf. Ihr Rücken ist übersäht mit Tätowierungen aus Dantes „Inferno“.

Was hat das arme Mädchen durchgemacht? Sie ist schwer traumatisiert und spricht kein Wort, bis die Staatsanwältin Melanie Dietz mit Hilfe ihres Therapiehundes einen Zugang zu Clara findet.

Kurze Zeit später werden in der Nähe von Claras Fundort weitere Mädchenleichen gefunden und es wird klar, dass sie es mit einem skrupellosen Serienkiller zu tun haben. Die Zeit drängt…

Während die Wiener Beamten versuchen den Serienkiller zu finden beschäftigt sich der Profiler Maarten S. Sneijder mit seinen Studenten des BKA in Wiesbaden mit einigen ungeklärten Mordfällen, die abartiger nicht sein könnten. Unter diesen Studenten finden wir Sabine Nemez wieder. Sneijder hat es geschafft Sabines Traum zu erfüllen und sie zum BKA zu holen und das soll er auch nicht bereuen.

Ihr fallen in den ungeklärten Morden allmählich Zusammenhänge auf, doch keiner will ihr so richtig zuhören und glauben. Aber Sabine lässt sich nicht beirren und forscht auf eigene Faust weiter, denn sie hat nicht zuletzt auch ein persönliches Interesse daran, die Fälle zu lösen.

Zwei Handlungsstränge die augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben. Lange konnte ich nicht erkennen, wie der Wiesbadener und der Wiener Handlungsstrang sich verbinden lassen könnten. Kann man sie überhaupt am Ende miteinander verknüpfen?

Ich verrate Euch nur, dass es ein fulminantes Finale geben wird.

Fazit:
Auch von diesem Buch war ich begeistert, wobei „Todesfrist“ und „Todesmärchen“ im Vergleich ein wenig die Nase vorne haben. Die Vorgänge beim BKA waren für mich teilweise etwas langatmig. Auch wenn die toll gezeichneten Charaktere es etwas aufgelockert haben, aber am Ende konnte mich Herr Gruber doch wieder begeistern.

Nun bin ich in spannender Erwartung auf „Todesreigen“.

Andreas Gruber: Todesfrist

WEH!
JETZT GEHT ES KLIPP UND KLAPP
MIT DER SCHER‘ DIE DAUMEN AB…

wp-1489466440035.jpg

Verlag: Goldmann
Format: Taschenbuch
Seiten: 432
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-442-47866-8
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Klappentext:
»Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie.« Mit dieser Botschaft beginnt das perverse Spiel eines Serienmörders. Er lässt seine Opfer verhungern, ertränkt sie in Tinte oder umhüllt sie bei lebendigem Leib mit Beton. Verzweifelt sucht die Münchner Kommissarin Sabine Nemez nach einer Erklärung, einem Motiv. Erst als sie einen niederländischen Kollegen hinzuzieht, entdecken sie zumindest ein Muster: Ein altes Kinderbuch dient dem Täter als grausame Inspiration – und das birgt noch viele Ideen …

Ich habe gelesen:
Da mich „Todesmärchen“ von Andreas Gruber so begeistert hat wollte ich die ersten Bücher aus der Maarten S. Sneijder Serie auch unbedingt lesen.

Starker Tobak sind  die Schauplätze der Verbrechen, zu denen die Kripo in Köln, München, Leipzig, Dresden und Wien gerufen werden. Tatorte, die makabrer nicht sein könnten. Grausam zugerichtete Leichen, die zu Lebzeiten scheinbar nichts miteinander zu tun hatten.

Maarten S. Sneijder, ein erfahrener Fallanalytiker des BKA, wird zur Klärung dieser schwierigen Mordserie herangezogen. Keiner mag ihn, denn er ist ein echter Kotzbrocken, der am liebsten alleine arbeitet und seine Ruhe verlangt. Vanilletee und Marihuana gehören  ebenso zu dem exzentrischen Ermittler wie Akkupunkturnadeln und Diebstähle in einer bestimmten Buchhandlung. Kollegen als gleichberechtigt anzusehen kommt ihm gar nicht in den Sinn, im Gegenteil, sie werden behandelt wie Leibeigene. Sein arrogantes Verhalten, aber auch seine Genialität sind legendär.

Umso erstaunlicher ist es, dass er Sabine Nemez, eine junge Polizeibeamtin im Kriminaldauerdienst, unter seine Fittiche nimmt, sie in die Ermittlungen mit einbezieht und ihr sogar Einblicke in sein Privatleben gewährt. Gemeinsam versuchen sie die mysteriösen Morde aufzuklären.

Wer ist zu so viel Grausamkeit fähig und warum?

Andreas Grubers Schreibstil ist sehr leicht und flüssig, so peitschte er mich von einem Kapitel zum nächsten in einem rasanten Tempo. Der Spannungsbogen war von Anfang an sehr hoch und konnte bis zum Schluss gehalten werden. Für mich war „Todesfrist“ ein absoluter Pageturner, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Fazit:
Für mich wieder ein rund um überzeugender Thriller, der mir das Blut in den Adern gefrieren lies. Ein spannender Wettlauf gegen die Zeit mit tollen Protagonisten, die einem trotz der Brutalität des Buches hin und wieder ein Grinsen ins Gesicht zaubern. Nun freue ich mich auf „Todesurteil“.

Andreas Gruber: Todesmärchen

Es war einmal in dunkler, abgrundtiefer Nacht ein böser, bitterböser Mann …

 wp-1488905513145.jpg

Verlag: Goldmann
Format: Taschenbuch
Seiten: 544
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-442-48312-9
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Klappentext:
In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus. Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen Häftling interessiert: Piet van Loon. Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel …

Ich habe gelesen:
Von Andreas Gruber habe ich bisher noch kein Buch gelesen. Er hat mich aber mit „Todesmärchen“ so begeistert, dass ich mir die ersten beiden Bücher aus der Maarten S. Sneijder Serie schon zugelegt habe.

Was ist so besonders an Maarten S. Sneijder?

Das sagt Herr Gruber selbst darüber:
„Maarten S. Sneijder ist eine ziemlich schräge Figur – mit Absicht. In diesen Charakter habe ich alles gepackt, was mich fasziniert. Sneijder ist ein Kotzbrocken, ein Misanthrop, er hasst Menschen, er klaut Bücher, er ist schwul, hat Cluster-Kopfschmerzen, akupunktiert sich selbst und raucht Marihuana. Aber er ist ein Genie, denn er hat seine eigene Sneijder-Methode entwickelt, um Killer zu fassen … bis zur Selbstaufopferung. Und damit hat er Erfolg – und zwar recht häufig. Immerhin ist er ein niederländischer Profiler, der am BKA Wiesbaden unterrichtet – unter anderem auch seine „Entdeckung“ Sabine Nemez, die er unter seine Fittiche nimmt, weil er ihr Potenzial erkannt hat. Gemeinsam haben sie es mit den perfidesten Verbrechen zu tun, die ich mir ausdenken konnte. Und es macht immer wieder Spaß, über Sneijder & Nemez zu schreiben, daher werden noch viele Bücher folgen. Was erwartet Sie? Neben aller Brutalität auch abwechslungsreiche Schauplätze, jede Menge Zeitdruck und eine große Portion Humor, denn Sneijder hat – wie gesagt – seine eigene Art, mit Menschen umzugehen.“

Nun aber zum Buch:
Eine fürchterliche Mordserie erstreckt sich quer durch Deutschland, die Schweiz, Österreich und die Niederlande.

Der sehr interessante Charakter Maarten S. Sneijder, niederländischer Profiler, und die BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein.

Doch irgendwie kommen die beiden nicht so richtig voran. Als Sabine anfängt die Motive aus einer neuen Sicht zu betrachten, stellt sie fest, dass alle Morde eine Gemeinsamkeit haben. Und während Sabine die Fälle immer mehr hinterfragt stellt sie fest, dass ihr Vorgesetzter S. Sneijder scheinbar etwas zu verbergen hat.

Wir lernen auch die junge Psychologin Hannah kennen die in Steinfels abnorme Verbrecher betreuen soll. Hier gilt ihr Interesse besonders Piet van Loon, einem Psychopathen der mehrere Menschen ermordet hat und einst von Maarten S. Sneijder hinter Gitter gebracht wurde. Je mehr Hannah sich mit van Loon beschäftigt, desto mehr Geheimnisse scheint Hannah auf Steinfels aufzudecken. Das gefällt natürlich nicht jedem, denn auch ihre Vorgängerin hatte einst Fragen gestellt und nun ist sie tot.

Dem Autor ist es gelungen die Geschichte rund um Hannah, Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez sehr spannend und rasant zu gestalten. Immer wenn ich dachte, dass es eigentlich gar nicht mehr dicker kommen kann, hat Herr Gruber noch einen drauf gesetzt.

Allein die Morde und Tatorte lassen einem die Haare zu Berge stehen. Echt makabre, kranke Fantasien wurden hier verpackt. Das ist genau nach meinem Geschmack. Die Geschichte war so spannend, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Fazit: 
Herr Gruber hat einen neuen Fan gefunden. Ich war absolut begeistert.

Joy Fielding: Die Schwester

Ein kleines Mädchen verschwindet. Ihre Mutter und ihre Schwester bleiben zurück. Und werden Jahre später mit einer Wahrheit konfrontiert, die sie ins Herz der Finsternis führt …

wp-1470559304305.jpg

Verlag: Goldmann
Format: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Seiten: 448
Genre: Roman
ISBN: 978-3-442-31272-6
Preis: 19,99 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Joy Fielding gehört zu den unumstrittenen Spitzenautorinnen Amerikas. Seit ihrem Psychothriller „Lauf, Jane, lauf“ waren alle ihre Bücher internationale Bestseller. Joy Fielding lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida.

Klappentext:
Caroline Shipley ist voller Vorfreude, denn ihr Mann Hunter hat sie zur Feier ihres Hochzeitstages in ein Luxushotel in Mexiko eingeladen. Gemeinsam mit ihren beiden kleinen Töchtern reisen sie an und beziehen ihre komfortable Suite. Doch was als paradiesischer Aufenthalt geplant war, wandelt sich zum tiefen Trauma in Carolines Leben, von dem sie sich nie erholen wird – denn eines Abends wird die zweijährige Samantha aus der Suite entführt und bleibt für immer verschwunden. Caroline zerbricht beinahe an dem Verlust und muss sich auch noch den Verdächtigungen der Presse stellen, an der Entführung beteiligt gewesen zu sein. Die Jahre vergehen, und irgendwann gibt Caroline selbst den letzten Funken Hoffnung auf, dass Samantha doch noch am Leben ist. Bis sie eines Tages den Anruf einer mysteriösen jungen Frau erhält, die behauptet, ihre verlorene Tochter zu sein – und damit einen Strudel von Ereignissen auslöst, der Caroline die schockierende Wahrheit darüber offenbart, was wirklich geschah in jener heißen Sommernacht in Mexiko …

Meine Meinung:
Die Liebe Brina hat dieses Buch gewonnen und es mir wärmstens empfohlen. Da sage ich als Leseratte natürlich nicht nein. Ihre Rezension könnt Ihr hier nachlesen >> KLICK <<

Sehr gut hat mir der Aufbau des Buches gefallen. Erzählt wird aus Carolines Sicht in der Gegenwart und in der Vergangenheit. So bekomme ich als Leser nach und nach nicht nur mit, wie es Caroline ergeht, sondern ich erfahre immer mehr Einzelheiten von dem Tag als die kleine Samantha aus ihrem Bettchen verschwunden ist.

Die Spannung besteht nicht aus blutigen Szenen, sondern aus psychologischen Aspekten. Alles passt zusammen. Die Freude auf einen schönen Urlaub mit ein paar unbeschwerten Tagen. Der Alptraum als das Kind verschwindet. Eine zerbrochene Ehe, Vorwürfe. Dann der Presserummel und wie dieser einen Menschen mächtig in Verruf bringen kann.

Ich konnte richtig mit den Protagonisten mitfühlen. Wer mich allerdings richtig aufgeregt hat, war Carolines Mutter. So was kaltherziges…ich hätte sie am liebsten erwürgt.

Was ist nun aber vor 15 Jahren passiert?

Hat vielleicht Michelle, die ältere Schwester, die immer im Schatten der reizenden kleinen Samantha stand, etwas mit dem verschwinden zu tun? Oder war es der Ehemann, der längst nicht so treu und hingebungsvoll ist, wie es anfangs scheint.

Ich hatte zwischendurch immer mal einen Verdacht, was in der Nacht des Verschwindens wohl geschehen sein mag, doch das Ende hat mich dann doch sehr überrascht.

Fazit:  Joy Fielding hat es wieder geschafft mich von Anfang bis Ende an eine Geschichte zu fesseln. Auch ohne Blut, Action und Mörder muss sich dieses Familiendrama nicht hinter einem guten Thriller verstecken. Beide Daumen hoch!!!

 

Erik Axl Sund: Die Victoria-Bergman-Trilogie

5.png

Verlag: Goldmann
Format: Paperback, Klappenbroschur
Genre: Psychothriller

Autoren:
Erik Axl Sund ist das Pseudonym des schwedischen Autorenduos Jerker Eriksson und Håkan Axlander Sundquist. Håkan ist Tontechniker, Musiker und Künstler. Jerker ist der Producer von Håkans Elektropunkband „iloveyoubaby!“ und arbeitete als Bibliothekar in einem Gefängnis. Zusammen haben sie die Victoria-Bergman-Trilogie geschrieben, für die sie 2012 mit dem Special Award der Schwedischen Krimiakademie ausgezeichnet wurden und die auch in Deutschland ein sensationeller Erfolg ist.

Krähenmädchen

ISBN: 978-3-442-48117-0
Preis: 12,99 €
Bestellbar: hier

Wie viel Schreckliches kann ein Mensch verkraften, ehe er selbst zum Monster wird?

Klappentext:
Stockholm. Ein Junge wird tot in einem Park gefunden. Sein Körper zeigt Zeichen schwersten Missbrauchs. Und es bleibt nicht bei der einen Leiche … Auf der Suche nach dem Täter bittet Kommissarin Jeanette Kihlberg die Psychologin Sofia Zetterlund um Hilfe, bei der eines der Opfer in Therapie war. Ihr Spezialgebiet sind Menschen mit multiplen Persönlichkeiten. Eine andere Patientin Sofias ist Victoria Bergman, die unter einem schweren Trauma leidet. Sofia lässt der Gedanke nicht los, bei ihr irgendetwas übersehen zu haben. Schließlich müssen sich Jeanette und Sofia fragen: Wie viel Leid kann ein Mensch verkraften, eher er selbst zum Monster wird?

Narbenkind

ISBN: 978-3-442-48118-7
Preis: 12,99 €
Bestellbar: hier

Ein Geschäftsmann wird brutal ermordet. Jeanette Kihlberg ermittelt mithilfe der Psychologin Sofia. Doch wer ist Sofia wirklich?

Klappentext:
Jeanette Kihlbergs Ermittlungen in einer Mordserie an Jungen in Stockholm werden vorübergehend auf Eis gelegt, als ein ranghoher Geschäftsmann auf bestialische Weise getötet wird. Man geht von einem Racheakt aus – doch Rache wofür? Psychologin Sofia Zetterlund soll ein Täterprofil erstellen, aber dann geschehen weitere Morde. Und diese scheinen in Verbindung mit Victoria Bergman zu stehen. Während die Ermittlungen nach Dänemark führen, hat Sofia immer häufiger Bewusstseinsstörungen …

Schattenschrei

ISBN: 978-3-442-48119-4
Preis: 12,99 €
Bestellbar: hier

Während Jeanette Kihlbergs Ermittlungen endlich Erfolge zeigen, geht Sofia durch die Hölle. Ist Victoria Bergman schuldig?

Klappentext:
Endlich zeigen sich mehr und mehr Erfolge in den Ermittlungen der Kommissarin Jeanette Kihlberg. Sie glaubt, zwei Frauen als Mörderinnen identifiziert zu haben. Aber damit sind die Verbrechen noch nicht aufgeklärt … Und auch, was die unauffindbare Victoria Bergman mit den Morden zu tun hat, ist noch unklar. Derweil wird für Psychologin Sofia die Zusammenarbeit mit Jeanette immer schwieriger, weil sie dabei ihrem eigenen, persönlichen Kern immer näher kommt. Und das führt sie geradewegs in die Hölle.

Ich bin in die Trilogie abgetaucht:

Pädophilie, Menschen mit schweren psychischen Störungen, Kindersoldaten und Mörder der übelsten Sorte sind in diesen Büchern vereint.

Ich habe schon sehr viele Psychothriller gelesen, aber was ich hier geboten bekommen habe, ist sehr starker Tobak.

Die Autoren haben einen tollen, einfachen Schreibstil und eine sehr lebendige Erzählweise. Während ich in die Bücher abtauchte, konnte ich alles andere um mich herum vergessen.

„In Band Eins wird das Skelett geschaffen.

In Band Zwei das Fleisch an die Knochen gebracht.

Und in Band Drei gelangen wir zur Seele der Trilogie und diese Seele will Rache …“

Krähenmädchen: Eine grausame Mordserie, bei der im Laufe mehrere Monate immer wieder verstümmelte Jungenleichen gefunden werden, erschüttert Stockholm und halten die Kommissarin Jeanette Kihlberg und ihr Team bei Atem. Die Ermittlungen gehen jedoch nur zäh voran, da von verschiedenen Seiten bewusst Hindernisse aufgebaut werden. Es entsteht der Verdacht, es gebe gar kein wirkliches Interesse, diese Morde aufzuklären, da es keine schwedischen Kinder waren. Oder sitzt hier jemand in der Behörde der etwas zu verbergen hat?

Zeitgleich lernen wir Sofia Zetterlund kennen, die von Jeanette um Hilfe gebeten wird. Sofia hat sich auf traumatisierte Menschen und multiple Persönlichkeiten spezialisiert. Sie betreut unter anderem Victoria Bergman, die eine extrem schlimme Kindheit hinter sich hat, wobei wir auch schon beim nächsten Handlungsstrang angekommen sind, denn wir erfahren mehr aus Victorias Vergangenheit.

Die psychisch stark gestörte Victoria scheint der Schlüssel zu sein, denn ihr Name taucht bei den Ermittlungen von Jeanette und Jens immer wieder auf. Was hat sie mit den toten Jungen zu tun? Ihre Vergangenheit scheint irgendwie mit dem aktuellen Fall in Verbindung zu stehen. Ist sie gar die gesuchte Täterin?

Das Ende ist dann ein richtig fieser Cliffhanger und ich war froh, dass ich den nächsten Band schon bereit liegen hatte.

Narbenkind knüpft nahtlos an Krähenmädchen an. Die Mordfälle an den kleinen Jungen bleiben weiterhin unaufgeklärt, aber Jeanette Kihlberg und Jens Hurting geben nicht auf.

Dann wird ein Geschäftsmann brutal ermordet aufgefunden. Sofort beginnen die Ermittlungen. Währenddessen geschehen noch weitere grausame Morde und es stellt sich heraus, dass alle Opfer vor vielen Jahren auf das gleiche Internat gingen. Und auch die verschwundene Victoria Bergman war Schülerin auf dieser Schule.

Ich hatte immer das Gefühl, dass ich jetzt hinter das Geheimnis gekommen bin. Und dann bekommt man eine neue Information, und schwupp…tappt man wieder im Dunkeln.

Das Ende hat mich dann absolut verwirrt und ich wusste gar nicht mehr wo mir der Kopf steht. Zum Glück konnte ich gleich den letzten Band zur Hand nehmen.

Schattenschrei: Endlich zeigen die Ermittlungen von Jeanette Kihlberg und Jens Hurtig Erfolge. Weithin unauffindbar bleibt jedoch Victoria und es ist weiter ungewiss, in welchem Zusammenhang sie mit den Morden steht.

Sofia Zetterlund fällt es immer schwerer Jeanette bei ihren Ermittlungen zu unterstützen, denn sie ist voll und ganz damit Beschäftigt ihre eigene Vergangenheit zu verstehen und zu verarbeiten.

Ihr werdet Euch wundern, wie am Ende alles zusammen passt. Ein sehr spannendes und überraschendes Finale der Victoria-Bergman-Trilogie. In einigen Sachen bin ich ganz schön an der Nase herumgeführt wurden, denn mit diesem Schluss hatte ich wirklich nicht gerechnet.

Allerdings hat mich das Autorenduo bei wenigen Kleinigkeiten etwas ratlos zurück gelassen, denn ich wollte doch gerne wissen, was aus dem einen oder anderen Charakter geworden ist. Ich habe mich ein bisschen aus dem Geschehen heraus gerissen gefühlt.

Fazit: 

Ich bin absolut begeistert. Diese Psychothriller-Trilogie war das Beste das ich seit langem gelesen habe. Leider kann ich in meiner Rezi nicht gar so viel verraten, denn einerseits möchte man nicht die Spannung nehmen und auf der anderen Seite würde es den Bericht sprengen.

Ich gebe eine absolute Leseempfehlung und noch einen Tipp: Lest die drei Teile in chronologischer Folge, denn die einzelnen Bücher bauen sehr stark aufeinander auf.