Matthew Sullivan: Der Tod kommt nach Mitternacht

Der Tod kam in der Nacht…

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Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 384 Seiten
erschienen: August 2018
Genre: Kriminalroman
Preis: 10,00€
Bestellbar: hier

Autor:
Matthew Sullivan hat in verschiedenen Buchläden gearbeitet und ist heute als Dozent für Kreatives Schreiben, Literatur und Film tätig. Nachdem er bereits mehrere preisgekrönte Kurzgeschichten veröffentlicht hat, legt Sullivan nun mit »Der Tod kommt nach Mitternacht« sein vielbeachtetes Romandebüt vor. Er lebt mit seiner Familie in Washington.

Klappentext:
Der Tod kam in der Nacht, und nur die zehnjährige Lydia überlebte das Blutbad. Nun ist Lydia eine junge Frau, ihre Welt die kleine Buchhandlung, in der sie arbeitet. Als sich dort ein Stammkunde das Leben nimmt, erbt Lydia zu ihrer Überraschung dessen spärliche Hinterlassenschaften. Eine Überraschung, die dem Entsetzen weicht, als sie darunter nicht nur ein Kinderfoto von sich findet, sondern auch eine Reihe von Büchern, in deren zerschnittenen Seiten Hinweise versteckt sind. – Eine Spur tödlicher Verzweiflung, die Lydia an den dunkelsten Punkt ihrer eigenen Vergangenheit führt …

Wie hat mir das Buch gefallen:
Dies ist der Debütkrimi von Matthew Sullivan. Das Cover und der Klappentext machten mich sofort neugierig auf das Buch.

Lydia hat als kleines Mädchen Schreckliches erlebt. Damals begegnete sie dem „Hammermann“. Wirklich grausam und bis heute wurde dieses Verbrechen nicht aufgeklärt. Sie kämpfte sich ins Leben zurück und hat mittlerweile einen Freund und einen Job in einer kleinen Buchhandlung. Eines Nachts nimmt sich Lydias Lieblingskunde Joey ausgerechnet dort das Leben. Er erhängt sich in einer der oberen Etagen und Lydia findet ihn dort und mit ihm ein Kinderfoto von ihr, als 10-jähriges Mädchen, und ihren beiden besten Freunden.

Was hat das zu bedeuten?

Lydia will Antworten. Ein paar Tage nach dem Selbstmord erbt sie eine Kiste mit alten Büchern von Joey. Die Bücher haben alle zerschnittene Seiten, die scheinbar eine Botschaft enthalten. Was will Joey ihr sagen?

Immer mehr Details kommen aus Lydias Vergangenheit zum Vorschein, aber nicht nur aus Ihrer. Es war wirklich sehr erschreckend wie am Ende alles zusammengepasst hat.

Ich kann Euch leider nicht so viel verraten, denn sonst macht es ja keinen Spaß mehr.

Ich steige direkt in der Gegenwart ein und in einzelnen Kapiteln werde ich immer wieder in die Vergangenheit katapultiert.

Es dauerte etwas bis ich mit der Geschichte warm wurde, obwohl mir der Aufbau des Buches richtig gut gefallen hat. Es lag an dem teilweise abgehackten Schreibstil. Manchmal wusste ich gar nicht was ich da gerade gelesen hatte und konnte dem Autor nicht folgen.

Nach einer Weile ging es dann aber.

Der Hintergrund des Buches und die damit verbundene Auflösung fand ich sehr überraschend und unheimlich gut durchdacht. Immer neue Erkenntnisse verwirrten mich, bis ich am Ende mit einem Paukenschlag erlöst wurde.

Fazit:
„Der Tod kommt nach Mitternacht“ hat mir nach gewissen Startschwierigkeiten viele spannende Lesestunden bereitet. Eine gut aufgebaut und durchdachte Story. Auch die Charaktere waren toll gezeichnet. Ich habe durch die immer wiederkehrenden Rückblenden in die Vergangenheit mehr und mehr Puzzleteile zusammensetzten können. Und war überrascht wie alles doch miteinander zusammenhängt und ineinander verwoben war.

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Charlotte Link: Die Suche

Mehrere verschwundene Mädchen, eine Tote in den Hochmooren und scheinbar keine einzige Spur …

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Verlag: Blanvalet
Gebundenes Buch mit 656 Seiten
erschienen: Oktober 2018
Genre: Kriminalroman
Preis: 24,00€
Bestellbar: hier

Autorin:
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch »Die Betrogene« und zuletzt »Die Entscheidung« eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang 28,5 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Klappentext:
In den Hochmooren Nordenglands wird die Leiche der ein Jahr zuvor verschwundenen 14-jährigen Saskia Morris gefunden. Kurze Zeit später wird ein weiteres junges Mädchen vermisst, die ebenfalls 14-jährige Amelie Goldsby. Die Polizei in Scarborough ist alarmiert. Handelt es sich in beiden Fällen um denselben Täter? In den Medien ist schnell vom Hochmoor-Killer die Rede, was den Druck auf Detective Chief Inspector Caleb Hale erhöht.
Auch Detective Sergeant Kate Linville von Scotland Yard ist in der Gegend, um ihr ehemaliges Elternhaus zu verkaufen. Durch Zufall macht sie die Bekanntschaft von Amelies völlig verzweifelter Familie, wird zur unfreiwilligen Ermittlerin in einem Drama, das weder Anfang noch Ende zu haben scheint. Und dann fehlt plötzlich erneut von einem Mädchen jede Spur …

Wie hat mir das Buch gefallen:
Die Hauptcharaktere aus diesem Buch waren mir bereits aus „Die Betrogene“ bekannt. Gerne könnt ihr meine Rezension dazu HIER nochmal lesen.

Nachdem „Die Betrogene“ meiner Meinung nach nicht das stärkste Buch von Charlotte Link war, hat mich „Die Suche“ wieder absolut begeistert.

In Scarborough verschwinden junge Mädchen. Hannah Caswell ist seit 4 Jahren spurlos verschwunden.

An dem Tag, an dem die seit ungefähr einem Jahr vermisste Leiche von Saskia Morris auftaucht, verschwindet ein weiteres Mädchen. Amelie Goldsby.

Kate Linville, Detective Sergeant von Scotland Yard, gerät zufällig mitten in diese grauenvollen Ereignisse.

Sie ist gerade in Scarborough um ihr Elternhaus zu verkaufen, aber mit den letzten Mietern hatte sie kein Glück. Sie haben das Haus in einem widerlichen Chaos zurück gelassen. Nun muss entrümpelt und komplett renoviert werden. Weil sie in dem heruntergekommenen Haus nicht wohnen kann, quartiert sie sich in dem Bed & Breakfast der Familie Goldsby ein. So erfährt sie aus erster Hand vom Verschwinden der Tochter Amelie.

Nach Bitten der Mutter, lässt Kate sich überreden, selbst ein wenig zu ermitteln, obwohl sie weiß, dass sie damit dem Leiter der Ermittlung, Detective Chief Inspector Caleb Hale, in die Quere kommen könnte.

Ein viertes Mädchen verschwindet. Sie passt jedoch nicht in das Beuteschema des Entführers. Bisher handelte es sich immer um Mädchen aus einem gut behütetem Zuhause. Mandy Allard jedoch kommt aus einer zerrütteten Familie.

Wird man Amelie und Mandy noch lebend finden? Steckt hinter allen Fällen der Hochmoor-Killer? Und was ist aus der vor 4 Jahren verschwundenen Hannah geworden?

Die Geschichte ist sehr gut durchdacht und die verschiedenen Handlungsstränge fügen sich am Ende wunderbar zusammen. Super fand ich auch wieder die unterschiedlichen Erzählperspektiven. Ich habe Caleb Hale und Kate Linville begleitet, aber auch die verzweifelten  Eltern von Amelie und den Entführer. Ich habe mich beim Lesen nach Scarborough treiben lassen und habe am Leiden der Menschen teilgenommen.

Einen Kritikpunkt muss ich allerdings anbringen. Den habe ich aber nur, weil ich „Die Betrogene“ vorher gelesen haben.

Die Verhaltensmuster von Kate und Caleb haben sich überhaupt nicht verändert. Sie wurden als Menschen mit schweren persönlichen Problemen geschildert.

Kate ist immer noch die graue Maus die von ihren Kollegen bei Scotland Yard nicht akzeptiert wird und auf der Karriereleiter nicht voran kommt. Auch mit einer festen Beziehung will es einfach nicht klappen. Es interessiert sich einfach kein Mann für die unscheinbare Kate.

Caleb ist auch noch der Alte. Als halbwegs trockener Alkoholiker kämpft er täglich gegen seine Sucht. Gerade in Stresssituationen schreit der Alkohol förmlich nach ihm. Er ermittelt meiner Meinung nach auch noch besonderst gut. Wenn er sich erst an einem möglichen Verdächtigen festgebissen hat, schaut er nicht mehr nach links und rechts und dementsprechend schreiten die Ermittlungen auch nicht voran.

Es wäre schön gewesen wenn Frau Link hier eine positive Entwicklung der beiden Charaktere vorgenommen hätte, das hätte die Spannung noch ein wenig gesteigert. So war das Verhalten der beiden, für mich, doch sehr vorhersehbar.

Fazit:
Frau Link schreibt wie gewohnt sehr flüssig und fesselnd. Mit „Die Suche“ hat sie wieder einen sehr gut konstruierten Kriminalroman geschaffen. Bisher für mich das Beste Buch von ihr.

Bis zum Schluss rätselt man, wer denn nun hinter allem steckt und wie alles miteinander zusammenhängt. Selbst als man es dann endlich weiß, ist die Spannung noch nicht zu Ende, denn es warten trotzdem noch Überraschungen auf mich.

So muss ein guter Krimi sein. Spannend und nicht vorhersehbar! Beide Daumen gehen nach oben!

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Charlotte Link: Die Entscheidung

Was, wenn du im falschen Moment die falsche Entscheidung triffst?

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Verlag: blanvalet
Format: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Seiten: 576
Genre: Kriminalroman
ISBN: 978-3-7645-0441-0
Preis: 22,99 €

Bestellbar: hier

Autorin:
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre psychologischen Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch Im Tal des Fuchses eroberte wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 26 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Verfilmungen, zuletzt Das andere Kind, werden im Fernsehen mit enorm hohen Einschaltquoten ausgestrahlt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Klappentext:
Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch dann kommt alles ganz anders: Die Kinder sagen ihm kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf einem Strandspaziergang begegnet er einer jungen, völlig verwahrlosten Frau: Nathalie, die weder Geld, Papiere noch eine Unterkunft hat, die fürchterlich abgemagert und hochgradig verängstigt ist. Sie tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Spuren bis nach Bulgarien führen. Und zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben suchte und in die Hände skrupelloser Verbrecher geriet. Ihr gelingt die Flucht, doch damit löst sie eine Kette von Verwicklungen aus, die Simon und Nathalie, tausende Kilometer entfernt, in der Provence zum Verhängnis werden …

Ich habe gelesen:
Charlotte Link punktet in diesem Buch wieder mit absolut tollen Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Im Prolog flüchtet ein junges Mädchen in Todesangst aus einem Haus und eine rätselhafte Geschichte nimmt ihren Lauf.

Simon. Ein absolutes Weichei der sich allem beugt und von seinem Vater dafür als Versager beschimpft wird. Seine Lebensgefährtin hat auch bald genug von seiner Nachgiebigkeit und verlässt ihn. So verbringt er ohne Partnerin und ohne seine Kinder Weihnachten alleine in Südfrankreich. An einem regnerischem Tag begegnet er bei einem Spaziergang Nathalie, die dringend Hilfe benötigt. Endlich hat er mal den Mut einzuschreiten und aktiv was zu unternehmen und trifft eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen.

Auch die Geschichte um Nathalie hat mich sehr bewegt. Die schreckliche Kindheit und Jugendzeit. Die Geschichte einer Magersüchtigen mit ihren Problemen.

Ein weiterer Erzählstrang führt uns nach Bulgarien. Kiril kämpft mit seiner Familie ums Überleben. Sie haben kaum mehr etwas zu Essen, der Strom ist abgeschaltet, die Miete seit Monaten nicht mehr bezahlt. Auch hier wurde aus der Not heraus eine falsche Entscheidung getroffen.

Wir lernen verschiedene Familien und auch Einzelpersonen kennen. Man beginnt zu ahnen wie manche Schicksale zusammen passen könnten.

Im Fokus dieser spannungsgeladenen Geschichte steht das brisante Thema Menschenhandel. Wie immer hat die Autorin super recherchiert. Sehr beängstigend katapultiert sie uns in die Welt dieser kriminellen Banden.

Wir erfahren vom Schicksal der jungen Bulgarin Selina, die in die Fänge einer solchen Bande geraten ist und ebenso das mysteriöse Verschwinden des bulgarischen Mädchens Ninka wird beleuchtet, die auf eine Modelkariere im Westen hoffte.

Einmal angefangen zu lesen, hat mich das Buch nicht mehr los gelassen. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Am Ende gelingt es Frau Link wieder einmal auf brillante Weise, die unterschiedlichen Erzählstränge zu einem Ganzen zu vereinen.

Fazit: 
Viele Charaktere durfte ich kennenlernen und die Autorin hat mich wieder absolut begeistert. Ein sehr spannender Kriminalroman für den ich gerne eine Leseempfehlung gebe.

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Randomhouse als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Erik Valeur: Das siebte Kind

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Verlag: blanvalet
Format: Taschenbuch
Seiten: 800
Genre: Kriminalroman
ISBN: 978-3-7341-0114-4
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Erik Valeur, Jahrgang 1955, ist Mitbegründer der dänischen Månedsbladet Press, arbeitete viele Jahre in Presse und Rundfunk und erhielt für seine journalistische Arbeit zahlreiche Auszeichnungen, u. a. je zwei Mal den Cavling- und den Kryger-Preis. 2011 debütierte er mit »Das siebte Kind« als Romanautor und erhielt dafür im selben Jahr den renommierten und hochdotierten Debutantpris, den Literaturpreis der Zeitschrift Weekendavisen, 2012 den DR Romanprisen, den Harald-Mogensen-Preis und zuvorderst die Auszeichnung für den besten Spannungsroman der Skandinavischen Krimiakademie, den zuvor schon Bestsellerautoren wie beispielsweise Peter Høeg, Håkan Nesser, Stieg Larsson und Jussi Adler-Olsen erhalten hatten.

Klappentext:
September 2001: Am Strand von Skodsborg in der Nähe des renommierten Kinderheims Kongslund wird die Leiche einer unbekannte Frau gefunden. Neben ihr ein Stück Treibholz, ein toter Kanarienvogel und ein merkwürdig geknotetes Seil. Die Tote kann nicht identifiziert werden, der Fall gerät in Vergessenheit – bis sich Jahre später das Bestehen des Kinderheims zum sechzigsten Mal jährt und ein schreckliches Geheimnis mit aller Gewalt ans Licht drängt. Ein Geheimnis, das mit dem Schicksal sieben ehemaliger Waisenkinder verknüpft ist und das Dänemark bis in die höchsten politischen Ebenen erschüttern wird …

Ich habe gelesen:
In den sechziger Jahren gab es sieben Weisenkinder im Vorzeige-Kinderheim Kongslund. Was ihnen angetan wurde, ist unverzeihlich. Diese sieben Kinder (5 Jungs und 2 Mädchen) leben in der Elefantenstube und hoffen auf baldige Adoption. Bis auf ein körperlich behindertes Mädchen kommen auch alle in eine neue Familie. Nur Marie bleibt als einziges Kind aus der Elefantenstube zurück und wird durch die Heimleiterin Magna Ladegaard adoptiert.

Marie verfolgte über Jahre den Werdegang ihrer einstigen Heimfreunde. Die Geschichte jedes einzelnen Kindes wird detailert beleuchtet. Als Erwachsene ruft sie alle wieder zusammen.

Aber warum? Will sie Gerechtigkeit für die Kinder oder möchte sie Rache?

Anlass der Zusammenkunft ist eine Jubiläumsfeier, welche mit großem Tamtam gefeiert werden soll. Erwartet wird Prominenz aus Politik und Gesellschaft, sowie jede Menge Presse.

Es treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander und das schmutzige Geheimnis kommt langsam ans Licht…am Ende werden die Fäden jeder einzelnen Geschichte zusammen geführt und stimmig verknüpft.

Fazit: Das Buch ist definitiv keine Zwischendurch-Lektüre, dafür ist die Handlung zu komplex und die Personenvielfalt viiiiel zu groß. Viel Konzentration ist hier gefordert, sonst kommt man nicht rein. Ich habe sehr lange gebraucht um das Buch durch zu lesen. Ich bin schlecht in die Geschichte rein gekommen. Das lag teilweise daran, das ich die ganzen Namen nicht so richtig zuordnen konnte. Ich musste immer wieder überlegen: „Wer war das jetzt nochmal?“ Die Story ist gut und toll umgesetzt…, dennoch muss ich es noch einmal lesen, um auch wirklich alles zu verstehen.

Vielen Dank an Randomhouse, die mir „Das siebte Kind“ als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Charlotte Link: Der Beobachter

Fesselnd, abgründig, raffiniert

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Verlag: Blanvalet
Taschenbuch mit 656 Seiten
Genre: Kriminalroman
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch »Die Betrogene« und zuletzt »Die Entscheidung« eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang 28,5 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Klappentext:
Er beobachtet das Leben wildfremder Frauen. Träumt sich an ihre Seite, in ihren Alltag. Identifiziert sich mit ihnen und will alles von ihnen wissen. Als Beobachter. Auf der Flucht vor seinem eigenen Dasein, das aus Misserfolgen besteht. Nur aus der Ferne liebt er die schöne Gillian Ward. Die beruflich erfolgreiche Frau, glücklich verheiratet, Mutter einer reizenden Tochter, wird von ihm über die Maßen idealisiert. Bis er zu seinem Entsetzen erkennt, dass er auf eine Fassade hereingefallen ist. Denn nichts ist so, wie es scheint. Gleichzeitig schreckt eine Mordserie die Menschen in London auf. Die Opfer: alleinstehende Frauen. Auf eine rachsüchtige, sadistische Weise umgebracht. Die Polizei sucht einen Psychopathen. Einen Mann, der Frauen hasst.

Ich habe gelesen:
Nach dem Mord an zwei älteren Frauen tappt die Polizei völlig im Dunkeln. Was haben die Frauen miteinander zu tun? Warum mussten sie so einen qualvollen Tod erleiden?

Beide waren alleinstehend und lebten eher zurückgezogen. Die Polizei sucht fieberhaft nach dem Täter und einem Motiv. Bald gerät der Arbeitslose Samson Segal ins Visier der Ermittler. Mit seinem speziellen Hobby macht er sich sehr verdächtig. Er beschattet die Frauen in seiner Nachbarschaft und führt genau Buch über deren Lebensgewohnheiten. Ganz besonders hat es ihm Gillian Ward angetan, die mit ihrem Ehemann Tom und ihrer Tochter Becky ein scheinbar perfektes Leben führt. Doch eines Tages muss er enttäuscht feststellen, dass es gar nicht so perfekt ist wie er dachte.

Gillian ist alles andere als glücklich. Sie lernt John kennen und lässt sich auf eine Affäre mit ihm ein. Für sie könnte es nicht besser laufen, alles scheint sich zum positiven zu entwickeln. Doch dann bricht ihre Welt völlig zusammen, als sie eines Abends die Leiche  ihres Mannes im Haus findet. Es werden Zusammenhänge gesucht, zwischen den Morden an den alleinstehenden Frauen und dem Mord an Tom. Sollte eigentlich nicht Tom sterben, sondern Gillian?

Fragen über Fragen, die Ihr nur beantwortet bekommt, wenn ihr dieses Buch lest.

Viele ausgezeichnet beschriebene Charaktere, die augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben.

Die Fäden der einzelnen Handlungsstränge verknüpfen sich langsam und man versteht immer mehr wie alles miteinander zusammenhängt. Auch das Motiv klärt sich und plötzlich schließt sich der Kreis zum Prolog.

Fazit: 
Und wieder hat sie es geschafft. Begeisterung pur. Wer die Bücher von Charlotte Link kennt weiß, dass sie am Ende immer eine riesen Überraschung bereit hält und das gefällt mir so an ihren Büchern. Immer wieder wird man in die Irre geführt um am Ende total überrascht zu werden. Einfach nur toll.

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Danke dafür!