Mattias Edvardsson: Die Lüge

*Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Eine fast perfekte Familie, ein brutaler Mord, drei Wahrheiten…

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Verlag: LIMES 
Klappenbroschur mit 544
Erschienen im März 2019
Genre: Roman
Preis: 15,00€
Bestellbar: hier

Autor:
Mattias Edvardsson lebt mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Töchtern außerhalb von Lund in Skåne, Schweden. Wenn er keine Bücher schreibt, arbeitet er als Gymnasiallehrer und unterrichtet Schwedisch und Psychologie.

Klappentext:
Lund, Schweden: Adam, Ulrika und Stella sind eine ganz normale Familie. Adam ist Pfarrer, Ulrika Anwältin und Stella ihre rebellierende Tochter. Kurz nach ihrem 19. Geburtstag wird ein Mann erstochen aufgefunden und Stella als Mordverdächtige verhaftet. Doch woher hätte sie den undurchsichtigen und wesentlich älteren Geschäftsmann kennen sollen und vor allem, welche Gründe könnte sie gehabt haben, ihn zu töten? Jetzt müssen Adam und Ulrika sich fragen, wie gut sie ihr eigenes Kind wirklich kennen – und wie weit sie gehen würden, um es zu schützen …

Ich habe gelesen:
Was bin ich bereit zu tun, um meine Kinder zu schützen?

Die Sandells sind die perfekte Vorzeige-Familie. Vater Adam ist Pfarrer, Mutter Ulrika ist Rechtsanwältin. Stella ist ihre gemeinsame 19-jährige Tochter, die derzeit bei H&M arbeitet, um sich ihre Traumreise nach Asien finanzieren zu können.

Doch dann kam der Tag, an dem das Kartenhaus der Familie zusammenbricht. Die Leiche eines Mannes wird gefunden und Stella ist die Hauptverdächtige im Mordfall Chris Olsen. Sie soll ihn auf einem Spielplatz brutal niedergestochen haben.

Für die Eltern bricht eine Welt zusammen. Sie können sich nicht vorstellen, dass ihre Tochter zu so einer Tat überhaupt fähig wäre.

Drei Wahrheiten! Nacheinander erzählen die Familienmitglieder ihre Geschichte. Doch wer von den Dreien spricht die Wahrheit?

Adam berichtet über seine Erlebnisse mit Stella. Ihr Weg zum Erwachsen werden. Je mehr ich von ihm über seine Tochter erfahre, umso klarer wird mein Bild von ihr. Doch ist es das Richtige?

Als dann Stella zu Wort kommt, erhalten die gemeinsamen Erlebnisse mit ihrem Vater einen anderen Blickwinkel und lassen mich anfangen zu zweifeln.

Dann kommt Ulrika zu Wort und sie verwirrte mich noch mehr. Nichts ist so wie es scheint. Was ist hier los?

Das Buch hat mich sehr gefesselt. Hier gibt es keine blutigen Szenen, es ist das Verwirrspiel, dass diesen Roman so lesenswert macht.

Was nun wirklich in der Mordnacht passiert ist, erfahre ich erst auf den letzten Seiten und die Auflösung fand ich echt gelungen.

Fazit:
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Es war jetzt nicht unbedingt ein spannungsgeladenes Buch, die war eher unterschwellig. Es waren die Verwirrungen, die dieses Buch zu etwas Besonderem gemacht haben. Ich wollte unbedingt die Wahrheit erfahren, habe aber bis zum Schluss im Dunkeln getappt. Ich fand „Die Lüge“ gut und empfehle das Buch gerne weiter, weil es mal was anderes war.

Kristina Ohlsson: Sterntaler

Es gibt Menschen, für die würde man durch die Hölle gehen.
Aber würden Sie Ihr Leben für jemanden opfern?

Kristina Ohlsson: „Sterntaler“

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Verlag: LIMES
Format: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Seiten: 544
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-8090-2617-4
Preis: 19,99 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Kristina Ohlsson, Jahrgang 1979, arbeitete im schwedischen Außen- und Verteidigungsministerium als Expertin für EU-Außenpolitik und Nahostfragen, bei der nationalen schwedischen Polizeibehörde in Stockholm und als Terrorismusexpertin bei der OSZE in Wien. Mit ihrem Debütroman Aschenputtel gelang ihr der internationale Durchbruch als Thrillerautorin, gefolgt von den neuen Fällen von Fredrika Bergman und Alex Recht, Tausendschön, Sterntaler und Himmelschlüssel.

Klappentext:
Seit vielen Jahren hat die einst gefeierte Kinderbuchautorin Thea Aldrin mit niemandem mehr gesprochen. Doch jeden Samstag schickt ihr ein Fremder einen Strauß Blumen und eine Karte, auf der ein einziges Wort steht: Danke. Dann besucht eine Studentin sie im Pflegeheim – und verschwindet kurz danach spurlos. Zwei Jahre später wird die Leiche der jungen Frau in einem Waldstück in Midsommarkransen gefunden. Daneben: eine weitere Leiche, die schon deutlich länger tief in der Erde liegt. Und schließlich: eine dritte. Welches Geheimnis verschweigt die stumme Autorin?

Meine Rezension:
Sterntaler ist das erste Buch welches ich von dieser Autorin gelesen habe. Es ist super spannend geschrieben, vielschichtig und auch sehr ideenreich.

Ich wollte schnell mehr wissen und war gespannt wohin sich die Handlung entwickeln wird.
Toll fand ich, dass die Gedanken und Gefühle der ermittelnden Kommissare so gut in das Geschehen eingebunden wurden. Die Charaktere sind vielschichtig und interessant und vor allem sehr menschlich gezeichnet. Keine Übermenschen, denen der Erfolg nur so zufliegt, sondern Menschen mit Fehlern, die ihre Fälle mit viel Engagement versuchen zu lösen, denen dabei aber auch Fehler unterlaufen.

Welches Geheimnis verbirgt die Schriftstellerin Thea? Was hat die Studentin Rebecca herausgefunden, dass sie dafür sterben musste? Wie geht die Ermittlerin Fredrika mit den Vorfällen in ihrer Beziehung um und ist ihr Partner in den Fall verwickelt? Fragen über Fragen…
Wie immer werde ich keine Details preisgeben – verdirbt ja den Lesespaß. ;o)

Nur soviel: „Dieses Buch ist superspannend, vor allem auch deshalb weil verschiedene Handlungsstränge ineinandergreifen und zu einem spannenden und überraschenden Finale führen.“

Fazit:
Dieses Buch lässt sich spannend und vor allem flüssig lesen und macht Lust auf weitere Bände dieser Autorin.

Jessi Burton: "Die Magie der kleinen Dinge"

Was ist Ihr Geheimnis?

Jessi Burton: „Die Magie der kleinen Dinge“

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Verlag: LIMES
Format: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Seiten: 672
Genre: Roman
ISBN: 978-3-8090-2647-1
Preis: 19,99 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Jessie Burton, geboren 1982, studierte an der Oxford University sowie an der Central School of Speech and Drama. Sie arbeitet unter anderem als Schauspielerin und lebt in London. Mit ihrem Debütroman „Die Magie der kleinen Dinge“ begeisterte sie Verlage in aller Welt ? die Rechte wurden in 32 Länder verkauft. In ihrer Heimat England eroberte sie sofort die Bestsellerliste und wurde von der Presse hochgelobt.

Klappentext:
Die junge Nella wird mit dem Amsterdamer Handelsmann Johannes Brandt verheiratet. Als sie sein herrschaftliches Haus an der Herengracht zum ersten Mal betritt, schlägt ihr kalte Abneigung von Seiten ihrer neuen Familie entgegen. Nur das Hochzeitsgeschenk spendet ihr Trost: ein Puppenhaus, das eine exakte Nachbildung ihres neuen Zuhauses ist. Doch bald werden Nella mysteriöse kleine Nachbildungen ihrer neuen Familienmitglieder geschickt ? und Hinweise auf das, was diese verbergen. Nella beginnt zu ahnen, dass sich hinter der perfekten Fassade der Brandts tiefe Abgründe verbergen ? und Geheimnisse, die sie alle in ihren Sog ziehen werden…

Mein Eindruck zu diesem Roman:
Nella ist eine junges, naives 18-jähriges Mädchen, welches aus einer verarmten Adelsfamilie von Lande stammt und alleine nach Amsterdam zieht, um ihren Pflichten als Ehefrau nachzukommen. Eigentlich freut Sie sich auf Ihr neues Leben mit Johannes Brandt, auch wenn Sie noch keinerlei Erfahrung darin hat eine gute Ehefrau zu sein.

Leider kommt alles ein bisschen anderes als sich das Nella wohl erhofft hat. Nella’s Mann widmet sich ausschließlich seinen Geschäften und scheint nur wenig Interesse an einem Eheleben zu haben. Von ihrer dominanten Schwägerin Marin erfährt sie auch nur ein kaltes, ablehnendes Verhalten.
Einzig zu dem Dienstmädchen Cornelia fasst Nella nach und nach ein wenig Vertrauen.

Es ist ein freudloses Leben, das Nella nach ihrer Hochzeit in Amsterdam führt.
Die einzige Abwechslung bietet ihr das Hochzeitsgeschenk ihres Mannes, eine kleine Ausgabe ihres neuen Heims, welches sie auf seine Kosten und nach ihren Wünschen einrichten darf.
Die entsprechenden Lieferungen kommen von einem Miniaturisten, der offenbar bestens mit den Geheimnissen der Familie vertraut ist und Nella nach und nach intime Informationen über ihre neue Familie liefert.
Aber woher weiß der Miniaturist so viele Einzelheiten aus dem Leben anderer? Auspionieren ist die eine Sache, dass könnte man sich noch vorstellen, aber das Besondere ist, die Gegenstände zeigen das was noch kommt.

Die Handlung spielt 1686. Die Autorin hat die damalige Gesellschaft sehr schön beschrieben. Wohlhabenden Bürger, gottesfürchtig und immer darauf bedacht, sich streng an die gesellschaftlichen Regeln zu halten. Da möchte man nicht hinter die Fassade schauen, denn jeder trägt ja so sein kleines Geheimnis mit sich herum.

Der Roman hat mir ganz gut gefallen und ich hatte ihn auch innerhalb kurzer Zeit gelesen. Nella und Johannes, sowie alle Mitglieder des Haushaltes Brandt, sind, jeder auf seine Art, unheimlich sympathische und sehr charakterstarke Persönlichkeiten.
Meiner Meinung nach hätte die Autorin die spannenden Ereignisse ein bisschen mehr verteilen können. Der Anfang schleppt sich dahin und am Ende überschlagen sich die Ereignisse auf einmal. Das war mir ein bisschen zu viel dann.
Schade fand ich auch, dass nicht so richtig aufgeklärt wurde, woher der Miniaturist nun die Einzelheiten aus dem Leben anderer so genau kannte.

Fazit:
Ein guter Roman, mit einem sehr schönen, einfachem Schreibstil. Die dramatischen Ereignisse hätten ein bisschen mehr verteilt sein können.
Ich kann diesen Roman allen empfehlen, die Lust haben, sich in eine andere Welt entführen zu lassen.

Das Buch wurde mir für die Rezension vom Limes Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Eric Berg: "Das Küstengrab"

Manche Erinnerungen bleiben besser im Dunklen.
Was würden Sie am liebsten für immer vergessen?

ERIC BERG: „Das Küstengrab“

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Verlag: Limes
Genre: Kriminalroman
Klappenbroschur: 416 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-8090-2641-9
Preis: 14,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Seit Jahren zählt Eric Berg zu den erfolgreichsten deutschen Autoren. Mit Das Nebelhaus verwirklicht er einen langgehegten schriftstellerischen Traum: das Schreiben eines Kriminalromans. Vor der stimmungsvollen Kulisse der sturmumtosten Ostseeinsel Hiddensee entfaltet Eric Berg eine spannungsgeladene Geschichte, die den Leser mitten hinein führt in die Abgründe menschlichen Handelns.

Klappentext:
Eine abgelegene Insel. Eine verschworene Gemeinschaft. Eine gemeinsame Vergangenheit, die sie verbindet.
Zum ersten Mal nach 23 Jahren kehrt Lea in ihr winziges Heimatdorf auf der Insel Poel zurück. Doch der Besuch endet in einem schrecklichen Unglück. Bei einem rätselhaften Unfall kommt Leas Schwester ums Leben, Lea selbst wird schwer verletzt und leidet seither an Amnesie.
Vier Monate nach dem Unfall reist Lea gegen den ausdrücklichen Rat ihrer Ärztin erneut nach Poel. Sie will herausfinden, was sie im Mai auf die Insel führte und wie es zu dem Unfall kommen konnte. Sie selbst kann sich an diese Zeit auf Poel nicht erinnern und ist auf die Hilfe ihrer alten Freunde angewiesen – doch deren Berichte widersprechen sich. Die Jugendfreunde scheinen ein Geheimnis vor Lea zu verbergen, das weit in ihre gemeinsame Vergangenheit reicht…

Meine Eindrücke zu dem Kriminalroman:
Gleich zu Beginn wird man mit vielen Namen konfrontiert. Ich hatte Anfangs etwas Schwierigkeiten die Freunde und ihrer Beziehungen zueinander richtig zuzuordnen. Aber es dauerte nicht lange bis ich ein klares Bild zu den jeweiligen Charakteren hatte.

Im Jahr 1990 verschwindet der 18 Jährige Julius von der Ostdeutschen Insel Poel. Sein Traum war es, die Welt zu bereisen. Hat er seinen Traum verwirklicht, oder warum ist Julius plötzlich wie vom Erdboden verschluckt?

Eine Geschichte um sieben Freunde beginnt. Sie alle hatten Hoffnungen und Pläne während der DDR Zeit. Doch der Mauerfall brachte dort nicht nur Gutes mit sich und manche Träume mussten leider begraben werden.

Wir lernen die Cliquenmitglieder von damals kennen. Mike scheint es geschafft zu haben. Er ist der größte Arbeitgeber der Insel Poel geworden und schwimmt in Geld, doch ist er wiklich Glücklich? Jacqueline versuchte in Amerika ihr Glück zu machen, doch leider hat das nicht geklappt und sie ist auf die Insel Poel zurückgekehrt und hat den reichen Mike geheiratet. Pierre ist ebenso wie Mike auf der Insel geblieben und praktiziert hier als Arzt. Die verhassten Geschwister Sabina und Lea haben die Insel verlassen. Sabina ist Polizistin geworden und Lea hat geheiratet und ist mit ihrem Mann nach Buenos Aires ausgewandert, um dort als Fotografin zu arbeiten. Die Geschwister Harry und Margrethe müssen sich um ihre schwer kranke Mutter kümmern und hatten keine Chance etwas aus ihrem Leben zu machen.
Neid und Missgunst bestimmen das Leben von einigen und Sie hüten alle ein schweres Geheimnis.

23 Jahre nach dem Verschwinden von Julius kehrt seine frühere Freundin Lea auf die Insel zurück. Seit einem schweren Verkehrsunfall auf Poel vor vier Monaten bei dem ihre ältere Schwester Sabina getötet und sie selbst schwer verletzt wurde, leidet sie unter Amnesie. Sie kann sich nicht mehr an die Gründe für ihre Rückkehr nach Poel, ihren Aufenthalt dort und den Unfall erinnern.

Auf der Suche nach ihrer Erinnerung und dem Grund für den Verkehrsunfall trifft sie auf ihre Freunde von damals, die ihrem Alltagsleben auf der Insel nachgehen. Lea deckt ungeheuerliches auf. Doch bringt sie sich nicht damit selber in Gefahr?

Für die Freunde ist es eher ungewöhnlich, ihr nach vier Monaten erneut zu begegnen. Lea scheint sich verändert zu haben, doch jeder knüpft unbeirrt an die alten Zeiten an. Natürlich hat Lea viele Fragen, doch je mehr sie Erkundigungen einholt, desto größer werden die Unsicherheiten der Cliquenmitglieder, deren Aussagen sich nicht immer decken.

Was mir an diesem Krimi besonders gut gefiel war, das nicht nur eine der Personen im Mittelpunkt gestanden hat, sondern auf alle Protagonisten eingegangen wurde. Jeder für sich ist eine sehr interessante Persönlichkeit und wird auch genau so dargestellt.

So erfährt man nach und nach, was vor vielen Jahren wirklich geschah und ist schockiert über das Ende, da man dies so nicht erwartet hätte. Man macht sich seine Gedanken was damals passiert ist, wie es dazu kam und wer alles seine Finger im Spiel hatte. Zum Ende hin gab es dann noch eine unerwartete Wendung und ganz zum Schluss eine unvermutete Erklärung des Unglücks.

Fazit:
Das Buch hat mich begeistert, magisch in den Bann gezogen und völlig gefesselt.