Karen Dionne: Die Moortochter

Wenn du in der Wildnis aufwächst, weißt du nicht, was gut und böse ist – bis dir die Wahrheit die Augen öffnet.

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Verlag: Goldmann 
Klappenbroschur mit 384 Seiten
erschienen: Juli 2017
Genre: Psychothriller
Preis: 12,99€
Bestellbar: hier

Autorin:
Karen Dionne hat in jungen Jahren mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter ein alternatives Leben in einer Hütte auf der Upper Peninsula geführt. Ihre damaligen Erfahrungen in der Wildnis hat sie nun in ihren außergewöhnlichen Psychothriller „Die Moortochter“ eingebracht. Heute lebt Karen Dionne mit ihrem Mann in einem Vorort von Detroit, wo sie an ihrem nächsten Psychothriller schreibt.

Klappentext:
Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen …

Ich habe gelesen:
Zunächst muss ich sagen, dass ich, dem Klappentext nach zu urteilen, eine etwas andere Geschichte erwartet habe. Ich dachte es handelt sich hier um eine rasante Verfolgungsjagd durchs Moor, doch das war nicht wirklich der Fall. Es geht mehr um ein Leben in Gefangenschaft.

Helena erzählt ihre Geschichte.

Das Buch ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt. In dem einen Handlungsstrang geht es um Helenas Kindheit und die Zeit im Moor. Man erfährt wie sie sich im Moor gefühlt hat und was sie dort alles mit ihrem Vater erlebt hat. Das sie und ihre Mutter eigentlich gefangen gehalten wurden wusste sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Im zweiten Handlungsstrang befinden wir uns in der Gegenwart und erfahren, dass Helena verheiratet ist und zwei Töchter hat. Alles ist gut, bis zu dem Tag, als ihr Vater aus dem Gefängnis ausbricht.

Helena weiß, dass die Polizei ihren Vater niemals finden wird, denn keiner kennt das Moor so gut wie er. Er ist schließlich der „Moorkönig“, also beschließt sie selbst auf die Jagd zu gehen, um ihre Familie und sich zu schützen.

Wird es Helena gelingen ihren Vater zu finden bevor er sie findet?

Den größten Teil des Buches nimmt Helena’s Vergangenheit ein. Eine Zeit in der sie ihren Vater noch vergötterte. Die gesamte Geschichte ist unheimlich spannend und interessant. Wer aber einen richtigen Psychothriller erwartet, der liegt weit daneben. Erst im letzten Drittel haben wir ein wenig Thriller-Feeling. Hier handelt es sich eher um ein Drama. Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen.

Karen Dionne hat einen sehr flüssigen und tollen Schreibstil. Ihre Charaktere haben das Buch sehr lebendig und authentisch gemacht.

Fazit:
Nicht wirklich ein Psychothriller, aber dennoch eine sehr spannende Geschichte, die mich in ihren Bann gezogen hat. Ich gebe gerne eine Leseempfehlung!!!

Sebastian Fitzek: Flugangst 7 A

Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt.
Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen.

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Verlag: Droemer HC 
Hardcover mit 400 Seiten
erschienen: Oktober 2017
Genre: Psychothriller
Preis: 22,99€
Bestellbar: hier

Autor:
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

Klappentext:
Ein Nachtflug Buenos Aires-Berlin.
Ein labiler Passagier, der unter Gewaltphantasien leidet.
Und ein Psychiater, der diesen Patienten manipulieren soll, um an Bord eine Katastrophe herbeizuführen.
Sonst verliert er etwas sehr viel Wichtigeres als sein Leben …

Ich habe gelesen:
Der Psychiater Mats Krüger hat nach einem schweren Schicksalsschlag bei Nacht und Nebel seine Heimat Berlin verlassen und ist nach Südamerika gegangen. Seitdem hat er nur wenig Kontakt zu seiner Tochter Nele, die ihm einen schlimmen Fehler nicht verzeihen kann.

Inzwischen ist Nele hochschwanger und auf anraten ihres Arztes möchte sie ihren Vater gerne bei der Geburt dabei haben. So macht sich Mats, trotz seiner extremen Flugangst, auf den Weg von Buenos Aires nach Berlin.

Doch der Flug mündet schnell in einer Höllentour. Kurz nach dem Start erhält Mats einen Anruf und er wird von einem Fremden bedroht. Der Anrufer verlangt, dass Mats das Flugzeug zum Absturz bringen soll.

Was wird Mats tun? 600 Passagiere mit in den Tod reißen oder seiner Tochter Nele und ihrem noch ungeborenem Baby das Leben retten?

Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt!

In „Flugangst 7A“ spielt Herr Fitzek gekonnt mit den Ängsten seiner Charaktere. Wir haben Mats, der in einer emotionalen Zwickmühle steckt. Die routinierte Stewardess Kaja, die von ihrem ehemaligen Therapeuten manipuliert wird und Nele, die ohne eigenes Verschulden, in die Hände eines skrupellosen Menschen geraten ist.

Eine sehr emotionale Achterbahnfahrt die mir unheimlich an die Nieren gegangen ist. Dieses Buch hat mich sehr gut unterhalten. Spannende Momente, überraschende Wendungen, viele Cliffhanger und die rasante Schreibweise peitschten mich durch die Seiten.

Dieses Gedankenspiel, welches Herr Fitzek hier zu Papier gebracht hat ist echt erstaunlich. Zu keinem Zeitpunkt habe ich eine Lösung für die ganzen Probleme gesehen. Einfach nur brillant.

Was mir bei Fitzek seinen neuesten Büchern auch sehr gut gefällt, sind die Aufmachungen. Toll gestaltete Cover, die einem sofort ins Auge springen.

Die Anmerkungen und Danksagung am Ende eines jeden Buches sind auch immer klasse und lassen mich jedes Mal schmunzeln. Er schreibt das nicht so langweilig, sondern bringt hier pepp rein und gewährt persönliche und tiefe Einblicke.

Fazit:
Vielschichtig, überraschend und wunderbar packend erzählt. Wieder ein rundum gelungener Psychothriller der seinem Genre alle Ehre macht.

Es wurde auch ein Thema aufgegriffen, welches mich bis dato beschäftigt. Die Milch. Wie funktioniert das eigentlich mit der Milch? Rinderhaltung. Kühe und ihre Kälber. Das hat mich sehr bewegt und ich werde mich damit noch näher beschäftigen. „Flugangst 7A“  hat mich also nicht nur gut unterhalten, sondern auch wieder zum Nachdenken angeregt.

Megan Miranda: TICK TACK Wie lange kannst du lügen?

15 Tage. 2 Freundinnen. 1 Mord.

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Verlag: Penguin
Taschenbuch mit 432 Seiten
Erscheinungsdatum: November 2017
Genre: Thriller
Preis: 15,00 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Megan Miranda hat am Massachusetts Institute of Technology Biologie studiert und ist heute hauptberuflich als Autorin tätig. Sie hat bereits mehrere Jugendromane veröffentlicht und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in North Carolina. »TICK TACK« ist ihr erster Thriller und wurde in den USA sofort ein riesiger Erfolg.

Klappentext:
Zehn Jahre ist es her, dass Nic ihre Heimatstadt von einem Tag auf den anderen verließ. Doch die Erinnerungen an die Nacht, in der ihre beste Freundin Corinne spurlos verschwand, haben sie nie losgelassen. Hatte jemand aus ihrem Freundeskreis etwas damit zu tun? Eines Tages erhält sie eine geheimnisvolle Nachricht: „Dieses Mädchen. Ich habe es gesehen.“ Nic weiß, dass nur eine damit gemeint sein kann – Corinne. Sie fährt zurück in das von dunklen Wäldern umgebene Städtchen, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Doch schon am selben Abend verschwindet erneut ein Mädchen – das Mädchen, das ihnen allen damals ein Alibi geliefert hatte …

Zwei Wochen später wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Wer ist sie? Was ist in der Zwischenzeit passiert? Auf unheimlich geschickte Weise erzählt Megan Miranda diese Geschichte rückwärts. Von Tag 15 zu Tag 14 zu Tag 13 bis schließlich zurück bis zu Tag 1 offenbart sich uns nach und nach, was seit Nics Rückkehr passiert ist – und was zehn Jahre zuvor mit Corinne geschah.

Ich habe gelesen:
Obwohl Nic, nach dem Verschwinden ihrer besten Freundin Corinne, Coolay Ridge verlassen hat und sich ein neues Leben in Philadelphia zusammen mit ihrem Verlobten Everett aufbauen will, reicht eine einzige mysteriöse Nachricht, um sie in ihre Heimatstadt zurück zu locken.

„Dieses Mädchen. Ich habe es gesehen.“

Kurzerhand packt sie ihre Sachen, um endlich Klarheit zu bekommen, was damals wirklich passiert ist und um ihrem Bruder Daniel beim Verkauf des elterlichen Hauses zur Hand zu gehen, denn ihr Vater ist demenzkrank und lebt in einem Pflegeheim, welches er wohl nie mehr verlassen wird.

Kurz nach ihrer Ankunft in Cooley Ridge verschwindet wieder ein Mädchen spurlos. Annaleise. Sie ist die Freundin von Nic’s Jugendliebe Tyler. Die Einwohner und die Polizei sind überzeugt, dass die beide Fälle zusammenhängen.

In Cooley Ridge kennt jeder, jeden und die Gerüchteküche ist natürlich sofort wieder am Brodeln. Die damalige Clique um Nic und Corinne lebt noch immer mit den Anschuldigungen von damals und nun beginnt der ganze Spuk von vorne.

„TICK, TACK, NIC“

Nach dem Verschwinden von Annaleise beginnt die Autorin, die Geschichte rückwärts zu erzählen. An Tag 15 fängt sie an. Das hat mich Anfangs ein wenig verwirrt, aber dann hatte ich mich daran gewöhnt und fand die Idee sehr originell. Verschwundene Mädchen gab es ja nun schon in tausenden Büchern, aber auf diese Art und Weise das Rätsel zu lösen, da hat Frau Miranda ganze Arbeit geleistet.

So nach und nach lernen wir die Charaktere der ehemaligen Clique kennen. Sehr erschrocken hat mich die Person Corinne. Eine unsympathische, intrigierende Person, die meinte Cooley Ridge gehörte ihr. Sie hat ihre Freunde ausgenutzt und manipuliert. Alle haben sie gehasst und gleichzeitig geliebt.

Langsam kommt Licht ins Dunkel. Und wir erfahren was aus Corinne wurde und natürlich auch wohin Annaleise verschwunden ist.

Ich war begeistert von dem Buch. Die Erzählweise und der Schreibstil haben mir richtig gut gefallen. Ich habe mich als Teil der Clique gesehen und war selbst in Cooley Ridge zugegen. Das Ende hätte noch ein wenig ausgeschmückt werden können, aber ansonsten ein richtig tolles Buch.

Fazit:
Ein wirklich gelungener Thriller auch ohne viel Blut. Originell, spannend und toll gezeichnete Charaktere. Absolute Leseempfehlung!

Richard Laymon: Der Gast

Ich bin näher, als du denkst

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Verlag: Heyne Hardcore
Format: eBook mit 490 Seiten
Erscheinungsdatum: März 2012
Genre: Roman
Preis: 8,99 € (Taschenbuch: 9,99 €)
Bestellbar: hier

Autor:
Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren und studierte in Kalifornien englische Literatur. Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete und zu einem der bestverkauften Spannungsautoren aller Zeiten wurde. 2001 gestorben, gilt Laymon heute in den USA und Großbritannien als Horror-Kultautor, der von Schriftstellerkollegen wie Stephen King und Dean Koontz hoch geschätzt wird.

Klappentext:
Eine Nacht in Los Angeles: Eher aus Zufall befreit der ängstliche Neal eine junge Frau aus der Gewalt eines Serienkillers. Zum Dank dafür schenkt sie ihm ein Armband, das magische Kräfte besitzt. Mit seiner Hilfe kann man in die Körper anderer Menschen eindringen – fühlen, was der andere fühlt, spüren, was der andere denkt. Doch was zunächst ein prickelndes Erlebnis zu sein scheint, verwandelt sich für Neal schnell in einen Alptraum.

Meine Eindrücke:
Dieses Buch ist eine Mischung aus sehr viel Erotik, Gewalt und Fantasy. Hört sich erstmal gut an.

Herr Laymon punktet mit einem Plot, der wirklich sehr ungewöhnlich und ausgefallen ist. Ein Armband, welches dir ermöglicht in den Körper eines anderen Menschen zu schlüpfen. Die Idee hat mir richtig gut gefallen.

Wie im Klappentext beschrieben, erhält Neal nachdem er der jungen Elise das Leben gerettet hat, als Dankeschön, ein magisches Armband von ihr und darf es auch gleich an ihr ausprobieren. Ein unglaubliches Erlebnis für Neal. Nach dieser verrückten Nacht macht er sich dann mit dem Auto auf den Heimweg. Während der Fahrt packt ihn aber die Neugier und er will unbedingt nochmal in den Körper von Elise.

Dort angekommen muss Neal, zu seinem Erschrecken feststellen, dass der Angreifer vom Abend, auf den Neal während seiner Rettungsaktion mehrfach geschossen hat noch lebt und sich bereits im Haus von Elise befindet, um zu Ende zu bringen, was er begonnen hat. Neal kann nichts dagegen tun, denn er ist zwar im Körper von Elise drin, hat aber keinen Einfluss auf die Gedanken und Handlungen. So muss Elise am Ende doch auf entsetzliche Art und Weise sterben.

Doch wie soll er das beweisen. Die Polizei würde glauben, dass er selbst der Mörder ist, deshalb meldet er sich auch nicht als Zeuge, sondern versucht auf eigene Faust den Täter zu schnappen.

Wird ihm das gelingen oder wird er am Ende selbst zum Gejagten?

Wenn man mit einem Armband in andere Körper hüpfen kann, ist das schon sehr mysteriös und dementsprechend auch nicht unbedingt logisch, doch was mich sehr gestört hat, dass Neal sich in jede Frau verliebt, die er trifft, und diese Frauen das nicht nur erwidern, sondern sich ihm auch sexuell aufdrängen. Das fand ich sehr übertrieben. Selbst Marta, Neals feste Freundin, nimmt die Geliebte von Neal herzlich bei sich zu Hause auf und es entwickelt sich sogar so ein Dreierding.

So rasant und spannend wie die Geschichte begonnen hat, durch das viele Liebesgedusel, hat das Buch, für mich, dann sehr an Spannung abgebaut. Das zog sich alles so hin. Es gab zwar zwischendurch noch Spannungsmomente, aber diese waren nicht durchweg vorhanden. Ein bisschen weniger Sex und dafür mehr Blut hätte mir persönlich besser gefallen.

Fazit:
Auch wenn mich dieses Buch nicht vollkommen überzeugt hat, liegt „Die Jagd“ von Richard Laymon schon parat. Ich mag seine offene, brutale, anzügliche Schreibweise und die Storys die er sich ausgedacht hat. Falls ihr Laymon begeistert seid, ist „Der Gast“ nicht unbedingt ein Lesemuss. Alle die noch kein Buch von Richard Laymon gelesen haben, es aber vorhaben, sollten nicht mit Diesem beginnen.

Michael Koglin: Seelensplitter

Die Dämonen der Vergangenheit sind erwacht – und bringen den TodScreenshot_20171019-193019.png

Verlag: Goldmann
eBook mit 192 Seiten
Erscheinungsdatum: Dezember 2012
Genre: Thriller
Preis: 3,99 € (Taschenbuch: 8,99 €)
Bestellbar: hier

Autor:
Michael Koglin lebt als freier Journalist, u. a. für Mare, Brigitte, NDR und Die Zeit, sowie als Schriftsteller in Hamburg. Neben Kriminalromanen hat er Kurzgeschichten, Kinder- und Sachbücher sowie zahlreiche Drehbücher und Theaterstücke verfasst. Er wurde mehrfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Bekannt wurde Michael Koglin nicht zuletzt mit der »Dinner for One«-Reihe, schwarzhumorigen Krimis mit dem Personal des bekannten Silvester-Sketches.

Klappentext:
»Es wird mich töten, Lina«, sagte Carolin. »Uns alle.« Die junge Polizistin Lina Andersen kennt Carolin aus einer Gruppentherapie. Lina hatte schon damals Carolines paranoide Züge bemerkt, deshalb schickt sie die Frau nun weg. Außerdem will Lina nichts mehr mit der Vergangenheit zu tun haben. Das ist vorbei. Eine Woche später steht Lina vor Carolins Leiche. Die junge Frau wurde brutal ermordet. Als eine weitere ehemalige Teilnehmerin der Therapiegruppe umgebracht wird, kann Lina nicht mehr vor der Vergangenheit fliehen. Die alten Dämonen sind erwacht …

Nachdem ich „Der Mädchenmacher“ von Michael Koglin bereits gelesen habe, wollte ich das erste Buch aus der Reihe um Lina Andersen natürlich auch gerne lesen, auch wenn mich „Der Mädchenmacher“ nicht gänzlich überzeugt hatte.

Meine Meinung:

Zwei Leichen aus dem Umfeld von Lina…und es sollten nicht die Letzten sein. Mord durch einen explodierten Vibrator? Was ist da los? Um was geht es hier? Alle Hinweise führen in die Vergangenheit von Lina.

Lina beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. An sich ist das ja nichts Schlimmes. Was mich aber hier unheimlich stört ist, dass eine Polizistin Beweise und Hinweise zurück hält, die den Täter vielleicht schon eher entlarven könnten. Kann man so eine Polizistin überhaupt ernst nehmen?

Nun gut…ist halt so. Unterstützung erhält sie von dem sympathischen Asiaten Che. Ihn hat sie während ihres Dienstes kennengelernt. Che steht Lina immer zur Seite und auf ihn kann sie sich verlassen. Oder?

Gemeinsam stellen sie sich der Vergangenheit, doch die Zeit arbeitet gegen sie. Immer mehr Menschen müssen sterben wegen einer Vergangenheit, an die Lina sich nicht erinnern kann.

Zwischendurch erhält der Leser erschütternde Rückblicke und Gedankenblitze eines offensichtlich missbrauchten Kindes. Echt Grausam. Handelt es sich hierbei etwa um Lina?

Die Geschichte ist gut konstruiert. Der Autor schaffte es mich bis zum Schluss im Unklaren zu lassen. Ich hatte keine Vermutung, wer der Täter sein könnte, es war absolut nichts vorhersehbar und das hat mir sehr gut gefallen.

Die Auflösung am Ende war natürlich der absolute Hammer. Damit hätte ich nie gerechnet. Allerdings muss ich sagen hier fehlten mir noch ein paar Seiten. Die Auflösung gab es, ja, aber dieses abrupte Ende hat dann doch noch ein Paar neue Fragen aufgeworfen.

 

Fazit:
Michael Koglin ist mit „Seelensplitter“ ein überaus spannender Thriller gelungen. Packend und nervenzerreißend. Trotz kleinerer Kritikpunkte erhält das Buch von mir eine Leseempfehlung.

Michael Koglin: Der Mädchenmacher

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Verlag: Goldmann
eBook mit 200 Seiten
Erscheinungsdatum: Oktober 2014
Genre: Thriller
Preis: 3,99 € (Taschenbuch: 8,99 €)
Bestellbar: hier

Autor:
Michael Koglin lebt als freier Journalist, u. a. für Mare, Brigitte, NDR und Die Zeit, sowie als Schriftsteller in Hamburg. Neben Kriminalromanen hat er Kurzgeschichten, Kinder- und Sachbücher sowie zahlreiche Drehbücher und Theaterstücke verfasst. Er wurde mehrfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Bekannt wurde Michael Koglin nicht zuletzt mit der »Dinner for One«-Reihe, schwarzhumorigen Krimis mit dem Personal des bekannten Silvester-Sketches.

Klappentext:
Auf einer gedeckten Tafel liegt die zerstückelte und lukullisch garnierte Leiche von Karen Kreft. Einen solch perversen Tatort hat die junge Polizistin Lina Andersen noch nicht gesehen. Wie sie bald herausfindet, war die Ermordete Mitglied einer Gruppe militanter Tierschützer. Hat sich ein Tierzüchter, der von der Gruppe überfallen wurde, brutal gerächt? Lina ermittelt undercover und schleust sich in die Tierschutzorganisation ein. Viel zu spät merkt sie, dass sie auf der falschen Fährte ist. Und dann gerät sie selbst in den Fokus des Täters, der begonnen hat, sich in einen wahren Blutrausch zu morden …

„Der Mädchenmacher“ ist Michael Koglins zweiter Thriller in dem die Polizistin Lina Andersen ermittelt. Hätte ich das vorher gewusst, dann hätte ich natürlich mit dem ersten Buch „Seelensplitter“ begonnen. Ich recherchiere aber vorher fast nie. Ärgert mich natürlich dann im Nachhinein, aber wenn mich der Klappentext anspricht oder ich eine Rezension gelesen habe, die mich neugierig gemacht hat, dann wird das Buch gekauft und los geht’s.

Meine Eindrücke:

Anfangs hatte ich ein wenig Schwierigkeiten mit dem Schreibstil. Die abwechselnden Erzählperspektiven haben mich sehr verwirrt und ich musste sogar zurück blättern und nochmals lesen, weil ich nicht wusste, von wem jetzt gerade die Rede war. Das hat sich zwar mit der Zeit gegeben, aber ich denke 1 bis 2 Handlungsstränge weniger wären besser gewesen.

Die junge, naive Polizistin Lina Andersen ist eigentlich Streifenpolizistin, wird aber zu dem Fall Karen Kreft hinzugezogen, um als verdeckte Ermittlerin in einem Supermarkt herauszufinden, warum die Tierschützerin Karen ermordet wurde. Sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.

Lina ist eine sehr sympathische Protagonistin, die allerdings auch ziemlich dickköpfig ist. Sie unternimmt Alleingänge, verstößt gegen Vorschriften und bringt sich dabei, mehr als einmal, in Gefahr. Selbstüberschätzung war an der Tagesordnung.

Ich habe Einblicke in die Psyche der Opfer und auch in die des Täters, oder vielleicht auch der Täter?, erhalten. Das Thema Kannibalismus wurde aufgegriffen und war echt ekelerregend. Auch Korruption und Tierschutz spielten eine Rolle.

Immer wieder habe ich aufs Neue gerätselt, wer hinter diesen grausamen Taten stecken könnte. Die Handlung hält viele Wendungen bereit. Es werden Immer wieder kleine Hinweise gestreut, die jedoch erst am Ende für Aufklärung sorgen.

Auch habe ich mich die ganze Zeit gefragt, was es denn mit dem Buchtitel auf sich hat. Zum Glück hat Dieser am Ende auch noch einen Sinn ergeben.

Fazit:
Zu 100% hat mich dieser Thriller nicht überzeugt. Wie schon angedeutet waren es für mich persönlich zu viele Handlungsstränge. Zeitweise sehr verwirrend. Weniger ist manchmal einfach mehr.

Trotzdem wurde ich sehr gut unterhalten und Spannung war bis zum Ende gegeben, sodass ich jetzt neugierig bin, was Herr Koglin im ersten Buch „Seelensplitter“ für den Leser bereit hält.

 

 

 

Wendy Walker: Kalte Seele, dunkles Herz

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Verlag: FISCHER Scherz
eBook mit 308 Seiten
Erscheinungsdatum: September 2017
Genre: Roman
Preis: 12,99 € (Taschenbuch: 14,99 €)
Bestellbar: hier

Autorin:
Wendy Walkers Spannungsdebüt »Dark Memories – Nichts ist je vergessen« wurde auf Anhieb zum Bestseller, erschien weltweit in 20 Ländern und wird in Hollywood verfilmt. Wendy Walker lebt mit ihrer Familie in Connecticut und arbeitet neben dem Schreiben als Anwältin für Familienrecht.

Klappentext:
»Ich stand frierend im Wald, von Furcht erfüllt zu scheitern. Es stand so viel auf dem Spiel. Sie mussten mir meine Geschichte glauben. Sie mussten Emma finden. Und um Emma zu finden, mussten sie nach ihr suchen. Es hing allein von mir ab, ob meine Schwester gefunden wurde.«
Früh an einem Sonntagmorgen im Juli ist Cassandra – Cass – Tanner plötzlich wieder da. Sie steht auf der Türschwelle ihres Elternhauses und sagt immer wieder „Findet Emma!“

Drei Jahre zuvor waren die 15-jährige Cass und ihre zwei Jahre ältere Schwester Emma spurlos aus der Kleinstadt in Connecticut verschwunden. Niemand konnte sich erklären, was passiert war. Es gab keine Hinweise, keine Zeugen, nur Emmas Auto am Strand, daneben ihre Schuhe, die Autoschlüssel und ihr Portemonnaie auf dem Sitz. Die Ermittlungen liefen ins Leere, Emma und Cass blieben vermisst.

Nur die forensische FBI-Psychologin Dr. Abby Winter hatte schnell eine Theorie zu diesem ungewöhnlichen Fall, eine Theorie, die nur zu schmerzlich mit ihrer eigenen Kindheit und Jugend in Verbindung steht. Aber niemand glaubte an ihre Sicht der Dinge.

Jetzt erzählt Cassandra, was Emma und ihr widerfahren ist. Je mehr sie preisgibt, desto klarer erkennt Abby, dass etwas an Cass‘ Geschichte nicht stimmen kann. Und dass sie selbst die ganze Zeit über recht hatte: Cassandra und Emma sind in keiner „normalen“ Familie groß geworden. Ihr Leben schien nach außen unbeschwert, war aber im Inneren eine psychische Hölle. Perfekte Täuschung, unbarmherzige Manipulation.

Die Dämonen der Kindheit lauern noch immer im Elternhaus der Tanner-Schwestern. Abby wird diese Dämonen ans Licht zerren müssen, um eines zu verstehen: Warum ist Cass zurückgekehrt? Und wo werden sie Emma finden?

Meine Eindrücke:
3 Jahre ist es her, dass Cass und Emma verschwunden sind. Kein einziges Lebenszeichen. Und plötzlich steht Cass an einem Sonntagmorgen bei ihrer Mutter vor der Tür. Doch wo ist Emma?

Cass ist zurück gekommen um ihre Schwester zu finden. Doch sie scheint auch noch etwas anderes zu planen. Man hat das Gefühl, dass sie ihre Mutter fertig machen will. Doch warum? Man fragt sich wo dieser riesen Hass, der in Cass tobt, her kommt.

Sie erzählt eine unglaubliche Geschichte. Das Ermittlerduo Dr. Abby Winter und Leo Strauss versuchen mehr von Cass zu erfahren um Emma möglichst schnell zu finden. Sie erzählt auch bereitwillig ihr Erlebtes, doch irgendetwas scheint hier nicht zu stimmen. Was verheimlicht Cass? Was ist wirklich passiert?

Diese Frage peitschte mich von einer Seite zur Nächsten. Immer wenn ich meinte…ok so war es, kam wieder eine Wendung und ich Stand wieder am Anfang.

Erst am Ende erfahren wir was und wie sich alles zugetragen hat.

Sehr geschickt führt uns die Autorinin in eine Welt der Intrigen, die sich hinter der heilen Familienfassade der Martins verstecken. Die psychische Erkrankung Narzissmus und seine zerstörerischen Auswirkungen spielen hier eine große Rolle.

Fazit:
Ein sehr spannendes Buch welches viele Interessante Wendungen bereit hält. Bis zum Schluss tappt man als Leser im Dunkeln und wird dann mit einem unerwartetem Ende überrascht. Auch der Schreibstil hat mir unheimlich gut gefallen.

Absolute Leseempfehlung!!!

Wulf Dorn: Die Kinder

Wie wäre unsere Welt ohne Erwachsene?

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Verlag: Heyne
Taschenbuch mit 320 Seiten
Erscheinungsdatum: 04.09.2017
Genre: Thriller
Preis: 16,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Wulf Dorn, Jahrgang 1969, arbeitete zwanzig Jahre in einer psychiatrischen Klinik, ehe er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit seinem 2009 erschienenen Debütroman »Trigger« gelang ihm ein Sensationserfolg. Seitdem stehen seine Bücher auf internationalen Bestsellerlisten und haben zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den französischen »Prix Polar«.

Klappentext:
Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.

Meine Eindrücke:
Laura Schrader wollte ein paar schöne Tage zusammen mit ihrer Schwester Su und ihrer Nichte Mia verbringen. Ziel war das Ferienhaus ihrer Eltern, in dem Laura und ihre Schwester schon als Kinder ihre Ferien verbrachten.

Doch war das wirklich eine gute Idee?

Die Geschichte fängt sehr spannend an. Nach der Rettung von Laura versuchen die Polizei und der Psychologe Robert Winter herauszufinden was passiert ist. Was hat es mit der Leiche im Kofferraum auf sich und wo ist Laura’s Schwester. Nachdem die Polizei die Ermittlungen in dem Ort des Geschehens aufgenommen hat wird es noch merkwürdiger. Wo sind die ganzen Dorfbewohner hin? Keine Menschenseele weit und breit. Hier kann doch irgendwas nicht stimmen.

Laura erzählt dem Psychologen Robert Winter eine sehr mysteriöse Geschichte, über ihre Erlebnisse in den letzten Wochen, bis hin zu der Reise in die Berge, die ihr zum Verhängnis wurde. Doch je mehr Laura erzählt, umso verrückter wird es. Man weiß bis zum Schluss nicht, ob das Erlebte wahr ist oder ob Laura Wahnvorstellungen hat. Doch wie jemand, der unter paranoiden Störungen leidet, wirkte sie auf den Psychologen auch nicht.

Zeitweise fand ich die Erzählungen von Laura sehr langatmig und mir wurde dadurch auch die Spannung ein wenig genommen. Dazu kommt noch, dass die Charaktere in diesem Buch sehr wenig Tiefgang hatten, so dass ich nicht wirklich eine Beziehung aufbauen konnte.

Zwischendurch bekommt man, neben der eigentlichen Geschichte, Erlebnisse von Kindern aus anderen Teilen der Welt erzählt, die scheinbar willkürlich gewählt sind und mit dem eigentlichen Geschehen nichts zu tun haben. Im Großen und Ganzen ergeben diese eingeschobenen Geschichten zwar am Ende einen Sinn und zum Zeitpunkt des Lesens fand ich sie auch sehr interessant, aber sie haben mich verwirrt.

Das Ende entsprach dann auch nichts ganz meinem Geschmack. War mir dann doch ein wenig zu weit hergeholt.

Fazit:
Im Vorwort erklärt uns der Autor, dass einige Dinge in diesem Thriller tatsächlich geschehen sind. Wenn ihr am Ende dieses Buches angekommen seid, werdet ihr es auch verstehen. Das Buch war jetzt nicht unbedingt das Beste welches ich gelesen habe, aber nichts ist erschreckender und grausamer als das echte Leben und das machte diese Geschichte für mich wieder interessant. Der Fokus war die Kritik an der Gesellschaft. Die Kernaussage ist gelungen, aber Herr Dorn hätte sich ein wenig mehr auf den Spannungsaufbau konzentrieren können.

Dieser Thriller wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Max Bentow: Das Porzellanmädchen

Ist sie wirklich das unschuldige Opfer, das sie vorgibt zu sein?

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Verlag: Goldmann
E-Book mit 266 Seiten
Erscheinungsdatum: 17.07.2017
Genre: Psychothriller
Preis: 11,99 € (Taschenbuch: 15,99 €)
Bestellbar: hier

Autor:
Max Bentow wurde in Berlin geboren. Nach seinem Schauspielstudium war er an verschiedenen Bühnen tätig. Für seine Arbeit als Dramatiker wurde er mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet. Seit seinem Debütroman „Der Federmann“ hat sich Max Bentow als einer der erfolgreichsten deutschen Thrillerautoren etabliert, alle seine Bücher waren große SPIEGEL-Bestseller-Erfolge.

Klappentext:
Luna Moor ist eine gefeierte junge Autorin auf dem Gipfel ihres Erfolgs. Keine schreibt so packend und mitreißend wie sie über die Abgründe der menschlichen Seele, und ihre Bücher gehen unter die Haut. Niemand ahnt, dass Luna selbst als junges Mädchen in die Hände eines Wahnsinnigen fiel und ihm nur knapp entkam. Seither quält sie die Erinnerung an den Täter, und eines Tages fasst sie den kühnen Entschluss, an den Ort ihres Martyriums zurückzukehren. Sie will eintauchen in die bedrohliche Atmosphäre des einsam gelegenen Hauses, in dem sie einst gefangen war, und versuchen zu verstehen, was damals geschah. Gemeinsam mit Leon, dem Sohn einer Freundin, richtet sie sich ein in dem verlassenen Haus im Wald. Sehr schnell muss sie jedoch erkennen, dass sie in einen Albtraum geraten ist, aus dem es kein Erwachen zu geben scheint. Aber ist Luna wirklich das unschuldige Opfer, das sie vorgibt zu sein?

Meine Eindrücke:
Dieses Buch ist mal ein wenig anders als die, die ich bisher gelesen habe. Hier haben wir ein Buch in einem Buch. Eine tolle Idee, wie ich finde.

Luna hat als 16-jähriges Mädchen etwas schreckliches erlebt. Sie wurde entführt und gepeinigt, aber sie konnte entkommen, nur leider wurde ihr Peiniger nie gefasst. Mittlerweile ist sie eine gefeierte Autorin und hat schon 2 erfolgreiche Thriller geschrieben. In ihrem dritten Buch möchte sie nun ihr erlebtes verarbeiten.

Dazu hat sie sich einen ganz besonderen Ort ausgesucht. Ein altes Haus in der Abgeschiedenheit, in dem erst vor kurzem ein grausamer Mord passiert ist.

Für 2 Wochen hat Luna nun auch den Sohn ihrer besten Freundin in Obhut und ihre bleibt nichts anderes üprig als Leon mit in das alte Haus zu nehmen.

Doch war das wirklich eine gute Idee?

Leon möchte gerne die ersten Seiten von Luna’s neuem Buch lesen, doch sie verbietet es ihm. Niemand soll das Manuskript lesen ehe es fertig ist. Doch Leon zieht sich mit einem USB-Stick die Datei herrunter und fängt heimlich an zu lesen.

Doch was er da zu lesen bekommt macht ihm richtig Angst. Die Hauptprotagonistin Maria erinnert ihn an Luna, doch Maria ist eine kaltblütige Mörderin. Und dann ist da noch diese unheimliche Porzellanpuppe die anscheinend Böses über die Menschen bringt.

Schreibt Luna hier etwa über ihr eignes Leben? Man rätselt gemeinsam mit Leon und fragt sich: „Was ist Realität und was Fantasie?“

Exsistiert diese Puppe wirklich? Und die wichtigste Frage: Befindet sich Leon in Lebensgefahr?

Das Buch ist wirklich toll geschrieben und Spannung war von der Ersten bis zur letzten Seite gegeben. Herr Bentow hat es geschafft mich bis zum Ende zu verwirren. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was ist Fiktion und was die Wahrheit?

Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, waren die Mystery-Elemente. Diese wurden zwar geschickt eingebaut und passten auch zur Handlung, aber das ist nicht so meins.

Fazit:
Herr Bentow setzt auf Spannung, Verwirrung, viel Blut und einen Hauch von Mystery. Insgesamt ein sehr fesselnder Thriller.

Andreas Gruber: Todesreigen

Du hattest recht.
Die Vergangenheit holt uns ein.
Der 1. Juni wird uns alle ins Verderben stürzen.
Leb wohl!

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Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 576 Seiten
Erscheinungsdatum: 21.08.2017
Genre: Thriller
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Klappentext:
Nachdem eine Reihe von Kollegen auf brutale Art Selbstmord begangen haben, wird Sabine Nemez – Kommissarin und Ausbilderin beim BKA – misstrauisch. Vieles weist auf eine jahrzehntealte Verschwörung und deren von Rache getriebenes Opfer hin. Sabine bittet ihren ehemaligen Kollegen, den vom Dienst suspendierten Profiler Maarten S. Sneijder, um Hilfe. Doch der verweigert die Zusammenarbeit, mit der dringenden Warnung, die Finger von dem Fall zu lassen. Dann verschwindet Sabine spurlos, und Sneijder greift selbst ein. Womit er nicht nur einem hasserfüllten Mörder in die Quere kommt, sondern auch seinen einstigen Freunden und Kollegen, die alles tun würden, um die Sünden ihrer Vergangenheit endgültig auzulöschen…

Meine Eindrücke:
Lange habe ich auf „Todesreigen“ gewartet und schwupp….ist das Buch auch leider schon wieder ausgelesen. Dem Ende nach zu urteilen wird es aber noch einen weiteren Teil geben. Juhu…

Andreas Gruber hat sich mit dieser Reihe:

1. Todesfrist
2. Todesurteil
3. Todesmärchen
4. Todesreigen

absolut in mein Herz geschrieben. Die Bücher haben eine solche Komplexität, die kann man sich gar nicht vorstellen. Toll durchdachte Fälle, die absolut stimmig sind…Wahnsinn.

Sabine Nemez, Tina Martinelli, Maarten S. Sneijder und viele mehr sind auch im 4. Buch wieder mit dabei. Herr Gruber hat so ausdrucksstarke Protagonisten geschaffen, dass man meint sie alle persönlich zu kennen.

In „Todesreigen“ haben wir es mit mysteriösen Selbstmorden zu tun. 2 BKA-Beamte nehmen sich am gleichen Tag das Leben, doch damit nicht genug, auch Familienangehörige von BKA-Beamten müssen sterben. Das kann doch alles kein Zufall sein.

Sabine Nemez wird schnell klar, dass hier etwas nicht stimmt. Mit ihrer Kollegin Tina Martinelli kommt sie einer Tragödie auf die Spur, die sich vor gut 20 Jahren ereignet hat. Sie graben Dinge aus, die wohl lieber im Verborgenen geblieben wären.

Doch warum blocken so viele Ermittler und sogar Vorgesetzte des BKA ab. Es scheint als wollten sie das Alles gar nicht aufklären. Und warum unterstützt Sneijder sein „Eichkätzchen“ Sabine nicht bei den Ermittlungen? Klar, er ist suspendiert, aber das hält doch einen Sneijder nicht ab.

Es war wieder großartig die Ermittlungen zu verfolgen. So viele aufregende Momente, bei denen ich den Atem angehalten habe. Soooo viele Geschehnisse, die aber am Ende super zusammen passten.

Fazit:
Für mich ein Meisterwerk. Absolute Weiterempfehlung!!!

Dieser Thriller wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank!