Charlotte Link: Ohne Schuld

Wenn dich die Angst dein Leben lang verfolgt, weil du zu viel weißt …

Verlag: Blanvalet
Gebundenes Buch mit 544 Seiten
erschienen: November 2020
Genre: Kriminalroman
Preis: 24,00€
Bestellbar: hier

Autorin:
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch »Die Betrogene« und zuletzt »Die Entscheidung« eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang 28,5 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Klappentext:
Ein wolkenloser Sommertag, die Hitze drückt aufs Land. Im Zug von London nach York zielt ein Fremder mit einer Pistole auf eine Frau. Sie entkommt in letzter Sekunde. Zwei Tage später: Eine junge Frau stürzt mit ihrem Fahrrad, weil jemand einen dünnen Draht über den Weg gespannt hat. Sie ist sofort bewusstlos. Den folgenden Schuss hört sie schon nicht mehr. 
Die Frauen stehen in keiner Verbindung zueinander, aber die Tatwaffe ist dieselbe. 
Kate Linville, neu bei der North Yorkshire Police, wird sofort in die Ermittlungen hineingezogen. Sie kommt einem grausamen Geheimnis auf die Spur und gerät selbst in tödliche Gefahr. Denn der Täter, der eine vermeintliche Schuld rächen will, gibt nicht auf … 

Dies ist der dritte Band der Reihe mit Kate Linville und Caleb Hale.

Nachdem Band 1 „Die Betrogene“ meiner Meinung nach nicht das stärkste Buch von Charlotte Link war, hat mich Band 2 „Die Suche“ absolut begeistert, aber wie hat mir nun „Ohne Schuld“ gefallen?

Die Bücher können alle unabhängig voneinander gelesen werden, da die Fälle in sich abgeschlossen sind. Dennoch empfehle ich die Reihenfolge einzuhalten, da ja die Beziehungen der Protagonisten aufeinander aufbauen.

Die Ermittlerin Kate Linville hat ihren Job bei Scotland Yard gekündigt, um in die Dienststelle von Caleb Hale bei der North Yorkshire Police zu wechseln.

Doch noch vor ihrem Dienstantritt wird Caleb suspendiert. Bei einem Einsatz führte er die Telefonverhandlung mit einem Familienvater und scheiterte, denn kurz nach dem Telefonat erschoss Jayden White seine ganze Familie. Anschließend wird Caleb von einem Kollegen gemeldet, er sei betrunken gewesen und nicht mehr tragbar.

Für Kate absolut unvorstellbar ohne Caleb, aber was soll sie machen? Sie tritt ihren Dienst unter der Leitung von Robert Stewart an und da überschlagen sich auch schon die Ereignisse.

In einem Zug wird auf Xenia Paget geschossen. Dank Kate, die sich ebenfalls im Zug befand, ist Xenia mit dem Leben davongekommen.

Ein paar Tage später fährt die junge Lehrerin Sophia Lewis mit ihrem Fahrrad ihre alltägliche Runde durch den Wald. Jemand hat einen Draht über den Waldweg gespannt. Als Sophia schwer verletzt am Boden liegt, wird auf sie geschossen, doch die Kugel verfehlt ihr Ziel.

Obwohl die beiden Frauen sich nicht kennen und auf den ersten Blick rein gar nichts gemeinsam haben, stellt sich heraus, dass auf beide mit derselben Waffe geschossen wurde.

Kate beginnt die Vergangenheit der beiden Frauen zu durchleuchten und geht jedem noch so kleinen Hinweis nach. Was sich da so nach und nach rauskristalisiert ist echt unfassbar.

„Ohne Schuld“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.

Wer die Bücher von Charlotte Link kennt weiß, dass es immer mehrere Handlungsstränge gibt, die anfangs den Eindruck erwecken, dass das eine absolut nichts mit dem anderen zu tun haben kann.

Doch nach und nach zieht sich das Netz immer enger zusammen, bis man endlich den AHA-Moment erlebt.

Ich mag ihren Schreibstil und auch die Protagonisten mit ihren Ecken und Kanten.

Die Story ist unheimlich gut durchdacht und raffiniert angelegt. Ich hatte immer mal eine Ahnung, wo das Ganze hinführen könnte, aber trotzdem hat mich die Autorin immer wieder überrascht.

Eine unglaubliche Geschichte steckt hinter den ganzen Geschehnissen, die tragischer und trauriger nicht sein könnte.

Doch wer ist hier eigentlich ohne Schuld?

Fazit:
Dieses Buch hat mich voll und ganz in seinen Bann gezogen. Für Spannung ist durchgehend gesorgt. Charlotte Link hat mich hier wieder mal zutiefst gefesselt.

Daniel Leitner: Muttermal

*Rezension*

Kindle Ausgabe: 0,99 €
Taschenbuch: 9,99 €
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Autor:
Daniel Leitner, geb. am 17.06.1992 in Wels/Oberösterreich. Mit dem Schreiben hat er sehr früh begonnen. Anfangs waren es Horror-Kurzgeschichten – bis er 2013 seinen allerersten Roman „Von Tauben und Lämmern“ veröffentlichte. Seit über zehn Jahren leitet er einen Musicalverein „MuVe“, bei dem er Drehbücher schreibt, Regie führt und manchmal selbst als Sänger, Tänzer und Schauspieler auf der Bühne steht. Auf seinen Youtube-Kanal „UNITED COLORS OF DANIEL“ lädt er wöchentlich Cover-Songs, Musikvideos, Serien und Kurzfilme sowie Videos zu persönlichen Themen hoch.

Klappentext:
Von seinen leiblichen Eltern weiß der dreißigjährige Deutschlehrer Jonas kaum etwas. Das ändert sich jedoch schlagartig, als seine vermeintliche Mutter plötzlich vor seiner Wohnungstüre auftaucht.

Jonas willigt ein, ein Wochenende mit ihr in einer Hütte im Wald zu verbringen, um all seine Fragen endlich beantwortet zu bekommen. Das Familienglück scheint perfekt – doch während seine leibliche Mutter immer mehr von ihrem Leben preisgibt, bemerkt Jonas Widersprüche und stellt sich die Frage: Wer ist diese Frau wirklich und welches Geheimnis verbirgt sie?

Abgeschottet von der Außenwelt beginnt ein Katz- und Mausspiel, in dem nichts so ist, wie es zunächst scheint.

Wie hat mir das Buch gefallen?
30 Jahre lang wusste Jonas nicht, wer seine leibliche Mutter ist, denn direkt nach seiner Geburt wurde er zur Adoption freigegeben.

Doch dann plötzlich steht eine Frau vor seiner Tür und behauptet, seine Mutter zu sein. Sie bittet ihn um ein Wochenende zu zweit, um sich kennenzulernen.

Die Entscheidung fällt Jonas nicht leicht. Soll diese Frau wirklich seine Mutter sein? Nach all der langen Zeit sollen endlich seine vielen Fragen beantwortet werden? Wird es ihm nach dem Treffen besser gehen?

Er entscheidet sich schließlich für das Wochenende mit Christine und sie bereisen eine einsame Hütte im Wald.

Dort angekommen fangen beide an, Stück für Stück, ihre Geschichten zu erzählen. Doch Jonas ist hin und her gerissen. Irgendetwas scheint mit Christine nicht zu stimmen. Er hat das Gefühl, dass sie nicht ehrlich zu ihm ist.

Was verbirgt sie? Und was hat sie vor?

Dies ist ein sehr ruhiger Thriller, der von den Geschichten der beiden Hauptprotagonisten lebt. Anfangs dachte ich: „Oje, das wird bestimmt langweilig.“

Doch falsch gedacht. Die steten Perspektivenwechsel halten die Spannung das ganze Buch über hoch. Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wo das Ganze hinführt.

Herr Leitner hat einen sehr flüssigen, angenehmen Schreibstil und die Charaktere sind toll gezeichnet. Wer ist Jonas heute? Wie verlief seine Kindheit? Auch Christine berichtet von ihrer Jugendzeit und wie es ihr bis heute ergangen ist.

Wo führt uns die Reise der beiden hin?

Die Auflösung hat mich sehr überrascht und ich finde es ein echt geniales Ende. Allgemein war die Story sehr stimmig und gut durchdacht.

Fazit:
„Muttermal“ war mal etwas anderes. Es ist kein blutrünstiger Thriller, wo an jeder Ecke eine neue Leiche wartet. Dennoch erwartet Euch ein packendes Leseerlebnis, welches von Gefühlen und Emotionen lebt.

Freut Euch auf jede Menge Drama und unerwartete Wendungen.

Daniel Leitner: Loveland…

…von Liebe, Sex und der Kunst man selbst zu sein.

*Rezension*

Kindle Ausgabe: 0,99 €
Taschenbuch: 8,99 €
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Autor:
Daniel Leitner, geb. am 17.06.1992 in Wels/Oberösterreich. Mit dem Schreiben hat er sehr früh begonnen. Anfangs waren es Horror-Kurzgeschichten – bis er 2013 seinen allerersten Roman „Von Tauben und Lämmern“ veröffentlichte. Seit über zehn Jahren leitet er einen Musicalverein „MuVe“, bei dem er Drehbücher schreibt, Regie führt und manchmal selbst als Sänger, Tänzer und Schauspieler auf der Bühne steht. Auf seinen Youtube-Kanal „UNITED COLORS OF DANIEL“ lädt er wöchentlich Cover-Songs, Musikvideos, Serien und Kurzfilme sowie Videos zu persönlichen Themen hoch.

Klappentext:
Ein Junge, der singt!
Ein Junge, der gerne auffällt!
Ein Junge, der bevorzugt Männer liebt!

Schon in jungen Jahren wurde Daniel Leitner mit Vorurteilen, Mobbing und Schubladendenken konfrontiert. Mit diesem Buch möchte er allen Mut machen und anhand seiner positiven, als auch negativen Erfahrungen zeigen, dass es nicht immer einfach ist, kompromisslos zu sich selbst zu stehen!

Mit viel Humor, gnadenloser Ehrlichkeit und einer Prise (Selbst-)Ironie erzählt Daniel, wie er zu dem Menschen geworden ist, der er immer sein wollte – er selbst.

Wie hat mir das Buch gefallen?
Vor kurzem habe ich „Und mit mir die Dunkelheit“ von Daniel Leitner gelesen. Das Buch hat mir richtig gut gefallen und ich bin neugierig auf den Autor geworden.

Dann sprang mir „LOVELAND“ ins Auge. Der Klappentext versprach mir, mehr über Herrn Leitner zu erfahren und so musste ich nicht lange überlegen und habe mir das eBook gekauft.

Mit dieser Lektüre versucht der Autor die Menschen zum Nachdenken anzuregen.

„Mit sich selbst im Reinen zu sein, funktioniert erst dann, wenn wir uns so akzeptieren, wie wir sind. Es ist nicht wichtig, irgendjemandem zu gefallen!“

Mittlerweile sehe ich das genauso, doch das war auch bei mir nicht immer so, denn es ist echt schwierig in der heutigen Gesellschaft, sich nicht anpassen zu wollen.

Warum lassen wir nicht jeden Menschen so sein wie er/sie ist.

Das ist es, was uns der Autor versucht in diesem Buch vor Augen zu führen. Jeder hat das Recht glücklich zu sein.

Durch seine eigenen Lebenserfahrung gibt er dem Leser Mut mit auf den Weg.

Ich finde es Klasse wie offen und ehrlich Daniel seine Gedanken und Gefühle ausspricht und ich kann mich in vielen Punkten mit ihm identifizieren.

Der Autor hinterfragt viel und ich denke, dass es viele Leser zum Nach- und vielleicht auch zum Umdenken anregt.

Eine der wichtigen Botschaft, die der Autor vermittelt, lautet: „Sei du selbst, damit du glücklich sein kannst“.

Fazit:
Mir hat das Buch gut gefallen. Ich teile viele Ansichten mit dem Autor und wenn wir alle so leben würden, dann wäre es um einiges einfacher für jeden Einzelnen von uns.

Die persönlichen Schilderungen machen „LOVELAND“ zu einem besonderen Leseerlebnis und man hat das Gefühl den Autor schon ewig zu kennen.

Bei mir gehen beide Daumen nach oben!

Andreas Gruber: Die Knochennadel

*Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Im Schatten von Notre-Dame fordert ein grausamer Mörder seine Gegener zu einem teuflischen Spiel heraus

Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 608 Seiten
Erscheinungsdatum: 14.09.2020
Genre: Thriller
Preis: 10,99 €
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Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Klappentext:
Eigentlich wollte der Wiener Privatdetektiv Peter Hogart nur einen Kurzurlaub in Paris verbringen. Doch dann verschwinden bei einer exklusiven Auktion in der Opéra Garnier plötzlich seine Freundin, die Kunsthistorikerin Elisabeth, sowie eine mittelalterliche Knochennadel – ein nahezu unbezahlbarer Kunstgegenstand. Wenig später werden zwei Antiquitätenhändler grausam ermordet, und für Hogart beginnt eine fieberhafte Jagd. Denn diese Morde sind nur der Anfang, und Hogart bleibt wenig Zeit, Elisabeths Leben zu retten und das Rätsel um die geheimnisvolle Knochennadel zu lösen …

Meine Eindrücke:
Seit ich die Todes-Reihe mit meinem Lieblings-Protagonisten Maarten S. Sneijder von Andreas Gruber gelesen habe, ist er mein absoluter Lieblingsautor. Ich habe alle seine Bücher verschlungen und mich nun tierisch auf „Die Knochennadel“ gefreut. Hierbei handelt es sich um den dritten Fall des Versicherungsdetektivs Peter Hogart.

  1. Fall: „Die Schwarze Dame“
  2. Fall: „Die Engelsmühle“

Er liebt alte klassische schwarz-weiß-Filme, treibt sich gern auf Flohmärkten herum und zieht mit seinen Aufträgen immer schreckliche Serienmörder-Fälle an. So auch in seinem neusten Fall.

Peter Hogart ist mit seiner Lebensgefährtin Elisabeth in Paris um einen ersten gemeinsamen Urlaub zu verbringen. Seine Nichte Tatjana durfte die Beiden begleiten. Doch bevor der Urlaub so richtig beginnen kann, hat Elisabeth noch berufliches zu erledigen. Sie ist Kunstexpertin und von einer Versicherungsgesellschaft beauftrag worden als Gutachterin, anlässlich einer Verkaufsauktion, die Echtheit der sogenannten „Knochennadel“ aus dem 11. Jahrhundert zu bestätigen und dafür zu sorgen, dass der Käufer das aus Knochen gefertigte Kunststück nach Abschluss der Auktion auch erhält.

Hogart und Tatjana warten nach der Auktion in einem Café auf Elisabeth, doch diese taucht nicht auf. Sie ist spurlos verschwunden und mit ihr die Knochennadel.

Die Polizei glaubt nicht an die Theorie von Hogart, dass Elisabeth entführt wurde. Sie gehen davon aus, dass Elisabeth sich mit dem Kunstobjekt aus dem Staub gemacht hat. Schließlich wurde das Stück gerade für über 7 Mio. verkauft.

Als ob das nicht alles schon schlimm genug ist, wird Hogart auch noch bedroht. Die mysteriöse Verkäuferin der Knochennadel hetzt ihm üble Schläger auf den Hals und gibt ihm deutlich zu verstehen, dass er ihr entweder die Knochennadel zurückbringt oder sterben muss.

Dann wird seine Nichte entführt und ihm wird eine Frist gesetzt die Knochennadel zu finden, sonst wird seine Nichte tot in der Seine aufgefunden werden.

Diese ganzen Drohungen sind der Auftakt einer rasanten Hetzjagd durch Frankreich. Zunächst klappert Hogart alle Mitbieter der Knochennadel ab, in der Hoffnung mehr Informationen zu erhalten, dabei stolpert er über nicht nur eine Leiche. Immer scheint er nur wenige Minuten zu spät zu kommen.

Die Polizei hält Elisabeth für tatverdächtig, und auch Hogart hat zunehmend Schwierigkeiten, die Leichenfunde zu erklären, denn die Polizei meint das er mit seiner Freundin unter einer Decke steckt. So gerät er nun auch ins Visier der Polizei, was ihm die Suche nach der Knochennadel nicht einfacher macht, denn er darf der Polizei nicht in die Hände fallen, denn im Gefängnis hat er keine Chance mehr den Fall zu lösen.

So langsam fängt auch er an, an der Unschuld seiner Lebensgefährtin zu zweifeln.

Was ist hier los? Wird er Elisabeth, seine Nichte und die Knochennadel finden?

Ihr werdet es erfahren.

Was soll ich Euch sagen? Der gewohnt flüssige Schreibstil lies die Buchseiten nur so vorbeiflattern. Ich war gefesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Nach dem aufregenden Prolog stieg die Spannung immer weiter an. An Lesepausen war gar nicht zu denken.

Fazit:
Andreas Gruber hat mich noch nie enttäuscht und auch dieses Buch kann ich ohne schlechtes Gewissen weiter empfehlen. Ein sehr spannender Fall, bei dem ich als Leser ordentlich mitgefiebert und gerätselt habe. Mir wurde es keinen Augenblick langweilig und ich freue mich auf noch viele spannende Bücher von Herrn Gruber.

Amy Lloyd: Unschuldig

*Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Du liebst ihn. Du vetraust ihm. Wovor hast du Angst?

Verlag: btb-Verlag
Taschenbuch mit 384 Seiten
Preis: 10,00€
bestellbar hier

Autorin:
Amy Lloyd studierte Englisch und Kreatives Schreiben an der Cardiff Metropolitan University. Mit ihrem Debüt »Unschuldig«, in dem sie ihre Leidenschaft für True Crime und spannende Thriller vereint, gewann sie den Daily Mail First Novel-Wettbewerb. Das Buch wurde zu einem internationalen Bestseller, in 19 Länder verkauft. Die Filmrechte gingen an die Produzenten von »Gone Girl« und »Girl in the Train«. Amy Lloyd lebt mit ihrem Partner und zwei Katzen in Cardiff, Wales.

Klappentext:
Dennis ist ein verurteilter Mörder. Sam glaubt an seine Unschuld. Sie und hunderte andere Menschen weltweit kämpfen in einer groß angelegten Kampagne für seine Freilassung. Onlineforen, Dokumentationen, Bücher liefern immer neue Beweise für seine Unschuld. Dennis ist attraktiv, charismatisch, ein Popstar. Trotz der Haft nähern Sam und er sich einander an, es ist die große Liebe, sie heiraten. Und Dennis kommt tatsächlich frei. Doch schon bald ahnt Sam: Das ist nicht der Mann, den sie zu kennen glaubt. Was ist damals wirklich passiert? Hat Dennis sie manipuliert? Wie konfrontierst du deinen Mann, wenn du die Wahrheit eigentlich gar nicht wissen willst?

Wie hat mir das Buch gefallen?
Es beginnt recht ruhig und wir lernen zunächst Sam kennen. Sie lebt in England und ist Lehrerin. Eines Tages sieht sie eine Dokumentation über Dennis der momentan in Amerika im Todestrakt sitzt, weil er ein Kind ermordet haben soll. 

Von vielen anderen Kindern fehlt jede Spur, aber in den Fällen gibt es keine Indizien die zu Dennis führen.

Die Geschichte lässt Sam nicht mehr los. Ständig sieht sie den schönen Dennis vor sich und glaubt fest an seine Unschuld. Sie ist wie besessen, durchforstet Onlineforen und sucht nach neuen Beweisen. Sie schließt sich anderen Menschen an, die alles versuchen um ihn aus dem Gefängnis zu bekommen. 

Als ihr Freund Mark sie schließlich verlässt, baut sie sich ihre eigene kleine Welt auf, die sich nur noch um Dennis dreht und die einzigen Freunde, die sie hat, sind andere User aus den unzähligen Foren.  

Eines Tages nimmt sie all ihren Mut zusammen und schreibt Dennis einen Brief, in der Hoffnung auch Antwort zu bekommen. Und tatsächlich. Ein reger Briefwechsel entsteht. Sam verliebt sich immer mehr und ihm scheint es genauso zu gehen.  

Sam beschließt nach Amerika zu fliegen, um ihren Dennis zu besuchen. Noch im Todestrakt heiraten die beiden schließlich. Hier lernt sie auch seine engste Vertraue Carrie kennen und es entwickelt sich eine sehr gute Freundschaft zwischen den beiden Frauen. 

Dann geht auf einmal alles ganz schnell. Ein anonymer Hinweis geht ein, der auf einen anderen Täter deutet, und Dennis kommt frei.  

Endlich können sich die frisch Vermählten eine gemeinsame Zukunft aufbauen. Doch irgendwas läuft gar nicht so, wie Sam es sich immer ausgemalt hat. Dennis ist nach seiner Freilassung gar nicht mehr wiederzuerkennen.  

Nun wurde es erstmal ein wenig langatmig. Der Alltag des Paares wird sehr detailliert beschrieben. Und meiner Meinung nach, hätte die Autorin sich hier ein wenig kürzer fassen können. Es war erschreckend zu sehen, wie Dennis Sam behandelt. Zuckerbrot und Peitsche.

So richtig spannend wird es, als Dennis und Sam vorübergehend in sein Elternhaus ziehen, um nach dem Tod des Vaters alles zu regeln. Hier überschlagen sich die Ereignisse und auch wenn die Auflösung für mich schon vorhersehbar war, hat mir das Ende gut gefallen. Überrascht hat mich allerdings der Epilog, denn damit habe ich gar nicht gerechnet.    
 
Das Buch lässt sich durch den angenehmen Schreibstil sehr gut lesen. Mit den Protagonisten bin ich aber leider nicht warm geworden. Da haben wir auf der einen Seite die naive Sam, die ich am liebsten Mal kräftig geschüttelt hätte, damit sie endlich aufwacht und auf der anderen Seite den undurchschaubaren Dennis. Die Charaktere hätten ein wenig mehr ausgeschmückt werden können. 

Fazit:
Die Geschichte und die Idee dahinter fand ich super, doch streckenweise war es sehr langatmig und die spannenden Kapitel kamen etwas zu kurz. Ich habe mich zwar gut unterhalten gefühlt, aber so richtig vom Hocker gerissen hat mich das Buch nicht.