Tag-Archiv | Psychothriller

Tammy Cohen: Während du stirbst

„Sehr wahrscheinlich werde ich TOT sein, bevor Sie das hier zu Ende gelesen haben.“

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Verlag: blanvalet
Format: eBook
Seiten: 274
Genre: Psychothriller
ISBN: 978-3-641-16301-3
Preis: 8,99 € (Taschenbuch: 9,99 €)
Bestellbar: hier

Autorin:
Tammy Cohen arbeitet als freie Journalistin für verschiedene Zeitschriften und Magazine, u.a. für »Cosmopolitan« und »Woman and Home«. Auch wenn sie das Schreiben fiktionaler Texte erst spät für sich entdeckte, hat sie bereits vier Romane veröffentlicht. Sie lebt mit ihrem Partner, ihren drei (fast) erwachsenen Kindern und einem sehr ungezogenen Hund im Norden Londons.

Klappentext:
Drei Dinge gibt es über Jessica Gold zu wissen: Sie ist neunundzwanzig Jahre alt, sie hat eine Knopfphobie, und sie wurde entführt. Von einem Fremden, der sie zwölf Tage lang in seiner Wohnung gefangen hält, sie mit perfiden Grausamkeiten quält, sie angekettet in einer Hundehütte am Fuß seines Bettes schlafen lässt. Und jeden Tag überreicht er seinem Opfer ein Geschenk – eines grausamer als das letzte –, bis Jessica am zwölften Tag sicher weiß: Der Mann wird sie töten. Doch Jessica hat ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt …

Ich habe gelesen:
Im ersten Teil des Buches lernen wir die hochintelligente, aber sehr zurückhaltende, in sich gekehrte Jessica Gold kennen.

Nachdem sie an Weihnachten ihre Einkäufe erledigt hat wird sie in einem Café von dem charmanten Dominic angesprochen. Obwohl sie in einer Beziehung ist geht sie mit ihm in seine Wohnung um sich weiter mit ihm zu unterhalten und auf Weihnachten anzustoßen.

Doch dieser Besuch wird ihr zum Verhängnis, denn Dominic sperrt sich gemeinsam mit ihr in seinem großzügigen Apartment ein und hält sie dort gefangen.

Jessica soll die nächsten zwölf Tage mit ihm verbringen. Jeden Tag überreicht Dominic ihr ein ganz persönliches, grauenerregendes Geschenk zu dem es eine ebenso grauenvolle Geschichte gibt. Es wird klar, Dominic geht über Leichen und Jessica weiß nicht was mit ihr nach dem 12ten Geschenk passieren wird…

Natürlich meldet die Familie Jessica sofort als vermisst. Die Polizei glaubt aber nicht an ein Verbrechen, aufgrund des eigenartigen Charakters und der Tatsache das Jessica gelegentlich Aussetzer hatte wo sie sich plötzlich an Orten wieder fand von denen sie nicht wusste wie sie überhaupt dort hingekommen war. Jessica wird schon wieder auftauchen…

Hier kommt die Polizistin Kim ins Spiel. Eigentlich könnte für Kim alles perfekt sein. Sie ist verheiratet und hat zwei wundervolle Kinder. Doch die Familie und ihren Beruf unter einen Hut zu bekommen ist für sie nicht einfach. Sie möchte ihre Karriere weiter antreiben um aufzusteigen, doch ihr Mann möchte dass Kim kürzer tritt und sich mehr Zeit für ihre Familie nimmt. Eine Trennung ist im Gespräch. Wie wird sich Kim entscheiden?

Kim glaubt an ein Verbrechen und nimmt sich dem Fall „Jessica Gold“ an. Schnell wird Kim klar, dass nicht überall die Wahrheit gesprochen wird und es tauchen immer mehr Ungereimtheiten auf.

Was ist hier wirklich los?

Im zweiten Teil nimmt die Geschichte dann eine für mich unvorhersehbare, überraschende Wendung. Hierzu kann ich euch leider nichts verraten ohne zu Spoilern.

Nur so viel: Jessica Gold hat ein Geheimnis von dem niemand etwas ahnt. Weder ihr Freund Travis, noch ihre Familie oder Kim und schon gar nicht ihr Kidnapper.

Fazit:
Ich stelle es mir immer unheimlich schwierig vor als Autor eine Geschichte zu schreiben, die es in der Form noch nicht gab. Klar…in jedem zweiten Thriller wird jemand entführt und auf unterschiedlichste Art und Weise gefoltert.

Dieser Entführungsfall ist dennoch wieder etwas völlig Neues für mich. Ein wahnsinnig toll durchdachtes Szenario mit einer unglaublichen Wendung im zweiten Teil des Buches.

Mich konnte dieses Buch absolut überzeugen! Ich wurde gut unterhalten und der Spannungsbogen riss bis zum Ende nicht ab.

Sebastian Fitzek: Das Paket

TRAUST DU DICH, DAS PAKET ZU ÖFFNEN?

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Verlag: Droemer HC
Format: Hardcover
Seiten: 368
Genre: Psychothriller
ISBN: 978-3-426-44008-7
Preis: 19,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Sebastian Fitzek lebt mit seiner Familie in Berlin.

Klappentext:
Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet.
Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen.
Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt …

Meine Meinung:
Zunächst muss ich sagen, dass dieses Buch ein absoluter Hingucker ist. Es ist als ob man wirklich ein Paket in der Hand hat. Absolut toll und die Idee hinter dem Buch ist wieder der absolute Wahnsinn. Ein perfides Spiel mit der menschlichen Psyche.

In diesem Psychothriller finden wir wieder den typischen Fitzek-Schreibstil. Detailgetreue und farblich gezeichnete Protagonisten und sehr einfallsreiche Wendungen. Kurze prägnante Kapitel und toll gesetzte Cliffhänger lassen die Kapitel förmlich an einem vorbei fliegen.

Im Prolog lernen wir Emma kennen, die sich schon als Kind in psychiatrischer Behandlung befand, weil sie Angst vor einem Mann in ihrem Kleiderschrank hatte.

Später als Erwachsene wählt sie selber den Beruf der Psychiaterin. Nach einem Vortrag über Behandlungsmethoden bei psychisch kranken Menschen möchte Emma nur noch ins Bett in ihr Hotelzimmer.

Dort entdeckt sie eine verwirrende Nachricht auf dem Badezimmerspiegel, dann wird sie vergewaltigt und ihre schönen langen Haare werden ihr abrasiert.

Doch es will ihr keiner glauben. Hat sie sich das alles nur eingebildet?

6 Monate später treffen wir Emma in einem psychisch sehr schlechten Zustand wieder. Sie ist nervlich so fertig, dass die Abgabe eines Pakets für einen Nachbarn sie komplett aus der Bahn wirft.

Ab hier überschlagen sich die Ereignisse….Emma kann Realität und Fantasie nicht mehr auseinander halten. Ist sie wirklich verrückt geworden oder wird ihr hier ganz übel mitgespielt?

Ich hatte immer mal einen Verdacht wie alles zusammenhängt und was hier gespielt wird, doch mit dem Ende wurde ich sehr überrascht, denn damit hatte ich nun gar nicht gerechnet.

Fazit:
Und wieder hat er mich überzeugt. Wer Psychothriller liebt, kommt an Fitzek einfach nicht vorbei. Für mich der Beste deutsche Thriller-Autor. Alles um mich herum war beim lesen verschwunden und ich befand mich in der psychisch, kranken Welt von Herrn Fitzek…so muss das sein….erschreckend, packend und faszinierend zugleich.

A. J. Rich: Dein letzter Tag

Du denkst, du kennst deine Liebsten. Aber erst der Tod deckt alle Geheimnisse auf …

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Verlag: blanvalet
Format: Taschenbuch
Seiten: 352
Genre: Psychothriller
ISBN: 978-3-7341-0267-7
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autorinnen:
A.J. Rich ist das Pseudonym der beiden gefeierten US-Autorinnen Amy Hempel und Jill Cement, die für ihre schriftstellerischen Arbeiten mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt wurden. Amy Hempel unterrichtet Kreatives Schreiben am Bennington College und an der University of Florida, sie lebt in Gainsville, Florida, und in New York. Jill Cement ist Professorin an der University of Florida und lebt ebenso wie Amy Hempel in Gainsville und New York.

Klappentext:
Als Morgan ihre Wohnung betritt, merkt sie sofort, dass etwas nicht stimmt: Die Tür ist unverschlossen, der Fußboden mit roten Spuren bedeckt. Im Schlafzimmer liegt – grausam zugerichtet – die Leiche ihres Verlobten, daneben sitzen ihre Hunde, sie sind mit Blut verschmiert. Verzweifelt versucht Morgan, Bennetts Eltern ausfindig zu machen. Doch nichts, was Bennett ihr je über seine Familie, seine Arbeit, sein Leben erzählt hat, scheint zu stimmen. Stattdessen findet sie heraus, dass er zahlreiche »Verlobte« hatte, die plötzlich eine nach der anderen auf unnatürliche Weise ums Leben kommen … Ist bald auch Morgan an der Reihe?

Ich habe gelesen:
Wer war Bennett wirklich?

Handelt es sich bei dem Toten überhaupt um Bennett?

Waren es wirklich Morgans Hunde, die ihn getötet haben?

Hier habe ich mal einen Psychothriller geboten bekommen, der anders war als die, die ich bisher gelesen hatte. Eine erfrischende Abwechslung. Die Tatsache, dass Hunde ein wichtiger Faktor in der Geschichte sind, hat mir sehr gut gefallen, wenn es auch etwas unerwartet war, denn ich hatte aufgrund des Titels und Klappentextes mit etwas völlig anderem gerechnet.

Leider konnte mich die Geschichte der beiden Autorinnen aber nicht gänzlich überzeugen. Ich würde nicht sagen, dass dieses Buch langweilig war, aber so richtig gefesselt hat es mich leider auch nicht, obwohl die Story gut durchdacht war.

Anfangs hatte ich Probleme mit der Schreibweise. Ich musste Stellenweise zurück blättern und nochmal lesen, weil ich raus war. Das hat sich aber nach einiger Zeit gegeben.

Ich habe leider auch keinen richtigen Zugang zu den Protagonisten gefunden. Sie waren alle sehr oberflächlich beschrieben. Der Charakter der Hauptprotagonistin Morgan hat mich sehr gestört. Sie wirkte sehr kalt und distanziert von den Geschehnissen. Sie hat mehr wie eine Außenstehende, als eine Betroffene, gewirkt.

Das Ende war dann für meinen Geschmack etwas zu erzwungen. Die letzte Wendung hätte es nicht geben dürfen, dann wäre das Ende zwar verstörend aber perfekt gewesen.

Fazit: Es war mal ein etwas anderer Psychothriller, der mir von der Story her sehr gut gefallen hat. Allerdings fand ich die Umsetzung nicht ganz so überzeugend.

Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar von der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt.

Erik Axl Sund: Die Victoria-Bergman-Trilogie

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Verlag: Goldmann
Format: Paperback, Klappenbroschur
Genre: Psychothriller

Autoren:
Erik Axl Sund ist das Pseudonym des schwedischen Autorenduos Jerker Eriksson und Håkan Axlander Sundquist. Håkan ist Tontechniker, Musiker und Künstler. Jerker ist der Producer von Håkans Elektropunkband „iloveyoubaby!“ und arbeitete als Bibliothekar in einem Gefängnis. Zusammen haben sie die Victoria-Bergman-Trilogie geschrieben, für die sie 2012 mit dem Special Award der Schwedischen Krimiakademie ausgezeichnet wurden und die auch in Deutschland ein sensationeller Erfolg ist.

Krähenmädchen

ISBN: 978-3-442-48117-0
Preis: 12,99 €
Bestellbar: hier

Wie viel Schreckliches kann ein Mensch verkraften, ehe er selbst zum Monster wird?

Klappentext:
Stockholm. Ein Junge wird tot in einem Park gefunden. Sein Körper zeigt Zeichen schwersten Missbrauchs. Und es bleibt nicht bei der einen Leiche … Auf der Suche nach dem Täter bittet Kommissarin Jeanette Kihlberg die Psychologin Sofia Zetterlund um Hilfe, bei der eines der Opfer in Therapie war. Ihr Spezialgebiet sind Menschen mit multiplen Persönlichkeiten. Eine andere Patientin Sofias ist Victoria Bergman, die unter einem schweren Trauma leidet. Sofia lässt der Gedanke nicht los, bei ihr irgendetwas übersehen zu haben. Schließlich müssen sich Jeanette und Sofia fragen: Wie viel Leid kann ein Mensch verkraften, eher er selbst zum Monster wird?

Narbenkind

ISBN: 978-3-442-48118-7
Preis: 12,99 €
Bestellbar: hier

Ein Geschäftsmann wird brutal ermordet. Jeanette Kihlberg ermittelt mithilfe der Psychologin Sofia. Doch wer ist Sofia wirklich?

Klappentext:
Jeanette Kihlbergs Ermittlungen in einer Mordserie an Jungen in Stockholm werden vorübergehend auf Eis gelegt, als ein ranghoher Geschäftsmann auf bestialische Weise getötet wird. Man geht von einem Racheakt aus – doch Rache wofür? Psychologin Sofia Zetterlund soll ein Täterprofil erstellen, aber dann geschehen weitere Morde. Und diese scheinen in Verbindung mit Victoria Bergman zu stehen. Während die Ermittlungen nach Dänemark führen, hat Sofia immer häufiger Bewusstseinsstörungen …

Schattenschrei

ISBN: 978-3-442-48119-4
Preis: 12,99 €
Bestellbar: hier

Während Jeanette Kihlbergs Ermittlungen endlich Erfolge zeigen, geht Sofia durch die Hölle. Ist Victoria Bergman schuldig?

Klappentext:
Endlich zeigen sich mehr und mehr Erfolge in den Ermittlungen der Kommissarin Jeanette Kihlberg. Sie glaubt, zwei Frauen als Mörderinnen identifiziert zu haben. Aber damit sind die Verbrechen noch nicht aufgeklärt … Und auch, was die unauffindbare Victoria Bergman mit den Morden zu tun hat, ist noch unklar. Derweil wird für Psychologin Sofia die Zusammenarbeit mit Jeanette immer schwieriger, weil sie dabei ihrem eigenen, persönlichen Kern immer näher kommt. Und das führt sie geradewegs in die Hölle.

Ich bin in die Trilogie abgetaucht:

Pädophilie, Menschen mit schweren psychischen Störungen, Kindersoldaten und Mörder der übelsten Sorte sind in diesen Büchern vereint.

Ich habe schon sehr viele Psychothriller gelesen, aber was ich hier geboten bekommen habe, ist sehr starker Tobak.

Die Autoren haben einen tollen, einfachen Schreibstil und eine sehr lebendige Erzählweise. Während ich in die Bücher abtauchte, konnte ich alles andere um mich herum vergessen.

„In Band Eins wird das Skelett geschaffen.

In Band Zwei das Fleisch an die Knochen gebracht.

Und in Band Drei gelangen wir zur Seele der Trilogie und diese Seele will Rache …“

Krähenmädchen: Eine grausame Mordserie, bei der im Laufe mehrere Monate immer wieder verstümmelte Jungenleichen gefunden werden, erschüttert Stockholm und halten die Kommissarin Jeanette Kihlberg und ihr Team bei Atem. Die Ermittlungen gehen jedoch nur zäh voran, da von verschiedenen Seiten bewusst Hindernisse aufgebaut werden. Es entsteht der Verdacht, es gebe gar kein wirkliches Interesse, diese Morde aufzuklären, da es keine schwedischen Kinder waren. Oder sitzt hier jemand in der Behörde der etwas zu verbergen hat?

Zeitgleich lernen wir Sofia Zetterlund kennen, die von Jeanette um Hilfe gebeten wird. Sofia hat sich auf traumatisierte Menschen und multiple Persönlichkeiten spezialisiert. Sie betreut unter anderem Victoria Bergman, die eine extrem schlimme Kindheit hinter sich hat, wobei wir auch schon beim nächsten Handlungsstrang angekommen sind, denn wir erfahren mehr aus Victorias Vergangenheit.

Die psychisch stark gestörte Victoria scheint der Schlüssel zu sein, denn ihr Name taucht bei den Ermittlungen von Jeanette und Jens immer wieder auf. Was hat sie mit den toten Jungen zu tun? Ihre Vergangenheit scheint irgendwie mit dem aktuellen Fall in Verbindung zu stehen. Ist sie gar die gesuchte Täterin?

Das Ende ist dann ein richtig fieser Cliffhanger und ich war froh, dass ich den nächsten Band schon bereit liegen hatte.

Narbenkind knüpft nahtlos an Krähenmädchen an. Die Mordfälle an den kleinen Jungen bleiben weiterhin unaufgeklärt, aber Jeanette Kihlberg und Jens Hurting geben nicht auf.

Dann wird ein Geschäftsmann brutal ermordet aufgefunden. Sofort beginnen die Ermittlungen. Währenddessen geschehen noch weitere grausame Morde und es stellt sich heraus, dass alle Opfer vor vielen Jahren auf das gleiche Internat gingen. Und auch die verschwundene Victoria Bergman war Schülerin auf dieser Schule.

Ich hatte immer das Gefühl, dass ich jetzt hinter das Geheimnis gekommen bin. Und dann bekommt man eine neue Information, und schwupp…tappt man wieder im Dunkeln.

Das Ende hat mich dann absolut verwirrt und ich wusste gar nicht mehr wo mir der Kopf steht. Zum Glück konnte ich gleich den letzten Band zur Hand nehmen.

Schattenschrei: Endlich zeigen die Ermittlungen von Jeanette Kihlberg und Jens Hurtig Erfolge. Weithin unauffindbar bleibt jedoch Victoria und es ist weiter ungewiss, in welchem Zusammenhang sie mit den Morden steht.

Sofia Zetterlund fällt es immer schwerer Jeanette bei ihren Ermittlungen zu unterstützen, denn sie ist voll und ganz damit Beschäftigt ihre eigene Vergangenheit zu verstehen und zu verarbeiten.

Ihr werdet Euch wundern, wie am Ende alles zusammen passt. Ein sehr spannendes und überraschendes Finale der Victoria-Bergman-Trilogie. In einigen Sachen bin ich ganz schön an der Nase herumgeführt wurden, denn mit diesem Schluss hatte ich wirklich nicht gerechnet.

Allerdings hat mich das Autorenduo bei wenigen Kleinigkeiten etwas ratlos zurück gelassen, denn ich wollte doch gerne wissen, was aus dem einen oder anderen Charakter geworden ist. Ich habe mich ein bisschen aus dem Geschehen heraus gerissen gefühlt.

Fazit: 

Ich bin absolut begeistert. Diese Psychothriller-Trilogie war das Beste das ich seit langem gelesen habe. Leider kann ich in meiner Rezi nicht gar so viel verraten, denn einerseits möchte man nicht die Spannung nehmen und auf der anderen Seite würde es den Bericht sprengen.

Ich gebe eine absolute Leseempfehlung und noch einen Tipp: Lest die drei Teile in chronologischer Folge, denn die einzelnen Bücher bauen sehr stark aufeinander auf.

Sebastian Fitzek: Die Therapie

Keine Zeugen,

keine Spuren,

keine Leiche.

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Verlag: Droemer Knaur
Format: Taschenbuch
Seiten: 336
Genre: Psychothriller
ISBN: 978-3-426-63309-0
Preis: 9,99 €

Bestellbar: hier

Autor:
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Sebastian Fitzek lebt mit seiner Familie in Berlin.

Klappentext:
Josy, die zwölfjährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt.
Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Viktor beginnt mit der Therapie, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird …

Meine Eindrücke:
Eine vom Sturm abgeschottete Insel, ein vom spurlosen Verschwinden seiner Tochter traumatisierter Psychiater und eine schöne Unbekannte, die Therapiesitzungen verlangt.

Herr Fitzek hat wieder einen Psychothriller erschaffen, der seinem Genre alle Ehre macht. Die Geschichte ist nicht blutig, führt aber dennoch zu vielen Schaudermomenten und überraschenden Wendungen.

Dr. Larenz flüchtet, 4 Jahre nach dem Verschwinden seiner Tochter, auf eine kleine Insel, in sein Ferienhaus, um dort in Ruhe an einem Interview zu arbeiten. Eines Tages taucht Anna Spiegel auf, die an Wahnvorstellungen leidet. Sie möchte gerne von Viktor Larenz therapiert werden, obwohl er keine Patienten mehr behandelt. Anna erzählt ihm, dass sie in ihren Wahnvorstellungen ein kleines Mädchen sieht, Charlotte, eine ihrer erfundenen Romanfigur.

Die Geschichte von Charlotte hat erschreckend viele Parallelen zu der von seiner Tochter Josy. Diese Anna ist eine sehr mysteriöse Person, vor der Viktor von sämtlichen Seiten gewarnt wird. Doch, bei allem, was sie weiß, kann sie vielleicht endlich das Rätsel um Josy lösen?

Es beginnt eine Jagd nach der Wahrheit, in der sich Viktor immer unsicherer wird, denn seine „Patientin“ wird immer merkwürdiger und er weiß nicht, was er noch glauben soll. Hat sie etwas mit Josy’s Verschwinden zu tun?

Nach einigen Recherchen stellt Dr. Larenz fest, dass Anna Spiegel in Wirklichkeit der Name einer ermordeten Person ist. Später ist sie auf einmal die beste Freundin seiner Frau Isabelle. Und plötzlich will niemand Anna gesehen haben. Verliert Dr. Larenz langsam seinen Verstand?

Die Spannung steigert sich dann bis ins Unerträgliche und endet in einem überragendem Finale, in dem man erfährt, was wirklich passiert ist.

Die Geschichte hat mich nicht los gelassen und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Das liegt nicht zuletzt wieder an dem tollen Schreibstil von Herrn Fitzek, der einem mit immer wieder gelungenen Cliffhängern und sehr guten Beschreibungen der Gedankengänge seiner Protagonisten begeistert.

Fazit: 
Ein starker Roman, der den Leser mitnimmt in die Welt der Schizophrenie mit all ihren Facetten. Verwirrend, spannend und unglaublich – so würde ich die Handlung des Buches kurz und knapp zusammenfassen.

Sebastian Fitzek: Passagier 23

Denken Sie an einen Ort ohne Polizei.

Eine Kleinstadt, aus der Jahr für Jahr Dutzende Menschen verschwinden.

Spurlos.

Der Ort für das perfekte Verbrechen.

HERZLICH WILLKOMMEN AUF IHRER KREUZFAHRT!

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Verlag: Droemer Knaur
Format: Taschenbuch
Seiten: 432
Genre: Psychothriller
ISBN: 978-3-426-19919-0
Preis: 9,99 €

Bestellbar: hier

Autor:
Sebastian Fitzek, Jahrgang 1971, geboren in Berlin, entschied sich nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Promotion zum Dr. jur. gegen einen juristischen Beruf und für eine kreative Tätigkeit in den Medien. Nach dem Volontariat bei einem privaten Hörfunksender wechselte er als Unterhaltungschef und später als Chefredakteur zur Konkurrenz und machte sich danach als Unternehmensberater und Formatentwickler für zahlreiche Medienunternehmen in Europa selbständig. Er lebt in Berlin, wo er derzeit in der Programmdirektion eines großen Hauptstadtsenders tätig ist.

Klappentext:
Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt …

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.
Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm…

 

Meine Eindrücke:
Was treibt einen Menschen an, zu überleben? Familie und Freunde… aber das hat Martin Schwartz nicht mehr, seitdem vor fünf Jahren seine Frau und sein Sohn Timmy vom Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ spurlos verschwunden sind.

Nur widerstrebend geht er nach 5 Jahren wieder an Bord, weil er erfahren hat, dass ein sogenannter Passagier 23 aufgetaucht ist. Ein kleines Mädchen namens Anouk und im Arm hatte sie den Teddy von Timmy.

Leben Martin seine Frau und sein Sohn vielleicht doch noch? Was ist vor fünf Jahren wirklich passiert? Wieso taucht Anouk auf einmal wieder auf und wo ist ihre Mama? Diese und andere Fragen werden in diesem spannenden und überraschenden Thriller von Sebastian Fitzek, beantwortet.

Er hat es wieder geschafft mich absolut zu begeistern. Zart beseitete Wesen sollten sich 2x überlegen, ob sie zu diesem Buch greifen, denn was man hier zu lesen bekommt ist nicht ohne. Und wieder einmal frage ich mich, wo nimmt der Autor solch „kranke“ Fantasien her?

Geheimnisvoll und nicht vorhersehbar… so sind die Thriller von Sebastian Fitzek und auch „Passagier 23“ kann man so bezeichnen. Spannung von Anfang an und keine Langeweile. Sobald ein Geheimnis aufgedeckt wird, tauchen gleich neue auf.

Gut gefallen mir auch wieder die verschiedenen Perspektiven, so bin ich als Leser immer nah am Geschehen und auch die Charaktere sind sehr facettenreich und interessant beschrieben.

„Passagier 23“ ist wieder ein großartiges Werk, angenehm und flüssig zu lesen mit kurzen Kapiteln, bei denen man sich nach jedem Kapitel denkt: „Ach komm, eins geht noch bevor ich schlafen gehe.“

Fazit: 
Wie Ihr bereits wisst, gehört Sebastian Fitzek schon seit einiger Zeit zu meinen Lieblingsautoren. Und warum? Mit Recht, denn er schafft es immer wieder mich zu begeistern. Auch dieses Buch ist eine absolute Weiterempfehlung! Spannend und voller Überraschungen. Selbst wenn der Fall eigentlich schon gelöst ist, setzt der Autor noch einen oben drauf.

Vielen Dank Herr Fitzek, dass Sie mich immer so toll unterhalten mit Ihrer Lektüre!!!

Eva Fürst: Der Mädchenflüsterer

„Ihr Name, ihre Adresse. Kein Absender. Schmutzige Schlieren zogen sich über die Buchstaben. Susann rang nach Luft. In ihrer Brust blähte sich das Herz wie ein spröder Ballon. Sie kannte diese Schrift. Kannte sie in- und auswendig. Lies das nicht, du wirst es bereuen, flüsterte eine Kinderstimme in ihrem Kopf…“

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Verlag: Blanvalet
Format: Taschenbuch
Seiten: 416
Genre: Psychothriller
ISBN: 978-3-7341-0096-3
Preis: 9,99 €

Bestellbar: hier

Autorin:

Eva Fürst ist im Erzgebirge aufgewachsen und auch heute noch ihrer Heimat treu. Sie lebt und arbeitet in Sachsen als Redakteurin, Autorin, Lektorin und Leiterin von Schreibwerkstätten. Die passionierte Literaturliebhaberin verehrt Erich Kästner, Roald Dahl, Gert Prokop, John Ronald Reuel Tolkien, Mario Vargas Llosa, Waltraud Lewin und Einar Turkowski. Zurzeit schreibt sie an ihrem nächsten Psychothriller.

Klappentext:

Ein kalter Novembermorgen. Eine Mutter öffnet einen rosafarbenen Brief, der vor ihrer Haustür liegt. Darin entdeckt sie die Handschrift ihrer seit Jahren vermissten Tochter – und einen verzweifelten Hilferuf … Gleichzeitig untersucht Rechtsmedizinerin Maja Heuberger eine grausam zugerichtete Leiche. Die Obduktion ergibt, dass es sich um das Skelett jenes vermissten Mädchens handelt, allerdings ist es seit sechs Jahren tot. Niemand anderes als ihr Mörder kann den grausamen Hilferuf an ihre Mutter gesandt haben. Doch der Brief bleibt nicht der einzige, und als auch Maja Heuberger einen erhält, ist klar, dass sie den Mörder höchstpersönlich fassen muss.

Ich habe gelesen:

In einem Waldstück werden Skelettteile entdeckt. Unsere Rechtsmedizinerin Maja Heuberger bekommt die Knochen auf den Tisch und dabei stellt sich heraus, dass es sich um drei verschiedene, sehr junge, weibliche Leichen handeln muss. Da die Skelette nicht vollständig sind, denn Köpfe und Hände fehlen, gestaltet sich die Identifikation als sehr schwierig.

Plötzlich kommen bei Eltern verschwundener Mädchen Briefe mit einem Hilferuf an. Damit hat der Täter den Ermittlern geholfen, die Skelette zuzuordnen. Das fand ich ganz schön komisch…ich fragte mich, warum macht ein Täter das. So bringt er doch die Ermittler auf seine Spur…

Warum er das gemacht hat erklärt sich aber dann zum Schluss.

Maja setzt die Geschichte sehr zu, denn wie man bereits im ersten Buch der Autorin erfahren hat, ist ihre Tochter Hannah ebenfalls schon seit Jahren spurlos verschwunden.

Ihr seltsamer Freund Peter Holzinger ist auch wieder mit von der Partie und da er sich wunderbar in solche kranken Menschen rein versetzen kann und er gerne ermittelt, versucht er wieder mit Maja ihren Insiderinformationen den Fall auf eigene Faust zu lösen. Dabei schreckt er auch nicht vor illegalen Methoden zurück.

Hat er mehr erfolg als die Ermittler?

Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. Auch aus Sicht des Täters. Es war sehr interessant und gruselig zugleich, seine wahnsinnigen Gedanken kennen zulernen. Er ergötzt sich an dem perfiden Spiel, dass er sowie mit seinen Opfern, als auch mit deren Eltern spielt.

Nach ungefähr 3/4 des Buches war ich entsetzt, denn alles schien auf einmal aufgeklärt zu sein. Ich fragte mich, was soll denn jetzt noch kommen?

Aber Frau Fürst hat es geschafft mich nochmal zu überraschen. Leider kann ich nicht so viel verraten, denn ich möchte euch ja nicht die Lust nehmen, dieses Buch zu lesen.

Fazit:

Ich war bereits vom ersten Buch „Der Bluttänzer“ begeistert und auch diese Geschichte ist wieder spannend erzählt und der Spannungsbogen hält sich auch hier bis zum Schluss…hat mir richtig gut gefallen. Da erste Buch muss man nicht unbedingt vorher gelesen haben, denn es sind zwei völlig unabhängige Storys. Ich gehe mal davon aus, dass man noch mehr von Frau Fürst zu lesen bekommt, da ja doch einige Fragen am Ende der Geschichte offen geblieben sind.

Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar von der Verlagsgruppe randomhouse zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Eva Fürst: Bluttänzer

Er ist erwacht – und lässt die Toten tanzen …

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Verlag: Blanvalet
Format: Taschenbuch
Seiten: 416
Genre: Psychothriller
ISBN: 978-3-442-38243-9
Preis: 9,99 €

Bestellbar: hier

 

Autorin:

Eva Fürst ist im Erzgebirge aufgewachsen und auch heute noch ihrer Heimat treu. Sie lebt und arbeitet in Sachsen als Redakteurin, Autorin, Lektorin und Leiterin von Schreibwerkstätten. Die passionierte Literaturliebhaberin verehrt Erich Kästner, Roald Dahl, Gert Prokop, John Ronald Reuel Tolkien, Mario Vargas Llosa, Waltraud Lewin und Einar Turkowski. Zurzeit schreibt sie an ihrem nächsten Psychothriller..

 

Klappentext:

In einem kleinen Ort im Erzgebirge wird mitten auf dem Marktplatz die Leiche einer unbekannten Frau gefunden. Bei der Obduktion entdeckt die Rechtsmedizinerin Maja Heuberger verblüfft, dass Augenlider und Lippen des Opfers zugeklebt wurden – und im Rachen steckt eine winzige tote Fledermaus … Während die Polizei noch ermittelt, werden zwei weitere Leichen gefunden – wieder sind es Frauen, wieder weisen sie dieselben Todesmerkmale auf. Zusammen mit ihrem Jugendfreund Peter beginnt Maja, auf eigene Faust zu ermitteln. Als sie erkennt, dass sie selbst in Gefahr gerät, ist es fast zu spät …

 

Ich habe gelesen:

Im Mittelpunkt dieses Buches steht die Rechtsmedizinerin Maja Heuberger. Für mich war es schön auch mal zu lesen, wie Mordermittlungen aus Sicht der Rechtsmedizin aussehen. Leider blieben dabei die Ermittlungen der Kripo ein wenig auf der Strecke. Zeitweise habe ich mir gewünscht zu erfahren, wie denn der Ermittlungsstand der Kommissare aussieht. Ungewöhnlich und stellenweise hat mich das auch ein wenig gestört, da man nicht wusste, ob es eine heiße Spur oder gar einen Verdächtigen gibt.

Maja gibt den ermittelnden Beamten immer wieder neue Hinweise, die sich meist auch als richtig erweisen. Der eigentliche Held ist aber weniger Maja, sondern ihr exzentrischer Jugendfreund Peter.

Über Peter erfährt man leider nur wenige Details, was seine Vergangenheit angeht. Selbst Maja weiß so gut wie nichts über Peter, außer dass er hochintelligent ist, Psychologie studiert hat und er sich sehr gut in Serienmörder hineinversetzen kann. Und so liefert er Maja entscheidende Hinweise zur Aufklärung der Fälle.

Ist Peter vielleicht der Serienkiller?

Die Morde werden immer bizarrer. Pünktlich zum Wochenende schlägt er zu. Sein Verbrecher-Territorium ist recht groß und Spuren hinterlässt er keine. Nur die seltsamen Botschaften an den Leichen.

Die Motive des Mörders sind zunächst völlig unklar.

Warum werden junge Frauen so übel zugerichtet?

Dann lernt man den Täter kennen und der Leser begleitet ihn bei der Planung und Ausführung seiner Morde. Die Identität bleibt allerdings bis zum Schluss verborgen.

Fazit:

Ein sehr gelungener Auftakt einer neuen deutschen Thriller-Reihe um die Rechtsmedizinerin Maja Heuberger. Der Autorin ist es gelungen, dass Buch durchweg spannend zu halten. Die Identität des Killers bleibt dem Leser bis zum Schluss verborgen. Natürlich hat man zwischendurch immer mal einen Verdacht, aber mit diesem Ende habe ich absolut nicht gerechnet. Super spannend bis zum Schluss, obwohl ich anmerken möchte, dass man das Ende noch ein wenig hätte ausschmücken können. Es war sehr abrupt.

Ich freue mich auf mehr.

Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar von der Verlagsgruppe randomhouse zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Michael Robotham: Sag, Es tut dir leid

Zwei vermisste Mädchen.
Zwei brutale Morde.
Ein grausames Geheimnis.

Michael Robotham: „Sag, Es tut dir leid“

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Verlag: Goldmann
Format: Taschenbuch
Seiten: 480
Genre: Psychothriller
ISBN: 978-3-442-48193-4
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Michael Robotham wurde 1960 in New South Wales, Australien, geboren. Er war lange Jahre als Journalist für große Tageszeitungen und Magazine in London und Sydney tätig, bevor er sich ganz seiner eigenen Laufbahn als Schriftsteller widmete. Mit seinen Romanen sorgte er international für Furore und wurde mit mehreren Preisen geehrt. Michael Robotham lebt mit seiner Frau und seinen drei Töchtern in Sydney.

Klappentext:
Als Piper Hadley und ihre Freundin Tash McBain spurlos verschwinden, ahnt niemand, dass sie entführt wurden. Erst nach drei Jahren gelingt Tash die Flucht. Doch sie kommt nie zu Hause an. Dann wird eine Leiche in einem zugefrorenen See entdeckt. Handelt es sich um eines der Mädchen? Der Psychologe Joe O’Loughlin soll helfen, den Täter zu finden. Was er nicht weiß: Piper kauert währenddessen in ihrem Verlies und hofft verzweifelt auf Rettung. Denn der Mann, der sie in seiner Gewalt hat, ist in seinem Wahn zu allem fähig.

Ich habe gelesen:
Zwei Personen erzählen ihren Teil der Story jeweils in der Ich-Perspektive. Wir haben zum einen Piper, eines der vor 3 Jahren verschwundenen Bingham-Girls. Sie beschreibt Ihre Situation, Gedanken, Gefühle und Emotionen in ihrer misslichen Lage und wie es dazu kommen konnte. Ich habe mit Piper gelitten und hatte manchmal das Gefühl, dass ich mich an ihrer Stelle in dem Verlies befinde.
Dann haben wir noch den durch Parkinson gezeichneten Psychologen Joe O’Loughlin. Er wird gerne zu Ermittlungen hinzugezogen, da er die Verbrechen aus einer anderen Sicht betrachtet als die Polizei.
Die wechselnden Perspektiven zwischen Opfer- und Ermittlerseite, die am Ende zeitlich parallel laufen, erzeugen eine abwechslungsreiche Lektüre. Echt toll.

Die Spannung wird hochgehalten. Ab einem gewissen Punkt meint man den Täter zu kennen. Doch ist es wirklich so gewesen? Um das herauszufinden müsst ihr das Buch lesen!

Dies ist ein spannungsgeladenes Buch von der Ersten bis zur letzten Seite. Bisher kannte ich kein Buch von Michael Robotham und muss sagen, dass mir seine Schreibweise sehr zusagt. Seine Beschreibungen sind farbenfroh und ausdrucksstark.

Fazit:
Dies ist ein Buch bei dem ich nichts zu kritisieren habe. Die Spannung wird während der ganzen Story hochgehalten. Richtig klasse. 100%ige Weiterempfehlung!

Sebastian Fitzek: "Der Augenjäger"

Vor kurzem hatte ich euch das Buch „Der Augensammler“ von Sebastian Fitzek vorgestellt.

Nun habe ich die Fortsetzung gelesen:

Sebastian Fitzek: „Der Augenjäger“

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Verlag: Knaur
Genre: Psychothriller
Taschenbuch: 432 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-426-50373-7
Preis: 9,99 ?
Bestellbar: hier

Autor:
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradoptionen. Sebastian Fitzek lebt mit seiner Familie in Berlin. Mehr Informationen über den Autor finden Sie unter: http://www.sebastianfitzek.de

Klappentext:
Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen.
Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste ?Patientin? geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein – und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen…

Meine Meinung:
Das Buch „Der Augensammler“ war nicht schlecht, hat mich aber nicht zu hundert Prozent überzeugt.
Bei diesem Buch handelt es sich im gewissen Sinn um den Nachfolger von „Der Augensammler“. Man sollte die Bücher auch in dieser Reihenfolge lesen, um im Thema besser mitzukommen. Für die Leser, die „Der Augensammler“ nicht kennen ist das aber auch kein Problem, denn „Der Augenjäger“ ist eine eigene Geschichte, bei der man keinerlei Vorkenntnisse benötigt. Ich selber freute mich aber auf die Protagonisten, die ich schon kannte und wurde beim Lesen nicht enttäuscht.

Ich mag es, wie Sebastian Fitzek diese ganzen Verwirrungen stiftet. Immer wenn ich meinte endlich zu wissen was los ist, gab es eine neue Wendung in der Geschichte und ich konnte meine Theorien wieder über Bord werfen.
Nie kann man sich sicher sein, was als nächstes geschieht.

Was dieses Buch wieder auszeichnet, ist sein hoher Unterhaltungswert. Es liest sich flüssig, zügig und ohne große Anstrengung, auch wenn einem das Herz manchmal bis zum Hals schlägt, was dann aber allein der hohen Spannung zuzuschreiben ist.

Ich hätte mir ein etwas anderes Ende gewünscht, aber man kann ja nicht alles haben.

Auf den Inhalt der Geschichte möchte ich nicht weiter eingehen, würde es doch die Spannung nehmen oder Details verraten die einem das Lesen vermiesen würden.

Mein Fazit:
Das Buch hat mir wahnsinnig gut gefallen und ich gebe 5 von 5 Sternen.
Es ist nicht nötig den Vorgänger (Der Augensammler) gelesen zu haben. Ich selber empfehle es aber.
Ich freue mich schon auf meinen nächsten Fitzek 😀