Tag-Archiv | Random House

Julia Corbin: Die Bestimmung des Bösen

Die Biologie des Todes

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Verlag: Diana
Format: Taschenbuch
Seiten: 416
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-453-35934-5
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Julia Corbin, geboren 1980, studierte Biologie in Heidelberg. Die Arbeit als Biologin inspirierte sie auch zu ihrem ersten Thriller. Ihre Leidenschaft für Nervenkitzel lebt die Autorin nicht nur in ihren Büchern, sondern auch bei Sportarten wie Kite- und Windsurfen oder Extrem-Hindernisläufen aus. Sie wohnt mit ihren Hunden im Landkreis Heilbronn und gibt Kurse in Kreativem Schreiben.

Klappentext:
„Schließ die Augen und zähl bis hundert.“ Dies sind die letzten Worte, die Alexis von ihrem Vater hört. Kurz darauf sind ihre Eltern tot, und das kleine Mädchen bleibt als Waise zurück, verfolgt von traumatischen Erinnerungen.

Dreiundzwanzig Jahre später ist Alexis Hall Kommissarin bei der Mannheimer Kripo. Die wahren Gründe, warum sie zur Polizei ging, kennt niemand. Als mehrere brutal entstellte Frauenleichen in einem Wald entdeckt werden und sie die Ermittlungen leiten soll, holt sie ihre Vergangenheit ein. Denn die weißen Anemonen, mit denen die Toten geschmückt sind, kennt Alexis nur zu gut – aus ihrer Kindheit …

Ich habe gelesen:
Zwei Frauenleichen werden brutalst misshandelt aufgefunden. Alexis wird als leitende Ermittlerin eingesetzt. Sie holt ihre Freundin Karen, eine Kriminalbiologin mit ins Boot. Sie soll den Tathergang mithilfe von Maden und Käfern rekonstruieren. Sie erkennt durch die Insekten den genauen Todeszeitpunkt und in welcher Umgebung die Frauen ermordet wurden.

Noch während Karen an der Auswertung der beiden Leichen arbeitet, tauchen schon die nächsten auf. Es lastet ein unglaublicher Druck auf Alexis, denn der Mörder muss so schnell wie möglich gefunden werden, eh noch mehr Frauen ihr Leben lassen müssen.

Doch nicht nur die grausamen Morde lassen Alexis nachts kaum schlafen, sondern immer wiederkehrende Alpträume und mysteriöse Vorgänge in ihrem Haus. Frühs wacht sie mit Erde an den Füßen und Kratzspuren an den Armen auf und kann sich an nichts erinnern. Trägt sie vielleicht wirklich das Killer-gen in sich, so wie ihr das als Kind, von Ihrem Pflegevater, immer wieder eingeredet wurde?

Von ihrer Vergangenheit weiß aus ihrem Ermittler-Team niemand etwas und das soll eigentlich auch so bleiben, doch es scheint, als ob jemand hinter ihr Geheimnis gekommen ist… Als sich dann ein Ermittler von Europol einschaltet und Alexis direkt mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, gerät für sie alles aus den Fugen. Als ob das noch nicht schlimm genug ist, wird sie auch noch suspendiert.

Dieses Buch hat mich absolut begeistert. Durch viele Rückblenden in die Vergangenheit von Alexis offenbaren sich Stück für Stück die Zusammenhänge zu den aktuellen Fällen. Der Spannungsbogen steigt stetig an und die Mischung aus den polizeilichen Ermittlungen und der Kriminalbiologie war absolut gelungen.

Fazit:
Ein packender und fesselnder Thriller, der mich absolut eingenommen hat. Selbst das Ende hielt noch eine Überraschung bereit mit der ich nicht gerechnet habe. Eine absolute Leseempfehlung!!!

Im nächsten Jahr soll wohl ein weiterer Teil erscheinen und ich bin voller Vorfreude.

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, als Rezensionsexemplar, zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Jeff Menapace: Das Spiel – Tod

Betet für das letzte Spiel

20170417_084808Verlag: Heyne Hardcore
Format: Taschenbuch
Seiten: 336
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-453-67709-8
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Jeff Menapace, geboren in Philadelphia, verbringt seine meiste Zeit damit, Bücher zu schreiben und sich Horrorfilme anzusehen. Mit seiner Spiel-Trilogie wird er in Amerika als neuer Stern am Horror-Himmel gefeiert. Er liebt Martial Arts, die 3 Stooges und ist überzeugt davon, dass The Texas Chainsaw Massacre von 1974 der größte Film aller Zeiten ist.

Klappentext:
Die Lamberts sind eine Familie wie aus dem Bilderbuch. Liebevolle Eltern, entzückende Kinder. Doch nach der grauenvollen Begegnung mit drei Psychopathen ist für die Lamberts nichts mehr wie zuvor. Sie haben überlebt — aber es gibt noch ein letztes Spiel, das gespielt werden muss. Für den Meister dieses Spiels ist es die Krönung seines perfiden Schaffens … für die Lamberts die pure Hölle!

Meine Eindrücke:
Der erste Teil der Trilogie Das Spiel – Opfer hat mich echt umgehauen. Hier ist die Familie Lambert sprichwörtlich durch die Hölle gegangen und hat ums nackte Überleben gekämpft. Die Fanelli-Brüder haben mit ihnen ein perfides, grausames Spiel gespielt.

Im zweiten Buch Das Spiel – Rache tauchten plötzlich noch mehr Familienmitglieder der Fanelli-Brüder auf und das Spiel ging weiter. Nun war ich natürlich sehr gespannt auf den dritten und letzten Teil.

Überraschenderweise begleiten wir in diesem Buch nicht die Lamberts, sondern hauptsächlich Domino. Er ist ein Freund der Familie Lambert und wenn ich mir einen Beschützer aussuchen könnte, dann würde ich mich für ihn entscheiden. Ein Berg von einem Mann, im Kampf gut ausgebildet und unheimlich intelligent.

Hier geht es um Rache an Domino. Die Vorbereitungen die hier getroffen werden und der Weg um Domino in die Hände zu bekommen war noch harte und sehr interessante Kost…Gänsehaut pur.

Der „Racheengel“ lässt ein Haus, für seine Zwecke, umbauen um ein letztes Spiel zu spielen. Domino soll durch ein Haus der Hölle gehen um einem Menschen das Leben zu retten. Hier wurden einige sehr originelle Folterideen umgesetzt.

Wird Domino es schaffen?

Spannung war von der ersten bis zur letzten Seite da, sodass ich das Buch gar nicht mehr weglegen wollte. Die Ideen von Menapace hatten Potenzial, aber die Umsetzung hat mich sehr enttäuscht. Mir kam es so vor, als hätte der Autor am Ende die Lust an der Geschichte verloren. Auf einmal ist alles so ganz unspektakulär vorbei 😦 Schade!

Fazit:
Abschließend kann ich zu der Reihe sagen, dass die ersten beiden Teile mich absolut gefesselt haben. Leider hat mich aber das letzte „Spiel“ sehr enttäuscht. Das Buch fängt sehr stark und spannend an, flacht aber leider am Ende sehr ab.

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, als Rezensionsexemplar, zur Verfügung gestellt.

 

Andreas Gruber: Todesurteil

WENN EINE FALSCHE SPUR
DIREKT IN DEN ABGRUND FÜHRT…

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Verlag: Goldmann
Format: Taschenbuch
Seiten: 592
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-442-48025-8
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Klappentext:
In Wien verschwindet die zehnjährige Clara. Ein Jahr später taucht sie völlig verstört am nahen Waldrand wieder auf. Ihr gesamter Rücken ist mit Motiven aus Dantes „Inferno“ tätowiert – und sie spricht kein Wort. Indessen nimmt der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder an der Akademie des BKA für hochbegabten Nachwuchs mit seinen Studenten ungelöste Mordfälle durch. Seine beste Schülerin Sabine Nemez entdeckt einen Zusammenhang zwischen mehreren Fällen – aber das Werk des raffinierten Killers ist noch lange nicht beendet. Seine Spur führt nach Wien – wo Clara die einzige ist, die den Mörder je zu Gesicht bekommen hat …

Ich habe gelesen:
Die zehnjährige Clara taucht, nachdem sie ein Jahr verschwunden war, plötzlich in einem Waldstück wieder auf. Ihr Rücken ist übersäht mit Tätowierungen aus Dantes „Inferno“.

Was hat das arme Mädchen durchgemacht? Sie ist schwer traumatisiert und spricht kein Wort, bis die Staatsanwältin Melanie Dietz mit Hilfe ihres Therapiehundes einen Zugang zu Clara findet.

Kurze Zeit später werden in der Nähe von Claras Fundort weitere Mädchenleichen gefunden und es wird klar, dass sie es mit einem skrupellosen Serienkiller zu tun haben. Die Zeit drängt…

Während die Wiener Beamten versuchen den Serienkiller zu finden beschäftigt sich der Profiler Maarten S. Sneijder mit seinen Studenten des BKA in Wiesbaden mit einigen ungeklärten Mordfällen, die abartiger nicht sein könnten. Unter diesen Studenten finden wir Sabine Nemez wieder. Sneijder hat es geschafft Sabines Traum zu erfüllen und sie zum BKA zu holen und das soll er auch nicht bereuen.

Ihr fallen in den ungeklärten Morden allmählich Zusammenhänge auf, doch keiner will ihr so richtig zuhören und glauben. Aber Sabine lässt sich nicht beirren und forscht auf eigene Faust weiter, denn sie hat nicht zuletzt auch ein persönliches Interesse daran, die Fälle zu lösen.

Zwei Handlungsstränge die augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben. Lange konnte ich nicht erkennen, wie der Wiesbadener und der Wiener Handlungsstrang sich verbinden lassen könnten. Kann man sie überhaupt am Ende miteinander verknüpfen?

Ich verrate Euch nur, dass es ein fulminantes Finale geben wird.

Fazit:
Auch von diesem Buch war ich begeistert, wobei „Todesfrist“ und „Todesmärchen“ im Vergleich ein wenig die Nase vorne haben. Die Vorgänge beim BKA waren für mich teilweise etwas langatmig. Auch wenn die toll gezeichneten Charaktere es etwas aufgelockert haben, aber am Ende konnte mich Herr Gruber doch wieder begeistern.

Nun bin ich in spannender Erwartung auf „Todesreigen“.

Joy Fielding: Sag, das du mich liebst

Dank der Verlagsgruppe RANDOM HOUSE, hatte ich die Möglichkeit den neuen Psychothriller von Joy Fielding zu lesen.

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Verlag: Goldmann
Format: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Seiten: 448
Genre: Psychothriller
ISBN: 978-3-442-31271-9
Preis: 19,99 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Joy Fielding wurde 1945 in Toronto geboren. Bereits mit acht Jahren begann sie mit dem Schreiben, doch ihre erste Story wurde von einem Magazin ebenso abgelehnt wie ein Fernsehdrehbuch, das sie mit zwölf Jahren schrieb. Auch in ihrer Highschool- und College-Zeit verfolgte sie ihr Ziel weiter, ohne daß ihr jedoch Erfolg beschieden war. Nach ihrem Studium kam sie zunächst vom Schreiben ab, begann eine Karriere beim Fernsehen und Theater und versuchte sich dann in Hollywood, wo sie sich aber nicht durchsetzen konnte. Nach Kanada zurückgekehrt machte sie Fernsehwerbung und wandte sich erneut der Schriftstellerei zu. Mit ihrem Psychothriller »Lauf, Jane, lauf« gelang ihr dann schließlich der Durchbruch. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern abwechselnd in Toronto und in Palm Beach, Florida.

Klappentext:
Bailey Carpenter ist eine erfolgreiche Privatermittlerin in Miami, und sie ist es gewohnt, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Das ändert sich schlagartig, als sie eines Nachts von einem Unbekannten brutal überfallen wird und nur knapp dem Tod entkommt. Von da an quälen Bailey Panikattacken und Alpträume, sie ist besessen von dem Gedanken, verfolgt zu werden, und zieht sich völlig in sich zurück. Einzig ihrer Halbschwester Claire, die sich liebevoll um sie kümmert, vertraut sie sich zunehmend an. Und dann entdeckt sie eines Tages, dass ihr Nachbar im Hochhaus gegenüber sie beobachtet. Bailey ist außer sich vor Angst, denn er scheint ein makaberes Spiel mit ihr zu treiben. Doch niemand will ihr Glauben schenken – selbst dann nicht, als sie sieht, wie dieser Mann in seiner Wohnung einen kaltblütigen Mord begeht …

Ich habe gelesen:
Die Protagonistin anfangs sehr selbstbewusst, ist natürlich nach dieser Gewalttat gezeichnet fürs Leben. Nicht nur das Sie hinter jedem Mann ihren Vergewaltiger vermutet, sie meint auch den Verstand zu verlieren.
Manipulation und ein perfider Plan und eine perfekte Story steht.

Leider war für mich der Psychothriller nicht so perfekt, weil die Spannung während des Lesens sehr nachgelassen hat, dennoch konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, weil ja die Erwartungshaltung doch bleibt.
Man möchte seine Fragen beantwortet haben?

Wer ist der Vergewaltiger?
Was treibt der Mann gegenüber in der Wohnung?
Hat er was mit der Vergewaltigung zu tun?

Der Anfang lässt einen spannenden Psychothriller vermuten und auch die letzten Seiten sind sehr gelungen, aber zwischendurch zog es sich ganz schön, da hätte ich mir einfach mehr erhofft.

Fazit:
An sich ist das Buch ganz ok. Die Geschichte war toll, aber mir hat einfach ein bisschen mehr Spannung gefehlt.