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Richard Laymon: Das Loch

Es ist angerichtet…

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Verlag: Heyne Hardcore
Format: Taschenbuch
Seiten: 544
Genre: Roman
ISBN: 978-3-453-67626-8
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren und studierte in Kalifornien englische Literatur. Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete und zu einem der bestverkauften Spannungsautoren aller Zeiten wurde. 2001 gestorben, gilt Laymon heute in den USA und Großbritannien als Horror-Kultautor, der von Schriftstellerkollegen wie Stephen King und Dean Koontz hoch geschätzt wird.

Klappentext:
Nach einer höllischen Begegnung mit einem ehemaligen Mitschüler irrt die junge Pamela durch die kalifornische Wüste, bis sie von einem höchst seltsamen Busfahrer aufgelesen wird. Gleichzeitig nimmt der harmlose Student Norman zwei Anhalter mit, die sich schnell als eiskalte Psychopathen entpuppen. Alle treffen sich in einem winzigen Kaff in der Einöde, dessen Bewohner auf den ersten Blick ganz nett zu sein scheinen – aber manche Gäste auf der Durchreise wahrhaftig zum Fressen gern haben.

Meine Meinung:
Gleich zu Beginn lernen wir Pamela kennen. Nach einem gemütlichen Abend mit ihrem Mann befindet sie sich auf einmal in einem absoluten Alptraum. Sie wird von einem irren Typen, der seit der Schulzeit besessen von ihr ist, entführt. Rodney hat für Pamela ein Zuhause in der Einöde geschaffen. Dort will er sie nun hinbringen. Eben noch im Ehebett und kurz darauf, mit einem Psychopathen, mitten in der Wüste.

Wird sich Pamela aus den Fängen von Rodney befreien können?

In einem zweiten Handlungsstrang treffen wir Norman. Ein junger, schüchterner Collegestudent der gerade, mit seinem Auto, auf dem Weg nach Hause ist. Als er nach einer Pause, aus einer Tankstelle, zurück zu seinem Wagen kommt, sitzt plötzlich ein fremder Typ auf seinem Beifahrersitz. Er stellt sich als Duke vor und bittet Normen ihn ein Stück mitzunehmen.

Duke war mir gleich sehr unsympathisch. Ein gewaltbereiter, undurchschaubarer Kerl. Irgendwie angsteinflößend. Normen sträubte sich eigentlich Duke mitzunehmen, aber am Ende blieb ihm nichts anderes übrig.

Unterwegs treffen die Beiden auf eine Anhalterin namens Boots. Dieser Charakter war für mich der absolute Hammer. So überzeugt von sich. In knappen Shorts, Tanktop und weißen Cowboyboots hat sie sich benommen, als wäre sie eine Göttin, aber die Beschreibung des Autors zeigte mir ein ganz anderes Bild von ihr.

Auch auf Norman wirkte Boots sehr seltsam. Eigentlich findet er sie einfältig und hässlich. Er vergleicht sie immer mit einem Schwein, aber andererseits reizt sie ihn mit ihren weiblichen Attributen. Für Norman eine sehr verwirrende Situation.

Schon nach kurzer Zeit entpuppen sich die beiden Mitfahrer als eiskalte Psychopathen. Sie ziehen Nomen mit in einen Strudel aus Sex und Gewalt.

Als Normen, Duke und Boots vor der Polizei fliehen müssen, landen sie in dem Örtchen Pits, Kalifornien, 6 Einwohner. Hier laufen die 2 Handlungsstränge zusammen, denn auch Pamela hält sich in Pits auf.

Doch irgendetwas Seltsames geht in dem Wüstenstädtchen vor. Die Bewohner sind zwar sehr nett und gastfreundlich, aber irgendwie auch sehr eigenartig und geheimnisvoll.

Der Spannungsbogen wird von Anfang an auf einem hohen Niveau gehalten und flacht während der gesamten Geschichte nicht ab. Manchmal fand ich die Situationen ein wenig unrealistisch, aber das hat mir die Freude an diesem Buch nicht genommen. Herr Laymon setzt auf atemberaubende Spannung, einen bitterbösen Stil und auf eine Brise schwarzen Humor.

Fazit:
Ich habe schon viel von Richard Laymon gehört. Er gilt als der Horror-Kultautor in den USA und Großbritannien, aber gelesen hatte ich vorher noch keins seiner Bücher. Ich denke hier werde ich mir noch das ein oder andere Buch besorgen, denn er vereint: Horror, Spannung, Ekel, Sex und Humor und das hat mir sehr gut gefallen.

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, als Rezensionsexemplar, zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

 

Andreas Gruber: Todesfrist

WEH!
JETZT GEHT ES KLIPP UND KLAPP
MIT DER SCHER‘ DIE DAUMEN AB…

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Verlag: Goldmann
Format: Taschenbuch
Seiten: 432
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-442-47866-8
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Klappentext:
»Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie.« Mit dieser Botschaft beginnt das perverse Spiel eines Serienmörders. Er lässt seine Opfer verhungern, ertränkt sie in Tinte oder umhüllt sie bei lebendigem Leib mit Beton. Verzweifelt sucht die Münchner Kommissarin Sabine Nemez nach einer Erklärung, einem Motiv. Erst als sie einen niederländischen Kollegen hinzuzieht, entdecken sie zumindest ein Muster: Ein altes Kinderbuch dient dem Täter als grausame Inspiration – und das birgt noch viele Ideen …

Ich habe gelesen:
Da mich „Todesmärchen“ von Andreas Gruber so begeistert hat wollte ich die ersten Bücher aus der Maarten S. Sneijder Serie auch unbedingt lesen.

Starker Tobak sind  die Schauplätze der Verbrechen, zu denen die Kripo in Köln, München, Leipzig, Dresden und Wien gerufen werden. Tatorte, die makabrer nicht sein könnten. Grausam zugerichtete Leichen, die zu Lebzeiten scheinbar nichts miteinander zu tun hatten.

Maarten S. Sneijder, ein erfahrener Fallanalytiker des BKA, wird zur Klärung dieser schwierigen Mordserie herangezogen. Keiner mag ihn, denn er ist ein echter Kotzbrocken, der am liebsten alleine arbeitet und seine Ruhe verlangt. Vanilletee und Marihuana gehören  ebenso zu dem exzentrischen Ermittler wie Akkupunkturnadeln und Diebstähle in einer bestimmten Buchhandlung. Kollegen als gleichberechtigt anzusehen kommt ihm gar nicht in den Sinn, im Gegenteil, sie werden behandelt wie Leibeigene. Sein arrogantes Verhalten, aber auch seine Genialität sind legendär.

Umso erstaunlicher ist es, dass er Sabine Nemez, eine junge Polizeibeamtin im Kriminaldauerdienst, unter seine Fittiche nimmt, sie in die Ermittlungen mit einbezieht und ihr sogar Einblicke in sein Privatleben gewährt. Gemeinsam versuchen sie die mysteriösen Morde aufzuklären.

Wer ist zu so viel Grausamkeit fähig und warum?

Andreas Grubers Schreibstil ist sehr leicht und flüssig, so peitschte er mich von einem Kapitel zum nächsten in einem rasanten Tempo. Der Spannungsbogen war von Anfang an sehr hoch und konnte bis zum Schluss gehalten werden. Für mich war „Todesfrist“ ein absoluter Pageturner, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Fazit:
Für mich wieder ein rund um überzeugender Thriller, der mir das Blut in den Adern gefrieren lies. Ein spannender Wettlauf gegen die Zeit mit tollen Protagonisten, die einem trotz der Brutalität des Buches hin und wieder ein Grinsen ins Gesicht zaubern. Nun freue ich mich auf „Todesurteil“.

Andreas Gruber: Todesmärchen

Es war einmal in dunkler, abgrundtiefer Nacht ein böser, bitterböser Mann …

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Verlag: Goldmann
Format: Taschenbuch
Seiten: 544
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-442-48312-9
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Klappentext:
In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus. Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen Häftling interessiert: Piet van Loon. Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel …

Ich habe gelesen:
Von Andreas Gruber habe ich bisher noch kein Buch gelesen. Er hat mich aber mit „Todesmärchen“ so begeistert, dass ich mir die ersten beiden Bücher aus der Maarten S. Sneijder Serie schon zugelegt habe.

Was ist so besonders an Maarten S. Sneijder?

Das sagt Herr Gruber selbst darüber:
„Maarten S. Sneijder ist eine ziemlich schräge Figur – mit Absicht. In diesen Charakter habe ich alles gepackt, was mich fasziniert. Sneijder ist ein Kotzbrocken, ein Misanthrop, er hasst Menschen, er klaut Bücher, er ist schwul, hat Cluster-Kopfschmerzen, akupunktiert sich selbst und raucht Marihuana. Aber er ist ein Genie, denn er hat seine eigene Sneijder-Methode entwickelt, um Killer zu fassen … bis zur Selbstaufopferung. Und damit hat er Erfolg – und zwar recht häufig. Immerhin ist er ein niederländischer Profiler, der am BKA Wiesbaden unterrichtet – unter anderem auch seine „Entdeckung“ Sabine Nemez, die er unter seine Fittiche nimmt, weil er ihr Potenzial erkannt hat. Gemeinsam haben sie es mit den perfidesten Verbrechen zu tun, die ich mir ausdenken konnte. Und es macht immer wieder Spaß, über Sneijder & Nemez zu schreiben, daher werden noch viele Bücher folgen. Was erwartet Sie? Neben aller Brutalität auch abwechslungsreiche Schauplätze, jede Menge Zeitdruck und eine große Portion Humor, denn Sneijder hat – wie gesagt – seine eigene Art, mit Menschen umzugehen.“

Nun aber zum Buch:
Eine fürchterliche Mordserie erstreckt sich quer durch Deutschland, die Schweiz, Österreich und die Niederlande.

Der sehr interessante Charakter Maarten S. Sneijder, niederländischer Profiler, und die BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein.

Doch irgendwie kommen die beiden nicht so richtig voran. Als Sabine anfängt die Motive aus einer neuen Sicht zu betrachten, stellt sie fest, dass alle Morde eine Gemeinsamkeit haben. Und während Sabine die Fälle immer mehr hinterfragt stellt sie fest, dass ihr Vorgesetzter S. Sneijder scheinbar etwas zu verbergen hat.

Wir lernen auch die junge Psychologin Hannah kennen die in Steinfels abnorme Verbrecher betreuen soll. Hier gilt ihr Interesse besonders Piet van Loon, einem Psychopathen der mehrere Menschen ermordet hat und einst von Maarten S. Sneijder hinter Gitter gebracht wurde. Je mehr Hannah sich mit van Loon beschäftigt, desto mehr Geheimnisse scheint Hannah auf Steinfels aufzudecken. Das gefällt natürlich nicht jedem, denn auch ihre Vorgängerin hatte einst Fragen gestellt und nun ist sie tot.

Dem Autor ist es gelungen die Geschichte rund um Hannah, Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez sehr spannend und rasant zu gestalten. Immer wenn ich dachte, dass es eigentlich gar nicht mehr dicker kommen kann, hat Herr Gruber noch einen drauf gesetzt.

Allein die Morde und Tatorte lassen einem die Haare zu Berge stehen. Echt makabre, kranke Fantasien wurden hier verpackt. Das ist genau nach meinem Geschmack. Die Geschichte war so spannend, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Fazit: 
Herr Gruber hat einen neuen Fan gefunden. Ich war absolut begeistert.

Charlotte Link: Die Entscheidung

Was, wenn du im falschen Moment die falsche Entscheidung triffst?

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Verlag: blanvalet
Format: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Seiten: 576
Genre: Kriminalroman
ISBN: 978-3-7645-0441-0
Preis: 22,99 €

Bestellbar: hier

Autorin:
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre psychologischen Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch Im Tal des Fuchses eroberte wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 26 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Verfilmungen, zuletzt Das andere Kind, werden im Fernsehen mit enorm hohen Einschaltquoten ausgestrahlt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Klappentext:
Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch dann kommt alles ganz anders: Die Kinder sagen ihm kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf einem Strandspaziergang begegnet er einer jungen, völlig verwahrlosten Frau: Nathalie, die weder Geld, Papiere noch eine Unterkunft hat, die fürchterlich abgemagert und hochgradig verängstigt ist. Sie tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Spuren bis nach Bulgarien führen. Und zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben suchte und in die Hände skrupelloser Verbrecher geriet. Ihr gelingt die Flucht, doch damit löst sie eine Kette von Verwicklungen aus, die Simon und Nathalie, tausende Kilometer entfernt, in der Provence zum Verhängnis werden …

Ich habe gelesen:
Charlotte Link punktet in diesem Buch wieder mit absolut tollen Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Im Prolog flüchtet ein junges Mädchen in Todesangst aus einem Haus und eine rätselhafte Geschichte nimmt ihren Lauf.

Simon. Ein absolutes Weichei der sich allem beugt und von seinem Vater dafür als Versager beschimpft wird. Seine Lebensgefährtin hat auch bald genug von seiner Nachgiebigkeit und verlässt ihn. So verbringt er ohne Partnerin und ohne seine Kinder Weihnachten alleine in Südfrankreich. An einem regnerischem Tag begegnet er bei einem Spaziergang Nathalie, die dringend Hilfe benötigt. Endlich hat er mal den Mut einzuschreiten und aktiv was zu unternehmen und trifft eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen.

Auch die Geschichte um Nathalie hat mich sehr bewegt. Die schreckliche Kindheit und Jugendzeit. Die Geschichte einer Magersüchtigen mit ihren Problemen.

Ein weiterer Erzählstrang führt uns nach Bulgarien. Kiril kämpft mit seiner Familie ums Überleben. Sie haben kaum mehr etwas zu Essen, der Strom ist abgeschaltet, die Miete seit Monaten nicht mehr bezahlt. Auch hier wurde aus der Not heraus eine falsche Entscheidung getroffen.

Wir lernen verschiedene Familien und auch Einzelpersonen kennen. Man beginnt zu ahnen wie manche Schicksale zusammen passen könnten.

Im Fokus dieser spannungsgeladenen Geschichte steht das brisante Thema Menschenhandel. Wie immer hat die Autorin super recherchiert. Sehr beängstigend katapultiert sie uns in die Welt dieser kriminellen Banden.

Wir erfahren vom Schicksal der jungen Bulgarin Selina, die in die Fänge einer solchen Bande geraten ist und ebenso das mysteriöse Verschwinden des bulgarischen Mädchens Ninka wird beleuchtet, die auf eine Modelkariere im Westen hoffte.

Einmal angefangen zu lesen, hat mich das Buch nicht mehr los gelassen. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Am Ende gelingt es Frau Link wieder einmal auf brillante Weise, die unterschiedlichen Erzählstränge zu einem Ganzen zu vereinen.

Fazit: 
Viele Charaktere durfte ich kennenlernen und die Autorin hat mich wieder absolut begeistert. Ein sehr spannender Kriminalroman für den ich gerne eine Leseempfehlung gebe.

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Randomhouse als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Erik Valeur: Das siebte Kind

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Verlag: blanvalet
Format: Taschenbuch
Seiten: 800
Genre: Kriminalroman
ISBN: 978-3-7341-0114-4
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Erik Valeur, Jahrgang 1955, ist Mitbegründer der dänischen Månedsbladet Press, arbeitete viele Jahre in Presse und Rundfunk und erhielt für seine journalistische Arbeit zahlreiche Auszeichnungen, u. a. je zwei Mal den Cavling- und den Kryger-Preis. 2011 debütierte er mit »Das siebte Kind« als Romanautor und erhielt dafür im selben Jahr den renommierten und hochdotierten Debutantpris, den Literaturpreis der Zeitschrift Weekendavisen, 2012 den DR Romanprisen, den Harald-Mogensen-Preis und zuvorderst die Auszeichnung für den besten Spannungsroman der Skandinavischen Krimiakademie, den zuvor schon Bestsellerautoren wie beispielsweise Peter Høeg, Håkan Nesser, Stieg Larsson und Jussi Adler-Olsen erhalten hatten.

Klappentext:
September 2001: Am Strand von Skodsborg in der Nähe des renommierten Kinderheims Kongslund wird die Leiche einer unbekannte Frau gefunden. Neben ihr ein Stück Treibholz, ein toter Kanarienvogel und ein merkwürdig geknotetes Seil. Die Tote kann nicht identifiziert werden, der Fall gerät in Vergessenheit – bis sich Jahre später das Bestehen des Kinderheims zum sechzigsten Mal jährt und ein schreckliches Geheimnis mit aller Gewalt ans Licht drängt. Ein Geheimnis, das mit dem Schicksal sieben ehemaliger Waisenkinder verknüpft ist und das Dänemark bis in die höchsten politischen Ebenen erschüttern wird …

Ich habe gelesen:
In den sechziger Jahren gab es sieben Weisenkinder im Vorzeige-Kinderheim Kongslund. Was ihnen angetan wurde, ist unverzeihlich. Diese sieben Kinder (5 Jungs und 2 Mädchen) leben in der Elefantenstube und hoffen auf baldige Adoption. Bis auf ein körperlich behindertes Mädchen kommen auch alle in eine neue Familie. Nur Marie bleibt als einziges Kind aus der Elefantenstube zurück und wird durch die Heimleiterin Magna Ladegaard adoptiert.

Marie verfolgte über Jahre den Werdegang ihrer einstigen Heimfreunde. Die Geschichte jedes einzelnen Kindes wird detailert beleuchtet. Als Erwachsene ruft sie alle wieder zusammen.

Aber warum? Will sie Gerechtigkeit für die Kinder oder möchte sie Rache?

Anlass der Zusammenkunft ist eine Jubiläumsfeier, welche mit großem Tamtam gefeiert werden soll. Erwartet wird Prominenz aus Politik und Gesellschaft, sowie jede Menge Presse.

Es treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander und das schmutzige Geheimnis kommt langsam ans Licht…am Ende werden die Fäden jeder einzelnen Geschichte zusammen geführt und stimmig verknüpft.

Fazit: Das Buch ist definitiv keine Zwischendurch-Lektüre, dafür ist die Handlung zu komplex und die Personenvielfalt viiiiel zu groß. Viel Konzentration ist hier gefordert, sonst kommt man nicht rein. Ich habe sehr lange gebraucht um das Buch durch zu lesen. Ich bin schlecht in die Geschichte rein gekommen. Das lag teilweise daran, das ich die ganzen Namen nicht so richtig zuordnen konnte. Ich musste immer wieder überlegen: „Wer war das jetzt nochmal?“ Die Story ist gut und toll umgesetzt…, dennoch muss ich es noch einmal lesen, um auch wirklich alles zu verstehen.

Vielen Dank an Randomhouse, die mir „Das siebte Kind“ als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

A. J. Rich: Dein letzter Tag

Du denkst, du kennst deine Liebsten. Aber erst der Tod deckt alle Geheimnisse auf …

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Verlag: blanvalet
Format: Taschenbuch
Seiten: 352
Genre: Psychothriller
ISBN: 978-3-7341-0267-7
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autorinnen:
A.J. Rich ist das Pseudonym der beiden gefeierten US-Autorinnen Amy Hempel und Jill Cement, die für ihre schriftstellerischen Arbeiten mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt wurden. Amy Hempel unterrichtet Kreatives Schreiben am Bennington College und an der University of Florida, sie lebt in Gainsville, Florida, und in New York. Jill Cement ist Professorin an der University of Florida und lebt ebenso wie Amy Hempel in Gainsville und New York.

Klappentext:
Als Morgan ihre Wohnung betritt, merkt sie sofort, dass etwas nicht stimmt: Die Tür ist unverschlossen, der Fußboden mit roten Spuren bedeckt. Im Schlafzimmer liegt – grausam zugerichtet – die Leiche ihres Verlobten, daneben sitzen ihre Hunde, sie sind mit Blut verschmiert. Verzweifelt versucht Morgan, Bennetts Eltern ausfindig zu machen. Doch nichts, was Bennett ihr je über seine Familie, seine Arbeit, sein Leben erzählt hat, scheint zu stimmen. Stattdessen findet sie heraus, dass er zahlreiche »Verlobte« hatte, die plötzlich eine nach der anderen auf unnatürliche Weise ums Leben kommen … Ist bald auch Morgan an der Reihe?

Ich habe gelesen:
Wer war Bennett wirklich?

Handelt es sich bei dem Toten überhaupt um Bennett?

Waren es wirklich Morgans Hunde, die ihn getötet haben?

Hier habe ich mal einen Psychothriller geboten bekommen, der anders war als die, die ich bisher gelesen hatte. Eine erfrischende Abwechslung. Die Tatsache, dass Hunde ein wichtiger Faktor in der Geschichte sind, hat mir sehr gut gefallen, wenn es auch etwas unerwartet war, denn ich hatte aufgrund des Titels und Klappentextes mit etwas völlig anderem gerechnet.

Leider konnte mich die Geschichte der beiden Autorinnen aber nicht gänzlich überzeugen. Ich würde nicht sagen, dass dieses Buch langweilig war, aber so richtig gefesselt hat es mich leider auch nicht, obwohl die Story gut durchdacht war.

Anfangs hatte ich Probleme mit der Schreibweise. Ich musste Stellenweise zurück blättern und nochmal lesen, weil ich raus war. Das hat sich aber nach einiger Zeit gegeben.

Ich habe leider auch keinen richtigen Zugang zu den Protagonisten gefunden. Sie waren alle sehr oberflächlich beschrieben. Der Charakter der Hauptprotagonistin Morgan hat mich sehr gestört. Sie wirkte sehr kalt und distanziert von den Geschehnissen. Sie hat mehr wie eine Außenstehende, als eine Betroffene, gewirkt.

Das Ende war dann für meinen Geschmack etwas zu erzwungen. Die letzte Wendung hätte es nicht geben dürfen, dann wäre das Ende zwar verstörend aber perfekt gewesen.

Fazit: Es war mal ein etwas anderer Psychothriller, der mir von der Story her sehr gut gefallen hat. Allerdings fand ich die Umsetzung nicht ganz so überzeugend.

Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar von der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt.

Mark Billingham: Zeit zum Sterben

Die Wahrheit schneidet tief

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Verlag: HEYNE
Format: Paperback, Klappenbroschur
Seiten: 556
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-453-41951-3
Preis: 12,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Mark Billingham, geboren in Birmingham, ist als Autor von Drehbüchern und TV-Serien äußerst erfolgreich und wurde bereits mit dem „Royal Television Award“ ausgezeichnet. Die Krimi-Serie um den eigenwilligen Detective Inspector Tom Thorne ist international ein großer Erfolg. Neben dem BCA-Award, dem Theakston’s Award für den besten Krimi des Jahres und Nominierungen für den Gold Dagger wurde die Serie um Tom Thorne mit dem Sherlock Award für die beste Detektivfigur im britischen Kriminalroman ausgezeichnet. Sie wird außerdem derzeit von der BBC für das englische Fernsehen verfilmt. Mark Billingham lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in London.

Klappentext:
In einem einsamen Landstrich Englands werden zwei Schülerinnen als vermisst gemeldet – die Bewohner von Warwickshire sind erschüttert. Als der Familienvater Stephen Bates verdächtigt wird, beginnt die Presse eine gnadenlose Hetzkampagne. Dann wird im Wald eine verweste Leiche gefunden. Doch wo ist das andere Mädchen? Der legendäre Ermittler Tom Thorne und seine Partnerin Helen wollen die Wahrheit – wie schrecklich sie auch sein mag.

Ich habe gelesen:
Eigentlich wollten Helen und Tom Urlaub machen, doch als Helen ein Bild ihrer einst sehr guten Schulfreundin in den Nachrichten sieht, beenden sie ihren Urlaub und fahren in ihr Heimatdorf, um Linda zur Seite zu stehen. Ihr Mann Stephen gilt als Hauptverdächtiger im Vermisstenfall der 2 Mädchen und sitzt derzeit in U-Haft.

Tom Thorne ist zwar im Urlaub und ihm ist auch klar gemacht worden, dass er sich raus halten soll aus diesem Fall, doch er missachtet die Befehle von oben und fängt selbst an zu ermitteln, während Helen sich um ihre Freundin Linda kümmert.

Tom beschäftigt aber nicht nur der Fall um die verschwunden Mädchen, sondern auch das Verhalten seiner Freundin Helen. Seit sie zurück in ihrer Heimat ist verhält sie sich sehr merkwürdig. Sie ist total in sich gekehrt, schlecht gelaunt und stößt ihn ständig vor den Kopf. Aber warum? Was ist damals vorgefallen?

Wie auch Thorne tappen wir lange im Dunkeln was den Grund für ihr fremdartiges Verhalten angeht. Die Enthüllung war dann um so erschreckender und hat am Ende sogar etwas mit dem aktuellen Fall zu tun. Meiner Meinung nach sehr gut durchdacht von Herrn Billingham.

Natürlich fragt man sich als Leser von Anfang an, ob Bates nun wirklich der Täter ist, oder nicht. Stück für Stück nähert sich Thorne der Auflösung des Falls und das alles geschieht im Wettlauf gegen die Zeit. Für ein Mädchen kommt jegliche Hilfe zu spät, aber das andere Mädchen wurde noch nicht gefunden und es kann ja sein, dass sie noch lebt. Oder ist es auch für sie schon zu spät?

Ihr werdet es erfahren!!!

Fazit: Dies ist Band 13 der Thorne Reihe und mein erster Fall. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich werde mir auf jeden Fall noch weitere Fälle vornehmen. Ein guter Thriller der mir zwischendurch zwar ein bissl langatmig, aber dennoch sehr spannend bis zum Schluss war.

Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Bloggerportal randomhouse zur Verfügung gestellt.

Nina Darnton: Todesstiche

Sie ist ein UNSCHULDIGER Engel. Sie ist eine eiskalte Mörderin. Die Wahrheit kennt nur sie selbst.

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Verlag: Goldmann
Format: Taschenbuch
Seiten: 287
Genre: Roman
ISBN: 978-3-442-48367-9
Preis: 8,99 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Nina Darnton hat lange Jahre als Journalistin gearbeitet, unter anderem für die New York Times, die New York Post, Newsweek und National Public Radio. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Schriftsteller und Journalisten John Darnton, verbrachte sie viele Jahre im Ausland – Nigeria, Kenia, Polen, Spanien und Großbritannien – und nutzt diese Erfahrungen heute für ihre Romane. Nina Darnton lebt in New York.

Klappentext:
Der Anruf kommt mitten in der Nacht und bringt die heile Welt von Jennifer Lewis zum Einsturz. Ihre Tochter Emma, die sich als Auslandstudentin in Sevilla aufhält, sitzt in Untersuchungshaft, nachdem ein junger Mann in ihrer Wohnung brutal erstochen wurde. Emma erklärt, mit dem Mord nichts zu tun zu haben, und Jennifer reist sofort nach Spanien, um ihrer Tochter beizustehen. Doch je mehr sie dort über das Leben erfährt, das Emma führte, desto schmerzlicher wird ihr bewusst, wie wenig sie ihr eigenes Kind kennt. Belagert von der Presse und gefangen zwischen Hoffnung und Verzweiflung setzt  Jennifer alles daran, Emma aus dem Gefängnis zu holen. Unterdessen wachsen Zweifel an deren Version der Ereignisse…

Meine Eindrücke:
Als ich den Klappentext gelesen habe, war sofort klar, dass ich dieses Buch lesen muss.

Jennifer Lewis hat ihr ganzes Leben nur ihren Kinder gewidmet. Sie hat ihre Schauspielkarriere aufgegeben, um voll und ganz für sie da zu sein.

Alles scheint perfekt zu sein, bis zu der Nacht als der Anruf ihrer ältesten Tochter kommt.

So schnell wie möglich macht sich Jennifer auf den Weg nach Sevilla um Ihrer Tochter Emma zu helfen.

Was ist passiert? Hat Emma etwas mit dem Mord zu tun?

Emma schwört immer wieder, dass der ermordete Mann versucht hat sie zu vergewaltigen und ihr ein Algerier zur Hilfe eilte und den Mann im Handgemenge erstochen haben soll. Doch keiner glaubt ihr die Geschichte und die Indizien sprechen auch für einen anderen Tatablauf.

Und was ist mit Emmas Freund von dem bisher noch keiner etwas wusste? Wo steckt er?

Jennifer engagiert einen Privatdetektiv, der ihr helfen soll, die Unschuld ihrer Tochter zu beweisen.

Hauptaugenmerk in diesem Roman liegt bei Jennifer. Sie sieht sich als die perfekte Mutter, die immer für ihre Kinder da ist und alles macht und tut, dass es ihnen an nichts fehlt. Ist ja etwas ganz Normales. Mache ich auch für meine Kinder, aber in diesem Fall empfand ich sie als eine extreme Mischung aus Glucke und Kontrollfreak. Selbst ihr Ehemann hat sich in die Erziehung nicht einzumischen. Er darf arbeiten gehen und Geld heim schaffen, alles andere ist Jennifers Aufgabe.

Der englische Originaltitel „The Perfect Mother“ erscheint mir daher auch passender als „Todesstiche“.

Ihre perfekten Kinder, ihr perfektes Leben und auf einmal bricht alles zusammen. Plötzlich lernt sie ihre Tochter Emma ganz neu kennen und ihre heile Welt, die sie sich aufgebaut hat, gerät ins Wanken.

Was ist in Emmas Wohnung geschehen?

Sie versucht Emma davon zu überzeugen, endlich mit der Wahrheit raus zu rücken und so nach und nach kommt Licht ins Dunkel.

Die Autorin war mir bisher unbekannt, aber ihr Schreibstil und ihre bildhaften Beschreibungen haben mir sehr gut gefallen. So konnte ich auch ein bisschen was über Sevilla erfahren. Leider hat mich das Buch dennoch nicht ganz packen können. Es war ohne Frage spannend und ich habe es auch fast in einem Ritt durchgelesen, denn ich wollte ja wissen was wirklich passiert ist, aber irgendetwas hat mir gefehlt.

Möglicherweise waren auch meine Erwartungen einfach zu groß.

Fazit:
„Todesstiche“ ist ein guter Roman, aber einfach nicht das, was ich mir erhofft hatte. Ich brauche einen richtigen, gruseligen Thriller. Es gibt aber sicher genug Leseratten unter Euch, denen dieses Buch richtig gut gefallen wird.

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Randomhouse als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dankööööö!!!

 

 

Charlotte Link: Der Beobachter

Fesselnd, abgründig, raffiniert

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Verlag: blanvalet
Format: Taschenbuch, Klappenbroschur
Seiten: 656
Genre: Kriminalroman
ISBN: 978-3-442-36726-9
Preis: 9,99 €

Bestellbar: hier

Autorin:
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre psychologischen Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch Im Tal des Fuchses eroberte wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 26 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Verfilmungen, zuletzt Das andere Kind, werden im Fernsehen mit enorm hohen Einschaltquoten ausgestrahlt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Klappentext:
Er beobachtet das Leben wildfremder Frauen. Träumt sich an ihre Seite, in ihren Alltag. Identifiziert sich mit ihnen und will alles von ihnen wissen. Als Beobachter. Auf der Flucht vor seinem eigenen Dasein, das aus Misserfolgen besteht. Nur aus der Ferne liebt er die schöne Gillian Ward. Die beruflich erfolgreiche Frau, glücklich verheiratet, Mutter einer reizenden Tochter, wird von ihm über die Maßen idealisiert. Bis er zu seinem Entsetzen erkennt, dass er auf eine Fassade hereingefallen ist. Denn nichts ist so, wie es scheint. Gleichzeitig schreckt eine Mordserie die Menschen in London auf. Die Opfer: alleinstehende Frauen. Auf eine rachsüchtige, sadistische Weise umgebracht. Die Polizei sucht einen Psychopathen. Einen Mann, der Frauen hasst.

Ich habe gelesen:
Nach dem Mord an zwei älteren Frauen tappt die Polizei völlig im Dunkeln. Was haben die Frauen miteinander zu tun? Warum mussten sie so einen qualvollen Tod erleiden?

Beide waren alleinstehend und lebten eher zurückgezogen. Die Polizei sucht fieberhaft nach dem Täter und einem Motiv. Bald gerät der Arbeitslose Samson Segal ins Visier der Ermittler. Mit seinem speziellen Hobby macht er sich sehr verdächtig. Er beschattet die Frauen in seiner Nachbarschaft und führt genau Buch über deren Lebensgewohnheiten. Ganz besonders hat es ihm Gillian Ward angetan, die mit ihrem Ehemann Tom und ihrer Tochter Becky ein scheinbar perfektes Leben führt. Doch eines Tages muss er enttäuscht feststellen, dass es gar nicht so perfekt ist wie er dachte.

Gillian ist alles andere als glücklich. Sie lernt John kennen und lässt sich auf eine Affäre mit ihm ein. Für sie könnte es nicht besser laufen, alles scheint sich zum positiven zu entwickeln. Doch dann bricht ihre Welt völlig zusammen, als sie eines Abends die Leiche  ihres Mannes im Haus findet. Es werden Zusammenhänge gesucht, zwischen den Morden an den alleinstehenden Frauen und dem Mord an Tom. Sollte eigentlich nicht Tom sterben, sondern Gillian?

Fragen über Fragen, die Ihr nur beantwortet bekommt, wenn ihr dieses Buch lest.

Viele ausgezeichnet beschriebene Charaktere, die augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben.

Die Fäden der einzelnen Handlungsstränge verknüpfen sich langsam und man versteht immer mehr wie alles miteinander zusammenhängt. Auch das Motiv klärt sich und plötzlich schließt sich der Kreis zum Prolog.

Fazit: 
Und wieder hat sie es geschafft. Begeisterung pur. Wer die Bücher von Charlotte Link kennt weiß, dass sie am Ende immer eine riesen Überraschung bereit hält und das gefällt mir so an ihren Büchern. Immer wieder wird man in die Irre geführt um am Ende total überrascht zu werden. Einfach nur toll.

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Randomhouse kostenlos zur Verfügung gestellt. Danke dafür!

Kiera Brennan: Die Herren der Grünen Insel

 

Vier Familien, sechs Jahre Krieg und eine einzige Krone

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Verlag: blanvalet
Format: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Seiten: 959
Genre: Roman
ISBN: 978-3-7645-0559-2
Preis: 19,99 €

Bestellbar: hier

Autorin:
Kiera Brennan ist das Pseudonym einer erfolgreichen Bestsellerautorin, deren Romane bei zahlreichen deutschen Verlagen erschienen sind. Ihr Historienepos Die Herren der Grünen Insel spielt im Irland des Hochmittelalters – eine Epoche, die Brennan seit jeher fesselt. Während langer Irlandaufenthalte hat sie an Originalschauplätzen recherchiert und sich von der wildromantischen Landschaft der Insel inspirieren lassen.

Klappentext:
Irland 1166: Die Grüne Insel ist in viele kleine Reiche zersplittert, die sich unerbittlich bekriegen. Könige fechten langjährige Fehden aus, und selbst die friedliebendsten Untertanen werden in den blutigen Machtkampf hineingezogen. Zugleich droht ein gemeinsamer Feind in Irland einzufallen: Henry Plantagenet will die Insel an sich reißen. Werden sich die Herren der Grünen Insel vereinen und sich gegen den König von England stellen? Und welche Rolle spielen der grausame Krieger Ascall und die von ihm entführte Caitlín in diesem Kampf um Macht und Blut?

Meine Eindrücke:
Das Buch wird aus Sicht von verschiedenen Protagonisten erzählt. Fangen wir mal damit an.

Die wichtigsten Figuren:

Ascall – Großkönig von Toora, ein grausamer und gefürchteter Kriegsherr

Ailillán – sein jüngerer Bruder, der ein dunkles Geheimnis hütet

Riacán – ein reicher Grundbesitzer und mit Ascall verfeindet

Faolán – sein Bruder, ein Barde, der heimlich Riacáns Frau liebt

Caitlín – Riacáns Schwester, deren Hand Ascall von Toora einst forderte

Pól – ein gerissener Waffenhändler aus Dublin mit zwielichtigen Zielen

Róisín – Pól’s mutige Tochter, die von ihrem eigenen Vater sexuell begehrt wird

Aoife – Tochter des irischen Königs Diarmait, die am Hof von Eleonore von Aquitanien das Intrigieren lernt

Wir lernen von Zeit zu Zeit die Protagonisten näher kennen. Die sich am Ende alle als eine völlig andere Person entpuppen als zu Beginn. Ehrlich gesagt bin ich sehr enttäuscht von den Charakteren, weil ich einfach keinen Zugang zu ihnen bekommen habe. Am ehesten noch zu Ascall, weil hier bereits im Prolog erzählt wird, warum er so ist, wie er ist. Ansonsten war ich einfach nur angewidert von den brutalen, intriganten Personen.

Dennoch hat es Kiera Brennan geschafft mich mit ihrem Schreibstil in den Bann zu ziehen und mich nach Irland zu entführen. Bemängeln muss ich allerdings die Fülle an Protagonisten. Die oben benannten habe ich noch im Kopf und vielleicht noch ein bis zwei weitere, aber die Restlichen würde ich ohne das Namensregister, am Ende des Buches, nicht zusammenbekommen.

Ich habe einen riiiesen Respekt vor der Detailfülle und dem unglaublichen Hintergrundwissen, welches die  Autorin hier erarbeitet hat. In diesem Punkt habe ich auch unglaublich viel mitgenommen. Ich hatte aber das Gefühl, dass Kiera Brennan so sehr in das Land und die Zeit verliebt ist, dass sie einfach zu viel in dieses Buch packen wollte. Manchmal ist aber Weniger Mehr.

Fazit: 
Auch wenn das Buch auf seine Weise gut ist, bin ich dennoch enttäuscht. Mir hat einfach ein bisschen Emotion und Liebe gefehlt. Ich bin ein absoluter Fan der Highland-Saga von Diana Gabaldon. Und da kommt dieses Buch bei Weitem nicht ran.

Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen. Für mich ist es eine faszinierende Zeit, der Stil war super und Spannung war definitiv auch da.

Ich bedanke mich beim Bloggerportal Randomhouse, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.