Joy Fielding: Die Katze

Wer die Wahrheit sucht, begibt sich in tödliche Gefahr…

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Verlag: Goldmann 
Taschenbuch mit 480 Seiten
erschienen: März 2010
Genre: Roman
Preis: 9,95€
Bestellbar: hier

Autorin:
Joy Fielding gehört zu den unumstrittenen Spitzenautorinnen Amerikas. Seit ihrem Psychothriller »Lauf, Jane, lauf« waren alle ihre Bücher internationale Bestseller. Joy Fielding lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida.

Klappentext:
Charley Webb ist Journalistin und allein erziehende Mutter von zwei Kindern. Eines Tages erhält sie eine schockierende E-Mail: Jill Rohmer, die des kaltblütigen Mordes an drei Kindern überführt wurde und im Gefängnis auf ihre Hinrichtung wartet, bietet Charley ihre Geschichte exklusiv für ein Buchprojekt an. Zunächst zögert Charley, doch schließlich willigt sie ein. Während sie aber noch damit beschäftigt ist, erste Recherchen über Jill einzuholen, bekommt sie plötzlich entsetzliche Drohbriefe, in denen der Tod ihrer Kinder angekündigt wird. Charley ist außer sich vor Angst, denn sie ahnt, dass sie Geister rief, die ihr selbst zum mörderischen Verhängnis werden können …

Ich habe gelesen:
Anfangs hatte ich ein wenig Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu kommen, aber als Jill Rohmer ins Spiel kam, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Charley Webb ist Kolumnistin und erntet wegen ihrer oft sehr kontroversen Beiträge Lob, aber auch heftige Kritik von ihren Lesern.

Sie hat eine sehr bewegte Vergangenheit. Ihre Mutter hat die Familie verlassen um mit einer Frau nach Australien auszuwandern. 20 Jahre später taucht sie plötzlich wieder in Charley‘s Leben auf. Das Verhältnis zu ihren 3 Geschwistern ist sehr schwierig und ihr verbitterter Vater möchte gar keinen Kontakt mehr.

Doch im Mittelpunkt dieser Geschichte steht ein Buch, welches Charley schreiben soll. Die, zum Tode verurteilte, Kindsmörderin Jill Rohmer bittet sie ihre Geschichte aufzuschreiben, um die ganze Wahrheit, über den Tod der 3 Kinder, ans Licht zu bringen.

Die Treffen mit Jill setzen Charley sehr zu, denn was sie zu hören bekommt lässt sie Nachts kaum noch schlafen. Dazu kommt noch, dass sie ominöse Drohmails bekommt. Was an sich nichts Ungewöhnliches für die Kolumnistin ist, aber nun werden sogar ihre Kinder bedroht.

Die Geschichte rund um Charleys Familie und die Treffen mit Jill sind sehr fesselnd. Sie versucht zu verstehen, warum Menschen mit einer schrecklichen Kindheit zu Mördern werden, andere wiederum nicht?

So ab der Hälfte des Buches hatte ich so eine leise Ahnung wie Jill’s wahre Geschichte aussieht, aber kurz vor Ende hat mich Joy Fielding doch glatt nochmal an der Nase herum geführt. Am Ende sollte ich dann aber doch Recht behalten.

Der Schreibstil ist sehr bildhaft und die Details sorgen für mächtig Nervenkitzel. Die grausame Thematik war sehr gut umgesetzt und das Buch wirkte im Allgemeinen sehr real. Der Spannungsbogen stieg stetig an und zum Ende wurde es nochmal richtig rasant.

Fazit:
Ein gelungenes Buch von Joy Fieling, auch wenn ich den Titel nicht wirklich ansprechend finde. Insgesamt ist „Die Katze“ eine glaubwürdige Geschichte, die mich durch die spannenden Handlungen überzeugt hat

 

 

Lisa Genova: Der Liebe eine Stimme geben

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Verlag: Bastei Lübbe
Taschenbuch mit 349 Seiten
erschienen: August 2015
Genre: Beziehungsroman
Preis: 9,99€
Bestellbar: hier

Autorin:
Nach ihrem Psychologiestudium hat Lisa Genova an der Universität Harvard in Neurowissenschaft promoviert. Ihr Debütroman, „Mein Leben ohne Gestern“, zunächst im Eigenverlag veröffentlicht, hat sich inzwischen zu einem internationalen Bestseller entwickelt, stand lange auf der New-York-Times-Bestsellerliste und wurde von Lesern und Rezensenten begeistert aufgenommen. Die Autorin schreibt bereits an ihrem zweiten Roman.

Klappentext:
Nachdem ihr autistischer Sohn Anthony im Alter von acht Jahren starb, hat sich Olivia auf die Insel Nantucket zurückgezogen. Vergeblich versucht sie, einen Sinn in Anthonys viel zu kurzem Leben zu finden. Durch Zufall begegnet sie Beth, die ebenfalls einen schmerzhaften Verlust erlitten hat und durch das Schreiben eines Romans beginnt, neuen Lebensmut zu fassen. Als Olivia Beth‘ Roman in den Händen hält, kann sie nicht fassen, was sie liest: Es ist die Geschichte eines autistischen Jungen – Anthonys Geschichte. Ihr geliebter Sohn, der sein Leben lang keine Stimme hatte, scheint durch Beth‘ Roman zu ihr zu sprechen …

Ich habe gelesen:
Die Geschichte von Genova spielt auf einer kleinen, verschlafenen Insel namens Nuntucket. Hier leben unsere zwei Hauptprotagonisten Beth und Olivia, die jede für sich mit ihren Problemen zu kämpfen haben.

Olivia versucht nach dem Tod ihres autistischen Sohnes Anthony und der Trennung von ihrem Mann ihr Leben neu zu ordnen. In diesem Handlungsstrang bekommen wir Einblicke in ein Tagebuch, welches Olivia an Anthony geschrieben hat. Das hat mich wirklich sehr bewegt. Sie entdeckt die Fotografie für sich als Heilmittel und lernt bei einem Fotoshooting Beth kennen.

Beth ist verheiratet und hat 3 Töchter. Soweit scheint alles in Ordnung zu sein, bis sie erfährt, dass ihr Mann eine Affäre hat. Nach der Trennung von Ehemann Jimmy versucht auch Beth ihr Leben neu zu gestalten. Sie möchte sich einen lang ersehnten Traum erfüllen und beginnt ein Buch zu schreiben. Inspiriert hat Sie eine Begegnung am Strand mit einem autistischen Jungen. Während Beth an ihrem Roman arbeitet lernt der Leser die Gedankenwelt des stummen, autistischen Jungen kennen, über den es in Beths Roman geht. An das Thema Autismus und die Gründe für dieses andersartige Verhalten dieser Menschen wird der Leser auf eine liebevolle Weise herangeführt.

Nachdem Olivia die Familienfotos von Beth und ihren 3 Töchtern geschossen hat bittet Beth Olivia ihr Manuskript zu lesen wenn es fertig ist und ihr ihre Meinung dazu mitzuteilen. Zu diesem Zeitpunkt hat Beth natürlich keine Ahnung, wie sehr sie mit ihrem Manuskript das Leben von Olivia verändern wird, denn seit dem Tod ihres Sohnes quält sie sich mit der Frage nach dem Sinn in Anthonys viel zu kurzem Leben?

Als Olivia Beth’s Manuskript liest, wird ihr schlagartig klar, dass Beth in ihrem Roman Anthony eine Stimme gegeben hat und seine Botschaft trifft sie mitten ins Herz.

Das Buch liest sich sehr flüssig und die wechselnde Perspektive zwischen den Hauptfiguren ist der Autorin sehr gut gelungen. Anfangs hatte ich ein wenig Probleme richtig in diese Geschichte einzutauchen, da es eigentlich nicht mein Genre ist, aber ungefähr ab der Hälfte konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.

Die Ausschnitte aus Beths Roman und der Tagebücher von Olivia haben super in die Geschichte gepasst und meiner Meinung nach das Buch noch ein wenig aufgelockert. Die beiden Handlungsstränge fügen sich am Ende wunderbar zusammen und die Autorin hat hier einen wirklich tollen Roman zu Papier gebracht.

Besonders berührend fand ich den Epilog. Absolut toll und Emotional.

Fazit:
Dieses Buch ist nicht ganz so mein Genre, aber ungefähr ab der Hälfte des Buches konnte mich die Geschichte doch sehr packen. Ich war sehr gerührt und ergriffen. Ich durfte Autismus von einer ganz anderen, positiven Seite kennen lernen.

Richard Laymon: Die Jagd

Die Jagd ist Richard Laymons wohl gnadenlosester und provokantester Roman – eine atemlose, zutiefst verstörende Hetzjagd, die an Intensität kaum zu überbieten ist.

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Verlag: Heyne Hardcore
Format: eBook mit 343 Seiten
Erscheinungsdatum: Dezember 2011
Genre: Roman
Preis: 8,99 € (Taschenbuch: 9,99 €)
Bestellbar: hier

Autor:
Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren und studierte in Kalifornien englische Literatur. Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete und zu einem der bestverkauften Spannungsautoren aller Zeiten wurde. 2001 gestorben, gilt Laymon heute in den USA und Großbritannien als Horror-Kultautor, der von Schriftstellerkollegen wie Stephen King und Dean Koontz hoch geschätzt wird.

Klappentext:
Jody ist ziemlich clever für eine Sechzehnjährige. Nur deshalb ist sie noch am Leben – bis jetzt. Sie war zu Besuch im Haus ihrer Freundin Evelyn, als eine Bande junger Killer sie überfiel. Sie sah ihre Freundin aufgespießt auf einem Speer, aber es gelang ihr zu fliehen, zusammen mit Evelyns jüngerem Bruder Andy. Doch einer der Mörder hat sie gesehen und ist jetzt auf der Jagd nach ihr.

Meine Meinung:
Gleich zu Beginn kommt es zu einem blutigen Massaker, dem die sechzehnjährige Jody und der zwölfjährige Andy ganz knapp entkommen können. Aber die mörderische Bande hat die beiden gesehen und möchte natürlich keine Zeugen zurücklassen.

Simon, ein Mitglied der Bande, wird von seinen Kumpels für das Entkommen verantwortlich gemacht und soll sich um das Problem kümmern. Ihm wird ein Ultimatum gestellt. Sollte er es nicht schaffen die beiden aus dem Weg zu räumen, wird es ihm und seinen nächsten Verwandten an den Kragen.

Die Jagd kann beginnen!

Die Idee, dass Buch aus zwei verschiedenen Sicht- und Erzählweisen zu schreiben hat Abwechslung in die Handlungen gebracht und hat mir sehr gut gefallen.

Zum einen haben wir die gejagten Jody und Andy. Jody, unheimlich tapfer, mutig und nicht klein zu kriegen. In manchen Situationen etwas nervig, aber dennoch habe ich ihren Charakter sehr gemocht. Andy mit seinen 12 Jahren ein richtig kleines Schlitzohr, der sich zum Beschützer von Jody ernannt hat.

Zum anderen haben wir Simon. Er bespricht, während seiner Jagd, einen Kassettenrekorder für die Nachwelt und erzählt seine Lebensgeschichte. Ich kann euch sagen, was man da zu hören bekommt lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Er erzählt wie er zu der Bande kam und was sie alles so erlebt haben. Dafür braucht man echt gute Nerven. Natürlich schildert er auch die Jagd nach Jody und was er gerne mit ihr anstellen würde, wenn er sie endlich zu fassen kriegt.

Wird es ihm gelingen die beiden in die Finger zu kriegen?

Die Erzählungen sind echt abgefahren und krank. Typisch Laymon. An manchen Stellen musste ich sogar, trotz des Grauens, schmunzeln, weil einige Gedanken von Simon so richtig doof waren. Dieser schwarze Humor ist unschlagbar!

Das Ende war auch toll umgesetzt. Gerade als man dachte das es endlich vorbei ist… falsch gedacht…er hat nochmal einen drauf gelegt.

Wer Laymon kennt und seinen Stil mag, wird von diesem Buch begeistert sein.

 

Fazit:
Von der ersten bis zur letzten Seite wurde ich von einem Gruselmoment in den nächsten gepeitscht. Dies ist definitiv das beste Buch welches ich, bisher, von Herrn Laymon gelesen habe. Sein Schreibstil ist in seiner Einfachheit und manchmal auch Niveaulosigkeit geradezu faszinierend. Ein Gemeuchel und Gemetzel und zwischendurch immer noch eine erotische Komponente. Ich bin begeistert.

Richard Laymon: Der Gast

Ich bin näher, als du denkst

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Verlag: Heyne Hardcore
Format: eBook mit 490 Seiten
Erscheinungsdatum: März 2012
Genre: Roman
Preis: 8,99 € (Taschenbuch: 9,99 €)
Bestellbar: hier

Autor:
Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren und studierte in Kalifornien englische Literatur. Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete und zu einem der bestverkauften Spannungsautoren aller Zeiten wurde. 2001 gestorben, gilt Laymon heute in den USA und Großbritannien als Horror-Kultautor, der von Schriftstellerkollegen wie Stephen King und Dean Koontz hoch geschätzt wird.

Klappentext:
Eine Nacht in Los Angeles: Eher aus Zufall befreit der ängstliche Neal eine junge Frau aus der Gewalt eines Serienkillers. Zum Dank dafür schenkt sie ihm ein Armband, das magische Kräfte besitzt. Mit seiner Hilfe kann man in die Körper anderer Menschen eindringen – fühlen, was der andere fühlt, spüren, was der andere denkt. Doch was zunächst ein prickelndes Erlebnis zu sein scheint, verwandelt sich für Neal schnell in einen Alptraum.

Meine Eindrücke:
Dieses Buch ist eine Mischung aus sehr viel Erotik, Gewalt und Fantasy. Hört sich erstmal gut an.

Herr Laymon punktet mit einem Plot, der wirklich sehr ungewöhnlich und ausgefallen ist. Ein Armband, welches dir ermöglicht in den Körper eines anderen Menschen zu schlüpfen. Die Idee hat mir richtig gut gefallen.

Wie im Klappentext beschrieben, erhält Neal nachdem er der jungen Elise das Leben gerettet hat, als Dankeschön, ein magisches Armband von ihr und darf es auch gleich an ihr ausprobieren. Ein unglaubliches Erlebnis für Neal. Nach dieser verrückten Nacht macht er sich dann mit dem Auto auf den Heimweg. Während der Fahrt packt ihn aber die Neugier und er will unbedingt nochmal in den Körper von Elise.

Dort angekommen muss Neal, zu seinem Erschrecken feststellen, dass der Angreifer vom Abend, auf den Neal während seiner Rettungsaktion mehrfach geschossen hat noch lebt und sich bereits im Haus von Elise befindet, um zu Ende zu bringen, was er begonnen hat. Neal kann nichts dagegen tun, denn er ist zwar im Körper von Elise drin, hat aber keinen Einfluss auf die Gedanken und Handlungen. So muss Elise am Ende doch auf entsetzliche Art und Weise sterben.

Doch wie soll er das beweisen. Die Polizei würde glauben, dass er selbst der Mörder ist, deshalb meldet er sich auch nicht als Zeuge, sondern versucht auf eigene Faust den Täter zu schnappen.

Wird ihm das gelingen oder wird er am Ende selbst zum Gejagten?

Wenn man mit einem Armband in andere Körper hüpfen kann, ist das schon sehr mysteriös und dementsprechend auch nicht unbedingt logisch, doch was mich sehr gestört hat, dass Neal sich in jede Frau verliebt, die er trifft, und diese Frauen das nicht nur erwidern, sondern sich ihm auch sexuell aufdrängen. Das fand ich sehr übertrieben. Selbst Marta, Neals feste Freundin, nimmt die Geliebte von Neal herzlich bei sich zu Hause auf und es entwickelt sich sogar so ein Dreierding.

So rasant und spannend wie die Geschichte begonnen hat, durch das viele Liebesgedusel, hat das Buch, für mich, dann sehr an Spannung abgebaut. Das zog sich alles so hin. Es gab zwar zwischendurch noch Spannungsmomente, aber diese waren nicht durchweg vorhanden. Ein bisschen weniger Sex und dafür mehr Blut hätte mir persönlich besser gefallen.

Fazit:
Auch wenn mich dieses Buch nicht vollkommen überzeugt hat, liegt „Die Jagd“ von Richard Laymon schon parat. Ich mag seine offene, brutale, anzügliche Schreibweise und die Storys die er sich ausgedacht hat. Falls ihr Laymon begeistert seid, ist „Der Gast“ nicht unbedingt ein Lesemuss. Alle die noch kein Buch von Richard Laymon gelesen haben, es aber vorhaben, sollten nicht mit Diesem beginnen.

Wendy Walker: Kalte Seele, dunkles Herz

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Verlag: FISCHER Scherz
eBook mit 308 Seiten
Erscheinungsdatum: September 2017
Genre: Roman
Preis: 12,99 € (Taschenbuch: 14,99 €)
Bestellbar: hier

Autorin:
Wendy Walkers Spannungsdebüt »Dark Memories – Nichts ist je vergessen« wurde auf Anhieb zum Bestseller, erschien weltweit in 20 Ländern und wird in Hollywood verfilmt. Wendy Walker lebt mit ihrer Familie in Connecticut und arbeitet neben dem Schreiben als Anwältin für Familienrecht.

Klappentext:
»Ich stand frierend im Wald, von Furcht erfüllt zu scheitern. Es stand so viel auf dem Spiel. Sie mussten mir meine Geschichte glauben. Sie mussten Emma finden. Und um Emma zu finden, mussten sie nach ihr suchen. Es hing allein von mir ab, ob meine Schwester gefunden wurde.«
Früh an einem Sonntagmorgen im Juli ist Cassandra – Cass – Tanner plötzlich wieder da. Sie steht auf der Türschwelle ihres Elternhauses und sagt immer wieder „Findet Emma!“

Drei Jahre zuvor waren die 15-jährige Cass und ihre zwei Jahre ältere Schwester Emma spurlos aus der Kleinstadt in Connecticut verschwunden. Niemand konnte sich erklären, was passiert war. Es gab keine Hinweise, keine Zeugen, nur Emmas Auto am Strand, daneben ihre Schuhe, die Autoschlüssel und ihr Portemonnaie auf dem Sitz. Die Ermittlungen liefen ins Leere, Emma und Cass blieben vermisst.

Nur die forensische FBI-Psychologin Dr. Abby Winter hatte schnell eine Theorie zu diesem ungewöhnlichen Fall, eine Theorie, die nur zu schmerzlich mit ihrer eigenen Kindheit und Jugend in Verbindung steht. Aber niemand glaubte an ihre Sicht der Dinge.

Jetzt erzählt Cassandra, was Emma und ihr widerfahren ist. Je mehr sie preisgibt, desto klarer erkennt Abby, dass etwas an Cass‘ Geschichte nicht stimmen kann. Und dass sie selbst die ganze Zeit über recht hatte: Cassandra und Emma sind in keiner „normalen“ Familie groß geworden. Ihr Leben schien nach außen unbeschwert, war aber im Inneren eine psychische Hölle. Perfekte Täuschung, unbarmherzige Manipulation.

Die Dämonen der Kindheit lauern noch immer im Elternhaus der Tanner-Schwestern. Abby wird diese Dämonen ans Licht zerren müssen, um eines zu verstehen: Warum ist Cass zurückgekehrt? Und wo werden sie Emma finden?

Meine Eindrücke:
3 Jahre ist es her, dass Cass und Emma verschwunden sind. Kein einziges Lebenszeichen. Und plötzlich steht Cass an einem Sonntagmorgen bei ihrer Mutter vor der Tür. Doch wo ist Emma?

Cass ist zurück gekommen um ihre Schwester zu finden. Doch sie scheint auch noch etwas anderes zu planen. Man hat das Gefühl, dass sie ihre Mutter fertig machen will. Doch warum? Man fragt sich wo dieser riesen Hass, der in Cass tobt, her kommt.

Sie erzählt eine unglaubliche Geschichte. Das Ermittlerduo Dr. Abby Winter und Leo Strauss versuchen mehr von Cass zu erfahren um Emma möglichst schnell zu finden. Sie erzählt auch bereitwillig ihr Erlebtes, doch irgendetwas scheint hier nicht zu stimmen. Was verheimlicht Cass? Was ist wirklich passiert?

Diese Frage peitschte mich von einer Seite zur Nächsten. Immer wenn ich meinte…ok so war es, kam wieder eine Wendung und ich Stand wieder am Anfang.

Erst am Ende erfahren wir was und wie sich alles zugetragen hat.

Sehr geschickt führt uns die Autorinin in eine Welt der Intrigen, die sich hinter der heilen Familienfassade der Martins verstecken. Die psychische Erkrankung Narzissmus und seine zerstörerischen Auswirkungen spielen hier eine große Rolle.

Fazit:
Ein sehr spannendes Buch welches viele Interessante Wendungen bereit hält. Bis zum Schluss tappt man als Leser im Dunkeln und wird dann mit einem unerwartetem Ende überrascht. Auch der Schreibstil hat mir unheimlich gut gefallen.

Absolute Leseempfehlung!!!