Richard Laymon: Die Jagd

Die Jagd ist Richard Laymons wohl gnadenlosester und provokantester Roman – eine atemlose, zutiefst verstörende Hetzjagd, die an Intensität kaum zu überbieten ist.

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Verlag: Heyne Hardcore
Format: eBook mit 343 Seiten
Erscheinungsdatum: Dezember 2011
Genre: Roman
Preis: 8,99 € (Taschenbuch: 9,99 €)
Bestellbar: hier

Autor:
Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren und studierte in Kalifornien englische Literatur. Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete und zu einem der bestverkauften Spannungsautoren aller Zeiten wurde. 2001 gestorben, gilt Laymon heute in den USA und Großbritannien als Horror-Kultautor, der von Schriftstellerkollegen wie Stephen King und Dean Koontz hoch geschätzt wird.

Klappentext:
Jody ist ziemlich clever für eine Sechzehnjährige. Nur deshalb ist sie noch am Leben – bis jetzt. Sie war zu Besuch im Haus ihrer Freundin Evelyn, als eine Bande junger Killer sie überfiel. Sie sah ihre Freundin aufgespießt auf einem Speer, aber es gelang ihr zu fliehen, zusammen mit Evelyns jüngerem Bruder Andy. Doch einer der Mörder hat sie gesehen und ist jetzt auf der Jagd nach ihr.

Meine Meinung:
Gleich zu Beginn kommt es zu einem blutigen Massaker, dem die sechzehnjährige Jody und der zwölfjährige Andy ganz knapp entkommen können. Aber die mörderische Bande hat die beiden gesehen und möchte natürlich keine Zeugen zurücklassen.

Simon, ein Mitglied der Bande, wird von seinen Kumpels für das Entkommen verantwortlich gemacht und soll sich um das Problem kümmern. Ihm wird ein Ultimatum gestellt. Sollte er es nicht schaffen die beiden aus dem Weg zu räumen, wird es ihm und seinen nächsten Verwandten an den Kragen.

Die Jagd kann beginnen!

Die Idee, dass Buch aus zwei verschiedenen Sicht- und Erzählweisen zu schreiben hat Abwechslung in die Handlungen gebracht und hat mir sehr gut gefallen.

Zum einen haben wir die gejagten Jody und Andy. Jody, unheimlich tapfer, mutig und nicht klein zu kriegen. In manchen Situationen etwas nervig, aber dennoch habe ich ihren Charakter sehr gemocht. Andy mit seinen 12 Jahren ein richtig kleines Schlitzohr, der sich zum Beschützer von Jody ernannt hat.

Zum anderen haben wir Simon. Er bespricht, während seiner Jagd, einen Kassettenrekorder für die Nachwelt und erzählt seine Lebensgeschichte. Ich kann euch sagen, was man da zu hören bekommt lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Er erzählt wie er zu der Bande kam und was sie alles so erlebt haben. Dafür braucht man echt gute Nerven. Natürlich schildert er auch die Jagd nach Jody und was er gerne mit ihr anstellen würde, wenn er sie endlich zu fassen kriegt.

Wird es ihm gelingen die beiden in die Finger zu kriegen?

Die Erzählungen sind echt abgefahren und krank. Typisch Laymon. An manchen Stellen musste ich sogar, trotz des Grauens, schmunzeln, weil einige Gedanken von Simon so richtig doof waren. Dieser schwarze Humor ist unschlagbar!

Das Ende war auch toll umgesetzt. Gerade als man dachte das es endlich vorbei ist… falsch gedacht…er hat nochmal einen drauf gelegt.

Wer Laymon kennt und seinen Stil mag, wird von diesem Buch begeistert sein.

 

Fazit:
Von der ersten bis zur letzten Seite wurde ich von einem Gruselmoment in den nächsten gepeitscht. Dies ist definitiv das beste Buch welches ich, bisher, von Herrn Laymon gelesen habe. Sein Schreibstil ist in seiner Einfachheit und manchmal auch Niveaulosigkeit geradezu faszinierend. Ein Gemeuchel und Gemetzel und zwischendurch immer noch eine erotische Komponente. Ich bin begeistert.

Richard Laymon: Der Gast

Ich bin näher, als du denkst

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Verlag: Heyne Hardcore
Format: eBook mit 490 Seiten
Erscheinungsdatum: März 2012
Genre: Roman
Preis: 8,99 € (Taschenbuch: 9,99 €)
Bestellbar: hier

Autor:
Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren und studierte in Kalifornien englische Literatur. Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete und zu einem der bestverkauften Spannungsautoren aller Zeiten wurde. 2001 gestorben, gilt Laymon heute in den USA und Großbritannien als Horror-Kultautor, der von Schriftstellerkollegen wie Stephen King und Dean Koontz hoch geschätzt wird.

Klappentext:
Eine Nacht in Los Angeles: Eher aus Zufall befreit der ängstliche Neal eine junge Frau aus der Gewalt eines Serienkillers. Zum Dank dafür schenkt sie ihm ein Armband, das magische Kräfte besitzt. Mit seiner Hilfe kann man in die Körper anderer Menschen eindringen – fühlen, was der andere fühlt, spüren, was der andere denkt. Doch was zunächst ein prickelndes Erlebnis zu sein scheint, verwandelt sich für Neal schnell in einen Alptraum.

Meine Eindrücke:
Dieses Buch ist eine Mischung aus sehr viel Erotik, Gewalt und Fantasy. Hört sich erstmal gut an.

Herr Laymon punktet mit einem Plot, der wirklich sehr ungewöhnlich und ausgefallen ist. Ein Armband, welches dir ermöglicht in den Körper eines anderen Menschen zu schlüpfen. Die Idee hat mir richtig gut gefallen.

Wie im Klappentext beschrieben, erhält Neal nachdem er der jungen Elise das Leben gerettet hat, als Dankeschön, ein magisches Armband von ihr und darf es auch gleich an ihr ausprobieren. Ein unglaubliches Erlebnis für Neal. Nach dieser verrückten Nacht macht er sich dann mit dem Auto auf den Heimweg. Während der Fahrt packt ihn aber die Neugier und er will unbedingt nochmal in den Körper von Elise.

Dort angekommen muss Neal, zu seinem Erschrecken feststellen, dass der Angreifer vom Abend, auf den Neal während seiner Rettungsaktion mehrfach geschossen hat noch lebt und sich bereits im Haus von Elise befindet, um zu Ende zu bringen, was er begonnen hat. Neal kann nichts dagegen tun, denn er ist zwar im Körper von Elise drin, hat aber keinen Einfluss auf die Gedanken und Handlungen. So muss Elise am Ende doch auf entsetzliche Art und Weise sterben.

Doch wie soll er das beweisen. Die Polizei würde glauben, dass er selbst der Mörder ist, deshalb meldet er sich auch nicht als Zeuge, sondern versucht auf eigene Faust den Täter zu schnappen.

Wird ihm das gelingen oder wird er am Ende selbst zum Gejagten?

Wenn man mit einem Armband in andere Körper hüpfen kann, ist das schon sehr mysteriös und dementsprechend auch nicht unbedingt logisch, doch was mich sehr gestört hat, dass Neal sich in jede Frau verliebt, die er trifft, und diese Frauen das nicht nur erwidern, sondern sich ihm auch sexuell aufdrängen. Das fand ich sehr übertrieben. Selbst Marta, Neals feste Freundin, nimmt die Geliebte von Neal herzlich bei sich zu Hause auf und es entwickelt sich sogar so ein Dreierding.

So rasant und spannend wie die Geschichte begonnen hat, durch das viele Liebesgedusel, hat das Buch, für mich, dann sehr an Spannung abgebaut. Das zog sich alles so hin. Es gab zwar zwischendurch noch Spannungsmomente, aber diese waren nicht durchweg vorhanden. Ein bisschen weniger Sex und dafür mehr Blut hätte mir persönlich besser gefallen.

Fazit:
Auch wenn mich dieses Buch nicht vollkommen überzeugt hat, liegt „Die Jagd“ von Richard Laymon schon parat. Ich mag seine offene, brutale, anzügliche Schreibweise und die Storys die er sich ausgedacht hat. Falls ihr Laymon begeistert seid, ist „Der Gast“ nicht unbedingt ein Lesemuss. Alle die noch kein Buch von Richard Laymon gelesen haben, es aber vorhaben, sollten nicht mit Diesem beginnen.

Wendy Walker: Kalte Seele, dunkles Herz

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Verlag: FISCHER Scherz
eBook mit 308 Seiten
Erscheinungsdatum: September 2017
Genre: Roman
Preis: 12,99 € (Taschenbuch: 14,99 €)
Bestellbar: hier

Autorin:
Wendy Walkers Spannungsdebüt »Dark Memories – Nichts ist je vergessen« wurde auf Anhieb zum Bestseller, erschien weltweit in 20 Ländern und wird in Hollywood verfilmt. Wendy Walker lebt mit ihrer Familie in Connecticut und arbeitet neben dem Schreiben als Anwältin für Familienrecht.

Klappentext:
»Ich stand frierend im Wald, von Furcht erfüllt zu scheitern. Es stand so viel auf dem Spiel. Sie mussten mir meine Geschichte glauben. Sie mussten Emma finden. Und um Emma zu finden, mussten sie nach ihr suchen. Es hing allein von mir ab, ob meine Schwester gefunden wurde.«
Früh an einem Sonntagmorgen im Juli ist Cassandra – Cass – Tanner plötzlich wieder da. Sie steht auf der Türschwelle ihres Elternhauses und sagt immer wieder „Findet Emma!“

Drei Jahre zuvor waren die 15-jährige Cass und ihre zwei Jahre ältere Schwester Emma spurlos aus der Kleinstadt in Connecticut verschwunden. Niemand konnte sich erklären, was passiert war. Es gab keine Hinweise, keine Zeugen, nur Emmas Auto am Strand, daneben ihre Schuhe, die Autoschlüssel und ihr Portemonnaie auf dem Sitz. Die Ermittlungen liefen ins Leere, Emma und Cass blieben vermisst.

Nur die forensische FBI-Psychologin Dr. Abby Winter hatte schnell eine Theorie zu diesem ungewöhnlichen Fall, eine Theorie, die nur zu schmerzlich mit ihrer eigenen Kindheit und Jugend in Verbindung steht. Aber niemand glaubte an ihre Sicht der Dinge.

Jetzt erzählt Cassandra, was Emma und ihr widerfahren ist. Je mehr sie preisgibt, desto klarer erkennt Abby, dass etwas an Cass‘ Geschichte nicht stimmen kann. Und dass sie selbst die ganze Zeit über recht hatte: Cassandra und Emma sind in keiner „normalen“ Familie groß geworden. Ihr Leben schien nach außen unbeschwert, war aber im Inneren eine psychische Hölle. Perfekte Täuschung, unbarmherzige Manipulation.

Die Dämonen der Kindheit lauern noch immer im Elternhaus der Tanner-Schwestern. Abby wird diese Dämonen ans Licht zerren müssen, um eines zu verstehen: Warum ist Cass zurückgekehrt? Und wo werden sie Emma finden?

Meine Eindrücke:
3 Jahre ist es her, dass Cass und Emma verschwunden sind. Kein einziges Lebenszeichen. Und plötzlich steht Cass an einem Sonntagmorgen bei ihrer Mutter vor der Tür. Doch wo ist Emma?

Cass ist zurück gekommen um ihre Schwester zu finden. Doch sie scheint auch noch etwas anderes zu planen. Man hat das Gefühl, dass sie ihre Mutter fertig machen will. Doch warum? Man fragt sich wo dieser riesen Hass, der in Cass tobt, her kommt.

Sie erzählt eine unglaubliche Geschichte. Das Ermittlerduo Dr. Abby Winter und Leo Strauss versuchen mehr von Cass zu erfahren um Emma möglichst schnell zu finden. Sie erzählt auch bereitwillig ihr Erlebtes, doch irgendetwas scheint hier nicht zu stimmen. Was verheimlicht Cass? Was ist wirklich passiert?

Diese Frage peitschte mich von einer Seite zur Nächsten. Immer wenn ich meinte…ok so war es, kam wieder eine Wendung und ich Stand wieder am Anfang.

Erst am Ende erfahren wir was und wie sich alles zugetragen hat.

Sehr geschickt führt uns die Autorinin in eine Welt der Intrigen, die sich hinter der heilen Familienfassade der Martins verstecken. Die psychische Erkrankung Narzissmus und seine zerstörerischen Auswirkungen spielen hier eine große Rolle.

Fazit:
Ein sehr spannendes Buch welches viele Interessante Wendungen bereit hält. Bis zum Schluss tappt man als Leser im Dunkeln und wird dann mit einem unerwartetem Ende überrascht. Auch der Schreibstil hat mir unheimlich gut gefallen.

Absolute Leseempfehlung!!!

Caleb Roehrig: Niemand wird sie finden

Zwei können ein Geheimnis bewahren – wenn einer von beiden tot ist

Niemand wird sie finden von Caleb Roehrig

Verlag: cbj
Format: eBook
Seiten: 268
Genre: Roman
ISBN: 978-3-641-18564-0
Preis: 11,99 € (Taschenbuch: 14,99 €)
Bestellbar: hier

Autor:
Caleb Roehrig ist Autor und TV-Producer. An Chronischem Fernweh leidend, hat er bereits in Chicago, Los Angeles und Helsinki gelebt. Er hat über dreißig Länder bereist und kann Empfehlungen abgeben, wie man trotz eines bescheidenen Budgets die schönsten Orte zu sehen bekommt. Niemand wird die finden ist sein erster Roman.

Klappentext:
Flynns Freundin January ist verschwunden. Die Polizei vermutet ein Verbrechen und stellt Fragen, die Flynn nicht beantworten kann. Alle Augen sind auf ihn gerichtet, schließlich war – ist – er ihr Freund und die waren in der Nacht vor ihrem Verschwinden zusammen…

Ein grausamer Mord scheint die naheliegende Erklärung zu sein. Doch die Aussagen von Mitschülern und Freunden zeichnen ein völlig fremdes Bild von dem Mädchen, das Flynn so gut zu kennen glaubte. Er muss herausfinden, was mit January geschehen ist, ohne dabei zu verraten, dass er ebenfalls ein Geheimnis hat. Vor seinen Eltern. Vor seinen Freunden. Und vor allem vor sich selbst…

Ich habe gelesen:
Nachdem January verschwunden ist denkt sich ihr „Freund“ Flynn zunächst nichts dabei. Vielleicht ist sie einfach nur abgehauen, denn sie wurde in ein Leben gepresst, welches sie nicht führen will.

Alles war in Ordnung, bis January’s Mutter wieder geheiratet hat, den Politiker Mr. Walker, der kurz vor dem Senatswahlkampf steht. Nach der Hochzeit erfolgte der Umzug in eine Villa. Dort muss sie mit ihrem eigenartigem Stiefbruder zurecht kommen. Dann musste January auf eine Privatschule wechseln, das gehört sich schließlich so für eine „Senatorentochter“.

Zunächst deutet vieles darauf hin, dass sie einfach die Schnauze voll hatte und abgehauen ist. Doch Flynn versucht trotzdem herauszufinden was passiert sein könnte und besucht Orte und Menschen, die January mal erwähnt hat, um vielleicht Hinweise darauf zu finden, wo sie stecken könnte oder was ihr zugestoßen ist.

Was Flynn über seine Freundin erfährt lässt January in einem ganz anderen Licht erscheinen und alles deutet darauf hin, dass es sich hier vielleicht doch um ein Verbrechen handelt. Er erfährt Dinge über sie von denen er einfach nicht glauben möchte das sie Wahr sind. Dann wird eine Freundin von January ermordet aufgefunden und für Flynn ist nun klar was passiert sein muss. Oder täuscht er sich vielleicht doch?

Neben den Grausamkeiten die sich ereignet haben, entwickelt sich aber auch eine schöne Liebesgeschichte. Das rundet das Buch ein wenig ab…hat mir sehr gut gefallen, weil sich auch mit dem Thema Selbstfindung beschäftigt wird.

Das Ende war für mich dann nicht sehr überraschend, weil ich während des Lesens schon meine eigene Theorie entwickelt hatte. Aber eigentlich hätte die Polizei den Fall schnell lösen können, wenn sie ihre Arbeit ordentlich gemacht hätten. So aber hat Flynn den entscheidenden Hinweis gefunden und den Fall, für sich, gelöst.

Doch um die Lösung zu erfahren müsst ihr „Niemand wird sie finden“ selber lesen. 

Fazit:
Für Jugendliche auf jeden Fall ein gelungener Thriller, der sich nicht nur auf menschliche Verbrechen beschränkt, sondern sich auch mit Themen wie dem Erwachsenwerden und mit sich in Einklang zu kommen beschäftigt.

Für mich war es eine schöne Lektüre zwischendurch.

Kanae Minato: Geständnisse

Mit immenser Sogwirkung und einem unbestechlichen Blick auf die menschlichen Abgründe erzählt die ehemalige Lehrerin Kanae Minato eine faszinierend-verstörende Geschichte voller unerwarteter Wendungen. Ein packender Roman, dessen Stimmen den Leser noch lange begleiten.

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Verlag: C.Bertelsmann
Format: eBook
Seiten: 207
Genre: Roman
ISBN: 978-3-641-18321-9
Preis: 13,99 € (Taschenbuch: 16,99 €)
Bestellbar: hier

Autorin:
Kanae Minato, geboren 1973 in Japan, begann ihre Karriere als Schriftstellerin mit dem Bestseller „Geständnisse“, der erfolgreich verfilmt wurde. Ihre Romane und Kurzgeschichten wurden vielfach ausgezeichnet.

Klappentext:
Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine letzte Lektion mit auf den Weg geben. Denn sie weiß, dass ihre Schüler Schuld am Tod ihrer Tochter haben. Mit einer erschütternden Offenbarung setzt sie unter ihnen ein tödliches Drama um Schuld und Rache, um Gewalt und Wahnsinn in Gang, an dessen Ende keiner – weder Kind noch Erwachsener – ungeschoren davonkommt.

Ich habe gelesen:
Die Geschichte beginnt recht harmlos. Der letzte Tag vor den Ferien in Japan. Die Lehrerin Yuko Moriguchi teilt ihrer Klasse mit, dass sie nach den Ferien nicht zurück kommen wird. Schnell werden die Umstände für ihre Kündigung klar und ab da wird für einige Schüler nichts mehr so sein wie es einmal war…Warum???

Die Tochter von Moriguchi ist im Schwimmbecken auf dem Schulgelände ertrunken und zunächst glauben alle an einen schrecklichen Unfall. Doch Frau Moriguchi glaubt nicht an einen Unfall. Zwei Schüler ihrer Klasse sollen am Tod von Manami schuld sein.

Geschrieben ist das Buch aus verschiedenen Perspektiven. Aus Sicht der Lehrerin, der 2 „schuldigen“ Schüler, einer Mitschülerin und der Mutter eines der beschuldigten Schüler. Einige Einzelheiten werden aufgrund der verschiedenen Perspektiven mehrfach geschildert, aber dennoch kommt keine Langeweile auf, da die Autorin immer wieder neue wichtige Details zusteuert, die oft zu unerwarteten Wendungen führt. So erfährt der Leser nach und nach was es mit dem „Unfall“ auf sich hat. Das gefiel mir sehr gut, denn das hat den Spannungsbogen noch mehr erhöht.

Die Charaktere sind allesamt toll gezeichnet und sehr überzeugend dargestellt. Im Laufe der Erzählung lernt der Leser die Beweggründe der einzelnen Protagonisten kennen und wahre menschliche Abgründe tun sich auf.

Fazit:
Ich finde diese Story absolut gelungen. Ein sehr spannendes und toll geschriebenes Buch, welches mich als Leser absolut gefesselt und sehr zum Nachdenken angeregt hat. Zu diesem Roman gibt es auch die Verfilmung „Confessions“, die ich mir auf jeden Fall auch noch anschauen möchte.

Dieses eBook wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank!

Richard Laymon: Das Haus

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Verlag: Heyne Hardcore
Format: eBook
Seiten: 288
Genre: Roman
ISBN: 978-3-641-15977-1
Preis: 8,99 € (Taschenbuch: 9,99 €)
Bestellbar: hier

Autor:
Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren und studierte in Kalifornien englische Literatur. Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete und zu einem der bestverkauften Spannungsautoren aller Zeiten wurde. 2001 gestorben, gilt Laymon heute in den USA und Großbritannien als Horror-Kultautor, der von Schriftstellerkollegen wie Stephen King und Dean Koontz hoch geschätzt wird.

Klappentext:
Halloween. In der amerikanischen Kleinstadt Ashburg gibt es dieses Jahr eine große Party. Geladen wird ins Sherwood- Haus. Ein ganz besonderes Haus. Vor vielen Jahren ist dort eine Familie bestialisch ermordet worden. Seitdem wird es gemieden. Doch trotz dieser finsteren Vorboten öffnen sich am Abend die Tore. Das blutige Spiel beginnt …

Ich habe gelesen:
Der Einstieg in das Buch ist gruselig und brutal. Wir werden Zeuge von 2 bestialischen Morden. Der Autor weiß wie er seine Leser schockt, aber nach diesem tollen Auftakt wird es leider etwas langatmig bis wieder etwas passiert.

Sam Wyatt nimmt die Ermittlungen auf, doch nicht nur der Mord an seinem Kollegen beschäftigt ihn.

Er führt schon seit einiger Zeit eine Beziehung mit einer alleinerziehenden Mutter, doch als ihr Sohn Eric eines Abends von der Beziehung erfährt, ist dieser gar nicht begeistert davon. Er möchte das seine Mutter Cynthia mit seinem Vater zusammen kommt, der kurz vor seiner Geburt abgehauen ist.

Das macht es Sam natürlich nicht leicht Zugang zu Eric zu bekommen.

Eric geht noch zur Schule und hat es dort nicht leicht. Die Mädchen schenken ihm keinerlei Beachtung. Von den Jungs wird er gemoppt und auch einige Lehrer gehen nicht fair mit ihm um. Im Laufe des Buches erfährt man mehr über Eric, seine Vergangenheit und sein Verhalten.

Eines Tages bekommt Eric die Chance Rache zu nehmen für alles was ihm angetan wurde. Es wird eine Halloweenparty im Sherwood-Haus geben. Eric darf jeden einladen, den er nicht leiden kann.

Eric denkt, dass den Partygästen einfach nur ein Streich gespielt werden soll. Das ihnen ein mächtiger Schrecken eingejagt wird. Er hat keine Ahnung, dass die Party von einem Mörder geplant wird, der seinen Blutdurst stillen will.

Das Buch ist flüssig und fesselnd geschrieben. Wenn es zur Sache ging musste ich auch heftig Schlucken, denn Herr Laymon hat eine echt kranke Fantasie, aber zwischendurch gab es sehr lange Durststrecken die mich ein wenig gestört haben.

Die letzten Seiten des Buches nehmen dann wieder richtig an Fahrt auf und waren nichts für schwache Nerven. Das Ende war dann aber sehr seltsam. Viel zu kurz und irgendwie mitten im Satz vorbei. Hat Herr Laymon keine Lust mehr gehabt weiter zu schreiben? Ich hatte das Gefühl als wollte er das Buch einfach schnell zu Ende bringen und lies mich leicht grübelnd zurück…wirklich Schade.

Fazit:
Nachdem ich „Das Loch“ von Herrn Laymon gelesen hatte wollte ich mehr. Auch „Das Haus“ war gut, auch wenn mich das Ende etwas enttäuscht hat. Ich fühlte mich trotzdem gut unterhalten. Ich mag die Art wie er schreibt und ich freue mich auf weitere gruselige Bücher, denn da stehen noch einige auf meiner muss-ich-noch-lesen-Liste. Schade das er nicht mehr unter uns weilt.

Dieses eBook wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank!

Haroon Gordon: Palast aus Staub und Sand

Ein dunkles Geheimnis, das immer weiter an die Oberfläche dringt…

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Verlag: Hockebooks
Format: eBook
Seiten: 310
Genre: Roman
ISBN: 9783957511577
Preis: 7,99 € (12,99 € Taschenbuch)
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Autor:
Haroon Gordon, Jahrgang 1969, geboren als Sohn eines Auswanderer-Ehepaares vom indischen Subkontinent, lebt viele verschiedene Leben. Nach seinen erfolgreichen Studien der Musik und Informatik arbeitete er in jungen Jahren unter anderem als Programmierer, Musiker, Lehrer, Musikkritiker, Texter, Produzent, Tontechniker und Dirigent. Während er in seiner Freizeit schon als Jugendlicher am liebsten Flugzeuge mit und ohne Motor flog, taucht er heute gerne Haien hinterher, klettert trotz ungünstigem Kraft-Masse-Verhältnis immer wieder für ihn gefährlich anmutende Steilwände hinauf, verliert aus seiner Sicht viel zu häufig im Squash und Badminton und reist so oft es irgend geht durch die Welt, um möglichst viele Länder und deren Leibgerichte kennenzulernen – nicht ohne seine Reisen in Bild und Blog zu dokumentieren.
In seinen Romanen bringt Gordon den indisch und südamerikanisch inspirierten, magischen Realismus auf andere Kontinente und in deren Kulturen, um so »große« Themen wie Freundschaft, Liebe, Loyalität, Verrat, Tod, Religion und Eifersucht in spannenden Erzählungen mit überraschenden Wendungen neu zu beleuchten.

Klappentext:
Eines Abends ist er einfach da. Baptiste, der scheue, junge Mann, von dem niemand in der verschlafenen Ortschaft in der Provence weiß, woher er gekommen ist. Und er scheint dort sein Glück zu finden, bis Jahrzehnte später seine verschwiegene Vergangenheit aufersteht. Mit aller Macht ziehen ihn die Erlebnisse vergangener Tage wieder in ihren Bann, und mit ihnen die Erinnerungen an Abda, das längst vergessene Frauengefängnis in der algerischen Wüste, in dem eine ungewöhnliche, tiefe Freundschaft, aber auch sein dunkelstes Geheimnis begraben liegen. Eines, das in einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit immer weiter an die Oberfläche drängt …

Ich habe gelesen:
Im ersten Handlungsstrang erzählt uns Herr Gordon die dramatische Familiengeschichte von Baptiste. Er wächst als Sohn eines Gefängnisdirektors in Abda auf. In diesem Gefängnis wurde sein Freund Gabriel geboren. Eine sehr tiefe, innige Freundschaft verbindet die beiden und wird zum Hauptthema dieses Romans.

Als junger Mann verlässt Baptiste jedoch sein Geburtsland Algerien und somit auch Gabriel und heiratet in Frankreich die Liebe seines Lebens. Nach einigen heftigen Schicksalsschlägen sucht Baptiste einen neuen Sinn in seinem Leben. Er schmeißt alle Brocken hin und macht sich auf in eine ungewisse Zukunft. Hier beginnt die Reise zurück in seine Kindheit und er erinnert sich an seine enge Freundschaft mit Gabriel.

Im zweiten Handlungsstrang lernen wir Ella kennen. Eine junge Frau mit traumatischer Vergangenheit und klaren Zielvorstellungen. Sehr sympathisch, aber auch unheimlich naiv. Sie arbeitet in Chila (Algerien) mit ihren Freunden an dem Hilfsprojekt „Little Hearts“. Doch die Bürokratie legt ihnen haufenweise Steine in den Weg. Nun brauchen die Freunde für ihr Projekt mehr Geld, also reist Ella mit ihrem Freund Jason nach Frankreich, um Spendengelder zu sammeln.

Hier treffen Ella und Baptiste aufeinander und so nach und nach kommt der Leser hinter das dunkle Geheimnis von Baptiste.

„Palast aus Staub und Sand“ hat mich emotional absolut umgehauen. Haaron Gordon hat einen so wundervollen und einfühlsamen Schreibstil. Ich war gefangen in dieser Geschichte und hatte das Gefühl, dass ich das alles selber erlebt habe. Wahnsinn! Die Charaktere sind einzigartig und mit sehr viel Tiefe gezeichnet. Es ist eine Geschichte über Liebe, Schmerz, Freundschaft, Hoffnung, Leid, Gewalt und soooo viel mehr.

Das Ende ist auch großartig. Zwischendurch hatte ich schon eine Ahnung worauf alles hinauflaufen wird und hatte auch teilweise recht, dennoch wurde ich noch überrascht. Alle Geheimnisse sind gelüftet, bis auf ein klitzekleines…aber lest unbedingt selbst!

Fazit:
Der schönste Roman den ich seit langer Zeit gelesen habe. Eine Geschichte von 3 Menschen die ihrer Vergangenheit entfliehen wollen und dennoch nie vergessen können. So ein tolles, gefühlvolles, ruhiges Buch, das einen dennoch in seinen Bann zieht. Ich war absolut überwältigt. Es gibt selten Bücher, die ich mehrfach in die Hand nehme, aber dieses Buch wird definitiv nochmal gelesen.

Dieser Roman wurde mir von



zum rezensieren zur Verfügung gestellt.

Jane Lythell: Denn du gehörst mir

Am 23.04. ist Welttag des Buches. Zu diesem Anlass gibt es seit ein paar Jahren die Aktion: „Blogger schenken Lesefreude“ In diesem Jahr habe ich erstmalig auch teilgenommen.

Und was soll ich sagen, ich hatte Glück und habe bei der lieben Kristin von Vandeswelt diesen tollen Roman gewonnen.

Vertrauen ist mutig.
Kontrolle ist tödlich.

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Verlag: Piper
Format: Taschenbuch
Seiten: 336
Genre: Roman
ISBN: 978-3-492-96736-5
Preis: 8,99 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Jane Lythell arbeitete als TV-Produzentin und Chefredakteurin, bevor sie die stellvertretende Leitung des British Film Institute (BFI) übernahm und Geschäftsführerin der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) wurde. Heute widmet sie sich ganz dem Schreiben. »Denn du gehörst mir« ist ihr erster Roman.

Klappentext:
Kathy hat gerade einen gesunden Jungen bekommen und lebt glücklich verheiratet in London. Ihr Job als Redaktionsleiterin ist anstrengend, aber erfüllend. Ein Leben wie im Bilderbuch. Wenn da nicht ihre Kollegin Heja wäre, die mehr über Kathy weiß, als es zunächst den Anschein hat. Schritt für Schritt, und von Kathy völlig unbemerkt, beginnt sie, sich in deren Leben zu schleichen. Und je tiefer sich Heja in Kathys intimste Ängste gräbt, desto klarer wird, worauf sie es eigentlich abgesehen hat …

Ich habe gelesen:
Kathy arbeitet als Chefredakteurin bei einer Zeitschrift über moderne Architektur in London.

Alles scheint perfekt zu sein. Frischgebackene Mutter, ein toller Ehemann und ein guter Job, was will man mehr. Doch irgendwie verhält sich Markus, ihr Ehemann, seit der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes Billy sehr merkwürdig. Er scheint Geheimnisse vor Kathy zu haben. Doch immer wenn Kathy ihn danach fragt, weicht er aus. Aus seiner Vergangenheit in Finnland weiß sie nichts und seinen Eltern wurde Kathy auch nie vorgestellt.

Kathy hat eine Kollegin namens Heja, früher war sie eine berühmte Moderatorin im finnischen Fernsehen. Doch was hat Heja dazu bewogen ihren Job aufzugeben und stattdessen in London bei einer Zeitschrift für Architektur zu arbeiten?

Von der berühmten Moderatorin Heja Vanheinen, mit viel Medienrummel, zu einer Büromaus bei einer Zeitschrift…Mmmhhhhh

Ziemlich schnell wird dem Leser klar, dass Heja Kathy nicht gerade wohl gesonnen ist und etwas im Schilde führt.

„Denn du gehörst mir“ ist der Debüttroman von Jane Lythell.

Der Stil von Jane Lythell ist sehr gut und flüssig zu lesen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Kathy und Heja erzählt. Während Kathy versucht ihren Alltag zu meistern (Chefredakteurin, Mutter und Ehefrau), stalkt Heja die junge Mutter und vergreift sich an ihrer Privatsphäre. Hier hat die Autorin 2 Protagonisten geschaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Heja ist voller Missgunst, Kälte und Verachtung. Kathy hingegen ist geplagt von Ängsten und macht so viele Gefühle durch, dass einem als Leser manchmal der Kopf schwirrt.

Ich hatte beim Lesen oft ein beklemmendes Gefühl, da Heja bei jeder ihrer Aktionen so ungerührt war, während sie genau wusste, was sie damit in Kathys Leben anrichtet.

Eine gut durchdachte Geschichte, die mich unterhalten hat. Für das Ende gibt es allerdings einen Punkt Abzug, denn den hätte die Autorin etwas ausschmücken können. Das war mir alles zu abrupt.

Fazit:
Diesmal kein blutiger Thriller, aber ich wurde gut unterhalten und hatte das Buch innerhalb kurzer Zeit durchgelesen. Ein toller Roman, der mich von der Ersten Seite in den Bann gezogen hat.

Richard Laymon: Das Loch

Es ist angerichtet…

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Verlag: Heyne Hardcore
Format: Taschenbuch
Seiten: 544
Genre: Roman
ISBN: 978-3-453-67626-8
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren und studierte in Kalifornien englische Literatur. Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete und zu einem der bestverkauften Spannungsautoren aller Zeiten wurde. 2001 gestorben, gilt Laymon heute in den USA und Großbritannien als Horror-Kultautor, der von Schriftstellerkollegen wie Stephen King und Dean Koontz hoch geschätzt wird.

Klappentext:
Nach einer höllischen Begegnung mit einem ehemaligen Mitschüler irrt die junge Pamela durch die kalifornische Wüste, bis sie von einem höchst seltsamen Busfahrer aufgelesen wird. Gleichzeitig nimmt der harmlose Student Norman zwei Anhalter mit, die sich schnell als eiskalte Psychopathen entpuppen. Alle treffen sich in einem winzigen Kaff in der Einöde, dessen Bewohner auf den ersten Blick ganz nett zu sein scheinen – aber manche Gäste auf der Durchreise wahrhaftig zum Fressen gern haben.

Meine Meinung:
Gleich zu Beginn lernen wir Pamela kennen. Nach einem gemütlichen Abend mit ihrem Mann befindet sie sich auf einmal in einem absoluten Alptraum. Sie wird von einem irren Typen, der seit der Schulzeit besessen von ihr ist, entführt. Rodney hat für Pamela ein Zuhause in der Einöde geschaffen. Dort will er sie nun hinbringen. Eben noch im Ehebett und kurz darauf, mit einem Psychopathen, mitten in der Wüste.

Wird sich Pamela aus den Fängen von Rodney befreien können?

In einem zweiten Handlungsstrang treffen wir Norman. Ein junger, schüchterner Collegestudent der gerade, mit seinem Auto, auf dem Weg nach Hause ist. Als er nach einer Pause, aus einer Tankstelle, zurück zu seinem Wagen kommt, sitzt plötzlich ein fremder Typ auf seinem Beifahrersitz. Er stellt sich als Duke vor und bittet Normen ihn ein Stück mitzunehmen.

Duke war mir gleich sehr unsympathisch. Ein gewaltbereiter, undurchschaubarer Kerl. Irgendwie angsteinflößend. Normen sträubte sich eigentlich Duke mitzunehmen, aber am Ende blieb ihm nichts anderes übrig.

Unterwegs treffen die Beiden auf eine Anhalterin namens Boots. Dieser Charakter war für mich der absolute Hammer. So überzeugt von sich. In knappen Shorts, Tanktop und weißen Cowboyboots hat sie sich benommen, als wäre sie eine Göttin, aber die Beschreibung des Autors zeigte mir ein ganz anderes Bild von ihr.

Auch auf Norman wirkte Boots sehr seltsam. Eigentlich findet er sie einfältig und hässlich. Er vergleicht sie immer mit einem Schwein, aber andererseits reizt sie ihn mit ihren weiblichen Attributen. Für Norman eine sehr verwirrende Situation.

Schon nach kurzer Zeit entpuppen sich die beiden Mitfahrer als eiskalte Psychopathen. Sie ziehen Nomen mit in einen Strudel aus Sex und Gewalt.

Als Normen, Duke und Boots vor der Polizei fliehen müssen, landen sie in dem Örtchen Pits, Kalifornien, 6 Einwohner. Hier laufen die 2 Handlungsstränge zusammen, denn auch Pamela hält sich in Pits auf.

Doch irgendetwas Seltsames geht in dem Wüstenstädtchen vor. Die Bewohner sind zwar sehr nett und gastfreundlich, aber irgendwie auch sehr eigenartig und geheimnisvoll.

Der Spannungsbogen wird von Anfang an auf einem hohen Niveau gehalten und flacht während der gesamten Geschichte nicht ab. Manchmal fand ich die Situationen ein wenig unrealistisch, aber das hat mir die Freude an diesem Buch nicht genommen. Herr Laymon setzt auf atemberaubende Spannung, einen bitterbösen Stil und auf eine Brise schwarzen Humor.

Fazit:
Ich habe schon viel von Richard Laymon gehört. Er gilt als der Horror-Kultautor in den USA und Großbritannien, aber gelesen hatte ich vorher noch keins seiner Bücher. Ich denke hier werde ich mir noch das ein oder andere Buch besorgen, denn er vereint: Horror, Spannung, Ekel, Sex und Humor und das hat mir sehr gut gefallen.

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, als Rezensionsexemplar, zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

 

Gewinnspiel – „Blogger schenken Lesefreude“

Heute ist Welttag des Buches!

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Ich persönlich habe soooo viel Spaß am Lesen und ich würde mir wünschen, dass es mehr Bücher begeisterte Menschen auf der Welt gibt. Deshalb nehme ich in diesem Jahr erstmalig an der Aktion Blogger schenken Lesefreude teil und hoffe auf ganz viele Teilnehmer.

Ich möchte gerne folgendes Buch verlosen:

Hera Lind: „Die Sehnsuchtsfalle“

Roman nach einer wahren Geschichte

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Verlag: DIANA (erschienen: 14.11.2016)
Taschenbuch, Broschur, 416 Seiten

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Autorin:
Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen von „Die Champagner-Diät“ und „Verwechseljahre“ bis „Eine Handvoll Heldinnen“ sensationellen Erfolg hatte. Auch mit ihren Tatsachenromanen „Der Mann, der wirklich liebte“, „Die Frau, die zu sehr liebte“ und „Kuckucksnest“ eroberte sie die SPIEGEL-Bestsellerliste. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

Klappentext:
Als Rita kurz vor dem Abi den aus Ghana stammenden Studenten Tony kennenlernt, ist es die große Liebe. Sie wird schwanger, doch Tony muss zurück in seine Heimat. Jahre vergehen, bis sie sich wiedersehen. Rita kann ihr Glück kaum fassen, aber es ist nur von kurzer Dauer. Tony stirbt bei einem Autounfall. Und weil sie blind vor Kummer ist, wird sie in Brasilien in eine Falle gelockt: Man erwischt sie mit einer großen Menge Kokain und verhaftet sie. Damit gerät Rita in eine Hölle, aus der es kein Entrinnen gibt …

Teilnahmebedingungen:
♦ Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich
♦ nur Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

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Das Gewinnspiel endet am 01.05.2017 um 23.59 Uhr und unter allen Teilnehmern wird ausgelost.
Gerne dürft ihr das Gewinnspiel teilen, ist aber keine Bedingung.

∗∗∗Viel Glück!∗∗∗

♥Eure Ela