Tag-Archiv | Roman

Kanae Minato: Geständnisse

Mit immenser Sogwirkung und einem unbestechlichen Blick auf die menschlichen Abgründe erzählt die ehemalige Lehrerin Kanae Minato eine faszinierend-verstörende Geschichte voller unerwarteter Wendungen. Ein packender Roman, dessen Stimmen den Leser noch lange begleiten.

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Verlag: C.Bertelsmann
Format: eBook
Seiten: 207
Genre: Roman
ISBN: 978-3-641-18321-9
Preis: 13,99 € (Taschenbuch: 16,99 €)
Bestellbar: hier

Autorin:
Kanae Minato, geboren 1973 in Japan, begann ihre Karriere als Schriftstellerin mit dem Bestseller „Geständnisse“, der erfolgreich verfilmt wurde. Ihre Romane und Kurzgeschichten wurden vielfach ausgezeichnet.

Klappentext:
Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine letzte Lektion mit auf den Weg geben. Denn sie weiß, dass ihre Schüler Schuld am Tod ihrer Tochter haben. Mit einer erschütternden Offenbarung setzt sie unter ihnen ein tödliches Drama um Schuld und Rache, um Gewalt und Wahnsinn in Gang, an dessen Ende keiner – weder Kind noch Erwachsener – ungeschoren davonkommt.

Ich habe gelesen:
Die Geschichte beginnt recht harmlos. Der letzte Tag vor den Ferien in Japan. Die Lehrerin Yuko Moriguchi teilt ihrer Klasse mit, dass sie nach den Ferien nicht zurück kommen wird. Schnell werden die Umstände für ihre Kündigung klar und ab da wird für einige Schüler nichts mehr so sein wie es einmal war…Warum???

Die Tochter von Moriguchi ist im Schwimmbecken auf dem Schulgelände ertrunken und zunächst glauben alle an einen schrecklichen Unfall. Doch Frau Moriguchi glaubt nicht an einen Unfall. Zwei Schüler ihrer Klasse sollen am Tod von Manami schuld sein.

Geschrieben ist das Buch aus verschiedenen Perspektiven. Aus Sicht der Lehrerin, der 2 „schuldigen“ Schüler, einer Mitschülerin und der Mutter eines der beschuldigten Schüler. Einige Einzelheiten werden aufgrund der verschiedenen Perspektiven mehrfach geschildert, aber dennoch kommt keine Langeweile auf, da die Autorin immer wieder neue wichtige Details zusteuert, die oft zu unerwarteten Wendungen führt. So erfährt der Leser nach und nach was es mit dem „Unfall“ auf sich hat. Das gefiel mir sehr gut, denn das hat den Spannungsbogen noch mehr erhöht.

Die Charaktere sind allesamt toll gezeichnet und sehr überzeugend dargestellt. Im Laufe der Erzählung lernt der Leser die Beweggründe der einzelnen Protagonisten kennen und wahre menschliche Abgründe tun sich auf.

Fazit:
Ich finde diese Story absolut gelungen. Ein sehr spannendes und toll geschriebenes Buch, welches mich als Leser absolut gefesselt und sehr zum Nachdenken angeregt hat. Zu diesem Roman gibt es auch die Verfilmung „Confessions“, die ich mir auf jeden Fall auch noch anschauen möchte.

Dieses eBook wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank!

Richard Laymon: Das Haus

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Verlag: Heyne Hardcore
Format: eBook
Seiten: 288
Genre: Roman
ISBN: 978-3-641-15977-1
Preis: 8,99 € (Taschenbuch: 9,99 €)
Bestellbar: hier

Autor:
Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren und studierte in Kalifornien englische Literatur. Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete und zu einem der bestverkauften Spannungsautoren aller Zeiten wurde. 2001 gestorben, gilt Laymon heute in den USA und Großbritannien als Horror-Kultautor, der von Schriftstellerkollegen wie Stephen King und Dean Koontz hoch geschätzt wird.

Klappentext:
Halloween. In der amerikanischen Kleinstadt Ashburg gibt es dieses Jahr eine große Party. Geladen wird ins Sherwood- Haus. Ein ganz besonderes Haus. Vor vielen Jahren ist dort eine Familie bestialisch ermordet worden. Seitdem wird es gemieden. Doch trotz dieser finsteren Vorboten öffnen sich am Abend die Tore. Das blutige Spiel beginnt …

Ich habe gelesen:
Der Einstieg in das Buch ist gruselig und brutal. Wir werden Zeuge von 2 bestialischen Morden. Der Autor weiß wie er seine Leser schockt, aber nach diesem tollen Auftakt wird es leider etwas langatmig bis wieder etwas passiert.

Sam Wyatt nimmt die Ermittlungen auf, doch nicht nur der Mord an seinem Kollegen beschäftigt ihn.

Er führt schon seit einiger Zeit eine Beziehung mit einer alleinerziehenden Mutter, doch als ihr Sohn Eric eines Abends von der Beziehung erfährt, ist dieser gar nicht begeistert davon. Er möchte das seine Mutter Cynthia mit seinem Vater zusammen kommt, der kurz vor seiner Geburt abgehauen ist.

Das macht es Sam natürlich nicht leicht Zugang zu Eric zu bekommen.

Eric geht noch zur Schule und hat es dort nicht leicht. Die Mädchen schenken ihm keinerlei Beachtung. Von den Jungs wird er gemoppt und auch einige Lehrer gehen nicht fair mit ihm um. Im Laufe des Buches erfährt man mehr über Eric, seine Vergangenheit und sein Verhalten.

Eines Tages bekommt Eric die Chance Rache zu nehmen für alles was ihm angetan wurde. Es wird eine Halloweenparty im Sherwood-Haus geben. Eric darf jeden einladen, den er nicht leiden kann.

Eric denkt, dass den Partygästen einfach nur ein Streich gespielt werden soll. Das ihnen ein mächtiger Schrecken eingejagt wird. Er hat keine Ahnung, dass die Party von einem Mörder geplant wird, der seinen Blutdurst stillen will.

Das Buch ist flüssig und fesselnd geschrieben. Wenn es zur Sache ging musste ich auch heftig Schlucken, denn Herr Laymon hat eine echt kranke Fantasie, aber zwischendurch gab es sehr lange Durststrecken die mich ein wenig gestört haben.

Die letzten Seiten des Buches nehmen dann wieder richtig an Fahrt auf und waren nichts für schwache Nerven. Das Ende war dann aber sehr seltsam. Viel zu kurz und irgendwie mitten im Satz vorbei. Hat Herr Laymon keine Lust mehr gehabt weiter zu schreiben? Ich hatte das Gefühl als wollte er das Buch einfach schnell zu Ende bringen und lies mich leicht grübelnd zurück…wirklich Schade.

Fazit:
Nachdem ich „Das Loch“ von Herrn Laymon gelesen hatte wollte ich mehr. Auch „Das Haus“ war gut, auch wenn mich das Ende etwas enttäuscht hat. Ich fühlte mich trotzdem gut unterhalten. Ich mag die Art wie er schreibt und ich freue mich auf weitere gruselige Bücher, denn da stehen noch einige auf meiner muss-ich-noch-lesen-Liste. Schade das er nicht mehr unter uns weilt.

Dieses eBook wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank!

Haroon Gordon: Palast aus Staub und Sand

Ein dunkles Geheimnis, das immer weiter an die Oberfläche dringt…

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Verlag: Hockebooks
Format: eBook
Seiten: 310
Genre: Roman
ISBN: 9783957511577
Preis: 7,99 € (12,99 € Taschenbuch)
bestellen!

Autor:
Haroon Gordon, Jahrgang 1969, geboren als Sohn eines Auswanderer-Ehepaares vom indischen Subkontinent, lebt viele verschiedene Leben. Nach seinen erfolgreichen Studien der Musik und Informatik arbeitete er in jungen Jahren unter anderem als Programmierer, Musiker, Lehrer, Musikkritiker, Texter, Produzent, Tontechniker und Dirigent. Während er in seiner Freizeit schon als Jugendlicher am liebsten Flugzeuge mit und ohne Motor flog, taucht er heute gerne Haien hinterher, klettert trotz ungünstigem Kraft-Masse-Verhältnis immer wieder für ihn gefährlich anmutende Steilwände hinauf, verliert aus seiner Sicht viel zu häufig im Squash und Badminton und reist so oft es irgend geht durch die Welt, um möglichst viele Länder und deren Leibgerichte kennenzulernen – nicht ohne seine Reisen in Bild und Blog zu dokumentieren.
In seinen Romanen bringt Gordon den indisch und südamerikanisch inspirierten, magischen Realismus auf andere Kontinente und in deren Kulturen, um so »große« Themen wie Freundschaft, Liebe, Loyalität, Verrat, Tod, Religion und Eifersucht in spannenden Erzählungen mit überraschenden Wendungen neu zu beleuchten.

Klappentext:
Eines Abends ist er einfach da. Baptiste, der scheue, junge Mann, von dem niemand in der verschlafenen Ortschaft in der Provence weiß, woher er gekommen ist. Und er scheint dort sein Glück zu finden, bis Jahrzehnte später seine verschwiegene Vergangenheit aufersteht. Mit aller Macht ziehen ihn die Erlebnisse vergangener Tage wieder in ihren Bann, und mit ihnen die Erinnerungen an Abda, das längst vergessene Frauengefängnis in der algerischen Wüste, in dem eine ungewöhnliche, tiefe Freundschaft, aber auch sein dunkelstes Geheimnis begraben liegen. Eines, das in einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit immer weiter an die Oberfläche drängt …

Ich habe gelesen:
Im ersten Handlungsstrang erzählt uns Herr Gordon die dramatische Familiengeschichte von Baptiste. Er wächst als Sohn eines Gefängnisdirektors in Abda auf. In diesem Gefängnis wurde sein Freund Gabriel geboren. Eine sehr tiefe, innige Freundschaft verbindet die beiden und wird zum Hauptthema dieses Romans.

Als junger Mann verlässt Baptiste jedoch sein Geburtsland Algerien und somit auch Gabriel und heiratet in Frankreich die Liebe seines Lebens. Nach einigen heftigen Schicksalsschlägen sucht Baptiste einen neuen Sinn in seinem Leben. Er schmeißt alle Brocken hin und macht sich auf in eine ungewisse Zukunft. Hier beginnt die Reise zurück in seine Kindheit und er erinnert sich an seine enge Freundschaft mit Gabriel.

Im zweiten Handlungsstrang lernen wir Ella kennen. Eine junge Frau mit traumatischer Vergangenheit und klaren Zielvorstellungen. Sehr sympathisch, aber auch unheimlich naiv. Sie arbeitet in Chila (Algerien) mit ihren Freunden an dem Hilfsprojekt „Little Hearts“. Doch die Bürokratie legt ihnen haufenweise Steine in den Weg. Nun brauchen die Freunde für ihr Projekt mehr Geld, also reist Ella mit ihrem Freund Jason nach Frankreich, um Spendengelder zu sammeln.

Hier treffen Ella und Baptiste aufeinander und so nach und nach kommt der Leser hinter das dunkle Geheimnis von Baptiste.

„Palast aus Staub und Sand“ hat mich emotional absolut umgehauen. Haaron Gordon hat einen so wundervollen und einfühlsamen Schreibstil. Ich war gefangen in dieser Geschichte und hatte das Gefühl, dass ich das alles selber erlebt habe. Wahnsinn! Die Charaktere sind einzigartig und mit sehr viel Tiefe gezeichnet. Es ist eine Geschichte über Liebe, Schmerz, Freundschaft, Hoffnung, Leid, Gewalt und soooo viel mehr.

Das Ende ist auch großartig. Zwischendurch hatte ich schon eine Ahnung worauf alles hinauflaufen wird und hatte auch teilweise recht, dennoch wurde ich noch überrascht. Alle Geheimnisse sind gelüftet, bis auf ein klitzekleines…aber lest unbedingt selbst!

Fazit:
Der schönste Roman den ich seit langer Zeit gelesen habe. Eine Geschichte von 3 Menschen die ihrer Vergangenheit entfliehen wollen und dennoch nie vergessen können. So ein tolles, gefühlvolles, ruhiges Buch, das einen dennoch in seinen Bann zieht. Ich war absolut überwältigt. Es gibt selten Bücher, die ich mehrfach in die Hand nehme, aber dieses Buch wird definitiv nochmal gelesen.

Dieser Roman wurde mir von



zum rezensieren zur Verfügung gestellt.

Jane Lythell: Denn du gehörst mir

Am 23.04. ist Welttag des Buches. Zu diesem Anlass gibt es seit ein paar Jahren die Aktion: „Blogger schenken Lesefreude“ In diesem Jahr habe ich erstmalig auch teilgenommen.

Und was soll ich sagen, ich hatte Glück und habe bei der lieben Kristin von Vandeswelt diesen tollen Roman gewonnen.

Vertrauen ist mutig.
Kontrolle ist tödlich.

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Verlag: Piper
Format: Taschenbuch
Seiten: 336
Genre: Roman
ISBN: 978-3-492-96736-5
Preis: 8,99 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Jane Lythell arbeitete als TV-Produzentin und Chefredakteurin, bevor sie die stellvertretende Leitung des British Film Institute (BFI) übernahm und Geschäftsführerin der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) wurde. Heute widmet sie sich ganz dem Schreiben. »Denn du gehörst mir« ist ihr erster Roman.

Klappentext:
Kathy hat gerade einen gesunden Jungen bekommen und lebt glücklich verheiratet in London. Ihr Job als Redaktionsleiterin ist anstrengend, aber erfüllend. Ein Leben wie im Bilderbuch. Wenn da nicht ihre Kollegin Heja wäre, die mehr über Kathy weiß, als es zunächst den Anschein hat. Schritt für Schritt, und von Kathy völlig unbemerkt, beginnt sie, sich in deren Leben zu schleichen. Und je tiefer sich Heja in Kathys intimste Ängste gräbt, desto klarer wird, worauf sie es eigentlich abgesehen hat …

Ich habe gelesen:
Kathy arbeitet als Chefredakteurin bei einer Zeitschrift über moderne Architektur in London.

Alles scheint perfekt zu sein. Frischgebackene Mutter, ein toller Ehemann und ein guter Job, was will man mehr. Doch irgendwie verhält sich Markus, ihr Ehemann, seit der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes Billy sehr merkwürdig. Er scheint Geheimnisse vor Kathy zu haben. Doch immer wenn Kathy ihn danach fragt, weicht er aus. Aus seiner Vergangenheit in Finnland weiß sie nichts und seinen Eltern wurde Kathy auch nie vorgestellt.

Kathy hat eine Kollegin namens Heja, früher war sie eine berühmte Moderatorin im finnischen Fernsehen. Doch was hat Heja dazu bewogen ihren Job aufzugeben und stattdessen in London bei einer Zeitschrift für Architektur zu arbeiten?

Von der berühmten Moderatorin Heja Vanheinen, mit viel Medienrummel, zu einer Büromaus bei einer Zeitschrift…Mmmhhhhh

Ziemlich schnell wird dem Leser klar, dass Heja Kathy nicht gerade wohl gesonnen ist und etwas im Schilde führt.

„Denn du gehörst mir“ ist der Debüttroman von Jane Lythell.

Der Stil von Jane Lythell ist sehr gut und flüssig zu lesen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Kathy und Heja erzählt. Während Kathy versucht ihren Alltag zu meistern (Chefredakteurin, Mutter und Ehefrau), stalkt Heja die junge Mutter und vergreift sich an ihrer Privatsphäre. Hier hat die Autorin 2 Protagonisten geschaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Heja ist voller Missgunst, Kälte und Verachtung. Kathy hingegen ist geplagt von Ängsten und macht so viele Gefühle durch, dass einem als Leser manchmal der Kopf schwirrt.

Ich hatte beim Lesen oft ein beklemmendes Gefühl, da Heja bei jeder ihrer Aktionen so ungerührt war, während sie genau wusste, was sie damit in Kathys Leben anrichtet.

Eine gut durchdachte Geschichte, die mich unterhalten hat. Für das Ende gibt es allerdings einen Punkt Abzug, denn den hätte die Autorin etwas ausschmücken können. Das war mir alles zu abrupt.

Fazit:
Diesmal kein blutiger Thriller, aber ich wurde gut unterhalten und hatte das Buch innerhalb kurzer Zeit durchgelesen. Ein toller Roman, der mich von der Ersten Seite in den Bann gezogen hat.

Richard Laymon: Das Loch

Es ist angerichtet…

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Verlag: Heyne Hardcore
Format: Taschenbuch
Seiten: 544
Genre: Roman
ISBN: 978-3-453-67626-8
Preis: 9,99 €
Bestellbar: hier

Autor:
Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren und studierte in Kalifornien englische Literatur. Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete und zu einem der bestverkauften Spannungsautoren aller Zeiten wurde. 2001 gestorben, gilt Laymon heute in den USA und Großbritannien als Horror-Kultautor, der von Schriftstellerkollegen wie Stephen King und Dean Koontz hoch geschätzt wird.

Klappentext:
Nach einer höllischen Begegnung mit einem ehemaligen Mitschüler irrt die junge Pamela durch die kalifornische Wüste, bis sie von einem höchst seltsamen Busfahrer aufgelesen wird. Gleichzeitig nimmt der harmlose Student Norman zwei Anhalter mit, die sich schnell als eiskalte Psychopathen entpuppen. Alle treffen sich in einem winzigen Kaff in der Einöde, dessen Bewohner auf den ersten Blick ganz nett zu sein scheinen – aber manche Gäste auf der Durchreise wahrhaftig zum Fressen gern haben.

Meine Meinung:
Gleich zu Beginn lernen wir Pamela kennen. Nach einem gemütlichen Abend mit ihrem Mann befindet sie sich auf einmal in einem absoluten Alptraum. Sie wird von einem irren Typen, der seit der Schulzeit besessen von ihr ist, entführt. Rodney hat für Pamela ein Zuhause in der Einöde geschaffen. Dort will er sie nun hinbringen. Eben noch im Ehebett und kurz darauf, mit einem Psychopathen, mitten in der Wüste.

Wird sich Pamela aus den Fängen von Rodney befreien können?

In einem zweiten Handlungsstrang treffen wir Norman. Ein junger, schüchterner Collegestudent der gerade, mit seinem Auto, auf dem Weg nach Hause ist. Als er nach einer Pause, aus einer Tankstelle, zurück zu seinem Wagen kommt, sitzt plötzlich ein fremder Typ auf seinem Beifahrersitz. Er stellt sich als Duke vor und bittet Normen ihn ein Stück mitzunehmen.

Duke war mir gleich sehr unsympathisch. Ein gewaltbereiter, undurchschaubarer Kerl. Irgendwie angsteinflößend. Normen sträubte sich eigentlich Duke mitzunehmen, aber am Ende blieb ihm nichts anderes übrig.

Unterwegs treffen die Beiden auf eine Anhalterin namens Boots. Dieser Charakter war für mich der absolute Hammer. So überzeugt von sich. In knappen Shorts, Tanktop und weißen Cowboyboots hat sie sich benommen, als wäre sie eine Göttin, aber die Beschreibung des Autors zeigte mir ein ganz anderes Bild von ihr.

Auch auf Norman wirkte Boots sehr seltsam. Eigentlich findet er sie einfältig und hässlich. Er vergleicht sie immer mit einem Schwein, aber andererseits reizt sie ihn mit ihren weiblichen Attributen. Für Norman eine sehr verwirrende Situation.

Schon nach kurzer Zeit entpuppen sich die beiden Mitfahrer als eiskalte Psychopathen. Sie ziehen Nomen mit in einen Strudel aus Sex und Gewalt.

Als Normen, Duke und Boots vor der Polizei fliehen müssen, landen sie in dem Örtchen Pits, Kalifornien, 6 Einwohner. Hier laufen die 2 Handlungsstränge zusammen, denn auch Pamela hält sich in Pits auf.

Doch irgendetwas Seltsames geht in dem Wüstenstädtchen vor. Die Bewohner sind zwar sehr nett und gastfreundlich, aber irgendwie auch sehr eigenartig und geheimnisvoll.

Der Spannungsbogen wird von Anfang an auf einem hohen Niveau gehalten und flacht während der gesamten Geschichte nicht ab. Manchmal fand ich die Situationen ein wenig unrealistisch, aber das hat mir die Freude an diesem Buch nicht genommen. Herr Laymon setzt auf atemberaubende Spannung, einen bitterbösen Stil und auf eine Brise schwarzen Humor.

Fazit:
Ich habe schon viel von Richard Laymon gehört. Er gilt als der Horror-Kultautor in den USA und Großbritannien, aber gelesen hatte ich vorher noch keins seiner Bücher. Ich denke hier werde ich mir noch das ein oder andere Buch besorgen, denn er vereint: Horror, Spannung, Ekel, Sex und Humor und das hat mir sehr gut gefallen.

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, als Rezensionsexemplar, zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

 

Gewinnspiel – „Blogger schenken Lesefreude“

Heute ist Welttag des Buches!

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Ich persönlich habe soooo viel Spaß am Lesen und ich würde mir wünschen, dass es mehr Bücher begeisterte Menschen auf der Welt gibt. Deshalb nehme ich in diesem Jahr erstmalig an der Aktion Blogger schenken Lesefreude teil und hoffe auf ganz viele Teilnehmer.

Ich möchte gerne folgendes Buch verlosen:

Hera Lind: „Die Sehnsuchtsfalle“

Roman nach einer wahren Geschichte

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Verlag: DIANA (erschienen: 14.11.2016)
Taschenbuch, Broschur, 416 Seiten

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Autorin:
Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen von „Die Champagner-Diät“ und „Verwechseljahre“ bis „Eine Handvoll Heldinnen“ sensationellen Erfolg hatte. Auch mit ihren Tatsachenromanen „Der Mann, der wirklich liebte“, „Die Frau, die zu sehr liebte“ und „Kuckucksnest“ eroberte sie die SPIEGEL-Bestsellerliste. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

Klappentext:
Als Rita kurz vor dem Abi den aus Ghana stammenden Studenten Tony kennenlernt, ist es die große Liebe. Sie wird schwanger, doch Tony muss zurück in seine Heimat. Jahre vergehen, bis sie sich wiedersehen. Rita kann ihr Glück kaum fassen, aber es ist nur von kurzer Dauer. Tony stirbt bei einem Autounfall. Und weil sie blind vor Kummer ist, wird sie in Brasilien in eine Falle gelockt: Man erwischt sie mit einer großen Menge Kokain und verhaftet sie. Damit gerät Rita in eine Hölle, aus der es kein Entrinnen gibt …

Teilnahmebedingungen:
♦ Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich
♦ nur Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

👉 Gebt diesem Beitrag ein Herzchen
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👉 Hinterlasst mir einen Kommentar mit Eurem absoluten Lieblingsautor!

Das Gewinnspiel endet am 01.05.2017 um 23.59 Uhr und unter allen Teilnehmern wird ausgelost.
Gerne dürft ihr das Gewinnspiel teilen, ist aber keine Bedingung.

∗∗∗Viel Glück!∗∗∗

♥Eure Ela

Joy Fielding: Die Schwester

Ein kleines Mädchen verschwindet. Ihre Mutter und ihre Schwester bleiben zurück. Und werden Jahre später mit einer Wahrheit konfrontiert, die sie ins Herz der Finsternis führt …

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Verlag: Goldmann
Format: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Seiten: 448
Genre: Roman
ISBN: 978-3-442-31272-6
Preis: 19,99 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Joy Fielding gehört zu den unumstrittenen Spitzenautorinnen Amerikas. Seit ihrem Psychothriller „Lauf, Jane, lauf“ waren alle ihre Bücher internationale Bestseller. Joy Fielding lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida.

Klappentext:
Caroline Shipley ist voller Vorfreude, denn ihr Mann Hunter hat sie zur Feier ihres Hochzeitstages in ein Luxushotel in Mexiko eingeladen. Gemeinsam mit ihren beiden kleinen Töchtern reisen sie an und beziehen ihre komfortable Suite. Doch was als paradiesischer Aufenthalt geplant war, wandelt sich zum tiefen Trauma in Carolines Leben, von dem sie sich nie erholen wird – denn eines Abends wird die zweijährige Samantha aus der Suite entführt und bleibt für immer verschwunden. Caroline zerbricht beinahe an dem Verlust und muss sich auch noch den Verdächtigungen der Presse stellen, an der Entführung beteiligt gewesen zu sein. Die Jahre vergehen, und irgendwann gibt Caroline selbst den letzten Funken Hoffnung auf, dass Samantha doch noch am Leben ist. Bis sie eines Tages den Anruf einer mysteriösen jungen Frau erhält, die behauptet, ihre verlorene Tochter zu sein – und damit einen Strudel von Ereignissen auslöst, der Caroline die schockierende Wahrheit darüber offenbart, was wirklich geschah in jener heißen Sommernacht in Mexiko …

Meine Meinung:
Die Liebe Brina hat dieses Buch gewonnen und es mir wärmstens empfohlen. Da sage ich als Leseratte natürlich nicht nein. Ihre Rezension könnt Ihr hier nachlesen >> KLICK <<

Sehr gut hat mir der Aufbau des Buches gefallen. Erzählt wird aus Carolines Sicht in der Gegenwart und in der Vergangenheit. So bekomme ich als Leser nach und nach nicht nur mit, wie es Caroline ergeht, sondern ich erfahre immer mehr Einzelheiten von dem Tag als die kleine Samantha aus ihrem Bettchen verschwunden ist.

Die Spannung besteht nicht aus blutigen Szenen, sondern aus psychologischen Aspekten. Alles passt zusammen. Die Freude auf einen schönen Urlaub mit ein paar unbeschwerten Tagen. Der Alptraum als das Kind verschwindet. Eine zerbrochene Ehe, Vorwürfe. Dann der Presserummel und wie dieser einen Menschen mächtig in Verruf bringen kann.

Ich konnte richtig mit den Protagonisten mitfühlen. Wer mich allerdings richtig aufgeregt hat, war Carolines Mutter. So was kaltherziges…ich hätte sie am liebsten erwürgt.

Was ist nun aber vor 15 Jahren passiert?

Hat vielleicht Michelle, die ältere Schwester, die immer im Schatten der reizenden kleinen Samantha stand, etwas mit dem verschwinden zu tun? Oder war es der Ehemann, der längst nicht so treu und hingebungsvoll ist, wie es anfangs scheint.

Ich hatte zwischendurch immer mal einen Verdacht, was in der Nacht des Verschwindens wohl geschehen sein mag, doch das Ende hat mich dann doch sehr überrascht.

Fazit:  Joy Fielding hat es wieder geschafft mich von Anfang bis Ende an eine Geschichte zu fesseln. Auch ohne Blut, Action und Mörder muss sich dieses Familiendrama nicht hinter einem guten Thriller verstecken. Beide Daumen hoch!!!

 

Fiona Barton: Die Witwe

Ein liebender Ehemann oder ein kaltblütiger Mörder…

Was weiß sie wirklich?

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Verlag: Rowohlt
Format: Paperback
Seiten: 427
Genre: Roman
ISBN: 978-3-8052-5097-9
Preis: 16,99 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Fiona Barton wurde in Cambridge geboren und arbeitete lange bei der «Daily Mail», beim «Daily Telegraph» und bei der «Mail on Sunday». Für ihre Tätigkeit gewann sie den britischen Preis «Reporter of the Year». Viele Jahre war sie als Prozessbeobachterin und Gerichtsreporterin für verschiedene Medien tätig. Heute arbeitet sie als Medientrainerin. «Die Witwe» ist ihr erster Roman.

Klappentext:
Die Frau.
Jean Taylor führt ein ganz normales Leben in einer englischen Kleinstadt: Sie hat ein hübsches Haus und einen netten Ehemann. Glen und sie führen eine gute Ehe.

Der Mann.
Dann kommt der Tag, der alles ändert: Sie nennen Glen jetzt das Monster. Er soll etwas Unsagbares getan haben. Und Jeans heile Welt zerbricht.

Die Witwe.
Jetzt liegt Glen auf dem Friedhof, und Jean ist frei. Frei, das Spiel endlich nach eigenen Regeln zu spielen …
Jean Taylor wird uns sagen, was sie weiß.

Meine Eindrücke:
Das schlimmste was Eltern passieren kann ist, wenn das eigene Kind spurlos verschwindet. Diese Ungewissheit und Angst…ich möchte niiiemals in so eine Situation kommen.

Genau das ist Dawn in diesem Roman passiert. Ihre zweijährige Tochter Bella ist spurlos verschwunden und keiner hat etwas mitbekommen. Sie hat vor dem Haus mit einer Katze gespielt und plötzlich war sie weg.

Bob Sparkes leitet in dem Vermisstenfall die Ermittlungen. Lange Zeit tappt die Polizei im Dunkeln…bis ihnen endlich nach einem Tipp anscheinend der Durchbruch in dem Fall gelungen ist.

Ins Visier gerät Glen Taylor, der Ehemann von Jean. Vieles deutet auf seiner Schuld hin, doch hat er wirklich was mit dem Verschwinden der kleinen Bella zu tun und warum verhält sich seine Ehefrau so komisch?

Die Polizei hat nichts konkretes in der Hand, um Glen zu überführen und muss ihn wieder gehen lassen. Nun wird die Familie von der Presse belagert. Und ihr Leben verwandelt sich in einen Alptraum.

Was ist mit Bella passiert? Ist sie vielleicht ins Ausland verschleppt worden? Ist Pädophilie der Grund für ihr Verschwinden?

In diesem Roman geht es um die Suche nach Bella. Es wird aus der Sicht des Polizisten, einer Journalistin und der Witwe erzählt. Die Autorin springt hierbei zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Das ist aber kein Problem. Im Gegenteil…mir hat das sogar sehr gut gefallen. Ich mochte den Schreibstil von Frau Barton.

Sie hat mich mit dieser Story sehr gefesselt und noch lange nachdem ich fertig war mit lesen, musste ich über das Gelesene nachdenken.

Die Spannung wird bis zum bitteren Ende hochgehalten, denn erst ganz zum Schluss habe ich erfahren, was mit Bella passiert ist und wer für ihr Verschwinden verantwortlich war.

Wie die Geschichte ausgeht, wird an dieser Stelle nicht verraten. Das müsst ihr schon selber raus finden.

Fazit:
Ein toller Roman und ich hoffe auf mehr von Frau Barton.

Dieser Roman wurde mir von 

 zum Rezensieren zur Verfügung gestellt.

Nina Darnton: Todesstiche

Sie ist ein UNSCHULDIGER Engel. Sie ist eine eiskalte Mörderin. Die Wahrheit kennt nur sie selbst.

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Verlag: Goldmann
Format: Taschenbuch
Seiten: 287
Genre: Roman
ISBN: 978-3-442-48367-9
Preis: 8,99 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Nina Darnton hat lange Jahre als Journalistin gearbeitet, unter anderem für die New York Times, die New York Post, Newsweek und National Public Radio. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Schriftsteller und Journalisten John Darnton, verbrachte sie viele Jahre im Ausland – Nigeria, Kenia, Polen, Spanien und Großbritannien – und nutzt diese Erfahrungen heute für ihre Romane. Nina Darnton lebt in New York.

Klappentext:
Der Anruf kommt mitten in der Nacht und bringt die heile Welt von Jennifer Lewis zum Einsturz. Ihre Tochter Emma, die sich als Auslandstudentin in Sevilla aufhält, sitzt in Untersuchungshaft, nachdem ein junger Mann in ihrer Wohnung brutal erstochen wurde. Emma erklärt, mit dem Mord nichts zu tun zu haben, und Jennifer reist sofort nach Spanien, um ihrer Tochter beizustehen. Doch je mehr sie dort über das Leben erfährt, das Emma führte, desto schmerzlicher wird ihr bewusst, wie wenig sie ihr eigenes Kind kennt. Belagert von der Presse und gefangen zwischen Hoffnung und Verzweiflung setzt  Jennifer alles daran, Emma aus dem Gefängnis zu holen. Unterdessen wachsen Zweifel an deren Version der Ereignisse…

Meine Eindrücke:
Als ich den Klappentext gelesen habe, war sofort klar, dass ich dieses Buch lesen muss.

Jennifer Lewis hat ihr ganzes Leben nur ihren Kinder gewidmet. Sie hat ihre Schauspielkarriere aufgegeben, um voll und ganz für sie da zu sein.

Alles scheint perfekt zu sein, bis zu der Nacht als der Anruf ihrer ältesten Tochter kommt.

So schnell wie möglich macht sich Jennifer auf den Weg nach Sevilla um Ihrer Tochter Emma zu helfen.

Was ist passiert? Hat Emma etwas mit dem Mord zu tun?

Emma schwört immer wieder, dass der ermordete Mann versucht hat sie zu vergewaltigen und ihr ein Algerier zur Hilfe eilte und den Mann im Handgemenge erstochen haben soll. Doch keiner glaubt ihr die Geschichte und die Indizien sprechen auch für einen anderen Tatablauf.

Und was ist mit Emmas Freund von dem bisher noch keiner etwas wusste? Wo steckt er?

Jennifer engagiert einen Privatdetektiv, der ihr helfen soll, die Unschuld ihrer Tochter zu beweisen.

Hauptaugenmerk in diesem Roman liegt bei Jennifer. Sie sieht sich als die perfekte Mutter, die immer für ihre Kinder da ist und alles macht und tut, dass es ihnen an nichts fehlt. Ist ja etwas ganz Normales. Mache ich auch für meine Kinder, aber in diesem Fall empfand ich sie als eine extreme Mischung aus Glucke und Kontrollfreak. Selbst ihr Ehemann hat sich in die Erziehung nicht einzumischen. Er darf arbeiten gehen und Geld heim schaffen, alles andere ist Jennifers Aufgabe.

Der englische Originaltitel „The Perfect Mother“ erscheint mir daher auch passender als „Todesstiche“.

Ihre perfekten Kinder, ihr perfektes Leben und auf einmal bricht alles zusammen. Plötzlich lernt sie ihre Tochter Emma ganz neu kennen und ihre heile Welt, die sie sich aufgebaut hat, gerät ins Wanken.

Was ist in Emmas Wohnung geschehen?

Sie versucht Emma davon zu überzeugen, endlich mit der Wahrheit raus zu rücken und so nach und nach kommt Licht ins Dunkel.

Die Autorin war mir bisher unbekannt, aber ihr Schreibstil und ihre bildhaften Beschreibungen haben mir sehr gut gefallen. So konnte ich auch ein bisschen was über Sevilla erfahren. Leider hat mich das Buch dennoch nicht ganz packen können. Es war ohne Frage spannend und ich habe es auch fast in einem Ritt durchgelesen, denn ich wollte ja wissen was wirklich passiert ist, aber irgendetwas hat mir gefehlt.

Möglicherweise waren auch meine Erwartungen einfach zu groß.

Fazit:
„Todesstiche“ ist ein guter Roman, aber einfach nicht das, was ich mir erhofft hatte. Ich brauche einen richtigen, gruseligen Thriller. Es gibt aber sicher genug Leseratten unter Euch, denen dieses Buch richtig gut gefallen wird.

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Randomhouse als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dankööööö!!!

 

 

Kiera Brennan: Die Herren der Grünen Insel

 

Vier Familien, sechs Jahre Krieg und eine einzige Krone

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Verlag: blanvalet
Format: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Seiten: 959
Genre: Roman
ISBN: 978-3-7645-0559-2
Preis: 19,99 €

Bestellbar: hier

Autorin:
Kiera Brennan ist das Pseudonym einer erfolgreichen Bestsellerautorin, deren Romane bei zahlreichen deutschen Verlagen erschienen sind. Ihr Historienepos Die Herren der Grünen Insel spielt im Irland des Hochmittelalters – eine Epoche, die Brennan seit jeher fesselt. Während langer Irlandaufenthalte hat sie an Originalschauplätzen recherchiert und sich von der wildromantischen Landschaft der Insel inspirieren lassen.

Klappentext:
Irland 1166: Die Grüne Insel ist in viele kleine Reiche zersplittert, die sich unerbittlich bekriegen. Könige fechten langjährige Fehden aus, und selbst die friedliebendsten Untertanen werden in den blutigen Machtkampf hineingezogen. Zugleich droht ein gemeinsamer Feind in Irland einzufallen: Henry Plantagenet will die Insel an sich reißen. Werden sich die Herren der Grünen Insel vereinen und sich gegen den König von England stellen? Und welche Rolle spielen der grausame Krieger Ascall und die von ihm entführte Caitlín in diesem Kampf um Macht und Blut?

Meine Eindrücke:
Das Buch wird aus Sicht von verschiedenen Protagonisten erzählt. Fangen wir mal damit an.

Die wichtigsten Figuren:

Ascall – Großkönig von Toora, ein grausamer und gefürchteter Kriegsherr

Ailillán – sein jüngerer Bruder, der ein dunkles Geheimnis hütet

Riacán – ein reicher Grundbesitzer und mit Ascall verfeindet

Faolán – sein Bruder, ein Barde, der heimlich Riacáns Frau liebt

Caitlín – Riacáns Schwester, deren Hand Ascall von Toora einst forderte

Pól – ein gerissener Waffenhändler aus Dublin mit zwielichtigen Zielen

Róisín – Pól’s mutige Tochter, die von ihrem eigenen Vater sexuell begehrt wird

Aoife – Tochter des irischen Königs Diarmait, die am Hof von Eleonore von Aquitanien das Intrigieren lernt

Wir lernen von Zeit zu Zeit die Protagonisten näher kennen. Die sich am Ende alle als eine völlig andere Person entpuppen als zu Beginn. Ehrlich gesagt bin ich sehr enttäuscht von den Charakteren, weil ich einfach keinen Zugang zu ihnen bekommen habe. Am ehesten noch zu Ascall, weil hier bereits im Prolog erzählt wird, warum er so ist, wie er ist. Ansonsten war ich einfach nur angewidert von den brutalen, intriganten Personen.

Dennoch hat es Kiera Brennan geschafft mich mit ihrem Schreibstil in den Bann zu ziehen und mich nach Irland zu entführen. Bemängeln muss ich allerdings die Fülle an Protagonisten. Die oben benannten habe ich noch im Kopf und vielleicht noch ein bis zwei weitere, aber die Restlichen würde ich ohne das Namensregister, am Ende des Buches, nicht zusammenbekommen.

Ich habe einen riiiesen Respekt vor der Detailfülle und dem unglaublichen Hintergrundwissen, welches die  Autorin hier erarbeitet hat. In diesem Punkt habe ich auch unglaublich viel mitgenommen. Ich hatte aber das Gefühl, dass Kiera Brennan so sehr in das Land und die Zeit verliebt ist, dass sie einfach zu viel in dieses Buch packen wollte. Manchmal ist aber Weniger Mehr.

Fazit: 
Auch wenn das Buch auf seine Weise gut ist, bin ich dennoch enttäuscht. Mir hat einfach ein bisschen Emotion und Liebe gefehlt. Ich bin ein absoluter Fan der Highland-Saga von Diana Gabaldon. Und da kommt dieses Buch bei Weitem nicht ran.

Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen. Für mich ist es eine faszinierende Zeit, der Stil war super und Spannung war definitiv auch da.

Ich bedanke mich beim Bloggerportal Randomhouse, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.