Angélique Mundt: Trauma

*Dieses Buch wurde mir von der Penguin Random House Verlagsgruppe, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Wenn sie sich erinnert, wird sie zur Mörderin.

Verlag: btb
Taschenbuch mit 325 Seiten
erschienen: April 2021
Genre: Psychothriller
Preis: 10,00 €
Bestellbar: hier

Autorin:
Angélique Mundt ist Psychotherapeutin und lebt in Hamburg. Nach ihrem Studium der Psychologie arbeitete sie lange in der Psychiatrie, bevor sie sich 2005 als Psychotherapeutin mit einer eigenen Praxis selbstständig machte. Sie arbeitet ehrenamtlich im Team der DRK-Krisenintervention und leistet dort „Erste Hilfe für die Seele“. Mit diesem Titel erschien 2016 ihr erstes Sachbuch. Um belastende Ereignisse zu verarbeiten, begann Angélique Mundt, ihre Gedanken und Gefühle aufzuschreiben. Und so entstand die Idee, eine Krimiserie zu entwerfen.

Klappentext:
Leila wacht auf, und ihr Leben ist nicht mehr dasselbe. Wie ist sie an diesen Ort geraten, in dieses Bett, in diese Psychiatrie? Erinnerungen mischen sich mit Ahnungen, sie hat Angst, sie weiß nicht mehr, wer sie wirklich ist. Wann ist ihr Traum zum Alptraum geworden? Und was hat sie wirklich getan?

Dies war mein erstes Buch von Angélique Mundt und dementsprechend gespannt war ich. 

Zusammenfassung:
Die Hauptprotagonistin Leila Galayan lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in einem schönen Haus und ihr fehlt es an Nichts. Doch ihr Lebenstraum ist ein anderer. Sie möchte mit ihrem Freund und Musikproduzenten Marius nach London ziehen, um dort berühmt zu werden. 

Doch von heute auf morgen zerplatzt ihr Traum wie eine Seifenblase, denn Marius wird ermordet und Leila ist die Hauptverdächtige in diesem Fall. 

Nach einem gescheiterten Suizidversuch wacht Leila in einer geschlossenen Psychiatrie auf und innerhalb kürzester Zeit ist nichts mehr wie es war. Leila versteht nicht was passiert ist. Sie kann sich an die Tatnacht nicht erinnern. Doch niemand will ihr das glauben. Weder die Polizei, noch ihre eigene Familie. 

Hat Leila wirklich diese grausame Tat begangen, oder ist sie vielleicht nur Zeugin des Verbrechens gewesen?  

Die Psychologin Dr. Valentina Freytag will ihr helfen und überredet sie zu einer Therapie. So nach und nach kommen die Erinnerungen, doch sind sie wirklich real? Kann Leila ihren Erinnerungen trauen? 

Meine Meinung:
Das Buch ist aus Leilas‘ Perspektive geschrieben. Ihre Schuldgefühle und Ängste, mit denen sie zu kämpfen hat, konnte ich gut nachvollziehen und ich habe sehr mit ihr gelitten. Sie war mir unheimlich sympathisch, auch wenn ich mir immer wieder die Frage gestellt habe, ob sie vielleicht doch die Täterin war.  

Ziemlich schnell hatte ich einen anderen Verdacht, wer hier eventuell ein falsches Spiel spielt, doch wurde ich immer wieder auf eine falsche Fährte geführt. Das Buch war unheimlich spannend und die ständigen Wendungen erhöhten die Spannung noch zusätzlich. 

Mit sehr viel Empathie hat die Autorin ihre Charaktere gezeichnet. Sehr lebendig und facettenreich. 

Der Schreibstil ist abwechslungsreich, spannend und absolut nicht vorhersehbar. Die Story war so authentisch und anschaulich geschrieben, dass ich mich teilweise selbst wie eine Patientin in der geschlossenen Abteilung fühlte. 

Das Ende hat mich dann doch sehr überrascht, war aber absolut schlüssig und stimmig. 

Fazit:
Leila’s Geschichte hat mich sehr berührt. Gekonnt hat die Autorin eine geniale Story kreiert. Man will nur noch wissen was vor sich geht und es fiel mir echt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. 

Ein Pageturner der super authentisch war und mich ab der ersten Seite gefesselt hat.  

Ich möchte das Buch gerne weiterempfehlen. 

Hendrik Berg: Dunkler Grund

*Dieses Buch wurde mir von der Penguin Random House Verlagsgruppe zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Eine Tote auf einer Segeljacht, die gespenstisch stille Nordsee und tödliche Rache …

Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 352 Seiten
Erscheinungsdatum: 15.03.2021
Genre: Nordsee-Krimi
Preis: 10,00 €
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Autor:
Hendrik Berg wurde 1964 in Hamburg geboren. Nach einem Studium der Geschichte in Hamburg und Madrid arbeitete er zunächst als Journalist und Werbetexter. Seit 1996 verdient er seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Drehbüchern. Er wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Köln.

Klappentext:
Eine entsetzliche Entdeckung zerreißt die sommerliche Idylle Nordfrieslands: Auf einer Segeljacht im Husumer Hafen liegt eine erstochene Frau. Wer konnte der reizenden Nantje, die mit ihrem Mann ein beliebtes Fischrestaurant führte, nur so etwas antun? Kommissar Krumme und seine Kollegin Pat haben Nantjes Mann in Verdacht. Doch dann verschwindet der Restaurantbesitzer unter mysteriösen Umständen. Bei seinen Ermittlungen muss Krumme ein großes Risiko eingehen und kommt auf die Spur einer Wahrheit, so tief und dunkel wie die Nordsee …

Meine Eindrücke:
Der siebte Fall für Theo Krumme. Alle Bücher der Reihe habe ich bereits verschlungen und war schon sehr gespannt was mich diesmal erwarten wird.

Hier die Auflistung der richtigen Reihenfolge:

  1. Deichmörder
  2. Lügengrab
  3. Küstenfluch
  4. Schwarzes Watt
  5. Kalte See
  6. Eisiger Nebel
  7. Dunkler Grund

Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden, da alle in sich abgeschlossen sind. Natürlich empfiehlt es sich dennoch die Reihenfolge einzuhalten, da sich die Charaktere weiterentwickeln und sich die zwischenmenschlichen Beziehungen verändern.

Der brummige Theo Krumme und seine junge Kollegin Pat könnten verschiedener nicht sein, doch sind sie zusammen ein tolles Team. Gemeinsam mit ihnen habe ich mich mal wieder auf eine virtuelle Reise durch Husum begeben.

Herr Berg hat so einen tollen, detaillierten Schreibstil, dass man sich wie ein Nordfriese fühlt. Man hat die Landschaft genau vor Augen und es ist fast wie Urlaub…wäre da nicht der grausame Mord an der jungen Frau Nantje Schreiber, die erstochen auf der Segeljacht ihres Mannes gefunden wurde.

Was ist hier geschehen? War es tatsächlich Sebastian Schreiber, der seine Ehefrau umgebracht hat?

Pat und Krumme haben hier unterschiedliche Meinungen und es herrscht eine gewisse Spannung zwischen den beiden. Während Pat an die Unschuld von Sebastian glaubt, ist Krumme der Überzeugung, dass er es gewesen sein muss.

Da die Ermittlungen nur schleppend voran gehen, wird eine Sonderkommission unter der Leitung von Friedrichs und Ludwig gebildet. Ausgerechnet die beiden verhassten Kollegen. Während Krumme einen Tag Urlaub auf Hallig Hooge genießt, muss sich Pat mit den beiden rumärgern. Sie wird zum Telefondienst abgestellt und regelrecht ausgeschlossen. Doch am Ende haben doch wieder Pat und Krumme zur eigentlichen Auflösung des Falls den größten Beitrag geleistet.

Der Fall selber und die Ermittlungen sind zunächst nicht besonders spektakulär, doch mit fortschreiten der Story steigt die Spannung immer mehr. Ich bin bis zum Ende einfach nicht dahinter gekommen, wer Nantje nun eigentlich umgebracht hat.

Sehr gelungen fand ich die Rückblenden in das Jahr 1362 zu Oke in die Uthlande. Auch hier hat sich grausames ereignet.

Herr Berg verbindet diese Ereignisse mit einer Legende, die um Rungholt kursiert und die im Norden jedes Kind kennt.

Die Legende von Rungholt, dem nordfriesischen Atlantis, das im 14. Jahrhundert untergegangen ist. Bei ruhigem Wetter sind auf dem Wattenmeer manchmal Kirchenglocken zu hören und ein undefinierbares Glitzern, welches von den goldenen Dächern kommen soll, zeichnet sich unter der Wasseroberfläche ab.

Diese Rückblenden tragen zwar nicht zur Auflösung des Falles bei, aber ich fand es eine gelungene Abwechslung.

Auch die humorvollen Passagen aus Krummes Privatleben mit seinem jungen Hund Sonny, gefallen mir gut und zauberten mir immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht.

Hendrik Berg hat erneut einen Krimi geschrieben, der mich begeistert hat. Krumme ist ein sehr sympathischer Ermittler, der mit seinem Erfolg den hiesigen Kollegen ein Dorn im Auge ist. Er ist halt kein Nordlicht und das bekommt er auch zu spüren. Doch mit jedem weiteren Fall wird auch der aus Berlin-Neukölln stammende Kommissar etwas norddeutscher, auch wenn er wahrscheinlich nie richtig dazugehören wird.

Fazit:
Es ist nicht das stärkste Buch aus der Reihe, hat mir aber trotzdem sehr sehr gut gefallen. Ein Nordsee-Krimi mit tollen Charakteren und einer ganz besonderen Atmosphäre. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall von Theo und Pat.

Drea Summer: Totennektar

*Dieses eBook wurde mir von der Drea Summer, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Für alle sichtbar soll das Branding sein. Jeder soll es sehen!

Verlag: Empire Verlag
Taschenbuch/ eBook mit 276 Seiten
Preis: 11,99 €/ 0,99 €
Genre: Thriller
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Autorin Drea Summer ist 1978 in Graz auf die Welt gekommen und lebte im schönen Südburgenland. Sie begann ihre Schreibkarriere mit der Auswanderung nach Gran Canaria vor mehr als vier Jahren. . Die „Insel des ewigen Frühlings“ inspiriert sie, schaurige und blutige Geschichten, die in ihrem Kopf herumspuken, niederzuschreiben. Bücher von Sebastian Fitzek, Stephen King, Andrew Holland, Daniela Arnold und Marcus Ehrhardt gehören für die Autorin dazu wie die Luft zum Atmen. Nähere Informationen zur Autorin findet ihr auf Facebook unter „Drea Summer“ oder/und auf Instagram unter „dreasummer1978“.

Klappentext:
Chefinspektor Oliver Johnson eilt durch das kleine Dörfchen Eyam. Schreie einer jungen Frau ertönen immer wieder. Als er das Mädchen erblickt, um das sich schon eine Menschentraube gebildet hat, kann er seinen Augen nicht trauen. Will ihnen nicht trauen! Nackt, verdreckt und blutverschmiert. Ein Brandzeichen am Körper. Genau wie vor 15 Jahren. Die Bestie ist zurück und der Alptraum soll erst beginnen.

Die Geschichte:
Vor 15 Jahren findet Arthur seine Mutter enthauptet und mit einem Brandmal am Körper auf der Wiese vor seinem Haus. Nancy Wright ist bereits das zweite Opfer, welches auf diese Art und Weise aufgefunden wurde.

Arthur ist nicht der einzige Sohn von Nancy. Chefinspektor Oliver Johnson wurde als Baby adoptiert, aber er erfährt erst nach dem schrecklichen Ereignis davon. Nun hat er keine Chance mehr seine leibliche Mutter kennenzulernen.

Bis heute ist dieses Verbrechen nicht aufgeklärt und Oliver wird nicht ruhen, bis er den Mörder seiner Mutter gefasst hat.

Nun scheint der Mörder wieder nach Eyam zurückgekehrt zu sein, denn eine junge Frau wird blutüberströmt und mit einem Brandzeichen am Körper aufgegriffen. Sie ist völlig verwirrt und nicht vernehmungsfähig. Sie wird in die psychiatrische Klinik gebracht, in der Arthur arbeitet. Oliver erhofft sich nun von dieser Frau Informationen zu bekommen, um endlich den Mörder zu finden.

Noch bevor er dazu kommt mit der Frau zu sprechen, verschwindet sie spurlos und mit ihr auch sein Halbbruder Arthur.

Oliver und sein Partner Ian beginnen ihre Ermittlungen, doch wo sollen sie anfangen? Hat Arthur etwas mit dem Verschwinden der Frau zu tun? Aber er kann unmöglich der Mörder sein, denn als seine Mutter starb war Arthur selbst noch ein Kind.

Damals gab es einen Verdächtigen, doch ihm konnte das Verbrechen nicht nachgewiesen werden. Joshua Harris. Er ist mittlerweile auch wieder zurück in der Stadt. Oliver ist der festen Überzeugung das er es gewesen sein muss.

Dann taucht eine männliche Leiche auf. Es ist Harris. Doch wer hat ihn umgebracht und warum befindet sich das Brandeisen, mit dem die Frauen gekennzeichnet wurden, in seinem Besitz?

Während die Leiche von Harris noch nicht ganz kalt ist, werden die Ermittler auch schon an den nächsten Tatort gerufen. Ein enthauptetes, männliches Opfer mit dem Brandzeichen auf dem Oberschenkel. Warum mussten die beiden Menschen sterben? Was hat es mit den Fällen von vor fünfzehn Jahren auf sich?

Oliver zieht einen Geschichtslehrer zur Rate um mehr über das Brandeisen herauszufinden. Doch was der Lehrer da entdeckt ist echt erschreckend.

So nach und nach kommt Licht ins Dunkel und die Ermittler finden die grausame Wahrheit heraus.

Werden Oliver und Ian die verschwundene Frau retten können? Was hat Arthur mit der ganzen Sache zu tun? Wer steckt hinter den grausamen Verbrechen?

Findet es heraus!

Meine Meinung:
„Totennektar war mein erstes Buch von Drea Summer und sie konnte mich nicht nur durch den angenehmen Schreibstil von sich überzeugen.

Das Buch war von der Ersten bis zur letzten Seite sehr spannend. Ich war so gefesselt, wo das Ganze wohl hinführt, dass mich die Neugier nur so durchs Buch gepeitscht hat.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen und waren authentisch gezeichnet. Oliver, der mit aller macht endlich die Verbrechen aufklären will. Ian, der seinen Kollegen und Freund immer wieder erdet, aber gleichzeitig mit privaten Problemen zu kämpfen hat. Arthur, der irgendetwas zu verbergen hat. Und natürlich der Täter mit der Überzeugung das Richtige zu tun.

Ein bisschen gemein war das Ende…es schreit förmlich nach einer Fortsetzung.

Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Story war toll durchdacht und stimmig, auch wenn ich die ein oder andere Handlungsweise nicht ganz nachvollziehen konnte.

Ich empfehle „Totennektar“ gerne weiter und freue mich noch mehr von Drea Summer zu lesen.

Amy Lloyd: Unschuldig

*Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Du liebst ihn. Du vetraust ihm. Wovor hast du Angst?

Verlag: btb-Verlag
Taschenbuch mit 384 Seiten
Preis: 10,00€
bestellbar hier

Autorin:
Amy Lloyd studierte Englisch und Kreatives Schreiben an der Cardiff Metropolitan University. Mit ihrem Debüt »Unschuldig«, in dem sie ihre Leidenschaft für True Crime und spannende Thriller vereint, gewann sie den Daily Mail First Novel-Wettbewerb. Das Buch wurde zu einem internationalen Bestseller, in 19 Länder verkauft. Die Filmrechte gingen an die Produzenten von »Gone Girl« und »Girl in the Train«. Amy Lloyd lebt mit ihrem Partner und zwei Katzen in Cardiff, Wales.

Klappentext:
Dennis ist ein verurteilter Mörder. Sam glaubt an seine Unschuld. Sie und hunderte andere Menschen weltweit kämpfen in einer groß angelegten Kampagne für seine Freilassung. Onlineforen, Dokumentationen, Bücher liefern immer neue Beweise für seine Unschuld. Dennis ist attraktiv, charismatisch, ein Popstar. Trotz der Haft nähern Sam und er sich einander an, es ist die große Liebe, sie heiraten. Und Dennis kommt tatsächlich frei. Doch schon bald ahnt Sam: Das ist nicht der Mann, den sie zu kennen glaubt. Was ist damals wirklich passiert? Hat Dennis sie manipuliert? Wie konfrontierst du deinen Mann, wenn du die Wahrheit eigentlich gar nicht wissen willst?

Wie hat mir das Buch gefallen?
Es beginnt recht ruhig und wir lernen zunächst Sam kennen. Sie lebt in England und ist Lehrerin. Eines Tages sieht sie eine Dokumentation über Dennis der momentan in Amerika im Todestrakt sitzt, weil er ein Kind ermordet haben soll. 

Von vielen anderen Kindern fehlt jede Spur, aber in den Fällen gibt es keine Indizien die zu Dennis führen.

Die Geschichte lässt Sam nicht mehr los. Ständig sieht sie den schönen Dennis vor sich und glaubt fest an seine Unschuld. Sie ist wie besessen, durchforstet Onlineforen und sucht nach neuen Beweisen. Sie schließt sich anderen Menschen an, die alles versuchen um ihn aus dem Gefängnis zu bekommen. 

Als ihr Freund Mark sie schließlich verlässt, baut sie sich ihre eigene kleine Welt auf, die sich nur noch um Dennis dreht und die einzigen Freunde, die sie hat, sind andere User aus den unzähligen Foren.  

Eines Tages nimmt sie all ihren Mut zusammen und schreibt Dennis einen Brief, in der Hoffnung auch Antwort zu bekommen. Und tatsächlich. Ein reger Briefwechsel entsteht. Sam verliebt sich immer mehr und ihm scheint es genauso zu gehen.  

Sam beschließt nach Amerika zu fliegen, um ihren Dennis zu besuchen. Noch im Todestrakt heiraten die beiden schließlich. Hier lernt sie auch seine engste Vertraue Carrie kennen und es entwickelt sich eine sehr gute Freundschaft zwischen den beiden Frauen. 

Dann geht auf einmal alles ganz schnell. Ein anonymer Hinweis geht ein, der auf einen anderen Täter deutet, und Dennis kommt frei.  

Endlich können sich die frisch Vermählten eine gemeinsame Zukunft aufbauen. Doch irgendwas läuft gar nicht so, wie Sam es sich immer ausgemalt hat. Dennis ist nach seiner Freilassung gar nicht mehr wiederzuerkennen.  

Nun wurde es erstmal ein wenig langatmig. Der Alltag des Paares wird sehr detailliert beschrieben. Und meiner Meinung nach, hätte die Autorin sich hier ein wenig kürzer fassen können. Es war erschreckend zu sehen, wie Dennis Sam behandelt. Zuckerbrot und Peitsche.

So richtig spannend wird es, als Dennis und Sam vorübergehend in sein Elternhaus ziehen, um nach dem Tod des Vaters alles zu regeln. Hier überschlagen sich die Ereignisse und auch wenn die Auflösung für mich schon vorhersehbar war, hat mir das Ende gut gefallen. Überrascht hat mich allerdings der Epilog, denn damit habe ich gar nicht gerechnet.    
 
Das Buch lässt sich durch den angenehmen Schreibstil sehr gut lesen. Mit den Protagonisten bin ich aber leider nicht warm geworden. Da haben wir auf der einen Seite die naive Sam, die ich am liebsten Mal kräftig geschüttelt hätte, damit sie endlich aufwacht und auf der anderen Seite den undurchschaubaren Dennis. Die Charaktere hätten ein wenig mehr ausgeschmückt werden können. 

Fazit:
Die Geschichte und die Idee dahinter fand ich super, doch streckenweise war es sehr langatmig und die spannenden Kapitel kamen etwas zu kurz. Ich habe mich zwar gut unterhalten gefühlt, aber so richtig vom Hocker gerissen hat mich das Buch nicht.

Andreas Gruber: Todesmal

Sieben Tage, sieben totgeweihte und mit jeder Stunde schwindet die Hoffnung…

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Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 592 Seiten
Erscheinungsdatum: 19.08.2019
Genre: Thriller
Preis: 10,99 €
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Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Klappentext:
Eine geheimnisvolle Nonne betritt das BKA-Gebäude in Wiesbaden und kündigt an, in den nächsten 7 Tagen 7 Morde zu begehen. Über alles Weitere will sie nur mit dem Profiler Maarten S. Sneijder sprechen. Doch der hat gerade gekündigt, und so befragt Sneijders Kollegin Sabine Nemez die Nonne. Aber die schweigt beharrlich – und der erste Mord passiert. Jetzt hat sie auch Sneijders Aufmerksamkeit. Und während die Nonne in U-Haft sitzt, werden Sneijder und Nemez Opfer eines raffinierten Plans, der gnadenlos ein Menschleben nach dem anderen fordert und dessen Ursprung in einer grausamen, dunklen Vergangenheit liegt …

Meine Eindrücke:
Maarten S. Sneijder quitiert seinen Dienst beim Bundeskriminalamt, weil seine Bedingungen, zu denen er arbeiten möchte, nicht erfüllt werden können.

Auf dem Weg nach draußen begegnet er einer Nonne auf dem Flur, die unbedingt mit ihm sprechen will. Doch das interessiert Sneijder nicht mehr und er verlässt das Gebäude.

Sabine Nemez muss stattdessen die Sache übernehmen. Doch die Nonne verlangt weiterhin nach Sneijder. Das einzige was sie gegenüber Nemez zu Protokoll gibt ist, dass sie in den nächsten sieben Tagen, sieben Menschen töten wird.

Eine Nonne die zur Serienmörderin wird? Diese alte Dame will das Leben von Menschen auf bestialische Weise beenden? Das kann doch nicht sein. Was ist der Auslöser?

Sabine Nemez schafft es trotz weniger Details, die sie der Nonne entlocken konnte, den ersten Tatort zu finden. Doch leider zu spät, um das erste Opfer zu retten.

Die Nonne wird vom BKA festgesetzt und der Fall weckt doch Sneijders Interesse so sehr, dass er zurückkehrt.

Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez wieder vereint in einem verzweifelten Wettlauf gegen Zeit und Tod. Das Team wird Opfer eines raffinierten Plans, der gnadenlos ein Menschenleben nach dem anderen fordert.

Es scheint keine Chance zu geben, auch nur ein Opfer zu retten. Sie kommen immer nur Sekunden zu spät. Und die Art und Weise wie die Menschen hier getötet werden ist einfach nur krank.

Doch was sind das für Menschen, die Sneijder und Nemez hier versuchen zu retten? Welche Verbingung gibt es zwischen den Opfern?

In kurzen Rückblenden wird das Motiv und die Vorbereitungen der Taten näher beleuchtet. Was sich Herr Gruber hier ausgedacht hat, ist der Wahnsinn. Und er hat es tatsächlich geschafft mich auf die Seite der Nonne zu ziehen.

Wie alle Bücher aus der Todes-Reihe sorgt der flüssige Schreibstil und die geballte Spannung für tolle Lesestunden. Nemez und Sneijder sind ein großartiges Team. Und Maarten ist mittlerweile einfach nur Kult. So ein skurriler Typ der an den richtigen Stellen seinen trockenen Humor raushaut. Aber auch die anderen Protagonisten passen perfekt in das Geschehen.

Ein rasanter Thriller von der ersten bis zur letzten Seite! Ein absolutes MUSS für jeden Thriller-Fan!

Fazit:
Ich bin seit dem ersten Fall von Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez ein absoluter Gruber-Fan. Ich habe alle seine Bücher gelesen und jedes Einzelne hat mich überzeugt. Doch die Todes-Reihe hat es mir besonders angetan. Die Fälle, sowie die Charaktere sind einfach grandios…und nun heißt es wieder geduldig auf die Fortsetzung warten.