Emma Curtis: Dein perfektes Leben

Ein düsterer und hoch spannender Roman über Freundschaft, Verrat und Lügen.

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Verlag: Diana
Taschenbuch mit 480 Seiten
erschienen: November 2018
Genre: Psychothriller
Preis: 9,99€
Bestellbar: hier

Autorin:
Die englische Bestsellerautorin Emma Curtis wurde in Brighton geboren und wuchs in London auf. Ihre Faszination für die dunklen Seiten des Lebens inspirierte sie zu ihrem Roman. Emma Curtis lebt mit ihren beiden Kindern und ihrem Ehemann in Richmond bei London.

Klappentext:
Zwanzig Minuten nur verlässt Vicky das Haus, während ihr Baby schläft. Als sie zurückkehrt, ist die Katastrophe geschehen, und nichts ist mehr wie zuvor. In ihrer Not vertraut sich Vicky ihrer besten Freundin Amber an, die der Polizei gegenüber behauptet, dass die beiden Frauen die ganze Zeit bei dem Kind gewesen seien. Doch dann geschehen weitere Unglücke. Bald wird klar, dass jemand das Leben von Vickys Familie sabotiert – jemand in ihrer unmittelbaren Nähe. Ein Albtraum beginnt, der Vicky bis an ihre äußersten Grenzen treibt.

Meine Meinung zum Buch:
Wie ihr im Klappentext schon gelesen habt, beginnt der ganze Schlamassel, weil Vicky ihr Baby alleine gelassen hat. Und das alles nur um sich ein renovierungsbedürftiges Haus anzusehen. Vickys beste Freundin Amber arbeitet für eine Immobilienmaklerin und hat ihr den Termin kurzfristig einrichten können. Als Vicky nach 20 Minuten zurück kommt erwischt sie einen Einbrecher mit ihrem Baby im Arm. Er wirf ihr Josh zu, dabei fällt das Baby auf den Boden und bricht sich den Arm. Auch Amber ist Vicky nach Hause gefolgt und trifft den Einbrecher noch im Hausflur an. Doch er kann fliehen.

Josh muss so schnell wie möglich ins Krankenhaus. Doch was sollen sie der Polizei sagen? Vicky und Amber beschließen, dass es keine gute Idee ist, zu sagen, dass Vicky ihr Baby alleine zu Hause gelassen hat. Womöglich nimmt ihr das Jugendamt dann ihre drei Kinder weg.

Vicky fühlt sich sichtlich unwohl mit dieser Lüge, auch weil sie ihren Mann Tom diesbezüglich angelogen hat. Und nicht nur das. Sie hat sich eine Zeit lang heimlich mit einem anderen Mann getroffen. Auch wenn es nicht zum Sex gekommen ist, belastet sie dieses Geheimnis sehr. Gut das Amber ihr zur Seite steht.

Es passieren immer mehr unerklärliche Dinge, die die Familie Seagraves auseinander zu treiben scheinen. Als eines Tages auch noch das Jugendamt vor Vickys Tür steht, bricht sie fast zusammen. Irgendein Nachbar hat die Familie gemeldet. Doch wer könnte ihnen etwas Böses wollen?

Auch zwischen Amber und Tom scheint sich etwas verändert zu haben. Sie haben eine Bindung zueinander aufgebaut, die Vicky gar nicht gefällt. Es soll auch nicht mehr lange dauern, bis Vicky eine schreckliche Wahrheit herausfindet, die alles verändern wird…

Zunächst dachte ich…naja einen Psychothriller würde ich das jetzt nicht nennen, doch die Spannung baut sich immer mehr auf  und so nach und nach beginnen die  Psychospielchen. Ich habe mit Vicky gelitten und wollte sie gerne mal richtig schütteln, damit sie aufwacht und mal eine richtige Entscheidung trifft. Wie kann sie nur so dumm sein? Doch wie hätte ich mich in ihrer Situation verhalten?

Die Geschichte ist aus Sicht von Vicky und Amber geschrieben und zwischen den Kapiteln reise ich immer wieder in das Jahr 1992 zurück. Hier geht es um ein kleines Mädchen, welches mit 10 Jahren ihre Mutter verloren hat und es bisher wahrlich nicht einfach im Leben hatte. Echt schlimm und traurig. Doch was hat dieses Mädchen mit den aktuellen Ereignissen zu tun? Ihr werdet es erfahren.

Ich hatte sehr schnell einen Verdacht, wer für dieses ganze Chaos verantwortlich ist, konnte mir aber noch nicht so richtig erklären wieso. Dieses Rätsel wird aber am Ende vollends aufgeklärt. Ich hätte es mir allerdings ein bisschen anders gewünscht. Und eine Frage ist für mich auch leider offen geblieben. Frau Curtes hätte ruhig noch 10-20 Seiten mehr schreiben können.

Fazit:
Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Ich habe mit Vicky gelitten und habe sie versucht gedanklich in eine andere Richtung zu steuern. Leider war mir das aber nicht möglich *lach*. Ein absolut gelungenes Buch, dass ich Euch unbedingt weiterempfehlen möchte.

Das Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Dankeschön!

Mark Sennen: Der Frauensammler

Er sieht Dich.
Er berührt Dich.
Aber manchmal ist das nicht genug.

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Verlag: Blanvalet
nur noch als eBook erhältlich
erschienen: August 2016
Genre: Thriller
Preis: 8,99€
Bestellbar: hier

Autor:
Mark Sennen wurde in Surrey geboren und verbrachte seine Jugend auf einem kleinen Bauernhof in Shropshire. Er studierte an der Universität von Birmingham und unterrichtete dort später selbst Kulturwissenschaft. Daneben hat er sich als Landwirt, Schlagzeuger und Programmierer versucht. Mark Sennen lebt mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Kindern im ländlichen Devon. Der Frauensammler ist sein erster Roman.

Klappentext:
Polizistin Charlotte Savage ermittelt in einer Verbrechensserie, die ganz Plymouth in Angst und Schrecken versetzt: Mehrere junge Frauen wurden betäubt und missbraucht. Sie überlebten, erinnern sich aber an kaum etwas. Doch dann wird eines der Opfer tot und grausam verstümmelt am Strand aufgefunden. Wenig später taucht eine weitere Tote auf, und die Untersuchungen bringen ein schauerliches Ergebnis: Die junge Frau wurde eingefroren. Schnell geraten Charlotte Savage und ihr Team unter Druck, denn ein weiteres Mädchen wird als vermisst gemeldet. Können sie den Serienkiller aufhalten, bevor er erneut zuschlägt?

Ich habe gelesen:
Mark Sennen hat eigentlich einen sehr spannenden Thriller mit einer tollen Story geschrieben, aber ich bin mit seinem Schreibstil nicht richtig warm geworden. Es gab Kapitel da konnte ich ihm einfach nicht richtig folgen.

Charlotte Savage ist die Hauptermittlerin in den grausamen Mordfällen. Man erfährt gleich zu Beginn ein wenig aus ihrem Privatleben, doch spielt das während der Story nur eine untergeordnete Rolle. Im Gegensatz zu anderen Ermittlern aus anderen Büchern wo es einen ständigen Wechsel zwischen der Arbeit und dem privaten Umfeld gibt.

Eigentlich fand ich das ein wenig schade. Man konnte sich zwar voll und ganz auf die Ermittlungen konzentrieren, aber ich konnte Charlotte nicht wirklich kennen lernen und somit auch keine richtige Bindung zu ihr aufbauen.

So ging es mir fast mit allen Protagonisten. Ich habe auch die Ermittler ständig durcheinander gebracht und musste immer überlegen: „Wer war das jetzt nochmal?“ Das hat leider den Lesefluss ein wenig gestört. Die einzige Person mit der ich eine Bindung aufbauen konnte war der Täter. Er hatte seine eigenen Kapitel und diese ließen tief blicken. Ein kaputter Mensch durch und durch.

Das Buch erfordert sehr viel Aufmerksamkeit, damit man auch alles begreift und die einzelnen Puzzlesteine zusammen setzen kann.

Der Fall wird nach jedem Kapitel ein wenig durchsichtiger, sodass ich nach und nach schon erfahre wie alles miteinander zusammenhängt. Das hat mir sehr gut gefallen, denn meistens wird die Aufklärung immer zum Schluss mal schnell abgehandelt.

Alles war am Ende stimmig und die einzelnen Fäden die der Autor gesponnen hat liefen ordentlich zusammen.

Fazit:
Trotz einiger kleiner Leseschwierigkeiten hat mir das Buch gut gefallen. Es war durchweg spannend und unheimlich grausam. Eine unfassbare Story, die mir das Blut in den Adern gefrieren ließ.

Matthew Sullivan: Der Tod kommt nach Mitternacht

Der Tod kam in der Nacht…

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Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 384 Seiten
erschienen: August 2018
Genre: Kriminalroman
Preis: 10,00€
Bestellbar: hier

Autor:
Matthew Sullivan hat in verschiedenen Buchläden gearbeitet und ist heute als Dozent für Kreatives Schreiben, Literatur und Film tätig. Nachdem er bereits mehrere preisgekrönte Kurzgeschichten veröffentlicht hat, legt Sullivan nun mit »Der Tod kommt nach Mitternacht« sein vielbeachtetes Romandebüt vor. Er lebt mit seiner Familie in Washington.

Klappentext:
Der Tod kam in der Nacht, und nur die zehnjährige Lydia überlebte das Blutbad. Nun ist Lydia eine junge Frau, ihre Welt die kleine Buchhandlung, in der sie arbeitet. Als sich dort ein Stammkunde das Leben nimmt, erbt Lydia zu ihrer Überraschung dessen spärliche Hinterlassenschaften. Eine Überraschung, die dem Entsetzen weicht, als sie darunter nicht nur ein Kinderfoto von sich findet, sondern auch eine Reihe von Büchern, in deren zerschnittenen Seiten Hinweise versteckt sind. – Eine Spur tödlicher Verzweiflung, die Lydia an den dunkelsten Punkt ihrer eigenen Vergangenheit führt …

Wie hat mir das Buch gefallen:
Dies ist der Debütkrimi von Matthew Sullivan. Das Cover und der Klappentext machten mich sofort neugierig auf das Buch.

Lydia hat als kleines Mädchen Schreckliches erlebt. Damals begegnete sie dem „Hammermann“. Wirklich grausam und bis heute wurde dieses Verbrechen nicht aufgeklärt. Sie kämpfte sich ins Leben zurück und hat mittlerweile einen Freund und einen Job in einer kleinen Buchhandlung. Eines Nachts nimmt sich Lydias Lieblingskunde Joey ausgerechnet dort das Leben. Er erhängt sich in einer der oberen Etagen und Lydia findet ihn dort und mit ihm ein Kinderfoto von ihr, als 10-jähriges Mädchen, und ihren beiden besten Freunden.

Was hat das zu bedeuten?

Lydia will Antworten. Ein paar Tage nach dem Selbstmord erbt sie eine Kiste mit alten Büchern von Joey. Die Bücher haben alle zerschnittene Seiten, die scheinbar eine Botschaft enthalten. Was will Joey ihr sagen?

Immer mehr Details kommen aus Lydias Vergangenheit zum Vorschein, aber nicht nur aus Ihrer. Es war wirklich sehr erschreckend wie am Ende alles zusammengepasst hat.

Ich kann Euch leider nicht so viel verraten, denn sonst macht es ja keinen Spaß mehr.

Ich steige direkt in der Gegenwart ein und in einzelnen Kapiteln werde ich immer wieder in die Vergangenheit katapultiert.

Es dauerte etwas bis ich mit der Geschichte warm wurde, obwohl mir der Aufbau des Buches richtig gut gefallen hat. Es lag an dem teilweise abgehackten Schreibstil. Manchmal wusste ich gar nicht was ich da gerade gelesen hatte und konnte dem Autor nicht folgen.

Nach einer Weile ging es dann aber.

Der Hintergrund des Buches und die damit verbundene Auflösung fand ich sehr überraschend und unheimlich gut durchdacht. Immer neue Erkenntnisse verwirrten mich, bis ich am Ende mit einem Paukenschlag erlöst wurde.

Fazit:
„Der Tod kommt nach Mitternacht“ hat mir nach gewissen Startschwierigkeiten viele spannende Lesestunden bereitet. Eine gut aufgebaut und durchdachte Story. Auch die Charaktere waren toll gezeichnet. Ich habe durch die immer wiederkehrenden Rückblenden in die Vergangenheit mehr und mehr Puzzleteile zusammensetzten können. Und war überrascht wie alles doch miteinander zusammenhängt und ineinander verwoben war.

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!