Andreas Gruber: Die Knochennadel

*Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Im Schatten von Notre-Dame fordert ein grausamer Mörder seine Gegener zu einem teuflischen Spiel heraus

Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 608 Seiten
Erscheinungsdatum: 14.09.2020
Genre: Thriller
Preis: 10,99 €
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Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Klappentext:
Eigentlich wollte der Wiener Privatdetektiv Peter Hogart nur einen Kurzurlaub in Paris verbringen. Doch dann verschwinden bei einer exklusiven Auktion in der Opéra Garnier plötzlich seine Freundin, die Kunsthistorikerin Elisabeth, sowie eine mittelalterliche Knochennadel – ein nahezu unbezahlbarer Kunstgegenstand. Wenig später werden zwei Antiquitätenhändler grausam ermordet, und für Hogart beginnt eine fieberhafte Jagd. Denn diese Morde sind nur der Anfang, und Hogart bleibt wenig Zeit, Elisabeths Leben zu retten und das Rätsel um die geheimnisvolle Knochennadel zu lösen …

Meine Eindrücke:
Seit ich die Todes-Reihe mit meinem Lieblings-Protagonisten Maarten S. Sneijder von Andreas Gruber gelesen habe, ist er mein absoluter Lieblingsautor. Ich habe alle seine Bücher verschlungen und mich nun tierisch auf „Die Knochennadel“ gefreut. Hierbei handelt es sich um den dritten Fall des Versicherungsdetektivs Peter Hogart.

  1. Fall: „Die Schwarze Dame“
  2. Fall: „Die Engelsmühle“

Er liebt alte klassische schwarz-weiß-Filme, treibt sich gern auf Flohmärkten herum und zieht mit seinen Aufträgen immer schreckliche Serienmörder-Fälle an. So auch in seinem neusten Fall.

Peter Hogart ist mit seiner Lebensgefährtin Elisabeth in Paris um einen ersten gemeinsamen Urlaub zu verbringen. Seine Nichte Tatjana durfte die Beiden begleiten. Doch bevor der Urlaub so richtig beginnen kann, hat Elisabeth noch berufliches zu erledigen. Sie ist Kunstexpertin und von einer Versicherungsgesellschaft beauftrag worden als Gutachterin, anlässlich einer Verkaufsauktion, die Echtheit der sogenannten „Knochennadel“ aus dem 11. Jahrhundert zu bestätigen und dafür zu sorgen, dass der Käufer das aus Knochen gefertigte Kunststück nach Abschluss der Auktion auch erhält.

Hogart und Tatjana warten nach der Auktion in einem Café auf Elisabeth, doch diese taucht nicht auf. Sie ist spurlos verschwunden und mit ihr die Knochennadel.

Die Polizei glaubt nicht an die Theorie von Hogart, dass Elisabeth entführt wurde. Sie gehen davon aus, dass Elisabeth sich mit dem Kunstobjekt aus dem Staub gemacht hat. Schließlich wurde das Stück gerade für über 7 Mio. verkauft.

Als ob das nicht alles schon schlimm genug ist, wird Hogart auch noch bedroht. Die mysteriöse Verkäuferin der Knochennadel hetzt ihm üble Schläger auf den Hals und gibt ihm deutlich zu verstehen, dass er ihr entweder die Knochennadel zurückbringt oder sterben muss.

Dann wird seine Nichte entführt und ihm wird eine Frist gesetzt die Knochennadel zu finden, sonst wird seine Nichte tot in der Seine aufgefunden werden.

Diese ganzen Drohungen sind der Auftakt einer rasanten Hetzjagd durch Frankreich. Zunächst klappert Hogart alle Mitbieter der Knochennadel ab, in der Hoffnung mehr Informationen zu erhalten, dabei stolpert er über nicht nur eine Leiche. Immer scheint er nur wenige Minuten zu spät zu kommen.

Die Polizei hält Elisabeth für tatverdächtig, und auch Hogart hat zunehmend Schwierigkeiten, die Leichenfunde zu erklären, denn die Polizei meint das er mit seiner Freundin unter einer Decke steckt. So gerät er nun auch ins Visier der Polizei, was ihm die Suche nach der Knochennadel nicht einfacher macht, denn er darf der Polizei nicht in die Hände fallen, denn im Gefängnis hat er keine Chance mehr den Fall zu lösen.

So langsam fängt auch er an, an der Unschuld seiner Lebensgefährtin zu zweifeln.

Was ist hier los? Wird er Elisabeth, seine Nichte und die Knochennadel finden?

Ihr werdet es erfahren.

Was soll ich Euch sagen? Der gewohnt flüssige Schreibstil lies die Buchseiten nur so vorbeiflattern. Ich war gefesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Nach dem aufregenden Prolog stieg die Spannung immer weiter an. An Lesepausen war gar nicht zu denken.

Fazit:
Andreas Gruber hat mich noch nie enttäuscht und auch dieses Buch kann ich ohne schlechtes Gewissen weiter empfehlen. Ein sehr spannender Fall, bei dem ich als Leser ordentlich mitgefiebert und gerätselt habe. Mir wurde es keinen Augenblick langweilig und ich freue mich auf noch viele spannende Bücher von Herrn Gruber.

Amy Lloyd: Unschuldig

*Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Du liebst ihn. Du vetraust ihm. Wovor hast du Angst?

Verlag: btb-Verlag
Taschenbuch mit 384 Seiten
Preis: 10,00€
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Autorin:
Amy Lloyd studierte Englisch und Kreatives Schreiben an der Cardiff Metropolitan University. Mit ihrem Debüt »Unschuldig«, in dem sie ihre Leidenschaft für True Crime und spannende Thriller vereint, gewann sie den Daily Mail First Novel-Wettbewerb. Das Buch wurde zu einem internationalen Bestseller, in 19 Länder verkauft. Die Filmrechte gingen an die Produzenten von »Gone Girl« und »Girl in the Train«. Amy Lloyd lebt mit ihrem Partner und zwei Katzen in Cardiff, Wales.

Klappentext:
Dennis ist ein verurteilter Mörder. Sam glaubt an seine Unschuld. Sie und hunderte andere Menschen weltweit kämpfen in einer groß angelegten Kampagne für seine Freilassung. Onlineforen, Dokumentationen, Bücher liefern immer neue Beweise für seine Unschuld. Dennis ist attraktiv, charismatisch, ein Popstar. Trotz der Haft nähern Sam und er sich einander an, es ist die große Liebe, sie heiraten. Und Dennis kommt tatsächlich frei. Doch schon bald ahnt Sam: Das ist nicht der Mann, den sie zu kennen glaubt. Was ist damals wirklich passiert? Hat Dennis sie manipuliert? Wie konfrontierst du deinen Mann, wenn du die Wahrheit eigentlich gar nicht wissen willst?

Wie hat mir das Buch gefallen?
Es beginnt recht ruhig und wir lernen zunächst Sam kennen. Sie lebt in England und ist Lehrerin. Eines Tages sieht sie eine Dokumentation über Dennis der momentan in Amerika im Todestrakt sitzt, weil er ein Kind ermordet haben soll. 

Von vielen anderen Kindern fehlt jede Spur, aber in den Fällen gibt es keine Indizien die zu Dennis führen.

Die Geschichte lässt Sam nicht mehr los. Ständig sieht sie den schönen Dennis vor sich und glaubt fest an seine Unschuld. Sie ist wie besessen, durchforstet Onlineforen und sucht nach neuen Beweisen. Sie schließt sich anderen Menschen an, die alles versuchen um ihn aus dem Gefängnis zu bekommen. 

Als ihr Freund Mark sie schließlich verlässt, baut sie sich ihre eigene kleine Welt auf, die sich nur noch um Dennis dreht und die einzigen Freunde, die sie hat, sind andere User aus den unzähligen Foren.  

Eines Tages nimmt sie all ihren Mut zusammen und schreibt Dennis einen Brief, in der Hoffnung auch Antwort zu bekommen. Und tatsächlich. Ein reger Briefwechsel entsteht. Sam verliebt sich immer mehr und ihm scheint es genauso zu gehen.  

Sam beschließt nach Amerika zu fliegen, um ihren Dennis zu besuchen. Noch im Todestrakt heiraten die beiden schließlich. Hier lernt sie auch seine engste Vertraue Carrie kennen und es entwickelt sich eine sehr gute Freundschaft zwischen den beiden Frauen. 

Dann geht auf einmal alles ganz schnell. Ein anonymer Hinweis geht ein, der auf einen anderen Täter deutet, und Dennis kommt frei.  

Endlich können sich die frisch Vermählten eine gemeinsame Zukunft aufbauen. Doch irgendwas läuft gar nicht so, wie Sam es sich immer ausgemalt hat. Dennis ist nach seiner Freilassung gar nicht mehr wiederzuerkennen.  

Nun wurde es erstmal ein wenig langatmig. Der Alltag des Paares wird sehr detailliert beschrieben. Und meiner Meinung nach, hätte die Autorin sich hier ein wenig kürzer fassen können. Es war erschreckend zu sehen, wie Dennis Sam behandelt. Zuckerbrot und Peitsche.

So richtig spannend wird es, als Dennis und Sam vorübergehend in sein Elternhaus ziehen, um nach dem Tod des Vaters alles zu regeln. Hier überschlagen sich die Ereignisse und auch wenn die Auflösung für mich schon vorhersehbar war, hat mir das Ende gut gefallen. Überrascht hat mich allerdings der Epilog, denn damit habe ich gar nicht gerechnet.    
 
Das Buch lässt sich durch den angenehmen Schreibstil sehr gut lesen. Mit den Protagonisten bin ich aber leider nicht warm geworden. Da haben wir auf der einen Seite die naive Sam, die ich am liebsten Mal kräftig geschüttelt hätte, damit sie endlich aufwacht und auf der anderen Seite den undurchschaubaren Dennis. Die Charaktere hätten ein wenig mehr ausgeschmückt werden können. 

Fazit:
Die Geschichte und die Idee dahinter fand ich super, doch streckenweise war es sehr langatmig und die spannenden Kapitel kamen etwas zu kurz. Ich habe mich zwar gut unterhalten gefühlt, aber so richtig vom Hocker gerissen hat mich das Buch nicht.

Sophie Andresky: LoveCoach

*Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Sex und Liebe in Zeiten von Social Media

Verlag: Heyne-Hardcore
Klappenbroschur mit 304 Seiten
Preis: 15,00€
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Autorin:
Sophie Andresky, geboren 1973, lebt als freie Autorin in Berlin. Mit dem Bestseller Vögelfrei und den folgenden Romanen wurde sie zur erfolgreichsten Erotik-Autorin Deutschlands. Ihre Artikel erschienen in zahlreichen Magazinen, derzeit schreibt sie für den Playboy.

Klappentext:
Karla steht vor der schwierigsten Aufgabe in ihrer Karriere als Liebes-Doc und selbsternannter Sexpertin: Sie muss mit ihrem eigenen Liebeskummer fertig werden. Also wagt sie den erotischen Selbstversuch: Sie installiert die angesagte neue Dating-App »Lovecoach« und hält sich an den Ratschlag, den sie ihren Kundinnen immer gibt: Zehn erste sexuelle Male, so ihre These, dann ist man frei und kann sich ohne Groll entscheiden, wie man weiter leben und lieben möchte. Statt an love-eat-pray glaubt Karla an lick-pet-fuck. Aber zwischen Theorie und Praxis besteht ein Unterschied, wie Karla schnell feststellen muss.

Ich habe gelesen:
In LoveCoach geht es um die vier Freundinnen Karla, Tilda, Fine und Mieze.

Karla kümmert sich um Menschen die Probleme in Sachen Liebe haben. Sie ist sowas wie eine Liebeskummerberaterin.

In ihrem Job ist sie echt gut, doch plötzlich steht sie vor ihrem eigenen Liebesaus. Ihr langjähriger Freund verschwindet von heute auf morgen, ohne einen Grund zu nennen. Nun ist sie diejenige, die Hilfe braucht.

Karla sucht Ablenkung und stößt dabei auf die App „Lovecoach“. Mit Hilfe dieser App will sie zehn erste sexuelle Male erleben, in der Hoffnung sich von ihrem Liebeskummer befreien zu können. Doch wird das klappen?

Tilda lebt in einer Kommune. Sex ist hier tabu, bis auf wenige Tage im Jahr, wo alle übereinander herfallen dürfen. Doch keusch zu leben ist nichts für sie und so schleicht sie sich nachts raus um ihre sexuellen Fantasien auszuleben.

Fine verdient ihr Geld als Influencerin mit sehr außergewöhnlichen Fotostrecken. Sie tut sich sehr schwer damit Männer zu treffen und greift daher auf andere Mittel zurück. Doch die Erfüllung ist es für sie nicht.

Mietze ist lesbisch und mit einer untreuen Frau verheiratet.

Da haben wir nun unsere vier Freundinnen mit ihren Problemen. Mieze die ihre Ehe retten will, Karla die versucht über die Trennung hinweg zu kommen, Tilda in ihrer kleinen Kommune und Fine die in ihrer eigenen Fantasiewelt lebt.

Die Charaktere sind toll gezeichnet und ich habe es genossen in die Leben jeder einzelnen abzutauchen. Vier Frauen die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch so eine tolle Freundschaft zueinander pflegen. Alle haben unterschiedliche sexuelle Neigungen und leben ihre Fantasien offen und ohne Tabus aus.

Ich bin ohne große Erwartungen an diesen erotischen Roman ran gegangen, da solche Bücher meist keine tiefgründigen Handlungen haben.

Doch die Autorin hat mich nicht nur mit vielen erotischen Szenen überrascht, sondern das Ganze mit einer guten Geschichte abgerundet.

Das Buch ist in einzelne Kapitel unterteilt, wobei jedes Kapitel mit einem Lovecoach-Tipp beginnt. Schöne Idee!

So begab ich mich nun auf eine sexuelle Reise durch diesen Roman.

Der Schreibstil der Autorin ist echt Klasse. Absolut direkt und gerade heraus. Die erotischen Szenen sind so detailliert beschrieben, dass es gar nicht mehr viel Fantasie braucht um das Kopfkino zu starten.

Fazit:
Dieses Buch ist die perfekte Mischung aus sehr viel Erotik, Spannung, ein wenig Humor und vielen Gefühlen.

Gerne möchte ich noch mehr von Sophie Andresky lesen und freue mich auf weitere erotische Abenteuer.

Hendrik Berg: Kalte See

*Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt.*

Ein grausamer Mord erschüttert die idyllische Insel Föhr

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Verlag: Goldmann 
Taschenbuch mit 352 Seiten
Erschienen im März 2019
Genre: Nordsee-Krimi
Preis: 10,00€
Bestellbar: hier

Autor:
Hendrik Berg wurde 1964 in Hamburg geboren. Nach einem Studium der Geschichte in Hamburg und Madrid arbeitet er zunächst als Journalist und Werbetexter. Seit 1996 verdient er seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Drehbüchern. Er wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Köln.

Klappentext:
Mitten in der Hochsaison wird auf der Insel Föhr die Leiche einer jungen Frau am Strand entdeckt. Kommissar Krumme und seine Kollegin Pat ermitteln diskret, um keine Panik aufkommen zu lassen. Doch schnell erhärtet sich der Verdacht, dass sie einem grausamen Serienkiller auf der Spur sind, der schon in anderen Teilen Deutschlands gemordet und nun den Weg auf die beschauliche Insel gefunden hat. Als die Presse davon Wind bekommt, gerät der Kommissar unter Druck. Wenig hilfreich scheint da zunächst das überraschende Auftauchen von Krummes Freund Harke, der zur Lösung des Falls auf seine ganz eigene, unkonventionelle Art beitragen möchte …

Ich habe gelesen:
Nachdem auf Föhr eine Frauenleiche gefunden wurde nehmen Theo Krumme und seine junge Kollegin Pat, von der Kripo Husum, die Ermittlungen auf. Es gibt eine Zeugin dieser schrecklichen Tat, doch leider ist diese, nach einem kräftigen Schlag auf den Kopf, noch nicht Vernehmungsfähig.

Der Polizeichef von Föhr hat bereits einen Verdächtigen in Gewahrsam genommen und ist sich zu 100% sicher, dass es sich dabei um den Täter handelt.

Krumme ist anderer Meinung, aber ein DNA-Test wird Gewissheit bringen, denn unter den Nägeln der Leiche wurden Spuren vom Mörder gefunden.

Während die Ermittler auf die Auswertung des Tests warten, ist Pat auf weitere ungeklärte Morde gestoßen, die diesem hier sehr ähnlich sind. Haben sie es etwa mit einem Serienmörder zu tun?

Dem Bürgermeister von Föhr passt das alles überhaupt nicht. Das jährliche Hafenfest steht an. Wenn jetzt von einem Serienmörder die Rede ist, werden die Touristen weg bleiben. Das wäre fatal. Die Aufklärung des Verbrechens scheint ihn dabei gar nicht zu interessieren.

Schon recht früh komme ich mit dem Mörder in Berührung. Ich erfahre auch wie er heißt, dennoch bleibt mir seine Identität verborgen. Wo kommt er her und was treibt ihn an?

Ein große Rolle spielt auch wieder der Eigenbrötler Harke. Er scheint den „Siebten Sinn“ zu haben. Wer die vorherigen Bücher um Theo Krumme gelesen hat, der ist mit seinen Fähigkeiten vertraut. Er hat den Mörder schon lange vor allen anderen auf dem Schirm, scheint aber nicht so recht zu wissen, wie er mit dieser Information umgehen soll. Warum sagt er nichts?

Die Nordsee-Krimis von Hendrik Berg, um den sympathischen Ermittler Theo Krumme, haben es mir echt angetan. Ich mag dieses besondere Flair seiner Bücher.

Die Charaktere, allen voran Krumme und seine Kollegin Pat, sind sehr lebendig und authentisch gezeichnet. Auch erhalten wir gut dosierte Einblicke in Krummes Privatleben. Hin und wieder gibt es sogar mal was zu lachen, besonders dann, wenn Theo mit seinem Pflegehund Watson unterwegs ist. Herrlich.

Fazit:
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Eine spannende Mördersuche vor einer wundervollen Kulisse mit tollen Protagonisten.Ein rundum gelungener und spannender Krimi, der mich, wie die vorherigen 4 Bände, gefesselt und begeistert hat. Ich hoffe es folgen noch einige Fälle für Krumme und Pat.

Charlotte Link: Die Suche

Mehrere verschwundene Mädchen, eine Tote in den Hochmooren und scheinbar keine einzige Spur …

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Verlag: Blanvalet
Gebundenes Buch mit 656 Seiten
erschienen: Oktober 2018
Genre: Kriminalroman
Preis: 24,00€
Bestellbar: hier

Autorin:
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch »Die Betrogene« und zuletzt »Die Entscheidung« eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang 28,5 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Klappentext:
In den Hochmooren Nordenglands wird die Leiche der ein Jahr zuvor verschwundenen 14-jährigen Saskia Morris gefunden. Kurze Zeit später wird ein weiteres junges Mädchen vermisst, die ebenfalls 14-jährige Amelie Goldsby. Die Polizei in Scarborough ist alarmiert. Handelt es sich in beiden Fällen um denselben Täter? In den Medien ist schnell vom Hochmoor-Killer die Rede, was den Druck auf Detective Chief Inspector Caleb Hale erhöht.
Auch Detective Sergeant Kate Linville von Scotland Yard ist in der Gegend, um ihr ehemaliges Elternhaus zu verkaufen. Durch Zufall macht sie die Bekanntschaft von Amelies völlig verzweifelter Familie, wird zur unfreiwilligen Ermittlerin in einem Drama, das weder Anfang noch Ende zu haben scheint. Und dann fehlt plötzlich erneut von einem Mädchen jede Spur …

Wie hat mir das Buch gefallen:
Die Hauptcharaktere aus diesem Buch waren mir bereits aus „Die Betrogene“ bekannt. Gerne könnt ihr meine Rezension dazu HIER nochmal lesen.

Nachdem „Die Betrogene“ meiner Meinung nach nicht das stärkste Buch von Charlotte Link war, hat mich „Die Suche“ wieder absolut begeistert.

In Scarborough verschwinden junge Mädchen. Hannah Caswell ist seit 4 Jahren spurlos verschwunden.

An dem Tag, an dem die seit ungefähr einem Jahr vermisste Leiche von Saskia Morris auftaucht, verschwindet ein weiteres Mädchen. Amelie Goldsby.

Kate Linville, Detective Sergeant von Scotland Yard, gerät zufällig mitten in diese grauenvollen Ereignisse.

Sie ist gerade in Scarborough um ihr Elternhaus zu verkaufen, aber mit den letzten Mietern hatte sie kein Glück. Sie haben das Haus in einem widerlichen Chaos zurück gelassen. Nun muss entrümpelt und komplett renoviert werden. Weil sie in dem heruntergekommenen Haus nicht wohnen kann, quartiert sie sich in dem Bed & Breakfast der Familie Goldsby ein. So erfährt sie aus erster Hand vom Verschwinden der Tochter Amelie.

Nach Bitten der Mutter, lässt Kate sich überreden, selbst ein wenig zu ermitteln, obwohl sie weiß, dass sie damit dem Leiter der Ermittlung, Detective Chief Inspector Caleb Hale, in die Quere kommen könnte.

Ein viertes Mädchen verschwindet. Sie passt jedoch nicht in das Beuteschema des Entführers. Bisher handelte es sich immer um Mädchen aus einem gut behütetem Zuhause. Mandy Allard jedoch kommt aus einer zerrütteten Familie.

Wird man Amelie und Mandy noch lebend finden? Steckt hinter allen Fällen der Hochmoor-Killer? Und was ist aus der vor 4 Jahren verschwundenen Hannah geworden?

Die Geschichte ist sehr gut durchdacht und die verschiedenen Handlungsstränge fügen sich am Ende wunderbar zusammen. Super fand ich auch wieder die unterschiedlichen Erzählperspektiven. Ich habe Caleb Hale und Kate Linville begleitet, aber auch die verzweifelten  Eltern von Amelie und den Entführer. Ich habe mich beim Lesen nach Scarborough treiben lassen und habe am Leiden der Menschen teilgenommen.

Einen Kritikpunkt muss ich allerdings anbringen. Den habe ich aber nur, weil ich „Die Betrogene“ vorher gelesen haben.

Die Verhaltensmuster von Kate und Caleb haben sich überhaupt nicht verändert. Sie wurden als Menschen mit schweren persönlichen Problemen geschildert.

Kate ist immer noch die graue Maus die von ihren Kollegen bei Scotland Yard nicht akzeptiert wird und auf der Karriereleiter nicht voran kommt. Auch mit einer festen Beziehung will es einfach nicht klappen. Es interessiert sich einfach kein Mann für die unscheinbare Kate.

Caleb ist auch noch der Alte. Als halbwegs trockener Alkoholiker kämpft er täglich gegen seine Sucht. Gerade in Stresssituationen schreit der Alkohol förmlich nach ihm. Er ermittelt meiner Meinung nach auch noch besonderst gut. Wenn er sich erst an einem möglichen Verdächtigen festgebissen hat, schaut er nicht mehr nach links und rechts und dementsprechend schreiten die Ermittlungen auch nicht voran.

Es wäre schön gewesen wenn Frau Link hier eine positive Entwicklung der beiden Charaktere vorgenommen hätte, das hätte die Spannung noch ein wenig gesteigert. So war das Verhalten der beiden, für mich, doch sehr vorhersehbar.

Fazit:
Frau Link schreibt wie gewohnt sehr flüssig und fesselnd. Mit „Die Suche“ hat sie wieder einen sehr gut konstruierten Kriminalroman geschaffen. Bisher für mich das Beste Buch von ihr.

Bis zum Schluss rätselt man, wer denn nun hinter allem steckt und wie alles miteinander zusammenhängt. Selbst als man es dann endlich weiß, ist die Spannung noch nicht zu Ende, denn es warten trotzdem noch Überraschungen auf mich.

So muss ein guter Krimi sein. Spannend und nicht vorhersehbar! Beide Daumen gehen nach oben!

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!