Charlotte Link: Die Suche

Mehrere verschwundene Mädchen, eine Tote in den Hochmooren und scheinbar keine einzige Spur …

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Verlag: Blanvalet
Gebundenes Buch mit 656 Seiten
erschienen: Oktober 2018
Genre: Kriminalroman
Preis: 24,00€
Bestellbar: hier

Autorin:
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch »Die Betrogene« und zuletzt »Die Entscheidung« eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang 28,5 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Klappentext:
In den Hochmooren Nordenglands wird die Leiche der ein Jahr zuvor verschwundenen 14-jährigen Saskia Morris gefunden. Kurze Zeit später wird ein weiteres junges Mädchen vermisst, die ebenfalls 14-jährige Amelie Goldsby. Die Polizei in Scarborough ist alarmiert. Handelt es sich in beiden Fällen um denselben Täter? In den Medien ist schnell vom Hochmoor-Killer die Rede, was den Druck auf Detective Chief Inspector Caleb Hale erhöht.
Auch Detective Sergeant Kate Linville von Scotland Yard ist in der Gegend, um ihr ehemaliges Elternhaus zu verkaufen. Durch Zufall macht sie die Bekanntschaft von Amelies völlig verzweifelter Familie, wird zur unfreiwilligen Ermittlerin in einem Drama, das weder Anfang noch Ende zu haben scheint. Und dann fehlt plötzlich erneut von einem Mädchen jede Spur …

Wie hat mir das Buch gefallen:
Die Hauptcharaktere aus diesem Buch waren mir bereits aus „Die Betrogene“ bekannt. Gerne könnt ihr meine Rezension dazu HIER nochmal lesen.

Nachdem „Die Betrogene“ meiner Meinung nach nicht das stärkste Buch von Charlotte Link war, hat mich „Die Suche“ wieder absolut begeistert.

In Scarborough verschwinden junge Mädchen. Hannah Caswell ist seit 4 Jahren spurlos verschwunden.

An dem Tag, an dem die seit ungefähr einem Jahr vermisste Leiche von Saskia Morris auftaucht, verschwindet ein weiteres Mädchen. Amelie Goldsby.

Kate Linville, Detective Sergeant von Scotland Yard, gerät zufällig mitten in diese grauenvollen Ereignisse.

Sie ist gerade in Scarborough um ihr Elternhaus zu verkaufen, aber mit den letzten Mietern hatte sie kein Glück. Sie haben das Haus in einem widerlichen Chaos zurück gelassen. Nun muss entrümpelt und komplett renoviert werden. Weil sie in dem heruntergekommenen Haus nicht wohnen kann, quartiert sie sich in dem Bed & Breakfast der Familie Goldsby ein. So erfährt sie aus erster Hand vom Verschwinden der Tochter Amelie.

Nach Bitten der Mutter, lässt Kate sich überreden, selbst ein wenig zu ermitteln, obwohl sie weiß, dass sie damit dem Leiter der Ermittlung, Detective Chief Inspector Caleb Hale, in die Quere kommen könnte.

Ein viertes Mädchen verschwindet. Sie passt jedoch nicht in das Beuteschema des Entführers. Bisher handelte es sich immer um Mädchen aus einem gut behütetem Zuhause. Mandy Allard jedoch kommt aus einer zerrütteten Familie.

Wird man Amelie und Mandy noch lebend finden? Steckt hinter allen Fällen der Hochmoor-Killer? Und was ist aus der vor 4 Jahren verschwundenen Hannah geworden?

Die Geschichte ist sehr gut durchdacht und die verschiedenen Handlungsstränge fügen sich am Ende wunderbar zusammen. Super fand ich auch wieder die unterschiedlichen Erzählperspektiven. Ich habe Caleb Hale und Kate Linville begleitet, aber auch die verzweifelten  Eltern von Amelie und den Entführer. Ich habe mich beim Lesen nach Scarborough treiben lassen und habe am Leiden der Menschen teilgenommen.

Einen Kritikpunkt muss ich allerdings anbringen. Den habe ich aber nur, weil ich „Die Betrogene“ vorher gelesen haben.

Die Verhaltensmuster von Kate und Caleb haben sich überhaupt nicht verändert. Sie wurden als Menschen mit schweren persönlichen Problemen geschildert.

Kate ist immer noch die graue Maus die von ihren Kollegen bei Scotland Yard nicht akzeptiert wird und auf der Karriereleiter nicht voran kommt. Auch mit einer festen Beziehung will es einfach nicht klappen. Es interessiert sich einfach kein Mann für die unscheinbare Kate.

Caleb ist auch noch der Alte. Als halbwegs trockener Alkoholiker kämpft er täglich gegen seine Sucht. Gerade in Stresssituationen schreit der Alkohol förmlich nach ihm. Er ermittelt meiner Meinung nach auch noch besonderst gut. Wenn er sich erst an einem möglichen Verdächtigen festgebissen hat, schaut er nicht mehr nach links und rechts und dementsprechend schreiten die Ermittlungen auch nicht voran.

Es wäre schön gewesen wenn Frau Link hier eine positive Entwicklung der beiden Charaktere vorgenommen hätte, das hätte die Spannung noch ein wenig gesteigert. So war das Verhalten der beiden, für mich, doch sehr vorhersehbar.

Fazit:
Frau Link schreibt wie gewohnt sehr flüssig und fesselnd. Mit „Die Suche“ hat sie wieder einen sehr gut konstruierten Kriminalroman geschaffen. Bisher für mich das Beste Buch von ihr.

Bis zum Schluss rätselt man, wer denn nun hinter allem steckt und wie alles miteinander zusammenhängt. Selbst als man es dann endlich weiß, ist die Spannung noch nicht zu Ende, denn es warten trotzdem noch Überraschungen auf mich.

So muss ein guter Krimi sein. Spannend und nicht vorhersehbar! Beide Daumen gehen nach oben!

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Random House, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Andreas Gruber: Rachewinter

Eine Serie eiskalter Morde und eine Spur, die ins Nichts zu führen scheint…

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Verlag: Goldmann
Taschenbuch mit 592 Seiten
erschienen: September 2018
Genre: Thriller
Preis: 9,99€
Bestellbar: hier

Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Mit seinen bereits mehrfach preisgekrönten Romanen steht er regelmäßig auf der Bestsellerliste.

Klappentext:
Mehrere Männer im besten Alter, erfolgreich und vermögend, werden grausam ermordet – und obwohl sie in verschiedenen Städten lebten, haben sich alle kurz vor ihrem Tod mit einer geheimnisvollen dunkelhaarigen Frau getroffen. Doch diese bleibt ein Phantom. Das müssen auch Kommissar Walter Pulaski in Leipzig und Anwältin Evelyn Meyers in Wien feststellen, die beide in die Fälle verwickelt werden. Anders als die Polizei lassen sie sich jedoch nicht entmutigen, erst recht nicht, als sie erkennen, dass sie die Mordserie nur gemeinsam lösen können. Allerdings ist der Täter raffinierter, als sie denken – und spielt auch mit ihnen sein gefährliches Spiel …

Ich habe gelesen:
Rache die Dritte!

In Wien beobachten zwei Dachdecker wie sich ein Pärchen im gegenüberliegendem Haus miteinander vergnügt. Sie beginnen zu filmen. Doch plötzlich weicht ihre Belustigung dem Entsetzen, denn sie werden Zeuge eines Mordes.

Schnell ist, aufgrund der Aufnahme, ein Verdächtiger ausgemacht. Michael von Kotten, Sohn aus einer mächtigen Familiendynastie. Kurz vor seiner Verhaftung beauftragt er Evelyn Meyers ihn vor Gericht zu vertreten. Evelyn ist von seiner Unschuld überzeugt und nimmt das Mandat an. Während seiner U-Haft jedoch gesteht er plötzlich den Mord. Doch warum?

Zusammen mit ihrem Assistenten Flo beginnt Evelyn selbst Nachforschungen anzustellen, denn die bisherigen Ermittlungen sind sehr schlampig durchgeführt worden. Gemeinsam decken sie eine ungeheuerliche Familiengeschichte auf.

Zur gleichen Zeit in Leipzig. Walter Pulaski wird zu einem Tatort in einem Motel gerufen. Alles deutet auf einen Unfall hin, aber Pulaski glaubt nicht an einen Unfall. Er ist noch immer im Kriminaldauerdienst, das heißt nach den Tatortaufnahmen muss er den Fall abgeben.

Doch wer Pulaski kennt weiß, dass das gar nicht so einfach für ihn ist. Dazu kommt, dass er den Toten kennt. Seine Tochter Jasmin ist sehr eng mit der Tochter des Opfers befreundet.

Er gibt den Mädchen das Versprechen den Tod aufzuklären, weil er nicht will, dass Nina und Jasmin auf eigene Faust recherchieren. Die aber lassen sich nicht so leicht ausbremsen. Sie versuchen die letzten Tage und Stunden des Mordopfers zu ergründen und stoßen dabei auf eine mysteriöse Frau im roten Kleid.

Es folgen weitere grausame Morde. Alle Opfer wurden vor ihrem Tod mit einer Frau im roten Kleid gesehen. Wer ist diese mysteriöse Frau? Und kann sie wirklich die Täterin sein?

Wer die beiden Vorgängerbände „Rachesommer“ und „Racheherbst“ kennt, der weiß das sich die Wege von Evelyn und Pulaski früher oder später kreuzen werden. So auch in „Rachewinter“.

Andreas Gruber schreibt wie gewohnt sehr temporeich, bildhaft und rasant. Er hat es wieder geschafft mich auf ein spannendes Abenteuer mitzunehmen. Durch geschickte Wendungen bleibt der Spannungsbogen das ganze Buch über aufrecht. Er überrascht mich immer wieder mit ungewöhnlichen Tatwaffen und sehr grausamen Morden. Woher nimmt man nur solch kranke Ideen?

Obwohl für mich schon recht früh, einiges offensichtlich wurde, gibt es am Ende doch noch eine Überraschung und es geht in einen dramatischen Showdown.

Fazit:
Lieber Herr Gruber…ich hoffe auf noch viele solch spannende Bücher. Überraschende Wendungen, tolle Charaktere, rasanter Schreibstil und überaus fantasievolle Mordpraktiken ließen mich das Buch kaum aus der Hand legen.

Es gehen wieder beide Daumen nach oben. Für echte Thriller-Fans ist Gruber ein absolutes MUSS!

Rhena Weiss – Der Kreis des Bösen

Ein neuer Fall für die LKA-Ermittlerin Michaela Baltzer

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Verlag: Goldmann 
Taschenbuch mit 448 Seiten
erschienen: August 2018
Genre: Psychothriller
Preis: 10,00€
Bestellbar: hier

Autorin:
Rhena Weiss, Jahrgang 1969, lebt mit ihrer Familie in Niederösterreich. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet sie als Sozialpädagogin in Wien. Im Mittelpunkt ihrer Psychothriller-Reihe, die mit dem furiosen Auftakt »Das Böse in euch« begann, steht die Wiener LKA-Ermittlerin Michaela Baltzer.

Klappentext:
In Wien werden eine Prostituierte und eine Studentin brutal ermordet. Das Team um die LKA-Ermittlerin Michaela Baltzer übernimmt den Fall der toten Prostituierten. Um den Mord an der Studentin kümmert sich eine andere Einheit. Doch als weitere brutale Morde geschehen, wird deutlich, dass die Taten in einem direkten Zusammenhang stehen. In der Folge gehen die Ermittler davon aus, dass sie es mit einem einzigen Serienmörder zu tun haben – ein fataler Irrtum. Schließlich ist es der verurteilte psychopathische Serienkiller Kilian Weilmann, der den entscheidenden Hinweis liefert, um den Tätern auf die Spur zu kommen. Für Michaela ist es aber womöglich schon zu spät – denn sie steht im Fokus eines der Mörder …

Meine Meinung:
Rhena Weiss hält sich nicht lange auf und steigt im Prolog direkt mit dem ersten Mord an der Prostituierten Maria Koci ein. Finde ich toll. So ist man gleich mittendrin im Geschehen.

Als ich bei Kapitel 2 angelangt war musste ich erstmal schlucken, denn hier las ich folgenden ersten Satz: „Eine halbe Stunde Später fuhr Michaela über die Höhenstraße Richtung Kahlenberg, wo in einem Waldstück die Leiche einer Frau von Pilzsammlern gefunden worden war.“

Soll ich Euch auch sagen, warum ich so schlucken musste?

Mein Name ist Michaela und ich fahre jeden Tag Richtung Kahlenberg, denn da wohne ich. Das fand ich irgendwie richtig gruselig, denn auf einmal hatte ich das Gefühl, Rhena Weiss schreibt über mich. Auch wenn ihr das jetzt vielleicht ein bisschen albern findet, aber ab diesem Satz habe ich das Buch mit anderen Augen gelesen.

Zwei Ermittlungs-Einheiten des LKA arbeiten jeweils an einem Mordfall, doch schnell stellt sich heraus, dass beide Fälle miteinander zusammenhängen. So wird beschlossen, die Ermittlerteams unter der Führung von Michaela zusammenzulegen. Das stößt natürlich dem Leiter des anderen Teams übel auf.

Nun muss sich Michaela nicht nur mit dem Täter herumschlagen, sondern auch noch mit  ihrem, in seinem Stolz verletzten, Kollegen Gernot. Nicht nur das, auch der neue Kollege Matthias behindert die Ermittlungen mehr, als das er sie vorantreibt.

Michaela Baltzer ist eine sympathische Frau und eine erfahrene, beharrliche Ermittlerin, die mit Herz und Seele ihrer Arbeit nachgeht. Von ihren Kollegen wird sie geschätzt und bewundert. Immer an ihrer Seite sind ihre Teammitglieder Doris und Vincent, der Kriminalpsychologe Bernd, der sich aber derzeit in einer Rehaklinik aufhält und ihre Nichte Valerie.

Alle Charaktere sind auf ihre Art und Weise wunderbar gezeichnet.

Während die Beamten nicht so richtig voran kommen, gibt es zwei Menschen, die sich Online im Forum „Der Kreis des Bösen“ über ihre kranken Fantasien austauschen. Mephistopheles und Prometheus.

Hier haben wir es augenscheinlich mit einem Mentor und seinem Schüler zu tun, die sich gegenseitig übertrumpfen wollen. Angefangen bei einer Prostituierten, dann eine Studentin, ein Geschäftsmann usw.. Die Herausforderung wurde im Größer und am Ende der Liste steht der Mensch vor dem sich ein Killer am meisten fürchtet.

Vor was hat ein Serientäter die meiste Angst? Richtig…davor geschnappt zu werden. Also solltet ihr wissen, wer auf der Liste ganz oben steht.

Doch noch ahnen die Ermittler nicht, dass es sich um 2 Täter handelt. Erst als Michaela spurlos verschwindet nehmen die Ermittlungen an Fahrt auf.

Werden die Kollegen Michaela retten können? Wer steckt hinter den Pseudonymen Prometheus und Mephistopheles?

Natürlich hatte ich die ganze Zeit schon einen Verdächtigen im Kopf, und dieses Mal dachte ich wirklich, dass sich mein Verdacht bestätigen wird, aber am Ende wurde ich von der Autorin nochmal überrascht. Nichts ist so wie es scheint.

Die Reihe um Michaela Baltzer umfasst bisher 3 Bücher.

    1. „Das Böse in euch“
    2. „Gottes Rechte Hand“
    3. „Der Kreis des Bösen“

Jeder Band ist in sich abgeschlossen. Doch Frau Weiss greift in diesem Buch ein paar interessante Details aus dem Vorgänger auf und macht mich natürlich  neugierig auf den 2. Band der Reihe. Nun habe ich mir „Gottes Rechte Hand“ bestellt und freue mich schon darauf.

Fazit:
Rhena Weiss hat mich mit diesem Buch, wie damals schon mit „Das Böse in euch“  überzeugt. Ein spannender, schlüssiger Thriller, der Lust auf mehr macht. Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus und freue mich nun auf „Gottes Rechte Hand“.

Das Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Randomhouse, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Yrsa Sigurdardóttir: DNS

Er schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts.

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Verlag: btb 
Taschenbuch mit 512 Seiten
erschienen: Oktober 2017
Genre: Thriller
Preis: 10,00€
Bestellbar: hier

Autorin:
Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den „besten Kriminalautoren der Welt“ (Times Literary Supplement). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit „Das letzte Ritual“, einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. DNA ist Start einer neuen Serie um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik.

Klappentext:
Zuerst trifft es eine junge Familienmutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavik. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter, die wider Erwarten den Angriff übersteht. Als wenig später eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel. Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat. Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen.

Ich habe gelesen:
Yrsa Sigurdardóttir startet mit „DNA“ eine Buchreihe mit den Hauptprotagonisten  Kommissar Huldar und der Psychologin Freyja.

Das Buch beginnt mit einer schlimmen Familientragödie im Jahr 1987. Schade das darauf nicht noch etwas näher eingegangen wurde, aber am Ende gab es dann doch noch ein paar klare Momente.

Im hier und jetzt geht es um den Mord an einer jungen Mutter von 3 Kindern. Sie wurde auf bestialische Weise ermordet und ihre 7-jährige Tochter Margrét wurde Zeugin, weil sie sich während der gesamten Tat unter dem Bett versteckt hatte.

Kommisar Huldar übernimmt, wenn auch nicht freiwillig, die Ermittlungen und versucht gemeinsam mit der jungen Psychologin Freyja Licht ins Dunkel zu bringen und den Mörder zu fassen.

Bei den ersten Befragungen der traumatisierten Margrét erzählt sie, dass eine weitere Frau sterben wird. Als kurz darauf eine zweite Leiche gefunden wird sind die Ermittler ratlos. Der selbe Täter, aber zwischen den beiden Frauen scheint es keinerlei Verbindungen zu geben.

Immer mehr ungewöhnliche Zufälle spielen mit einem Mal zusammen und den Ermittlern scheint der Durchbruch gelungen zu sein. Sie nehmen jemanden Fest und der Fall scheint endlich abgeschlossen zu sein.

Doch haben sie wirklich den richtigen Täter geschnappt???

Der Erzählstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Schwierigkeiten hatte ich allerdings mit den isländischen Namen. Ich musste einigen Charakteren einen neuen Namen verpassen, da ich sonst immer im Lesefluss gestört war, weil ich die Namen nicht richtig lesen konnte. Ansonsten waren die Personen im Buch sehr realistisch und gut gezeichnet.

Die kurze, gemeinsame Vergangenheit von Freyja und Huldar hat mich während der rasanten Story immer wieder ein wenig aus dem Grauen gerissen und ein wenig amüsiert. Dabei war erstaunlich, wie professionell die beiden dennoch miteinander arbeiten konnten.

Bis zum Ende wusste ich nicht so recht, wie die Geschichte von damals mit den aktuellen Taten zusammenhängt und wäre auch nie darauf gekommen, wer letztendlich der Täter war. Ich hatte die ganze Zeit so eine Vermutung, aber die hat sich am Ende nicht bestätigt.

Fazit:
„DNA“ war super spannend und gut durchdacht. Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt. Ich werde diese Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen und freue mich auf „SOG“.

Dieses Buch wurde mir von der Verlagsgruppe Randomhouse, zum rezensieren, zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Peter Swanson: Die Gerechte

Nur sie entscheidet, wer den Tod verdient

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Verlag: blanvalet
Taschenbuch mit 416 Seiten
erschienen: Januar 2017
Genre: Thriller
Preis: 12,99€
Bestellbar: hier

Autor:
Peter Swanson studierte am Trinity College, der University of Massachusetts in Amherst und am Emerson College in Boston. Sein Roman »Die Gerechte« wurde in England als bester Thriller des Jahres 2015 ausgezeichnet, von der Presse hochgelobt und für einen renommierten Steel Dagger Award nominiert. Peter Swanson lebt mit seiner Frau und einer Katze in Somerville, Massachusetts.

Klappentext:
Eine Flughafenbar in London. Es ist Abend, und Ted Severson wartet auf seinen Rückflug nach Boston, als eine attraktive Frau sich neben ihn setzt. Kurz darauf vertraut er der geheimnisvollen Fremden an, dass seine Frau ihn betrogen hat. Mit ihrer Reaktion jedoch hat er nicht gerechnet: Sie bietet ihm Hilfe an – beim Mord an seiner Ehefrau. Ein Trick? Ein morbider Scherz? Oder ein finsteres Rachespiel, das nur ein böses Ende nehmen kann?

Ich habe gelesen:
Dieses Buch habe ich an einer Tankstelle entdeckt und konnte nicht daran vorbei gehen. Das Cover, sowie der Klappentext hatten mich sehr angesprochen.

Nun möchte ich eigentlich gar nicht groß auf den Inhalt eingehen, denn jedes geschriebene Wort wäre eins zu viel.

Ted ist ein reicher Geschäftsmann und hat eine wunderschöne Frau. Für sie lässt er gerade ein riesiges Haus bauen. Alles ist bestens bis zu dem Tag, als er sieht, wie seine Frau Miranda ihn mit dem Bauunternehmer betrügt.

Was nun?

Wir lernen Lily kennen. Ihre Geschichte lies mich schwer schlucken. Eine Psychopatin, die mich gleichermaßen fasziniert und abgestoßen hat. Ihre Ansichten zum Thema Mord haben mich schockiert aber auch beeindruckt.

Nun stand für mich die Frage im Raum, ob und vor allem wie Lily und Ted es anstellen werden.

Ich muss sagen, der Autor hat mich echt überrascht. Er hat so viel aus dieser Story herausgeholt. Tolle Wendungen, die immer genau dann kamen, wenn man sie am wenigsten erwartet hat. Abwechslungsreich und absolut nicht zu durchschauen.

Im ersten Teil des Buches wird aus Sicht von Lily und Ted erzählt. Im Mittelteil aus Sicht von Lily und Teds Frau Miranda und der dritte Teil widmet sich Lily und Detective Kimball, der versucht, mit Lilys Hilfe einige Morde aufzuklären.

Der Schreibstiel von Peter Swanson, hat mir sehr gut gefallen und durch die Perspektivwechsel erhält man einen vielfältigen Einblick auf verschiedene Sichtweisen und es wurde nie langweilig.

Die Geschichte fasziniert und verstört zugleich und das Ende ist einfach großartig, auch wenn ich den Schluss ein wenig gemein fand.

Fazit:
Ein sehr gutes Buch mit vielen unerwarteten Wendungen, die mich gefesselt und begeistert haben. Die Rollen von Gut und Böse sind in einem Thriller normalerweise klar verteilt, aber hier war es etwas anders. Sehr unterhaltsam und ich gebe eine absolute Leseempfehlung!!!